Mit ‘Wirtschaftskrise’ getaggte Artikel

Meldung zur Umweltprämie war Aprilscherz

Samstag, 02. April 2011

VCD-Pressemitteilung 32/11 – Berlin, 01.04.11
VCD: Autoindustrie sollte Abwrackprämie zurückzahlen

Die gestrige Pressemitteilung des ökologischen Verkehrsclubs VCD, wonach die deutschen Autobauer sich entschlossen hätten, dem Staat aus ihren 2010 erwirtschafteten Rekordgewinnen die steuer­finanzierte Abwrackprämie zurückzuerstatten, war leider nur ein verkehrspolitischer Aprilscherz, hat jedoch einen ernsthaften Hintergrund.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Die Abwrackprämie war – wie der VCD analysierte – kein umweltpolitisches In­stru­ment, wirkte aber als “Beruhigungsmittel” in der hektischen Zeit der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die deutsche Autoindustrie erhielt dadurch einen Sonderprofit, den sie nun angesichts ihrer Rekord­gewinne im Jahr 2010 – durchaus konjunkturbelebend – zurückzahlen sollte. Immerhin konnte zum Beispiel der Volkswagen-Konzern im Jahr 2010 mehr als sieben Milliarden Euro Gewinn erwirtschaften, BMW erreichte mit 3,2 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke. Auch Daimler konnte wieder Milliardengewinne verzeichnen.

Im Rahmen des Konjunkturpaktes II hatte die Bundesregierung insgesamt fünf Milliarden Euro an Steuergeldern für den Neukauf von Pkw zur Verfügung gestellt. Umgerechnet habe damit laut VCD jeder Einwohner der Bundesrepublik – vom Säugling bis zum Greis – mehr als 60 Euro für die Abwrackprämie gezahlt.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die deut­schen Autobauern könnten sich ein Beispiel an den französischen Herstellern nehmen: PSA Peugeot Citroën und Renault zahlten dank ihrer Gewinne bereits vier der insgesamt sechs Milliarden Euro an den franzö­si­schen Staat zurück, die sie von ihm Anfang 2009 zur Überwindung der Wirtschaftskrise als Kredit erhalten hatten. Die Rückzahlung des restlichen Betrages soll den Herstellern zufolge im April folgen. Ursprünglich waren die Rück­zahlungen bis 2014 ge­plant. Zwar sind in der Bundesrepublik keine staatlichen Rettungs­kredite an die Autobauer geflossen. Die Abwrackprämie wurde jedoch als steuerfinanziertes Instrument ebenfalls aus dem Budget der Allgemeinheit bezahlt.

EU-Parlament bestätigt lasche CO2-Grenzwerte für Transporter

Dienstag, 15. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 12/11 – Berlin, 15.02.11
VCD kritisiert Kniefall vor der Autoindustrie

In seiner heutigen Sitzung hat das Europaparlament in Straßburg den bereits Ende Dezember 2010 hinter verschlossenen Türen ver­ein­barten faulen Kompromiss zwischen den EU-Gesetz­gebungs­organen über CO2-Grenzwerte für leichte Nutz­fahr­zeuge bestätigt. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Zu­stim­mung der EU-Parlamentarier als Kniefall vor der Auto­industrie. Bis 2017 dürfen neue Transporter im Schnitt maximal 175 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Bis 2020 wird der Wert auf 147 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt. Die EU-Kommission hatte ursprünglich den ersten Schritt bereits für 2016 vorgesehen und als Langfristwert für 2020 einen Emissionsgrenzwert von 135 Gramm angesetzt. (weiterlesen…)

fairkehr-Titelthema »Die Zukunft des Güter­verkehrs«

Freitag, 09. Oktober 2009

VCD-Pressemitteilung 78/09 – Berlin, 09.10.09
Kommt die Umwelt unter die Räder?

Kam Butter Anfang der 1970er Jahre noch aus der regionalen Mol­kerei, hat sie heute in der Regel einige tausend Trans­port­kilometer hinter sich, ehe sie im Supermarktregal landet. Auch Nordseekrabben fahren zum Pulen einen Umweg über Marokko, bevor sie hinterm Deich verkauft werden. An wenigen Orten, mit wenig Personal und oft für geringen Lohn wird extrem effizient Massenware produziert. Das rechnet sich aus betriebs­wirt­schaftlicher Sicht, denn für die Unternehmen schlagen die langen Wege mit nur wenigen Cent pro Krabbe oder Butter­päckchen zu Buche. Laut Bundesverkehrsministerium soll der Güter­verkehr trotz Wirtschaftskrise und langfristig steigendem Ölpreis sogar weiter zunehmen. Sicher ist, dass er umwelt­freundlicher gestaltet werden muss. Wie das aussehen kann, zeigt der Ver­kehrs­club Deutschland e.V. (VCD) in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr auf.
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Neue Kfz-Steuer ab 1. Juli

Mittwoch, 24. Juni 2009

VCD-Pressemitteilung 46/09 – Berlin, 24.06.09
VCD-Steuerrechner online
VCD kritisiert Bundesregierung und informiert Autofahrer

Zum 1. Juli tritt die Neuregelung der Kfz-Steuer in Kraft. Die im Rah­men des zweiten Konjunkturprogramms ausgehandelte Reform sieht vor, die Steuer für alle neu zugelassenen Pkw nach CO2-Aus­stoß und Hubraum zu erheben. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die fehlende ökologische Lenkungswirkung der Neuerung zu­gunsten sparsamer Autos. Die neue Kfz-Steuer berechnet sich nach Hubraumgröße und CO2-Ausstoß. Dabei wird für Diesel­fahr­zeuge ein Sockelbetrag von 9,50 Euro je 100 Kubik­zenti­meter Hubraum, für Benziner von 2 Euro je 100 Kubik­zenti­meter Hubraum fällig. Jedes Gramm CO2 oberhalb der Grenze von 120 Gramm je Kilometer wird generell gleich hoch besteuert. Diese Regelungen greifen nach Einschätzung des VCD zu kurz.
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VCD Hessen zur Europawahl: Wählen GEHEN – und für eine neue Verkehrspolitik stimmen

Donnerstag, 04. Juni 2009

VCD-Hessen-Pressemitteilung 17/2009, Kassel, 4. Juni 2009

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert alle Wähler in Hessen auf, bei der Europawahl am Sonntag das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zum Wahllokal zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen. „So können sie ein kleines Signal setzen für eine andere Ver­kehrs­politik“, sagte Werner Geiß, Vorsitzender des VCD-Landes­verbandes Hessen. Ver­kehrs­politische Entscheidungen würden heute zunehmend auf europäischer Ebene gefällt. Gerade für das besonders stark mit Straßen- und Flugverkehr belastete Hessen sei die Europawahl deshalb von großer Wichtigkeit, so der Umwelt- und Ver­braucher­verband.
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VCD zum Weltverkehrsforum in Leipzig

Dienstag, 26. Mai 2009

VCD-Pressemitteilung 41/09 – Berlin, 26.05.09
Umweltbelastung durch Güterverkehr verringern!

Anlässlich des ab heute in Leipzig stattfinden Weltverkehrsforums weist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) auf die erheblichen Um­welt­schäden durch den weltweiten Güterverkehr hin. Zwar sei aufgrund der Wirtschaftskrise in den letzten Monaten ein Rückgang beim Transport zu verzeichnen, diesem stünden jedoch durch­schnitt­liche jährliche Zuwachsraten von fünf bis acht Prozent beim weltweiten Güterverkehr in den letzten Jahren gegenüber. Aufgrund fehlender internationaler Umweltstandards für den Verkehr belaste dieser Zuwachs in erheblichem Maße die Umwelt. So hätten die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr insgesamt seit 1970 um mehr als 120 Prozent zugenommen, sein Anteil am gesamten CO2-Ausstoß betrage heute ca. 25 Prozent. Durch die hohe Feinstaub-, Stickoxid- und Schwefeldioxidbelastung aus Dieselfahrzeugen und mit Schweröl betriebenen Schiffen würden jährlich mehrere hun­dert­tausende Menschen frühzeitig sterben.
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Neues Logistik-Gutachten Sachsen

Mittwoch, 13. Mai 2009

VCD Elbe-Saale, Pressemitteilung, Leipzig, 13.05.2009
VCD: “Die Klimaschutzziele dürfen wir nicht aus den Augen verlieren”

Seit Dienstag ist das neue Gutachten “Situation und Perspektiven der Logistikwirtschaft im Freistaat Sachsen” auf www.smwa. sachsen.de online abrufbar. Im Auftrag des sächsischen Ver­kehrs­ministers Thomas Jurk wurde es von der GMO Management Con­sul­ting GmbH und der TU Dresden erarbeit.

Jurk misst der Logistikwirtschaft in Sachsen eine große Bedeutung zu, sechs bis acht Prozent der sozialversicherungspflichtig Be­schäftigten seien direkt in der Branche tätig oder indirekt ab­hän­gig.“, so Karsten Imbrock, Vorsitzender des Verkehrs­club Deutsch­land (VCD) LV Elbe-Saale. “Allerdings“, so Imbrock weiter, “sind die Logistiker, die generell schon einem enormen Kostendruck ausgesetzt sind, auch mit die ersten, die unter der Wirtschafts­krise leiden. Wollen wir hier also Arbeitsplätze erhalten, dann müssen wir in erster Linie auf zukunftsweisende Innovationen setzen.

So zeigt sich der VCD sehr verwundert darüber, dass sich in dem 128-Seiten starken Gutachten gerade einmal fünf Sätze finden, die sich den Erfordernissen an die zu erwartenden verschärften Um­welt- und Klimaschutzregelungen widmen.
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Flughafenausbau Frankfurt – Neue Landebahn ist wirtschaftliche Fehlentwicklung

Donnerstag, 07. Mai 2009

Pressemitteilung 13/2009 VCD Hessen, Kassel, Frankfurt 7. Mai 2009

Als Symbol für eine wirtschaftliche Fehlentwicklung in der Region be­zeichnet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den für Freitag ge­plan­ten ersten Spatenstich für die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen. „Spätestens seit der Wirtschaftskrise ist klar, dass der Flug­verkehr keine Jobmaschine ist“, erklärte Werner Geiß, Vor­sitzender des VCD-Landes­verbandes Hessen. Im gesamten Pla­nungs­verfahren seien nur mögliche neue Arbeitsplätze, nicht aber weg­fallende in anderen Branchen berücksichtigt worden. „In­zwi­schen zeichnet sich ab, dass der Umsatzeinbruch des Flug­verkehrs nicht nur konjunkturell, sondern strukturell bedingt ist, dass am Flug­hafen selbst auch keine Jobs entstehen, sondern eher weg­fallen werden“, so Geiß.
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Sinnvolle Verkehrsprojekte bleiben auch in Niedersachsen auf der Strecke!

Mittwoch, 08. April 2009

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 10/09, Hannover. , 8. April 2009
Abwrackprämie von 1,5 auf 5 Milliarden Euro erhöht
VCD: „Sinnvolle Verkehrsprojekte bleiben auch in Nieder­sachsen auf der Strecke!“
Konjunkturprogramme zu Lasten zukünftiger Generationen

Blankes Entsetzen herrscht beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) über die im zusätzlichen Auto-Abwrackprämien. „Während weitere 3,5 Milliarden öffentliche Mittel in die kurzfristige Ankurbelung der Auto-Industrie gepumpt werden, bleiben in Niedersachsen zu­kunfts­gerichtete Verkehrskonzepte auf der Strecke“, so Michael Fröm­ming, VCD-Landesvorsitzender in Niedersachsen. „Es handelt sich bei dem heutigen Beschluss um ein durchsichtiges Manöver vor der Bundestagswahl, das nur ein kurzes wirtschaftliches Stroh­feuer entfacht und zulasten anderer Wirtschaftszweige geht“.
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Protest gegen Abwrackprämie vor Bundes­kanzleramt

Mittwoch, 25. März 2009

VCD-Pressemitteilung 23/09 – Berlin, 25.03.2009
VCD fordert zukunftsfähige Verkehrspolitik

Unter dem Motto »Für eine echte Umweltprämie!« hat der Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD) heute vor dem Bundes­kanzler­amt gegen die Abwrackprämie für Pkw und deren Ausweitung pro­testiert. VCD-Aktive stellten zwei Dutzend alter Fahr­räder auf und forderten von der Bundesregierung eine echte Umweltprämie für den Kauf neuer Fahrräder sowie für Bus- und Bahntickets. Die De­mon­stran­ten standen stellvertretend für mehr als 8 000 Menschen, die sich in den letzten Wochen an der VCD-Online-Protestaktion »Neue Räder braucht das Land!« beteiligt und sich gegen die autofixierte Konjunkturpolitik der Bundesregierung ausgesprochen hatten. Zugleich veröffentlichte der VCD auf einer Pressekonferenz Forderungen für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik zur Bundes­tags­wahl 2009.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Wirtschaftskrise hat zu einer fatalen Pause im Klimaschutz geführt. Ob der massive Aus- und Neubau von Straßen, die Kfz-Steuerbefreiung oder die an keinerlei Umweltkriterien geknüpfte Abwrackprämie – mit ihrer Konjunkturpolitik hat die Bundesregierung im Verkehrsbereich viel Geld in veraltete Strukturen gesteckt. Damit schadet sie nicht nur der Umwelt sondern auch mittelfristig unserer Wirtschaft. An­ge­sichts der Klimaerwärmung können wir es uns nicht leisten, so weiter­zu­machen wie bisher. In der nächsten Legislaturperiode müssen deshalb dringend die Weichen für eine zukunftsfähige Mobilität gestellt werden.
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