Mit ‘Vision Zero’ getaggte Artikel

Bußgelder steigen zum 1. Februar

Freitag, 30. Januar 2009

VCD-Pressemitteilung 09/09 – Berlin, 30. Januar 2009
VCD: Verkehrsdelikte besser ahnden

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt die Anhebung der Buß­gelder für Vergehen im Straßenverkehr, die zum 1. Februar in Kraft tritt. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung, es käme nun jedoch darauf an, Verstöße auch wirksam zu ahnden.

Solange es in Deutschland als Kavaliersdelikt betrachtet wird, zu rasen und zu drängeln, sind angemessene Strafen ein un­ver­zicht­barer Bestandteil in einem Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit auf den Straßen“, erklärt Werner Korn vom VCD-Bundes­vorstand. “Wer hier von Abzocke spricht, vergisst, dass kein Auto­fahrer gezwungen wird, gegen bestehende Regeln zu verstoßen. Niemand setzt sich aus Versehen betrunken hinter das Steuer oder nimmt innerorts den Fuß nicht vom Gas. Solche Taten geschehen unter Vorsatz. Und wer so handelt, muss für sein rücksichtsloses Verhalten auch die Konsequenzen tragen.
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VCD für mehr Verkehrssicherheit – Fifty-Fifty Taxi auch kritisch betrachten

Montag, 07. April 2008

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, Magdeburg, 7. April 2008

Heute wurde im Rahmen einer Pressekonferenz mit Holger Hövelmann, dem Innenminister von Sachsen-Anhalt, der Vertrag für die Weiter­führung des Fifty-Fifty-Taxis unterzeichnet. Dieser ermöglicht es jungen Leuten an bestimmten Zeiten Taxis zum halben Preis zu nutzen.

Jede Aktion für mehr Verkehrssicherheit ist natürlich grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, so Lutz Dressler, Vorstand im Verkehrs­club Deutschland Landesverband Elbe-Saale. Anhand des Fifty-Fifty-Taxis sollte allerdings überprüft werden, ob man in Zukunft durch einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Mittel nicht mehr für die Ver­kehrs­sicher­heits­arbeit erreichen kann. “Wenn durch das Fifty-Fifty-Ticket das Taxigewerbe subventioniert und jungen Leuten ein Frei­fahrt­schein fürs Trinken gegeben wird, so ist dies eine ziemlich fragwürdige Maßnahme.“, so Lutz Dressler.

Das Konzept, das der VCD für mehr Verkehrssicherheit vorschlägt, heißt “Vision Zero – Null Verkehrstote“. In der Praxis bedeutet dies eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen auf den Handlungsfeldern Straße, Fahr­zeug, Recht und Mensch.
So fordert der Verkehrsclub, dass sich Mobilitätserziehung und Fahr­aus­bildung am Ziel einer nachhaltigen, gleichberechtigten und rück­sichts­vollen Verkehrsgestaltung orientieren. Wie in anderen Bereichen gehört auch im Verkehr lebenslanges Lernen zum Leitbild.
Als weitere wichtige Maßnahmen sieht der VCD die Einführung einer Null-Promillegrenze und eines generellen Tempolimits an. Außerdem seien häufige Kontrollen und eine angemessene Bestrafung not­wendig, so der VCD-Sprecher.

Mehr Infos unter: www.vcd.org/verkehrssicherheit.html

50/50

Samstag, 01. September 2007

Heute vor 50 Jahren wurde innerorts das Tempolimit von 50 Stundenkilometer eingeführt.

Nachdem 1952 Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben wurden und gleichzeitig die Zahl der Kraftfahrzeuge wuchs, wuchs leider auch die Zahl der Verkehrstoten. 1955 waren es bereits mehr 12.000 Tote im Verkehr (zum Vergleich: heute sind es ca. 5000). Nachdem es hitzige Diskussionen um die Wiedereinführung von Geschwindigkeits­begrenzungen gab, wurde am 1. September 1957 innerorts das Tempolimit eingeführt. Die Befürworter des Tempolimits argumentierten mit den seit 1953 steigenden Unfallzahlen, die Gegner (u.a. der ADAC) machten dafür jedoch ausschließlich die gewachsene Zahl der Fahrzeuge verantwortlich.

Nach der Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung sanken die Unfallzahlen und die Schwere der Unfälle ging zurück. Stuttgart berichtete schon 18 Tage nach Inkrafttreten der neuen Regelung eine Halbierung der Zahl der tödlich verletzten Unfallopfer. In der Folgezeit stiegen die Unfallzahlen (und die Neuzulassungen von Autos) wieder an, aber die Zahl der Verletzen stieg unterproportional, die Zahl der Verkehrstoten sank sogar.

Der VCD fordert seit Jahren eine konsequente Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte. Neben einem Tempolimit 30 verfolgt der VCD mit Vision Zero das Ziel die Zahl der im Verkehr Getöteten und schwer Verletzten auf Null zu senken. Dazu sind neben einem Tempolimit weitere Schritte nötig. In seinem VCD Masterplan Vision Zero (pdf, 435 KB) stellt der VCD einige dieser Schritte vor.

Außerhalb Deutschlands gibt es schon einige Programme mit der gleichen Stoßrichtung, so hat beipielsweise die Schweiz im Rahmen ihres »Via Sicura« Programmes 2005 durch einen Mix von Öffentlichkeitsarbeit und Verkehrskontrollen die Zahl der Verkehrstoten um 20 Prozent gesenkt.

Halbjahres-Unfallbilanz 2007: Mehr Verkehrstote

Donnerstag, 23. August 2007

VCD-Pressemitteilung 50/07 – Berlin, 23.08.07

VCD fordert Umdenken in der Verkehrspolitik

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten ist nach den gestern veröffentlichten vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes entgegen dem jahrelangen Trend im ersten Halbjahr 2007 gestiegen. Darauf machte der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) heute in Berlin aufmerksam. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kamen von Januar bis Juni diesen Jahres 7,7 Prozent mehr Menschen im Verkehr ums Leben. Mehr Opfer gab es dabei vor allem bei den so genannten schwachen Verkehrsteilnehmern, also den Fußgängern und Radfahrern. Die Zahl der Verletzten stieg insgesamt um elf Prozent an.
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