Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, Jena-Göschwitz, 6.11.2008
Der Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) kritisiert die Rückbaupläne der DB Netz AG in Jena-Göschwitz
Der VCD kritisiert die Pläne der DB Netz AG das letzte Überhol- und Ausweichgleis zwischen Weimar und Gera in Jena Göschwitz zurückzubauen. Durch den Rückbau des Ausweichgleises droht sich das Angebot im Falle nicht ausbleibender technischer Störungen massiv zu verschlechtern. Verspätungen und Zugausfälle im dicht frequentierten Pendelverkehr zwischen Weimar und Göschwitz drohen. Die Pläne der DB Netz AG wirken der Aufwertung des Bahnhofes Jena-Göschwitz durch die Stadt Jena entgegen, die eine Straßenbahnlinie zwischen Burgau und Lobeda eingeführt hat. Der Bund und die Städte Jena, Weimar und Gera engagieren sich für den zweigleisigen Ausbau zwischen Jena und Weimar.
Diese für die Fahrgäste positive Entwicklung wird weiterhin mit der Fertigstellung der ICE- Neubaustrecke Erfurt-Nürnberg ausgebremst, denn dann ist Jena vom Schienenfernverkehr abgehängt. Uwe Kappell, Leiter der VCD Ortsgruppe in Jena kritisiert, die Deutsche Bahn ziehe sich schleichend, aber systematisch aus dem Schienen-Regionalverkehr zurück. Die Fahrgäste, die die Bahn regelmäßig als klimaschonendes und kostengünstiges Verkehrsmittel nutzen, gehörten nicht mehr zum Kerngeschäft der Bahn, so Uwe Kappell.
Bis zum 24.11.2008 kann die Stadt Jena beim Eisenbahn-Bundesamt Stellung zu den geplanten Rückbauplänen der DB Netz AG beziehen. Der VCD hofft, dass die Stadt Jena von diesem Recht Gebrauch macht und die Fehlentscheidung der DB Netz AG rechtzeitig korrigiert wird.