VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 32/2010, Stuttgart, 20. August 2010
Mehr Wettbewerb bei Ausschreibungen von Nahverkehrsverbindungen
VCD unterstützt SPD-Forderungen für mehr Transparenz bei Vergaben
Der ökologische Verkehrsclub (VCD) e.V. unterstützt den Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion, durch Ausschreibungen, die verschärfte Anforderungen an Qualität und Service sowie Sozialstandards vorsehen, mehr Transparenz bei der Ablösung des bestehenden DB-Verkehrsvertrages zu schaffen.
„Die Kritik der SPD am bestehenden Verkehrsvertrag geht jedoch nicht weit genug“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: „Die von der SPD bemängelte ‘Machtlosigkeit der Landesregierung’ sowie die hohen Zahlungen des Landes an die Deutsche Bahn (DB) AG im Rahmen des Vertrages – und damit die hohen Gewinne der DB –waren von der Regierung geradezu gewollt.“ Schließlich seien Stuttgart 21 und der heute bestehende Verkehrsvertrag eng miteinander verkoppelt, so der VCD weiter. Dies sei erst vor wenigen Tagen nochmals vom Spiegel offen gelegt worden, erklärt Lieb. „Nur durch diese Zugeständnisse der Landesregierung zu überhöhten Preisen und geringer Qualität sind die Planungen zu Stuttgart 21 von der DB nach 2001 fortgeführt worden“, so das Fazit von Matthias Lieb.