Mit ‘Verkehrssicherheit’ getaggte Artikel

Reform der Verkehrssünderdatei muss Ver­kehrs­sicherheit erhöhen

Freitag, 29. April 2011

VCD-Pressemitteilung 45/11 – Berlin, 29.04.2011
VCD warnt vor Förderung des Verkehrsrowdytums

Nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums soll künftig jede Ordnungswidrigkeit getrennt verjähren – ganz gleich, ob in der Zwischen­zeit neue Verstöße hinzukommen. Der ökologische Ver­kehrs­club VCD kritisiert, dass der bisher bekannte Vorschlag undifferenziert Verkehrs­sünder begünstigt und somit die Gefahr besteht, dass das Verkehrs­rowdy­tum gefördert wird. Allerdings sei das jetzige System, das Berufs­kraftfahrer mit hoher Fahrleistung wie Gelegen­heitsfahrer behandelt, durchaus reformbedürftig.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Erleich­terun­gen für notorische Punktesammler sind ohne Frage abzulehnen. Ent­scheidender als die Art der Verjährung ist jedoch die Intensität und Ziel­richtung der Kontrollen. Derzeit haben wir es mit einem Glücksspiel unter freiem Himmel zu tun – das muss sich ändern. Die Politik muss die Polizei so ausstatten, dass sie insbesondere an Stellen mit hoher Unfall­gefährdung sowie bei gefährlichen Verhaltens­weisen mehr Kontrollen durchführen kann.“ Unverantwortliches Rasen, dichtes Auffahren, Vorfahrts­missachtung, aber auch das Parken an der Kreuzungs­ecke seien keine Bagatelldelikte, sondern die Gefährdung von Gesundheit und Leben. Daher müssten diese auch entsprechend geahndet werden. “Wenn man über eine getrennte Verjährung der Delikte nachdenkt, muss man sich im Interesse der Verkehrssicherheit auch für schärfere Regeln für notorische Wiederholungstäter einsetzen“, so Lottsiepen weiter. “Konkret kann das heißen, dass es beispielsweise bei wiederholtem Drängeln oder Rasen Zusatzpunkte gibt. Völlig unsinnig ist der Vorschlag, für das Befahren von Umweltzonen keinen Punkt mehr zu vergeben. Damit macht man die bewusste Gesundheitsgefährdung der Mitmenschen durch Dreckschleudern zum Kavaliersdelikt.

Verkehrssicherheit – Stimmungsmache gegen Radler löst keine Probleme

Freitag, 15. April 2011

VCD-Pressemitteilung 38/11 – Berlin, 15.04.11

Angesichts der aktuellen Diskussionen zur Verkehrssicherheit, die darauf abzielen, Rad- und Fußverkehr stärker zu regulieren, warnt der ökologische Verkehrsclub VCD vor kollektiven Schuld­zu­weisungen und lehnt negative Stimmungsmache gegen Rad­fahrer ab.

Doris Neuschäfer vom VCD-Bundesvorstand: “Die begrüßenswerte Zunahme des Radverkehrsanteils erfordert auch, über neue Sicherheitsaspekte beim Radverkehr nachzudenken. Wenn die öffentliche Diskussion, wie sie aktuell etwa über die DEKRA-Studie entbrannt ist, dahin abrutscht, Radfahrer allgemein als Ver­kehrs­rowdys darzustellen, ist das jedoch schlichtweg falsch und hilft nicht weiter. Radfahrer und Fußgänger sind keine Stör­faktoren im Straßenverkehr, sondern gleichberechtigte Partner.“ Auch unter ihnen gebe es zwar leider Personen, die sich nicht regelkonform verhalten. Die Statistik zeige jedoch, dass nur bei einem Viertel der Unfälle zwischen Pkw und Radfahrern die Radler Hauptverursacher seien. 75 Prozent dieser Unfälle würden von Autofahrern haupt­verursacht. Am häufigsten käme es beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren zu Fehlern, gefolgt von Vorfahrt- und Vorrang­verstößen. Wer wie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer verlange, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten und das Gebot der Rücksichtnahme im Straßen­verkehr beherzigen, dürfe nicht gleichzeitig einäugig nur auf die Radler schauen.
(weiterlesen…)

Tempolimit-Debatte – VCD plädiert für Klima­schutz und Verkehrssicherheit

Donnerstag, 10. März 2011

VCD-Pressemitteilung 25/11 – Berlin, 10.03.11

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die neu entflammte Diskussion um ein Tempolimit auf Autobahnen. Mehr Klimaschutz, höhere Verkehrssicherheit und ein besserer Verkehrsfluss seien gute Gründe, die für eine Geschwindigkeitsbegrenzung sprächen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Um den Ausstoß von klima­schädlichem CO2 bundesweit tatsächlich um 40 Prozent bis 2020 zu verringern, wie es die Bundesregierung in ihrem Klima­schutz­programm anstrebt, müssen alle dafür zielführenden Maßnahmen berücksichtigt werden. Da der Spritverbrauch bei Geschwindigkeiten über 100 km/h überproportional ansteigt, führt gerade ein Tempolimit dazu, dass der Spritverbrauch und damit auch der Treibhausgasausstoß in erheblichem Maße sinken. Würde die Höchst­geschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt, könnten jährlich mit minimalem Aufwand über drei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. E10 bringt im Vergleich zum herkömmlichen E5-Sprit weniger als eine Millionen Tonnen CO2-Ersparnis, und das auch nur dann, wenn das Ethanol nachhaltig produziert wird. Mit einem Tempolimit kann man also jetzt schon mehr CO2 einsparen, als mit Hilfe von E10 oder auch durch die Auto-Elektromobilität bis 2020 erreicht werden soll.
(weiterlesen…)

Straßenbahn darf nicht ausgebremst werden

Dienstag, 15. Februar 2011

Landesverband Elbe-Saale, Pressemitteilung, 15.2.2011

Dass Radebeul ein Verkehrsproblem hat, ist nicht zu übersehen: Bürger­initiativen an der Meißner und an der Kötzschenbrodaer Straße beklagen zu Recht die enormen Straßen­verkehrs­belastungen. Um Lärm, Feinstaub und Verkehrs­sicherheit in den Griff zu bekommen sieht der ökologische Verkehrsclub VCD die Lösung vor allem darin mehr für Bus, Bahn und Fahrrad zu tun und Maßnahmen der Verkehrsvermeidung umzusetzen. Der regionale Verbandssprecher Lutz Dressler sagte: „Für sehr viele Menschen ist der Umweltverbund schon jetzt eine preiswerte Alternativen zur Fahrt mit dem Auto“. Er ist der festen Überzeugung, dass die Verkehrsbelastung sich noch hätte drastisch verschlimmern können, wäre der Finanzierungsvertrag für den Weiterbetrieb der Straßenbahn im Dezember nicht zu Stande gekommen. Allerdings sieht Dressler ein Zeitproblem bei der Attraktivitäts­steigerung der Linie 4: „Durch verschleppte Sanierungen werden hohe Folgekosten in Kauf genommen werden. Einen großen Anteil daran hat der Freistaat, der die Nahverkehrs­gelder im Haushalt drastisch gekürzt hat“.
(weiterlesen…)

Verkehrsgerichtstag in Goslar endet

Freitag, 28. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 05/11 – Berlin/Goslar, 28.01.11
VCD fordert null Promille für mehr Verkehrssicherheit

Heute endet in Goslar der 49. Deutsche Verkehrsgerichtstag, der sich unter anderem mit dem Thema Null-Promille-Grenze im Straßen­verkehr befasste. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der Bundesregierung mehr Engagement in der Verkehrs­sicher­heit und ruft Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf, null Promille für den gesamten motorisierten Straßenverkehr festzuschreiben.

Doris Neuschäfer vom VCD-Bundesvorstand: “Alkohol im Straßen­verkehr ist kein Kavaliersdelikt. Bereits in geringen Mengen beein­träch­tigt er die Fahrtüchtigkeit und bedeutet damit immer ein erhöhtes Unfallrisiko. Trotz eines rückläufigen Trends verunglücken bundesweit noch immer alljährlich zehntausende bei Unfällen unter Alkoholeinfluss. Jeder Unfall ist mit persönlichem Leid verbunden, daher gibt es keinen Grund zur Entwarnung.
(weiterlesen…)

Verkehrssicherheitslage in Niedersachsen gefährdet

Donnerstag, 23. Dezember 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 29/2010, Hannover, 23.12.10
VCD: „Herr Minister Bode, stoppen Sie den Lkw-Verkehr angesichts der Wetterlage!“

Ein sofortiges flächendeckendes Lkw-Fahrverbot für Niedersachsen fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) angesichts der aktuellen Wetterlage. „Schon wieder stehen unzählige Lkw auf Fernstraßen quer, sind in Unfälle verwickelt und blockieren den Vorweihnachtsverkehr. Verkehrsminister Jörg Bode soll sofort ein Lkw-Fahrverbot auf den Straßen in Niedersachsen verhängen, um Schlimmeres zu verhindern“, fordert Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender.
(weiterlesen…)

Schnee und Minusgrade sorgen für Flugausfälle und lange Staus auf den Straßen

Montag, 20. Dezember 2010

VCD-Pressemitteilung 114/10 – Berlin, 20.12.10
VCD: Bahn meistert das Winterwetter am Besten

Minustemperaturen, Schnee und überfrierende Nässe sorgen auch zu Wochenbeginn für hunderte Flugausfälle in Europa sowie Unfälle und kilometerlange Staus auf den Autobahnen. Der ökologische Ver­kehrsclub VCD betont, dass sich die Bahn derzeit trotz verein­zel­ter Einschränkungen in ihrem Betrieb als das sicherste und zuverlässigste Verkehrsmittel erweist.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: “Wer bei diesem Wetter mit der Bahn unterwegs ist, kommt zwar möglicherweise zu spät an und verbringt die Reisezeit in einem überfüllten Zug, aber die Bahn fährt. Am heutigen Vormittag blieben die Verzögerungen der Deutschen Bahn AG fast überall unter 30 Minuten – das ist deutlich besser als die Situation bei allen anderen Verkehrsträgern. Ob Frankfurt am Main, London oder Brüssel: Wer zurzeit in Europa mit dem Flugzeug reisen möchte, wartet teilweise tagelang auf den Abflug, weil Flughäfen und Flugzeuge wegen Schnee und Eis nicht betriebsbereit sind. Auch im Autoverkehr sieht es nicht besser aus. Staus und Unfälle sind an der Tagesordnung, teilweise wurde berechtigterweise ein Lkw-Fahrverbot verhängt und das Benzin wird knapp, da Tankstellen nicht beliefert werden können.
(weiterlesen…)

Bundesrat entscheidet über Winterreifenpflicht

Freitag, 26. November 2010

VCD-Pressemitteilung 107/10 – Berlin, 26.11.10
VCD fordert eindeutige Reifenkennzeichnung

Der ökologische Verkehrsclub VCD unterstützt den heutigen Bundes­ratsbeschluss zur Winterreifenpflicht. Er fordert jedoch die ver­lässliche Prüfung und eindeutige Kennzeichnung von Winter­reifen. Die neue Regelung wurde durch ein Urteil des Oberlandes­gerichts Oldenburg notwendig, das feststellte, dass die alte Regelung zu Winterreifen gegen das Bestimmtheitsgebot verstoße.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die Neu­regelung ist zu begrüßen, da sie mehr Klarheit schafft, indem sie die Bedingungen ausdrücklich nennt, bei denen Winterreifen Pflicht sind: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reif­glätte. Sie schreibt jedoch lediglich fest, was für jeden ver­ant­wortungs­bewussten Autofahrer schon bisher selbst­verständlich war – nämlich sein Fahrzeug den Witterungs­bedingungen anzupassen.“ Wer im Flachland wohne und die Möglichkeit habe, bei widrigen Witterungs­bedingungen jederzeit auf sein Auto zu verzichten, könne jedoch auch mit Sommerreifen durch den Winter kommen.
(weiterlesen…)

Sicher mobil im Alter – Fachtagung des Verkehrsclub Deutschland (VCD Nordost)

Sonntag, 08. August 2010

Pressemitteilung des VCD Nordost, Berlin, 6.8.2010

Für den 17.09.2010 lädt der Verkehrsclub Deutschland zur Tagung »Sicher mobil im Alter« ein. »Eine sichere und selbstbestimmte Mobilität ist wichtige Voraussetzung für die gesellschaftliche Teil­habe im Alter«, so Dorothee Schardt vom VCD Nordost. In der Tagung werden erfolgreiche Beispiele zur Erhöhung der Ver­kehrs­sicherheit älterer Menschen vorgestellt. Das Spektrum umfasst Beratungs- und Informationsangebote sowie praktische Trainings für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Ein Vertreter der Berliner Polizei schildert die Verkehrs­sicherheits­situation der älteren Menschen in Berlin. Abschließend soll die mögliche Übertragung von Projektideen auf Berlin diskutiert werden.
(weiterlesen…)

Verkehrsunfallzahlen 2009

Donnerstag, 15. Juli 2010

VCD-Pressemitteilung 60/10 – Berlin, 15.07.10
VCD: Weniger Verkehrstote, doch kein Grund zur Entwarnung

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass nach dem positiven Trend der letzten Jahre auch 2009 die Unfallzahlen weiter rückläufig sind. Nach heute vom Statistischen Bundesamt vorgestellten Zahlen wurden jedoch im vergangenen Jahr noch immer mehr als elf Personen pro Tag auf bundesdeutschen Straßen getötet und mehr als 68.000 Menschen schwer verletzt. Die meisten Unfälle ereignen sich innerorts. Gerade die Situation in den Städten und Kommunen stelle sich dabei sehr uneinheitlich dar, wie aus dem kürzlich veröffentlichten »VCD Städtecheck Ver­kehrs­sicherheit« hervorgehe. Der VCD fordert angesichts der Zahlen die Bundesregierung auf, sich die »Vision Zero« mit dem Ziel von null Verkehrstoten zu eigen zu machen.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Mehr als 401 000 Verunglückte, darunter 4 152 Getötete, pro Jahr auf Deutschlands Straßen – das sind noch immer alarmierende Zahlen. Für viele Verletzte hat ein schwerer Unfall lebenslange Folgen. Wer hinter den Daten das persönliche Schicksal der Unfallopfer sieht, kann nur eine akzeptable Zahl an Verkehrstoten ableiten: Null!“ Gerade in Städten sei die reale Verkehrssituation oft nicht so sicher, wie die bundesweite Statistik suggeriert. Dies habe auch der »VCD Städtecheck Verkehrssicherheit« gezeigt. Dass es jedoch selbst in Großstädten machbar sei, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken, zeigten Pforzheim, Trier und Reutlingen: Dort sei 2009 kein Mensch im Straßenverkehr tödlich verunglückt.
(weiterlesen…)