Mit ‘Thüringen’ getaggte Artikel

Verkehrsclub warnt vor Rückzug aus der Fläche

Dienstag, 08. Februar 2011

Pressemitteilung Landesverband Elbe-Saale, 8.2.2011

Mit großer Besorgnis hat der ökologische Verkehrsclub VCD Landes­verband Elbe-Saale auf Aussagen von Verkehrsminister Carius reagiert, die Zahl der sogenannten Grundzentren bei der Fort­schreibung des Landesentwicklungsplans „erheblich“ reduzieren zu wollen.

Momentan gibt es 129 thüringische Grundzentren in denen ein Min­dest­angebot an zentralen Einrichtungen vorgehalten werden soll. Dazu zählen beispielsweise eine bestimmte Art und Anzahl von Schulen, Arztpraxen, Sportanlagen und Verwaltungseinrichtungen.

Wenn diese Einrichtungen nach und nach aus der Fläche ver­schwinden, dann bringt das für sehr viele Menschen Probleme mit sich. Insbesondere ältere Einwohner, die in ihrer Mobilität ein­geschränkt sind, aber auch Familien mit Kindern, haben hier das große Nachsehen“, so VCD-Vorstandssprecher Andreas Grimm. „Die weitere Konzentration von Versorgungseinrichtungen führt zu mehr Verkehr. Das Land sollte jedoch auf sinnvolle Verkehrs­vermeidungs­strategien setzen, damit nicht noch mehr Menschen unter Lärm und Luftverschmutzung durch Verkehr zu leiden haben und Mobilität nicht noch teurer wird.“ Die Vorschläge des Verkehrsministers scheinen jedoch in die genaue Gegenrichtung zu führen, hin zu mehr Verkehr.
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20 Jahre Grenzöffnung der Bahnstrecke Eichenberg–Arenshausen

Freitag, 21. Mai 2010

VCD Hessen, Pressemitteilung12/2010, Kassel, 21. Mai 2010
VCD: Symbol halbherziger Bahnpolitik

Am 26. Mai 1990 wurde die „Halle-Kasseler Eisenbahn“ zwischen Eichen­berg (Hessen) und Arenshausen (Thüringen) wieder in Be­trieb genommen. Neben der renovierten ehemaligen DDR-Transit­strecke Bebra–Eisenach ist dies bis heute die einzige Bahn­ver­bindung, die von Hessen aus über die ehemalige inner­deutsche Grenze führt. Wiederaufbau und Ist-Zustand dieser Bahn­strecke sind nach Ansicht des VCD Hessen „ein Symbol für zwei Jahr­zehnte halbherzige Bahnpolitik“.

War im Taumel der Wiedervereinigung noch von einer schnellen Fern­verkehrsstrecke die Rede, so wurde der Ausbau in den Folge­jahren immer weiter reduziert. Bis heute wird die ansonsten durchgehend zweigleisige Strecke nur mit einem Gleis in den hessischen Bahnhof Eichenberg geführt. Auf längeren Abschnitten in Thüringen beschränkt DDR-Signaltechnik die Geschwindigkeit weiter­hin auf 100 km/h. „Das mag für die meisten Güterzüge gerade reichen, schon ein aktueller Nahverkehrstriebwagen wird damit unnötig ausgebremst“, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. Der durch Niedersachsen und Hessen führende Abschnitt Eichen­berg–Kassel wurde nicht ausgebaut, die Gleisanlagen in Witzen­hausen, Hann. Münden und Speele wurden weiter reduziert. Dort ist keine Güterverladung mehr möglich. Wurde in den 1990er Jahren noch darum gestritten, ob man Kassel über eine neue Ver­bindungs­kurve bei Mönchehof oder den Ausbau der vorhandenen Strecke über Bad Karlshafen umfahren solle, so sind beide Varianten derzeit chancenlos. Züge von Halle in Richtung Ruhrgebiet müssen in Kassel die Fahrtrichtung wechseln, was im Güterverkehr zu Mehrkosten und Zeitverlusten führt.
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20 Jahre Grenzöffnung: Hessens Schienenverkehr wartet noch auf deutsche Einheit

Donnerstag, 05. November 2009

Pressemitteilung 33/2009, VCD-Hessen, Kassel, 5.11.2009

Auch zwanzig Jahre nach der Grenzöffnung sind die Ost-West-Schienen­strecken in Hessen nicht auf zeitgemäßem Stand. Dies kritisiert der VCD Hessen. „Nach wie vor kann man die Lan­des­grenze zwischen Thüringen und Hessen nur auf der alten Transit­strecke Bebra–Eisenach im Personenzug queren“, so die Bilanz von Martin Mützel, Landesgeschäftsführer des Umwelt- und Ver­brau­cher­verbandes. Darüber hinaus profitiere Nordhessen von der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Halle–Nordhausen–Kassel, die allerdings von Thüringen über Niedersachsen nach Hessen führt.

Ein weiteres Problem sieht der VCD darin, dass auch diese beiden Verbindungen keinen gut ausgebauten Zulauf in Hessen haben. So wird die ansonsten durchgehend zweigleisige Bahn aus Richtung Halle eingleisig in den hessischen Bahnhof Eichenberg eingeführt. Auch auf der „Mitte-Deutschland-Bahn“ von Sachsen über Erfurt und Kassel in das Ruhrgebiet warte der hessische Abschnitt seit zwei Jahrzehnten auf den Ausbau. Mützel: „Ab 2015 kann man von Leipzig nach Erfurt mit Tempo 300 fahren, von dort nach Bebra immerhin noch 160, kurvt dann mit 60 durch Guntershausen und mit 70 durch Hümme, um in Nordrhein-Westfalen wieder auf Tempo 200 zu kommen.“ Der südliche Anschluss von Bebra über Fulda nach Frankfurt ist schneller, galt aber bereits vor der Wieder­vereinigung als überlastet. Der VCD fordert, die stockenden Planungen für einen Ausbau zumindest zwischen Hanau und Fulda wieder aufzunehmen.
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Bahnverkehr im Südharz – Chancen nach Wende verpasst

Donnerstag, 05. November 2009

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 32/2009, 05.11.09, Göttingen.
20 Jahre Grenzöffnung auf der Südharzstrecke

Am 12. November 1989 wurde der Personenzugverkehr auf der Süd­harz­strecke über die damalige innerdeutsche Grenze zwischen Wal­ken­ried (Niedersachsen) und Ellrich (Thüringen) wieder auf­genommen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landes­verband Niedersachsen, sieht in dieser Strecke „ein Beispiel für die Chancen der deutschen Einheit, von denen aber viele verpasst wurden.“ so VCD-Landesvorstandsmitglied Martin Mützel aus Göttingen.

Man muss es schon fast als positiv sehen, dass die Strecke überhaupt in Betrieb ist“, so Mützel. Er erinnert daran, dass die besonders stilllegungsfreudige Bundesbahndirektion Hannover die Strecke Ende der 1980er Jahre loswerden wollte. „Viel später hätte die Grenze hier nicht mehr geöffnet werden können, weil dann der westliche Anschluss gefehlt hätte.“ Kurz nach der Wende er­in­nerten eine Bürgerinitiative, Politiker und Bahnfreunde daran, dass diese Strecke die kürzeste Verbindung zwischen Halle/Leipzig und dem Ruhrgebiet ist. „Statt dessen konzentrierte die Bahn die Ost-West-Verkehre auf Hannover und hat dort jetzt massive Ka­pa­zi­täts­probleme,“ beklagt sich Mützel.
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„Task Force“ für echten Klimaschutz im Verkehr notwendig

Dienstag, 02. Juni 2009

Pressemitteilung 15/2009, VCD Hessen, Kassel, 2. Juni 2009
Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) rügt die Ankündigung von Hessens Verkehrsminister Dieter Posch, den Bau der umstrittenen Autobahn A 44 (Kassel–Eisenach) mit einer speziellen „Task Force“ beschleunigen zu wollen. Fünf Tage vor der Europawahl könne man das nur als „aktionistischen Kotau vor der Auto- und Baulobby“ verstehen, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. „Besser wäre es, wenn Posch sinnvolle Projekte beschleunigen würde.
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VCD wirbt für intelligente Wege aus dem Stau

Donnerstag, 23. April 2009

Pressemitteilung VCD Elbe Saale, Gera, 23.4.2009
Verkehrsvermeidung und Stärkung der Regionen

Am Montag legte die IHK Ostthüringen Zahlen zu den durch Staus auf Autobahnen verursachten Kosten vor. Nach Angaben der be­fragten Unternehmen würden sich diese auf täglich 120 Euro je Tag und Firma belaufen. Die IHK kommt zu dem Schluss, dass dieses Problem nur durch einen raschen Ausbau von Autobahnen und Bun­des­straßen zu lösen ist. Genau das aber sei der falsche Weg sagt Steffen Eichler vom ökologisch orientierten Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD): “Verkehrswissenschaftler sind längst zu dem Schluss ge­kom­men, dass jeder Straßen­ausbau und jeder Straßen­neubau auch automatisch mehr Verkehr anzieht. Und eben da müssen wir uns fragen: Wollen wir das wirklich? Noch mehr Straßen­verkehr?
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Verkehrsclub feiert Jubiläum

Montag, 20. April 2009

Pressemitteilung VCD Landesverband Elbe-Saale e.V., Halle, 20.4.2009
Bundesvorsitzender des VCD fürchtet neue Einschnitte in den Nahverkehr nach der Bundestagswahl

Der Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclub Deutschland (VCD), der die umweltbewussten Verkehrsteilnehmer in den drei mit­tel­deutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sach­sen vertritt, feierte am Sonnabend in Halle sein 10-jähriges Jubiläum. Als Veranstaltungsort dienten die Fürstenräume des Haupt­bahnhofes in Halle, so dass die Umweltfreunde (soweit nicht aus Halle) auch alle per Bahn anreisen konnten.

Der Bundesvorsitzende des VCD, Michael Gehrmann kritisierte scharf die Bundesregierung für die einseitige Förderung des Auto­mobil­ver­kehrs wie beispielsweise die Abwrackprämie oder auch Er­leichterungen bei der Kfz-Steuer. Gleichzeitig wurde es den Kommunen verboten, Mittel aus den Konjunkturprogrammen für den Öffentlichen Nahverkehr zu verwenden. Anstatt Milliarden für nicht nach­haltige Kurzfristprogramme zu verschleudern, müsse die Bundes­regierung endlich anfangen, die Krise als Chance für eine Ver­kehrs­wende zu nutzen, die allen Menschen auch zukünftig eine um­welt­verträgliche Mobilität ermöglicht.
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