Mit ‘Strafe’ getaggte Artikel

Verzicht auf Strafzahlungen wegen geringem E10-Absatz

Donnerstag, 07. April 2011

VCD-Pressemitteilung 33/11 – Berlin, 7.4.2011
VCD kritisiert »Gnadengesuch« von Shell als absurd

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Bitte des Mine­ral­ölkonzerns Shell gegenüber der Bundesregierung, die Straf­zahlungen wegen zu geringen Absatzes des E10-Kraftstoffs zu über­denken, als absurd und nicht nachvollziehbar. Dass die Springer-Presse den Shell-Vorstoß ein Betteln um Gnade nennt, sei bezeichnend.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Shell-Chef­volkswirt Jörg Adolf bittet die Bundesregierung über die Bild-Zeitung, auf die fälligen die Strafzahlungen zu verzichten. An­gesichts der Mitschuld des Konzerns am E10-Desaster ist das erbärm­lich und völlig absurd: Die Ölkonzerne haben E10 bewusst diskreditiert, um ein Zusatzgeschäft mit dem teuren Super-Plus-Kraft­stoff einzufahren. Dass Shell nun wegen drohender Strafen um Mitleid buhlt, ist in Anbetracht des Jahresgewinns von über 20 Milliarden US-Dollar 2010 nicht nachvollziehbar.

Alle Informationen zu E10 gibt es im VCD-Faktencheck unter http://www.vcd.org/faktencheck-e10.html

Justizminister diskutieren Führerscheinentzug statt Haft

Dienstag, 22. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 57/10 – Berlin, 22.06.10
VCD: Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr sind keine Strafe!

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert den Vorstoß des nieder­sächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU), den Ent­zug des Führerscheins als Hauptstrafe nicht nur bei Ver­kehrs­delikten, sondern auch bei Verbrechen wie Diebstahl oder Körper­verletzung zu nutzen. Der entsprechende Vorschlag soll auf der am Donnerstag in Hamburg beginnenden Justizministerkonferenz der Länder diskutiert werden.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Wer wie Herr Buse­mann meint, ohne Führerschein in seiner Bewegungsfreiheit ein­schränkt und einer Art Freiheitsentzug unterworfen zu sein, offen­bart ein völlig rückwärtsgewandtes Bild von Mobilität: Er ver­höhnt all jene, die sich bewusst für kostengünstigere und umwelt­freundlichere Fort­bewegungs­mittel entscheiden und es keineswegs als Strafe ansehen, sich ohne eigenes Auto – also mit Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß – fortzubewegen. Und er fügt dem Image des Öffentlichen Personen­verkehrs immensen Schaden zu.
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