Mit ‘Steuervergünstigung’ getaggte Artikel

Dienstwagenbesteuerung muss sich am Klimaschutz orientieren

Dienstag, 03. Mai 2011

VCD-Pressemitteilung 46/11 – Berlin, 03.05.2011
VCD begrüßt Ergebnisse eines Gutachtens im Auftrag des Bundes­umweltministeriums

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Schlussfolgerungen eines Gutachtens der Universität Köln, die im Auftrag des Bundes­umwelt­ministeriums die derzeitige Regelung zur Besteuerung von Dienstwagen analysiert hatte. Die heute geltenden Regeln seien ökonomisch falsch, führten zu unnötigen Mindereinnahmen für den Staat und gäben Anreize zur Schädigung der Umwelt.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte: ´”Eine Novellierung der bestehenden Dienstwagenregelung ist längst überfällig. Gerade Firmen kaufen überproportional große und verbrauchsstarke Fahrzeuge. So wurden beispielsweise 2010 zwei von drei verkauften Porsche Cayenne gewerblich genutzt. Viele solcher Fahrzeuge werden von Firmen­angehörigen auch privat gefahren. Als Gehaltsbestandteil sind sie sozial­abgaben- und einkommenssteuerfrei. Für die private Nutzung muss lediglich eine monatliche Pauschale von einem Prozent, die sich am Listenpreis des Wagens orientiert, als Ausgleich an den Fiskus geleistet werden. Mit der bisherigen Regelung entfällt jeglicher Anreiz, sparsame Autos auszuwählen. Eine Novellierung muss sich am Klimaschutz orientieren. Wenn weniger der Preis als der CO2-Ausstoß für die monatliche Besteuerung herangezogen wird, setzen auch gewerbliche Halter verstärkt auf effiziente Fahrzeuge.

Präsentation der »Cleaner Car Contracts«-Kampagne in Brüssel

Dienstag, 14. September 2010

VCD-Pressemitteilung 72/10 – Berlin, 14.09.10
VCD: Anreize für effiziente Fuhrparks schaffen

Der ökologische Verkehrsclub VCD präsentiert heute zusammen mit seinen europäischen Partnern die Ergebnisse der »Cleaner Car Contracts«-Kampagne vor Vertretern der EU-Kommissarin für Klima­schutz Connie Hedegaard sowie mehreren Europaabgeordneten in Brüssel. »Cleaner Car Con­tracts« mobilisiert Leasingunternehmen und unterstützt sie dabei, die Nachfrage nach sparsamen Autos zu ver­stärken.

Bisher haben sich im Rahmen der Kampagne »Cleaner Car Con­tracts« europaweit bereits zwölf große Leasingunternehmen mit weit über 100 000 Fahrzeugen dazu verpflichtet, den durch­schnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Pkw-Neuwagenflotten bis 2012 auf 120 bzw. 130 Gramm CO2 pro Kilometer zu senken. Im Gegen­zug wurden sie von den beteiligten Umweltverbänden mit dem goldenen bzw. silbernen Flottenlogo der Kampagne ausgezeichnet.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Mit ihrer Selbst­ver­pflichtung im Rahmen des *Cleaner Car Contracts* sind die be­teilig­ten Firmen deutlich ambitionierter als die EU-Vorgaben für den CO2-Ausstoß neuer Pkw. Erst ab 2015 muss die euro­pä­ische Neu­wagen­flotte einen Grenzwert von 137 Gramm CO2 pro Kilometer einhalten. Die große Resonanz in der Leasingbranche zeigt zudem, dass die Nachfrage nach sparsamen und CO2-armen Autos vorhanden ist. Damit noch mehr Firmen ihre Fuhrparks auf geringer motorisierte Fahrzeuge mit einem niedrigeren Verbrauch umstellen, sind aber besondere Anreize notwendig – zum Beispiel eine Dienst­wagen­besteuerung, die sich am CO2-Ausstoß orientiert.“
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Mehrwertsteuersenkung für Bahntickets – VCD fordert Kostengerechtigkeit im Verkehr

Montag, 18. Januar 2010

VCD-Pressemitteilung 02/10 – Berlin, 18.01.10

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unterstützt die Forderung des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, nach einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Bahntickets und fordert, weitere Benachteiligungen der umweltfreundlichen Bahn ab­zubauen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag den Schutz des Klimas zum Ziel ge­setzt: Der CO2-Ausstoß soll bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden. Dafür braucht es eine nachhaltige und klimaorientierte Verkehrspolitik. Bahnfahren schont das Klima und die Umwelt. Trotzdem sind Bahnunternehmen im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wie der Luftfahrt noch immer steuerlich schlechter gestellt: Die Bahnen in Deutschland zahlen Mineralöl- und Ökosteuer, die Fluglinien nicht. Auf Flugverkehrstickets ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer fällig, auf Bahntickets wird der volle Mehrwertsteuersatz aufgeschlagen.
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Zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn

Freitag, 11. Dezember 2009

VCD-Pressemitteilung 95/09 – Berlin, 11.12.09
VCD fordert bessere Angebote statt Fahrpreiserhöhungen

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die Fahr­preis­erhöhung der DB AG zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag. Zwar falle der Preisanstieg von durchschnittlich 1,8 Prozent im Nah- und Fernverkehr diesmal moderat aus. Es sei für die Fahrgäste dennoch nicht nachvollziehbar, wenn die Bahnpreise alljährlich zum Fahrplanwechsel ohne Verbesserungen von Qualität und Angebot angehoben würden. Auf diese Weise werde die gegenüber anderen Verkehrsträgern umweltfreundlichere Bahn zunehmend unattraktiv. Die Preise für die vor allem bei Stammkunden beliebte Bahncard 50 steigen um gut zwei Prozent auf 230 Euro, die Bahncard 100 wird rund vier Prozent teurer. Zudem wird das Nachtzug-Angebot weiter ausgedünnt.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Gerade all jene, die regelmäßig mit der Bahn unterwegs sind, treffen die Preis­er­höhungen überdurchschnittlich stark: Zwar steigt der Preis für die Bahncard 25 nicht an. Die treuesten Stammkunden der DB, die In­ha­ber der Bahncard 50 und der Bahncard 100, werden jedoch wie Stiefkinder behandelt und müssen ab Dezember erneut tiefer in die Tasche greifen.
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Koalition will Steuervergünstigung für Jahres­wagen

Montag, 24. August 2009

VCD-Pressemitteilung 65/09 – Berlin, 24.08.09
Durchsichtiges Wahlkampfgeschenk – Bundesregierung lernt nicht aus Fehlern

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert das Vorhaben der großen Koalition, als Ersatz für die auslaufende Abwrackprämie den Absatz von Jahreswagen für Werksangehörige durch Steuer­ver­günstigungen zu fördern. Eine solche Förderung wäre – wie auch schon bei der Abwrackprämie – an keinerlei Um­welt­kriterien ge­knüpft und stelle damit eine Subventionierung der veralteten Technik deutscher Autohersteller dar. Das aus Sicht des VCD durch­sichtige Wahlkampfgeschenk an die deutsche Autoindustrie helfe nicht, sondern richte mittelfristig Schaden an der Umwelt und der Wirtschaft an. Denn künftig könnten nur die Hersteller auf den Märkten bestehen, die auf kleinere und umweltverträgliche Pkw setzten. Dafür müsse die Politik entsprechende Rahmenbedingungen setzen. Zudem werde der Absatz von Autos weiter künstlich aufrecht erhalten und der Umsatzeinbruch nach Auslaufen der Förder­programme nur später, aber dafür umso heftiger erfolgen.
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