Mit ‘Steuer’ getaggte Artikel

VCD begrüßt verkehrspolitische Empfehlungen der OECD

Donnerstag, 31. Mai 2012

Pressemitteilung, Berlin, 31. Mai 2012.
OECD-Umweltprüfbericht zeigt erheblichen Handlungsbedarf im Verkehrsbereich

Der heute in Berlin vorgestellte Umweltprüfbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lobt Deutsch­land für seine Fortschritte in der Umweltpolitik und die proaktive Rolle innerhalb der Europäischen Union, verweist jedoch deutlich auf den Handlungsbedarf im Bereich der Verkehrspolitik. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Anregungen der OECD, insbesondere die Überprüfung der Dienstwagenbesteuerung und die schrittweise Verringerung der Pendlerpauschale.

Die deutsche Verkehrspolitik hinkt in punkto Nachhaltigkeit und Klima­schutz noch immer hinterher. Der OECD-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass fast die Hälfte aller umweltschädlichen Subventionen in Deutschland im Verkehrsbereich anfallen. Hier muss grundsätzlich gegen­gesteuert werden“, so Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender. “Geradezu grotesk sind die Forderungen aus der Luftfahrt­industrie sowie Politik, die gerade erst eingeführte Luftverkehrsteuer wieder abzuschaffen. Besser als die sogenannte Ticketabgabe wäre gewiss die Kerosin­besteuerung, deren Verzicht 7,2 Mrd. Euro kostet. Aber solange diese international nicht durchsetzbar ist, muss die Ticketabgabe erhalten und weiterentwickelt werden“, betont Michael Ziesak.
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Sachsen braucht ein klares Bekenntnis zum ÖPNV

Montag, 21. Mai 2012

Pressemitteilung VCD Landesverband Elbe-Saale, 21. Mai 2012
VCD: Steuermehreinnahmen nachhaltig investieren

Letzte Woche gab der sächsische Finanzminister Unland die neuesten Zahlen der Steuerschätzung für Sachsen bekannt. Demnach kann der Freistaat in den kommenden Jahren per saldo mit Mehreinnahmen von jährlich mehr als 100 Millionen Euro rechnen.

Gleichzeitig wurde in der letzten Woche der Entwurf des Landes­ver­kehrs­plans Sachsen 2025 vorgestellt. Bei der Vorstellung erläuterte Ver­kehrs­minister Morlok, in den nächsten 13 Jahren mehr als 400 Millionen Euro in den Straßenneubau investieren zu wollen. Eine Strategie für die Weiterentwicklung des öffentlichen Personen­nahverkehrs (ÖPNV) ist dagegen nicht zu erkennen. Auch bei den durch Minister Unland angekündigten zusätzlichen Investitionen ist der öffentliche Nahverkehr nicht enthalten. „Nicht einmal mehr die nötige Neuanschaffung von Linienbussen wird in dem Umfang gefördert, wie es noch 2010 selbstverständlich war,“ beklagt Michael Schmiedel vom Vorstand des Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Elbe-Saale e. V.
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Fliegen muss besteuert werden

Montag, 21. Mai 2012

VCD Hessen, Pressemitteilung 19/2012, Frankfurt, 21. Mai 2012.
Unfaire Vorteile abschaffen

Der VCD Hessen fordert die Politik auf, die unfaire Bevorzugung des Luftverkehrs gegenüber anderen Verkehrsmitteln zu beenden. Der öko­logische Verkehrsclub widerspricht damit auch der heute in Frankfurt erhobenen Forderung der Luftverkehrswirtschaft, die Luft­verkehrs­steuer wieder abzuschaffen.

Das Hauptproblem der Luftverkehrssteuer ist, dass sie zu gering ist. Sie gleicht die unfairen Vorteile durch Steuerbefreiungen nicht einmal zu einem Zehntel aus. Das ist unfair gegenüber Bahn und Bus!“, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. So ist Flugtreibstoff nach wie vor unversteuert. Internationale Flüge sind im Gegensatz zu Bus- und Bahn­tickets zudem von der Mehrwertsteuer befreit. Beides zusammen ergibt ein Steuerprivileg von über elf Milliarden Euro im Jahr. Die Luftverkehrssteuer erbrachte etwa 900 Millionen. So bleibt für den deutschen Luftverkehr ein steuerlicher Vorteil von mindestens zehn Milliarden Euro.
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Deutscher Flugverkehr wird weiterhin massiv bevorteilt

Dienstag, 23. August 2011

Presseinformation, Berlin, 23. August 2011
Luftverkehrssteuer ist lediglich ein Kompensationsinstrument

Krise in der deutschen Luftverkehrsbranche aufgrund zu hoher Be­lastun­gen für die Airlines? Davon kann nach Ansicht des öko­lo­gi­schen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nicht die Rede sein. Der Flugverkehr wird als einziger Verkehrsträger in hohem Maße subventioniert. Der Treibstoff, das Kerosin, ist steuerfrei und auf Flüge ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer erhoben. Damit genießt ausgerechnet der besonders klimaschädliche Flugverkehr ein enormes Steuer­privileg.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes erfreut sich der Luft­verkehr an einem Steuerprivileg von jährlich rund 11,5 Milliarden Euro. Die Luft­verkehrssteuer, die aktuell von den Airlines so harsch kritisiert wird, vermindert die Begünstigung lediglich um eine Milliarde Euro. Das heißt, der Flugverkehr in Deutschland wird weiterhin mit 10,5 Milliarden Euro subventioniert“, betont Heiko Balsmeyer, Luftverkehrsexperte des ökologischen Verkehrsclub VCD.
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T&E-Studie zur Mineralölbesteuerung ver­öffent­licht

Mittwoch, 13. April 2011

VCD-Pressemitteilung 35/11 – Berlin, 13.04.11
Höherer Mindeststeuersatz verringert Wett­bewerbs­verzerrungen und stärkt Klimaschutz

Parallel zur Vorlage des EU-Vorschlags für eine neue Ener­gie­steuerrichtlinie, die höhere Mindeststeuersätze für Diesel­kraftstoff vorsieht, veröffentlichte der Dachverband der europäischen Umwelt- und Verkehrsverbände »Transport and Environment« (T&E) heute eine Studie, die auf den Zusammenhang zwischen Kraftstoffbesteuerung, Klimaschutz und Arbeits­platz­entwicklung hinweist. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht in einer einheitlichen Besteuerung nach Energiegehalt und CO2-Emissionen einen Schritt in die richtige Richtung, fordert aber angesichts der Panikmache sowie der gezielten Falschinformation durch die Autolobby eine sachliche Diskussion über den neuen EU-Gesetzes­vorschlag.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Die ganze Dis­kussion nimmt bereits groteske Züge an. Es wird teilweise so getan, als würden schon morgen Dieselpreise oberhalb von Benzin drohen. Dabei würden die vorgesehenen Mindestsätze für die Diesel­steuer hierzulande bis auf Weiteres nichts ändern: Die deutschen Sätze liegen bereits heute oberhalb dieser Schwelle.“ In fast allen EU-Ländern werde Diesel teilweise deutlich niedriger besteuert als Benzin. Da der Anteil von Dieselfahrzeugen zunehme, führe dies letztlich zu geringeren Steuereinahmen, während gleichzeitig die Kosten für Mineralölimporte dramatisch ansteigen würden.
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EU legt Entwurf für neue Energiebesteuerung vor

Montag, 11. April 2011

VCD-Pressemitteilung 34/11 – Berlin, 11.04.11
VCD kritisiert Panikmache von BGL und VDA

Am kommenden Mittwoch legt die EU-Kommission den Entwurf für eine neue Energiesteuerrichtlinie vor. Dieser sieht unter anderem eine Umstellung der Mineralölsteuer auf CO2 und Energieinhalt vor. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert in diesem Zu­sam­men­hang die gezielte Panikmache des Bundesverbandes Güter­kaft­verkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und des Verbandes der Auto­industrie (VDA), die steigende Dieselpreise an die Wand malen.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte: “Anstatt im Vorfeld den Ansatz der EU-Kommission zu kritisieren und Panik zu schüren, sollten BGL und VDA den Gesetzesentwurf sorgfältiger studieren. So sollen lediglich die Mindeststeuersätze für Benzin und Diesel auf eine einheitliche Basis gestellt und Wettbewerbsverzerrungen ab­gebaut werden.“ Ein Liter Dieselkraftstoff weise gegenüber einem Liter Benzin einen um zwölf Prozent höheren Energieinhalt auf und ver­ursache entsprechend höhere CO2-Emissionen. Nach dem Entwurf der EU würde der Mindeststeuersatz für Diesel daher leicht über dem Niveau von Benzin liegen. Da die deutschen Steuersätze bereits jetzt über den künftigen Mindeststeuersätzen liegen, würde sich in Deutschland jedoch nichts ändern. Damit entbehre die Panik­mache des Güterkraft- und Autogewerbes jeder Grundlage. Im Gegen­teil: Länder wie Luxemburg und Polen, die derzeit den Mindest­steuer­satz für Diesel anwendeten, müssten künftig Diesel höher besteuern. Damit würde der Preisvorteil gegenüber deutschem Dieselkraftstoff geringer und der Tanktourismus zu Lasten Deutschlands eingeschränkt.

Flugticketsteuer in Kraft

Dienstag, 04. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 01/11 – Berlin, 04.01.11
Abgabe bringt mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die seit dem 1. Januar 2011 erhobene Steuer auf Flugtickets als einen Schritt in die rich­tige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flug­verkehr. Für Flüge bis 2.500 Kilometer beträgt der Aufschlag 8 Euro, bis 6.000 Kilometer 25 Euro und für Langstreckenflüge 45 Euro. Als weiterführende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, die Mineral­öl­steuerbefreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben und Kerosin endlich zu besteuern. Bei der anstehenden Novellierung der europäischen Richtlinie zur Energiebesteuerung muss dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden.
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Bahn-Gipfel in Hannover

Montag, 01. November 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 23/2010, 01.11.10 Hannover
VCD: „Wieder zehn Millionen Euro Steuergelder für die Y-Trasse in den Sand gesetzt!“/Auch Umweltbundesamt favo­ri­siert Alternativen im Schienenverkehr

Wieder zehn Millionen Euro niedersächsischer Steuergelder für die Planung der Y-Trasse der Deutschen Bahn AG geopfert: Schade um das gute Geld!“, so Michael Frömming, niedersächsischer Landes­vor­sitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD) zum heutigen Bahn­gipfel zwischen Ministerpräsident McAllister und DB-Konzern­chef Grube.
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Kabinett beschließt Flugticketsteuer

Mittwoch, 01. September 2010

VCD-Pressemitteilung 70/10 – Berlin, 01.09.10
VCD: Schritt für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Beschluss des Bundes­kabinetts, eine Steuer auf Flugtickets zum 1. Januar 2011 einzuführen. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flugverkehr. Als weiter­führende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, endlich die Mineral­öl­steuer­befreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Aus Gründen des Klima­schutzes ist eine Steuer auf Flugtickets absolut gerecht­fertigt: Der Anteil des Flugverkehrs am globalen Treibhaus­effekt liegt bereits jetzt bei mindestens neun Prozent. Eine nach öko­logischen Kriterien gestaffelte Ticket­abgabe kann zudem dazu beitragen, den längst überfälligen Innovationsschub in der Luft­verkehrs­branche auszulösen, um das klimaschädliche Fliegen umwelt­verträglicher zu gestalten. Sie führt vor allem dazu, die steuerliche Bevorzugung des Flugverkehrs abzumildern und mehr Kosten­gerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern herzustellen.
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Stuttgart 21 – Bahnhofsabriss ohne Legitimation

Donnerstag, 26. August 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 33/10, Stuttgart, 26. August 2010
Stuttgart 21 – VCD kritisiert fehlenden Nutzen

Während die Bagger den Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs einreißen, bescheinigt der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. dem Projekt Stuttgart 21 fehlenden Sinn und Nutzen. Nachdem schon Gutachter im Auftrag des Landes den verkehrlichen Nutzen in Frage gestellt haben, stehe auch die von der Landes­regierung im Jahr 2009 in Auftrag gegebene volks­wirt­schaftliche Nutzenbetrachtung auf tönernen Füßen. Durch die sprunghaft gestiegenen Baukosten und fehlende Einbeziehung der Transportkosten seien die Ergebnisse des Gutachtens nicht mehr aussagekräftig.

VCD-Berechnungen zeigen, dass auf Basis der aktuellen Baukosten bei reduziertem Nutzen ein volkswirtschaftlicher Gewinn überhaupt nicht mehr nachgewiesen werden kann. VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die Entscheidung für Stuttgart 21 ist gefallen, weil die politischen Entscheidungsträger davon ausgingen, das Projekt sei bahnbetrieblich sinnvoll und volkswirtschaftlich von Nutzen. Beides ist nicht der Fall. Bei fehlendem Nutzen fallen deutlich höhere Kosten an als ursprünglich angenommen – damit fehlt auch die Legitimation für den Abriss der Bahnanlagen.“
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