Die Kritik des Bundesrechnungshofes an der aktuellen Bahnpolitik nimmt keine Ende. Nach vernichtenden Berichten zur Finanzierung der NBS Frankfurt – Köln und zur Kostenschätzung bei Stuttgart 21 hat sich der Bundesrechnungshof jetzt die geplante Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen der DB AG und dem Bund vorgenommen. Mal sehen, ob der Bundesrechnungshof diesmal ernstgenommen wird. Der Spiegel berichtet wie folgt:
Wegen brüchiger Gleise und maroder Bahnhöfe steht die Deutsche Bahn in der Kritik. Nun soll ein neuer Vertrag die Investitionen in die Infrastruktur regeln – doch Experten und der Rechnungshof sehen schwere Mängel in der Vereinbarung.
Mit den Schienen hat Bahnchef Hartmut Mehdorn es nicht leicht. Das Unternehmen lasse wenig attraktive Strecken verrotten, obwohl der Bund jährlich Milliarden für Investitionen in die Infrastruktur zuschieße, heißt es immer wieder. Bilder von verfallenen Bahnhöfen und brüchigen Gleisen begleiten entsprechende Nachrichtenbeiträge. Die Bahn dementiert die Anschuldigungen stets vehement. Schließlich stecke der Konzern auch aus eigenen Mitteln weit über eine Milliarde Euro pro Jahr in die Pflege des Netzes, heißt es zur Begründung.
Das hitzige Hin- und Her soll nun beendet werden: Ein Vertrag soll regeln, was die Bahn an Schienen und Bahnhöfen leisten muss. Im Gegenzug will der Bund jährlich fix 2,5 Milliarden Euro für die Infrastruktur zuschießen. Die Ausarbeitung des Kontrakts mit dem sperrigen Namen “Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung” und der Abkürzung LuFV ist so gut wie beendet, Anfang 2009 soll die Vereinbarung nach jahrelangen Verhandlungen in Kraft treten.
Den ganzen Artikel gibt’s hier bei Spiegel-Online.