VCD-Pressemitteilung 59/10 – Berlin, 15.07.10
Angesichts der massiven hitzebedingten Probleme bei Fernzügen der Deutschen Bahn AG (DB AG) fordert der ökologische Verkehrsclub VCD den Konzern auf, Konsequenzen zu ziehen und sich dringend wieder auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Anlässlich der DB-Bilanzpressekonferenz im März kündigte Bahnchef Rüdiger Grube eine Kunden- und Qualitätsoffensive an – darunter auch eine bessere Fahrzeugverfügbarkeit. Bisher ist von dieser Offensive jedoch noch nichts zu spüren. Es gibt noch immer generell zu geringe Fahrzeugkapazitäten, um einen ordnungsgemäßen Fahrplan mit voll funktionstüchtigen Fahrzeugen durchzuführen. Angesichts schon vorher bekannter Technikprobleme ist es abenteuerlich, basierend auf dem selbstaufgestellten Jahresfahrplan so wenig Reserven einzuplanen. Das mag im Regelbetrieb noch funktionieren. Wenn jedoch – wie es bei der ICE-Flotte aufgrund der Achsprobleme noch immer der Fall ist – Züge in die Werkstatt müssen, können diese Ausfälle nicht mehr kompensiert werden. Das führt dazu, dass auch Fahrzeuge auf die Strecke geschickt werden, bei denen die Toiletten nicht funktionieren oder die Klimaanlage ausfällt.“
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