Mit ‘Schulden’ getaggte Artikel

Stellungnahme zum neuen Nahverkehrsgesetz

Donnerstag, 09. August 2012

Pressemitteilung 14/2012, VCD-Hessen, Kassel, 9. August 2012.
VCD: Zentralisierung löst Geldmangel nicht

Nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD Hessen ist die vor­gesehene Änderung des hessischen Nahverkehrsgesetzes un­ge­eignet, die drohenden Finanzprobleme bei Bussen und Bahnen zu bekämpfen.

Derzeit gibt das Land Hessen etwa 670 Mio. € zweckgebundene Bundes­mittel im Jahr dafür weiter, dass Busse und Bahnen auch dort fahren, wo es sich rein betriebswirtschaftlich nicht rechnet. Durch absehbare Kostensteigerungen droht im Jahr 2020 eine Lücke von etwa 140 Mio. € im Jahr. „Da hilft nur, entweder mehr Geld in das System zu bringen, weniger auszugeben, oder beides zu­sammen.“ so VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. „Die einzige Antwort der Landesregierung ist jedoch, die bereits schlanke Verwaltung weiter zu zentralisieren und dafür sogar noch zusätzliche Gremien zu schaffen. Das ist, als würde man einem Hungernden einen anderen Herd empfehlen.
(weiterlesen…)

Autobauer zahlen Abwrackprämie zurück

Freitag, 01. April 2011

VCD-Pressemitteilung 30/11 – Berlin, 01.04.11
VCD begrüßt Rückzahlung

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Entscheidung der deutschen Autohersteller, dem Staat aus ihren 2010 er­wirt­schafteten Rekordgewinnen die steuerfinanzierte Abwrack­prämie zurückzuerstatten.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Es ist erfreulich, dass sich die deutschen Autobauer angesichts der erneuten Re­kord­gewinne im vergangenen Geschäftsjahr entschlossen haben, ihr nicht zuletzt durch die Schlappe bei der E10-Einführung ramponiertes Image aufzubessern und einen gerechten Beitrag zum Abbau der Staatsverschuldung beizutragen. Allein der Volks­wagen-Konzern hat im Jahr 2010 über sieben Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Grund genug, aus der Rolle des Almosen­empfängers herauszutreten und der Allgemeinheit einen Kredit zurückzuzahlen. Die Abwrackprämie war vor allem ein Konjunkturprogramm für die internationale Autoindustrie. Doch immerhin etwa die Hälfte aller durch die Abwrackprämie gekauften Neuwagen stammte aus deutscher Produktion.
(weiterlesen…)

VCD begrüßt flexible Zeitkarten beim MDV

Sonntag, 06. Februar 2011

Pressemitteilung Landesverband Elbe-Saale, 6. Februar 2011
Preiserhöhungen auch Folge verfehlter sächsischer Sparpolitik

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale, begrüßt die geplante Einführung von Zeitkarten mit flexibler Geltungsdauer im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). Bislang begann die Wochenkarte montags und endete am Sonntag. Künftig kann der Geltungsbeginn einer Wochenkarte frei gewählt werden. „Der VCD fordert entsprechende Änderungen seit Jahren“, so Harald Lindner, der den VCD im Fahrgastbeirat der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) vertritt.

Die Preiserhöhungen, die für den August angekündigt sind, sieht der VCD dagegen als eine der Folgen verfehlter sächsischer Sparpolitik. Gravierender sind die Konsequenzen für die S-Bahn-Linie 1 Leipzig-Grünau – diese Strecke wird der Sparpolitik voraussichtlich ganz zum Opfer fallen.
(weiterlesen…)

1 Jahr Bahnchef Grube – VCD fordert Kurs­korrekturen

Freitag, 30. April 2010

VCD-Pressemitteilung 35/10, Berlin, 30.04.10

Am 1. Mai 2009 übernahm Rüdiger Grube das Amt des Vor­stands­vorsitzenden der Deutschen Bahn AG (DB AG) von seinem Vorgänger Hartmut Mehdorn in einer für die DB AG schwierigen Zeit: Wegen der weltweiten Finanzkrise war der für Herbst 2008 geplante Börsengang gescheitert. Ebenfalls krisenbedingt war der Güterverkehr eingebrochen. Grube erbte einen Schuldenberg von über 15 Milliarden Euro. Hinzu kamen konzern­interne Probleme. Nach einem Jahr Amtszeit zieht der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Bilanz der Arbeit des Bahnchefs und fordert Kurskorrekturen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Mit hausgemachten Pro­ble­men wie der Bespitzelung der Konzernmitarbeiter, dem S-Bahn-Chaos in Berlin und den massiven Zugausfälle und Verspätungen aufgrund der schadhaften ICE-Achsen fand der neue Bahnchef bei seinem Start genügend Baustellen vor. Anlässlich der DB-Bilanzpressekonferenz im März kündigte Grube daher eine Kunden- und Qualitätsoffensive an. Bessere Fahrzeugverfügbarkeit, ein neues Sicherheitskonzept, saubere Bahnhöfe und verbesserte Fahr­gast­information sind lobenswert, sollten aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
(weiterlesen…)

Kaufpläne der Deutschen Bahn AG

Mittwoch, 21. April 2010

VCD-Pressemitteilung 29/10 – Berlin, 21.04.10
VCD kritisiert die Übernahmeabsicht des Bahn-Konkurrenten Arriva durch die DB AG

Heute wird der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG (DB AG) da­rüber entscheiden, ob der Konzern rund 2,7 Milliarden Euro für den Kauf des britischen Verkehrsunternehmens Arriva ausgeben soll. Dieses Geld hat die DB nicht in der Portokasse – ganz im Gegen­teil: Sie muss es sich am Kapitalmarkt leihen, wodurch ihr ohnehin schon gewaltiger Schuldenberg von über 15 Milliarden weiter anwächst. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. fordert die Deutsche Bahn auf, sich stärker auf die heimischen Strecken zu konzentrieren, anstatt ver­schuldete ausländische Unternehmen zu übernehmen. Qua­li­täts­sicherung, die Sanierung der Güter­verkehrs­sparte und die Schulden­reduzierung müssten an erster Stelle stehen.
(weiterlesen…)

100 Tage Schwarz-Gelb

Mittwoch, 03. Februar 2010

VCD-Pressemitteilung 07/10 – Berlin, 03.02.10
VCD: Verkehrspolitik ohne Linie – Umsteuern zu mehr Nachhaltigkeit überfällig

100 Tage nach dem Amtsantritt der schwarz-gelben Bundes­regierung zieht der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine erste Bilanz der Verkehrspolitik und kritisiert insbesondere die Arbeit des Bundesverkehrsministeriums.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Eine klare Linie sucht man in der Politik des neuen Verkehrsministers Peter Ramsauer bis­her vergeblich. Dafür verwirrte er bereits kurz nach seinem Amts­antritt die Öffentlichkeit mit Forderungen nach einer Pkw-Maut und dem Aufbau West und zementiert falsche Mythen der Verkehrs­politik – etwa dass jeder siebente Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhänge.“ Der Minister fordere neben massiven Investitionen in den Straßenbau zwar auch Geld für die Schiene – dort jedoch vorrangig für teure Prestigeprojekte. Verkehrspolitik verstehe er vorwiegend als Infra­struktur­politik. Gehrmann: “Wer meint, Verkehrsprobleme mit dem massiven Ausbau der Infrastruktur für alle Verkehrsträger lösen zu können, der steuert in die verkehrspolitische Sackgasse. Angesichts der massiven Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Verkehr ist ein generelles Umsteuern in der Verkehrs­politik hin zu nachhaltiger Mobilität längst überfällig – insbesondere in Zeiten zunehmender Staatsverschuldung.
(weiterlesen…)