Mit ‘Schienennetz’ getaggte Artikel

Regierungschefs gießen Norddeutschlands Zukunft in Beton

Dienstag, 12. Mai 2009

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 15/2009, 12.05.09 Hannover.
VCD: „Wille für zukunftsfähige Verkehrsprojekte noch nicht ausgereift!“/Kleinteilige Maßnahmen und Erhöhung der Lkw-Maut gefordert

Kein Geld in den Taschen, dafür aber ein Füllhorn voller Ver­sprechungen für unsinnige Verkehrs-Mammutprojekte!“ Mit dieser Stellungnahme beurteilt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) das heutige Treffen der norddeutschen Regierungschefs mit Bundes­ver­kehrs­minister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Hamburg.

Sowohl die „Küstenautobahn“ A 20 als auch die Y-Hoch­ge­schwin­dig­keits­trasse von Hamburg/Bremen nach Hannover seien nach wie vor Bestandteil der offiziellen Planungen. „Das ist schon er­schütternd: Norddeutschland benötigt keine weiteren Prestige­projekte, sondern insbesondere einen Ausbau des vorhandenen Schienen­netzes. Die Y-Trasse ist keine Lösung für die Verkehrs­probleme der Seehäfen, son­dern sie bindet im Gegenteil mit rund vier Milliarden Euro Steuer­geldern wichtige Mittel für den Ausbau der bestehenden Bahnstrecken“, so Michael Frömming, VCD-Landes­vorsitzender in Nieder­sachsen. „Inzwischen sagt das rund ein Dutzend Gutachter aus, aber die Politik ist offensichtlich beratungsresistent.“
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Zur neuen Umweltoffensive der DB AG

Montag, 06. April 2009

VCD-Pressemitteilung 29/09 – Berlin, 6. April 2009
VCD: Deutsche Bahn hat noch viel zu tun

Die Deutsche Bahn AG hat heute eine Umweltinitiative gestartet, in deren Rahmen sie 10 000 Bäume pflanzen und den Anteil er­neu­er­barer Energien an ihrem Strommix erhöhen will. Der Verkehrs­club Deutsch­land e.V. (VCD) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Bahn, umweltfreundlicher zu werden. Allerdings warnt der VCD vor einem Greenwashing und forderte von der Bahn weitreichendere Maß­nahmen. Die DB AG bezöge als größter Strom­abnehmer Deutsch­lands zu 56 Prozent Strom aus fossilen Energie­trägern und zu 26 Prozent Atomstrom.

Kurt Bayer vom VCD-Bundesvorstand: “Bäume zu pflanzen ist eine schö­ne Sache, reicht aber bei weitem nicht aus, die Bahn um­welt­freund­licher zu machen. Statt solcher werbeträchtiger Aktionen muss die Bahn schlichtweg schnell mehr Geld in die Hand nehmen und ihre Nachfrage vor allem nach Wind- und Solarstrom viel schnel­ler und stärker erhöhen als angekündigt. Nur so wird sie ihren Status als umweltfreundliches Verkehrsmittel behalten können. Denn Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken zu beziehen, hat mit Umweltschutz nichts zu tun.

Zudem trage die Bahn durch ihre Dieselloks in erheblichem Ausmaß zum Feinstaubproblem bei. Deshalb müsse sie dringend die bisher ver­säumte Nachrüstung mit Dieselpartikelfiltern angehen und neue Loks ausschließlich mit geregelten Filtern kaufen. Dazu gehörten auch die bereits bestellten 130 neuen Dieselloks. Zudem dürfe die Bahn nicht immer noch schnellere Züge bauen. Durch die erhöhte Fahr­geschwindigkeit würde auch der Stromverbrauch immer weiter ansteigen. Statt einzelne Strecken schneller zu machen, müsse das gesamte Schienennetz besser vertaktet und auf diese Weise alle Ziele zügiger erreichbar gemacht werden.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: “Um die Bahn um­welt­freund­licher zu machen, muss auch die Politik handeln. So muss sie die Trassenpreise neu gestalten und auch Schadstoff- und Lärm­komponenten mit­ein­beziehen. Nur durch emissions­abhängige Trassen­preise erhalten die Bahnunternehmen einen Anreiz, den Lärm­pegel und den Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge zu reduzieren.

Mehdorn dankt ab

Montag, 30. März 2009

VCD-Pressemitteilung 25/09 – Berlin, 30.03.09
VCD fordert neue Weichenstellung in Bahnpolitik

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) sieht im Rücktritt von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn die Chance für einen Neuanfang in der Bahn­politik. Mehdorn und die Bundesregierung hätten in den ver­gan­genen Jahren mit dem geplanten Börsengang, der weltweiten Ex­pansion des Konzerns in bahnfremde Sparten, mit regelmäßigen Fahr­preis­erhöhungen und gleichzeitigen Angebotskürzungen dem Ver­kehrs­träger Schiene in Deutschland geschadet. Der Personal­wechsel an der Spitze müsse nun dazu genutzt werden, das Augen­merk der Deutsche Bahn AG wieder auf ihr Kerngeschäft zu lenken. Es müsse alles daran gesetzt werden, in Deutschland ein attraktives Bahnangebot für den Personen- und den Güterverkehr zu schaffen und die Infrastruktur dementsprechend auszubauen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Hartmut Mehdorns Bahn­politik war seit 1999 davon geprägt, aus der DB AG einen international ausgerichteten Konzern zu entwickeln, die Deutsche Bahn ohne Rücksicht auf Verluste zu privatisieren und das Un­ter­nehmen auf Kosten der Fahrgäste in die Gewinnzone zu bringen. Bezahlen durften das die Verbraucher mit gravierenden An­gebots­einschnitten – darunter mit der Einstellung des Interregio. Insgesamt ist das Verkehrsaufkommen im Fernverkehr seit Meh­dorns Amtsantritt um 13 Prozent gesunken.” Im Jahr 2002 sei Mehdorn mit der Einführung des neuen Preissystems »PEP« gescheitert. Gehrmann: “Die Fahrgäste liefen der DB AG in Scharen davon. Vor allem Mehdorns Versuch, im Rahmen von “PEP” die Bahn­card50 abzuschaffen, erwies sich für ihn als Bumerang. Nach massiven Protesten von Umwelt- und Verbraucherverbänden musste er nachgeben und die Bahncard ein halbes Jahr nach ihrer Ab­schaffung wieder einführen.” Zuletzt habe der Bahnchef im vergangenen Jahr mit der versuchten Einführung des sogenannten Bedien­zuschlages Schiffbruch erlitten.
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Zum zweiten Konjunkturpaket: Neubau von Straßen zementiert klimafeindliche Verkehrs­politik

Donnerstag, 18. Dezember 2008

VCD-Pressemitteilung 91/08 – Berlin, 18.12.2008

Mit dem Bau neuer Straßen lenkt Angela Merkel Deutschland in eine wirt­schafts- und klimapolitische Sackgasse. Dies kritisiert der Ver­kehrs­club Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des heutigen Tref­fens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten zum zweiten Kon­junk­tur­paket. Statt mit Milliarden an Steuergeldern die Land­schaft weiter zuzubetonieren, müssten die Mittel in die Sa­nie­rung des bestehenden Straßen- und Schienennetzes sowie in den maß­vollen Ausbau der Bahninfrastruktur eingesetzt werden. Mit einem der dichtesten Straßennetze der Welt sei der Bedarf an Straßen in Deutschland längst gesättigt und die Umweltschäden dadurch schon heute unverantwortlich hoch, so der VCD.
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Lkw-Maut erhöhen und für den Ausbau des Schienennetzes nutzen

Samstag, 16. August 2008

Pressemitteilung 21/2008 VCD Niedersachsen, Hannover, 16. August 2008
Kritik an Niedersachsens Verkehrsminister Hirche/Weniger Lkw auch Beitrag zur Verkehrssicherheit

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die ablehnende Hal­tung von Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) zur Erhöhung der Lkw-Maut scharf. „Das Land verschläft weiter eine zukunfts­weisen­de Verkehrspolitik mit der einseitigen Förderung des Schwer­last­verkehrs!“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.

Nach Auffassung des VCD ist es überfällig, den Straßen­güter­verkehr stärker an den hohen Kosten für den Erhalt der Infra­struktur zu beteiligen. Schließlich seien Lkw die Haupt­verursacher von Straßenschäden. Schon die letzte Wege­kosten­rechnung der Bundesregierung habe gezeigt, dass die bisherigen Mauteinnahmen nicht einmal die durch den Schwer­last­verkehr verursachten Infra­struktur­kosten decken. Externe Kosten durch Umwelt- und Ge­sund­heitsschäden sowie Unfallfolgen würden mit der für 2009 geplanten Anhebung der Maut noch nicht einmal ansatzweise gedeckt. „Gerade in Niedersachsen vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwo ein Lkw in schwere Verkehrsunfälle verwickelt ist. Die Menschen in Niedersachsen wollen nicht mehr, sondern weniger Lkw auf der Straße sehen“, so Frömming
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