Mit ‘Schadstoffausstoss’ getaggte Artikel

Abgasmessungen der DUH an Diesel der Euronorm 6 belegen dringenden politischen Handlungsbedarf. NOx-Ausstoß und Spritverbräuche liegen weit über den Normen.

Mittwoch, 07. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 07. 09 2016

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die heute vorgestellten Abgasmessungen der Deutschen Umweltlilfe (DUH) an Pkw mit der aktuellen Abgasstufe Euro 6. Diese zeigen, dass die Autohersteller auch jetzt ein Jahr nach Beginn des Abgasskandals immer noch Pkw mit gefährlich hohen NOx-Werten auf den Markt bringen. 33 von 36 gemessenen Dieselfahrzeugen überschreiten die Stickoxid-Grenzwerte um das bis zu 9,2-fache.

Dieses erschreckende Ergebnis offenbart, dass die Autohersteller immer noch nicht verstanden haben, dass die Einhaltung der Schadstoffwerte dem Schutz der Bevölkerung dient. Stattdessen wird weiter getrickst und geschwindelt, um Kosten zu sparen und Profite zu erhöhen. Aber auch die deutlichen Abweichungen des Kraftstoffverbrauches und des CO2-Ausstoßes bei vielen der getesteten Fahrzeuge ist alarmierend. (weiterlesen…)

VCD kritisiert Verzicht auf blaue Umweltplakette

Mittwoch, 10. August 2016

Pressemitteilung, Stuttgart, 10. 08 2016

Der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland kritisiert die Ankündigung des Bundesumweltministeriums, vorerst auf die Einführung einer blauen Umweltplakette verzichten zu wollen.

Städte in Baden-Württemberg wie beispielsweise Stuttgart, in denen die EU-Schadstoffgrenzwerte für Feinstaub- bzw. Stickoxid trotz bestehender Umweltzone überschritten werden, hätten damit kaum noch Handlungsspielraum, um wirksam gegen die vom Verkehr verursachten Grenzwertüberschreitungen vorzugehen.
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Fatale Entscheidung des EU-Parlaments zu Schad­stoffmessungen bei Pkw

Mittwoch, 03. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 03. 02 2016

Selbst in der Krise hat es die Autoindustrie in Brüssel geschafft so zu lobbyieren, dass der geltende Grenzwert für den Schadstoffaustoß NOx für Pkw aufgeweicht wird. Im EU-Parlament stimmten heute die Abgeordneten zwar für die schnelle Einführung von RDE, dem Test im realen Fahrbetrieb, aber kombiniert mit einem hohen Korrekturfaktor auf den geltenden Grenzwert.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Zwar wurden damit die Hürden für die Einführung der Schadstoffmessung im Verkehr ab 2017 beseitigt, aber das zu fatalen Bedingungen. Das unter Druck gesetzte Parlament kommt allein der Autoindustrie entgegen, auf Kosten der Gesundheit der Menschen. Denn laut dem heutigen Abstimmungsergebnis, darf der Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselfahrzeugen ab 2017 doppelt so hoch sein wie der heutige Grenzwert.“
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Bundesverkehrsminister Dobrindt spricht von realen Verbrauchstests bei Pkw

Freitag, 27. November 2015

Pressemitteilung, Berlin, 27. 11 2015

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die aktuelle Aussage von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, neben den Luft­schad­stoffen künftig auch den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen von Neuwagen, auf der Straße messen zu lassen.

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Der VCD fordert seit langem realitätsnahe Verbrauchs- und CO2-An­gaben für Autos. Neben den Autofahrern muss sich auch der Staat auf die Angaben verlassen können. Denn ein Fortschritt im Klima­schutz kann nur erreicht werden, wenn die CO2-Emissionen außer­halb der Labore, also auch auf der Straße sinken. Dafür ist Herr Dobrindts Aussage ein wichtiger Impuls, insbesondere kurz vor Beginn der Klimaverhandlungen in Paris. Er muss allerdings seinen Worten jetzt auch Taten folgen lassen und noch vor Weihnachten in der Bundesregierung für eine gemeinsame Position sorgen. Der VCD nimmt ihn beim Wort.“


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Autos müssen in der Realität sauberer und spar­samer sein

Montag, 19. Oktober 2015

Pressemitteilung, Berlin, 19. 10 2015

Die Schadstoff- und Verbrauchswerte von Pkw auf der Straße wei­chen deutlich von den offiziellen Herstellerangaben ab. Darauf weisen Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherverbände seit Jahren hin. Eine darauf bezogene behördliche Überprüfung hat in Deutsch­land jedoch offenkundig nicht stattgefunden. Erst der aktuelle VW-Skandal über manipulierte Abgastests hat dieses Problem auf die politische Agenda gesetzt.

Dabei kann die lückenlose Aufklärung des VW-Skandals nur der erste Schritt sein. Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass Autos vorgegebene Grenzwerte auch auf der Straße ein­halten. Andernfalls verstoßen Autos nicht nur gegen gesetzliche Vorgaben, sie schaden auch unserer Gesundheit und dem Klima. (weiterlesen…)

Abgasskandal in den USA? Nein: Vor allem in Europa belasten Millionen Dieselfahrzeuge die Städte

Dienstag, 06. Oktober 2015

Pressemitteilung, Berlin, 06. 10 2015

Zunächst war es ein Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge für den amerikanischen Markt, dann folgte die Offenbarung, dass auch VW-Dieselfahrzeuge in Europa mit einer Software ausgestattet sind, die dafür sorgt, dass diese Autos auf dem Papier bessere Schadstoffwerte ausweisen, als die Realität hergibt. Seit heute besteht Gewissheit darüber: die Mehrheit der unsauberen Dieselfahrzeuge ist in Europa unterwegs. Acht Millionen Dieselfahrzeuge belasten die Luft und gefährden Tag für Tag die Gesundheit der Menschen in Europa.

Aufgrund weiterer Tests unter anderem durch das ICCT, ist zudem davon auszugehen, dass die Tricksereien zur Einhaltung der Schadstoff-Grenzwerte noch viel umfänglicher sind. Extrem hohe Abweichungen zwischen den Werten vom Prüfstand und im Realverkehr treten auch bei Fahrzeugen anderer Hersteller auf. (weiterlesen…)

Autos verbrauchen 40 Prozent mehr Sprit als Hersteller angeben

Freitag, 25. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 25. 09 2015

Nach den heute veröffentlichten Zahlen des International Council of Clean Transportation (ICCT) liegen die CO2-Emissionen und damit die Kraftstoffverbräuche neuer Pkw-Modelle in Europa im Durch­schnitt um 40 Prozent höher als die offiziellen Hersteller­angaben.

Im Jahr 2001 betrug die durchschnittliche Abweichung noch acht Prozent. Bis heute haben sie sich mehr als vervierfacht. Neben den Schadstoffwerten sind damit auch die CO2- und Verbrauchswerte der Hersteller mehr als fragwürdig. Laut ICCT beruhen die Abweichungen hauptsächlich auf der zunehmenden Ausnutzung von Schlupflöchern beim Messverfahren. In der Folge sind die tat­sächlich erzielten CO2-Reduktionen seit 2001 nur halb so hoch, wie offiziell von den Autoherstellern ausgewiesen. (weiterlesen…)

EU-Parlament bestätigt CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab 2020

Dienstag, 25. Februar 2014

Pressemitteilung, Berlin, 25. 02 2014

Im Laufe des heutigen Tages beschließt das EU-Parlament formal den bereits im November vergangenen Jahres ausgehandelten Kompromiss für die weitere Begrenzung des CO2-Ausstoßes von Neu­wagen in der EU. Demnach dürfen ab 2020 neue Pkw durch­schnittlich nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Diese Vorgabe gilt aber zunächst nur für 95 Prozent aller Neu­zu­lassungen. Für die hundert­prozentige Erfüllung der Richtlinie wird den Herstellern bis 2021 Zeit eingeräumt.

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD:Mit ihrer Bestätigung setzen die EU-Parlamentarier einen Schlusspunkt hinter eine fast zweijährige politische Aus­einander­setzung um die Frage, wie sparsam und klimaschonend Autos in naher Zukunft werden sollen. Das Gute daran ist, dass das ursprüngliche CO2-Ziel der EU-Kommission von 95 g/km nun fest­geschrieben ist. Es wäre allerdings mehr drin gewesen, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Verbraucher.
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Verbände fordern von neuer Bundesregierung klaren Fahrplan gegen Luftverschmutzung

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Gemeinsame Pressemitteilung, Berlin, 19. 12. 2013
Das europäische „Jahr der Luft“ verpufft ohne entscheidende Verbesserungen für die Luftqualität und auf Kosten der Gesundheit der Bürger

Im Europäischen Jahr der Luft 2013 starben in Europa etwa 420.000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Allein in Deutschland sind circa 70.000 entsprechende Todesfälle zu beklagen. Angesichts dieser erschreckenden Zahlen fordern die Umwelt- und Verkehrsverbände die neue Bundesregierung auf, einen wirksamen Fahrplan zur Luftreinhaltung vorzulegen.
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Dicke Luft in Europa: Über 90 Prozent der Stadtbevölkerung atmen gefährliche Schadstoffe ein

Dienstag, 15. Oktober 2013

Pressemitteilung, Berlin, 15. 10 2013

Das von EU-Kommissar Janez Potočnik ausgerufene Jahr der Luft 2013 neigt sich dem Ende entgegen, doch die Luftqualität in europäischen Großstädten hat sich kaum verbessert. Millionen Großstadtbewohner leiden nach wie vor unter zu hohen Luftschadstoffkonzentrationen, die ihre Gesundheit massiv belasten. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute von der Europäischen Umweltagentur EEA veröffentlichter Bericht zur Luftqualität in Europa. Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund (NABU) sowie der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordern von der Europäischen Kommission die Verschärfung bestehender Grenzwerte sowie ihre konsequente Umsetzung durch die nationalen Regierungen.
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