Mit ‘Privatisierung’ getaggte Artikel

SPD-Vorschlag zur Bahnprivatisierung

Montag, 14. April 2008

VCD-Pressemitteilung 23/2008 – Berlin, 14. April.08
Teilprivatisierung gefährdet Angebot in der Fläche / VCD fordert Mindeststandards für Fernverkehr

Nach Medienberichten hat sich die SPD-Führung gestern auf eine Va­ri­ante zur Bahnprivatisierung geeinigt, nach der die Sparten Logistik und Personenverkehr im Rahmen des sogenannten Holding-Modells zu knapp einem Viertel an private Investoren verkauft werden sollen. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) sieht in diesem Vorschlag keine Lö­sung für die Probleme, die eine Bahnprivatisierung mit sich bringt. “Aus verkehrspolitischer Sicht macht es keinen Unterschied, ob man im ersten Schritt 24,9 oder 49,9 Prozent der Verkehrssparten an die Börse bringt“, kommentiert Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender den SPD-Vorschlag. So oder so steige durch private Investoren der Druck, die Gewinne zu erhöhen. “Das heißt in der Konsequenz, dass sich die An­bieter auf besonders lukrative Strecken im Fern- und Regionalverkehr konzentrieren werden. Weniger rentablen Strecken droht dann die Schließung“, warnt Gehrmann.
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VCD befürchtet Kürzungen im hessischen Bahnverkehr

Montag, 14. April 2008

Pressemiteilung 18/2008, VCD Hessen, 14. April 2008

Nach einer Privatisierung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG könnte es auch in Hessen zu Angebotskürzungen kommen. Darauf hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hingewiesen. Die Oberzentren Gießen und Marburg könnten – wie schon vor einigen Jahren Offenbach – vom Intercity-Verkehr abgehängt, die Anbindung der Landes­haupt­stadt Wiesbaden weiter verschlechtert werden. „Der Fernverkehr droht zu einer kleinen, profitablen Marktnische zu werden“, sagte der hessische VCD-Landesvorsitzende Werner Geiß. „Eine privatisierte Schrumpfbahn mit maximaler Rendite aber darf nicht das Ziel der Politik sein.“ Private Investoren seien willkommen, wenn sie Mittel zur Verfügung stellen, um den Marktanteil des Schienenverkehrs zu erhöhen. „In der aktuellen Diskussion wird leider übersehen, dass es nicht darum geht, den Gewinn eines Verkehrsunternehmens zu maximieren, sondern eine bessere Bahn zu bekommen“, kritisierte Geiß. Nur mit einer erheblichen Verlagerung von Straßen- und Flugverkehr auf die Schiene seien im Transitland Hessen die Klimaschutzziele zu erreichen. Bei einer Privatisierung des Fernverkehrs der DB müssten gleichzeitig gesetzliche Mindest­standards für die Qualität der Bedienung festgelegt werden, fordert der VCD Hessen.
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Zur Bilanz der Deutschen Bahn AG

Montag, 31. März 2008

VCD-Pressemitteilung 19/2008 – Berlin, 31. März. 2008
VCD kritisiert angekündigte Angebotseinschnitte und Preiserhöhungen trotz guter Gewinne

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die von der Deutschen Bahn AG angekündigten Einschnitte im Fernverkehr kritisiert. Trotz steigender Gewinne und gesunkener Schulden wolle die Bahn ihr Angebot im Fernverkehr reduzieren, wie das Unternehmen auf den Fahr­plan­konferenzen der Bundesländer angekündigt habe. Auch er­neute Preissteigerungen bei den Tickets seien absehbar, wie Bahn­chef Hartmut Mehdorn heute auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin bestätigte. “Ein gutes Ergebnis der Deutsche Bahn AG ist nur dann ein gutes Ergebnis für den Verkehrsträger Schiene und für alle Steuerzahler, wenn mit den erwirtschafteten Mitteln die hiesige Infrastruktur und das Angebot für die Kunden verbessert wird“, kommentiert der VCD-Bundes­vorsitzende Michael Gehrmann den heute vorgelegten Jahres­abschluss von 2007. “Doch der Bahnvorstand hat trotz gestiegener Gewinne bereits angekündigt, das Zugangebot im Fern­verkehr zu reduzieren, und weitere Fahrpreiserhöhungen nicht ausgeschlossen. Das ist weder nachvollziehbar noch hinnehmbar“.
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SPD-Parteitag berät über Kompromiss­vorschlag zur Bahn­privatisierung

Donnerstag, 25. Oktober 2007

VCD-Pressemitteilung 63/07 – Berlin, 25.10.07
VCD: Entscheidung über Teilprivatisierung aussetzen – SPD-Delegierte sollen Moratorium beschließen

Die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG steht an diesem Wochenende auf der Tagesordnung des SPD-Bundesparteitages in Hamburg. Da auch innerhalb der SPD Privatisierungsgegner zunehmend auf einen Kurswechsel drängen, legt die Parteispitze nun als Kompromiss den Entwurf einer Bahnprivatisierung über sogenannte Volksaktien zur Abstimmung vor. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert die Delegierten auf, den Gesetzentwurf generell zurückzuweisen.
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Bahnchef Mehdorn gezähmt?

Montag, 08. Oktober 2007

Zumindest behauptet ein Spiegel-Artikel, dass Anne Will in ihrer TV-Sendung vom Sonntag ein ganz gutes Bild in der Diskussion um Lokführerstreiks und Bahnprivatisierungen abgegeben hat.

TV-Streit: Will zähmt Mehdorn

Als Gäste waren neben Bahnchef Mehdorn noch Bundesverkehrsminister Tiefensee, der Tübinger OB und Stuttgart 21-Kritiker Boris Palmer, Schauspieler Rolf Becker sowie JuSo-Chef Björn Böhning eingeladen.
Der sonntägliche Poliktalk ist nicht immer unterhaltsam und lehrreich. Wer sich für den Schienenverkehr in der Bundesrepublik interessiert, der findet aber bestimmt ein paar gute Argumente. Die Sendung kann im Internet angesehen werden:

Chaos auf der Schiene: Streitfall Bahn – Anne Will – Die Sendung vom 07.10.07

Bahnpreise steigen erneut

Dienstag, 25. September 2007

VCD-Pressemitteilung 59/2007 – Berlin, 25. September 2007
VCD kritisiert falsche Preispolitik der Bahn: “Kunden zahlen für Prestigeprojekte drauf

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die heute von der Deutschen Bahn AG bekannt gegebene Fahrpreiserhöhung um rund drei Prozent zum Jahresende. Während die Bahn immer neue Gewinnrekorde in allen Sparten vermelde und hohe Finanzierungszusagen für unsinnige Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 oder den Transrapid mache, müssten die Kunden immer tiefer in die Tasche greifen, wenn sie umweltschonend unterwegs sein wollten. Das sei die falsche Preispolitik für das Massenverkehrsmittel Bahn.
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VCD fordert Stopp des Privatisierungsgesetzes

Montag, 17. September 2007

VCD-Pressemitteilung 57/07 – Berlin, 17. September 2007

Länder-Gutachten zur Bahnprivatisierung

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert die Bundesregierung auf, ihren Gesetzentwurf zur Bahnprivatisierung zurückzuziehen. Dies sei die einzig richtige Konsequenz, nachdem zu den erheblichen verkehrspolitischen Bedenken gegen das favorisierte Privatisierungsmodell nun auch noch verfassungsrechtliche hinzukämen. Diese belege ein Gutachten im Auftrag der Länder, das heute in Berlin vorgestellt wird. “Wenn sich die Bundesregierung bisher schon nicht durch fundierte Einwände vieler Experten und die Bedenken führender Verkehrspolitiker im Bundestag von ihren Privatisierungsplänen hat abbringen lassen, sollte sie nun wenigstens auf die erheblichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit reagieren und das Vorhaben stoppen“, fordert Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender.
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Erste Reaktionen zum Flash Mob gegen Bahnprivatisierung

Sonntag, 09. September 2007

Wie angekündigt gab es am Samstag FlashMobs gegen die Bahnprivatierung.
Die Aktion fand in über 35 Städten statt, mehr als 1600 Menschen beteiligten sich. Eine Übersicht wo es wieviele Teilnehmer gab findet sich bei flashmob5vor12.twoday.net, die ersten Fotos und Pressereaktionen sind dort auch gesammelt.

Readers Edition berichtet über den FlashMob in Berlin und hat ein Video bei Sevenload dazu gespeichert.

Bahnverkauf geht schon los

Mittwoch, 05. September 2007

Wie die Financial Times meldet geht die Bahnprivatisierung schon los:
Heute (Mittwoch 5. Sept. 2007) soll der Aufsichtsrat der Bahn dem bereits unterzeichneten Vorvertrag zum Verkauf der Immobilientochter Aurelis an den Baukonzern Hochtief zustimmen. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,65 Mrd. Euro, als Finanzierungspartner holt Hochtief angeblich den Finanzinvestor Redwood Grove mit ins Boot.

Mit der Aurelis würden nach der Ad-Hoc-Meldung von Hochtief 1495 Liegenschaften mit 27 Mio. Quadratmetern innerstädtischen Flächen in Ballungsgebieten in Deutschland den Besitzer wechseln.

Da wundert sich wohl nicht nur ein ‘Bahnopfer’, das große Teile der Bahn schon vor der endgültigen Zustimmung des Deutschen Bundestages versilbert werden.

Bahnopoly: “Bei der Privatisierung der Bahn können wir nur verlieren!”

Dienstag, 04. September 2007

VCD-Pressemitteilung 51/07, Verden/Berlin, 4. September 2007
Mit einem Spiel zum Ausverkauf protestieren Bürger/innen gegen die Privatisierung der Bahn

Bahnopoly: “Bei der Privatisierung der Bahn können wir nur verlieren!”

Umwelt- und Verkehrsverbände laden Bürgerinnen und Bürger unter www.bahnopoly.de zu einer Reise in die Zukunft des Jahres 2013 ein. Im Online-Spiel “Bahnopoly” werden die Folgen der geplanten Bahnprivatisierung spielerisch vorweggenommen. Die Reise geht durch “Schwindeltrassen“, “Schlummergleise“, “Weichenfriedhöfe” und “verflossene IC-Strecken“. Nach dem unweigerlichen Verlust des Spielguthabens werden die Spieler aufgerufen, den Bundestagsabgeordneten aus ihrem Wahlkreis ein Bahnopoly-Spielfeld zu senden. Damit fordern sie die Abgeordneten auf, im Bundestag dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Bahnprivatisierung nicht zuzustimmen.

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