Mit ‘PKW’ getaggte Artikel

EU beschließt realitätsnähere Verbrauchstests für Pkw ab 2017

Freitag, 17. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 06 2016

EU-Rat und Parlament haben sich Dienstagnacht mit großer Mehrheit auf die Einführung der neuen Messprozedur WLTP ab September 2017 geeinigt. Damit haben sie den Versuchen der Autoindustrie, das Einführungsdatum zu verschieben, eine Absage erteilt. Ein wichtiger Schritt nach langem Ringen, den auch Deutschland unterstützt hat. Verbraucher erhalten damit künftig verlässlichere Angaben zum Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Ausstoß.

Allerdings, so die Kritik des ökologischen Verkehrsclub VCD, ist die Einführung des WLTP nur ein erster Schritt, denn nach wie vor wird der Verbrauchstest im Labor stattfinden. Autoherstellern bleiben somit weiterhin Möglichkeiten, die Tests in ihrem Sinne zu schönen.
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Auto-Dopingkontrolle: Interviews mit Sonntags­zeitungen ersetzen keine Verkehrs­politik

Montag, 15. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 15. 02 2016

Wieder einmal nutzt  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Sonntagszeitung für Ankündigungen. Dieses Mal lautet die Durchsage: Pkw sollen nach dem Zufallsprinzip von der Straße weggenommen und analog zu Dopingkontrollen im Sport auf ihre Abgaswerte geprüft werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt diesen Ansatz, entspricht es doch einer seit Monaten aufgestellten Forderung. Nur leider ist zu befürchten, dass es sich auch in diesem Fall um ein leeres Sonntags-Versprechen handelt.

Im Herbst letzten Jahres hatte Alexander Dobrindt schonungslose Aufklärung im Abgasskandal versprochen. Bis heute ist nichts von dem geschehen. Zwar wurden Nachmessungen bei über 50 verschiedenen Pkw-Modellen angeordnet, die Ergebnisse dieser Messungen, die unter der Regie des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vorgenommen wurden, sind aber nicht bekannt. Lediglich mit den Autoherstellern wird beraten – hinter verschlossenen Türen. (weiterlesen…)

Zum Auto gibt es Alternativen

Mittwoch, 10. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 10. 02 2016

Ob Verbrauch oder Schadstoffausstoß, wie es um die Effizienz von Pkw tatsächlich steht und wie stark sie die Luft in den Städten belasten – nach dem Dieselskandal herrscht darüber Unsicherheit. Weder Hersteller noch Politik haben es bis heute geschafft vollständig aufzuklären und so rät der ökologische Verkehrsclub VCD weiterhin einen Neuwagenkauf sehr genau zu überdenken.

Doch was sind die Alternativen zum eigenen Pkw? Welches Verkehrs­mittel eignet sich für wen? Der VCD macht den Verkehrs­träger­vergleich und stellt die Vor- und Nachteile der umweltverträglichen Alternativen E-Rad, Carsharing und Öffentlichen Nahverkehr vor.

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Bundesregierung sucht Position für Verbrauchs­grenz­werte von neuen Pkw

Donnerstag, 31. Januar 2013

Pressemitteilung, Berlin, 31. Januar 2013.
VCD: Grenzwerte dürfen nicht verwässert werden, sonst zahlen Autofahrer zukünftig drauf

Im Vorfeld der Sitzung der EU-Ratsgruppe Umwelt am Montag, den 4. Februar 2013, stimmt das federführende Bundes­umwelt­mini­ste­rium aktuell seine Position zur Fortführung der CO2-Grenz­wert­regulierung für neue Pkw innerhalb der Bundesregierung ab. Der ökologische Verkehrsclub VCD befürchtet, dass Deutschland wie in der Vergangenheit die Vorgaben schwach halten will und den Vorschlag der EU-Kommission, der ein CO2-Ziel von 95 Gramm pro Kilometer für das Jahr 2020 klar definiert, durch verschiedene Verrechnungs­mechanismen abschwächen will. Einen nicht un­er­heb­lichen Einfluss auf die Positionierung hat das Wirtschafts­ministerium, das traditionell die deutsche Automobil­industrie unter­stützt.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Wir fordern das Um­welt­ministerium auf, keine Aufweichung des Grenzwertes zuzulassen. Jede Abweichung auf dem Weg zur Erreichung des Ziel­grenz­wertes, führt zu weniger sparsamen Autos und einem noch geringerem Beitrag des Verkehrs­bereichs zum Klimaschutz.

Hauptkritikpunkt des VCD ist die geplante Mehrfachanrechnung von Elektro­fahrzeugen. Es wird erwartet, dass die Bundesregerung die im Kommissionsentwurf vorgesehene Möglichkeit der Einführung von sogenannten »super credits« nochmals deutlich ausweiten will. Nach dem bisherigen Vorschlag der EU-Kommission sollen Elektro­autos mit dem Faktor 1,3 auf die CO2-Bilanz angerechnet werden können, begrenzt auf 20.000 Fahrzeuge pro Hersteller. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) fordert hingegen einen Faktor von 2,5 ohne Deckelung sowie die Möglichkeit, »super credits« vor 2020 anzusparen und ab 2020 anzurechnen.
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Hohe Benzinpreise

Freitag, 29. April 2011

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 10/2011, Hannover, 29.04.11
VCD: „Niedersachsen auf notwendige Wende in der Verkehrspolitik nicht vorbereitet“/Alternativen zum Pkw oft (noch) nicht vorhanden

Die Benzinpreise steigen und haben die Rekordmarke aus dem Jahr 2008 längst überschritten. Auch wenn viele Menschen ihren Pkw lieber stehen lassen würden – die Verkehrspolitik der CDU/FDP-Landesregierung in Hannover bietet zu wenigen Bürgerinnen und Bürgern eine echte Alternative zum eigenen Auto!“, so Michael Frömming, Landes­vor­sitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Der VCD fordert seit Jahren den Ausbau des Bahnangebots sowie einen innovativen bedarfsorientierten Öffentlichen Personen­nah­ver­kehr vor allem auch in der Fläche. Leider ist die Landesregierung auf die notwendige Wende in der Verkehrspolitik nicht vorbereitet und zeigt sich zudem hinsichtlich moderner Mobilitäts­konzepte beratungs­resistent. „Angesichts des globalen Mehrverbrauchs an Rohöl, der endlichen Ressourcen und keiner ernsthaften und bezahlbaren Alternative im Kraftstoffsegment sollte der Landesregierung klar sein, dass die heutige Mobilität dauerhaft nicht zu halten ist. Auch die immer wieder zitierte Elektromobilität kann da aufgrund technischer Rahmen­bedingungen nur einen spärliche Beitrag zur Lösung des Problems leisten“, so Frömming.

Während in den größeren Städten mit Rad- und Fußwegenetzen, dem Öffentlichen Personennahverkehr und Car-Sharing schon oft Ansätze für zukunftsfähige Konzepte bestehen, fehlt es vor allem in der Fläche an guten Bahn- und kundenfreundlichen Busangeboten. Kreisstädte wie Aurich und Nordhorn haben nicht einmal einen Anschluss an den Schienenpersonennahverkehr. Landesweit engagiert sich der VCD aktuell an mehreren Brennpunkten, die Schieneninfrastruktur sogar vor dem Abbau zu retten und somit für künftige Verkehre zu sichern.

Potentiale für die Schonung der wertvollen Ressource Mineralöl sieht der VCD zudem im Güterverkehr. Der Güterfernverkehr auf der Straße könnte bei einer angemessenen Maut von 45 Cent/Kilometer und der Ausweitung auf das gesamte Straßennetz auf ein erträgliches Maß reduziert und verlagert werden, ohne dass die Versorgung der Bürger beeinträchtigt würde. „Angesichts der Dumpingpreise im Lkw-Gewerbe lohnt es sich leider immer noch, völlig unsinnige Transporte durch ganz Europa verkehren zu lassen. Die öffentliche Hand könnte zudem Milliarden an finanziellen Mitteln für den Straßenbau sparen, wenn die Politik endlich die Rahmenbedingungen für vernünftige Logistikkonzepte, sowie Ver­kehrs­vermeidung und -verlagerung auf Schiene und Kanäle, schaffen würde“, so Frömming