Mit ‘Ölkonzerne’ getaggte Artikel

Verzicht auf Strafzahlungen wegen geringem E10-Absatz

Donnerstag, 07. April 2011

VCD-Pressemitteilung 33/11 – Berlin, 7.4.2011
VCD kritisiert »Gnadengesuch« von Shell als absurd

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Bitte des Mine­ral­ölkonzerns Shell gegenüber der Bundesregierung, die Straf­zahlungen wegen zu geringen Absatzes des E10-Kraftstoffs zu über­denken, als absurd und nicht nachvollziehbar. Dass die Springer-Presse den Shell-Vorstoß ein Betteln um Gnade nennt, sei bezeichnend.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Shell-Chef­volkswirt Jörg Adolf bittet die Bundesregierung über die Bild-Zeitung, auf die fälligen die Strafzahlungen zu verzichten. An­gesichts der Mitschuld des Konzerns am E10-Desaster ist das erbärm­lich und völlig absurd: Die Ölkonzerne haben E10 bewusst diskreditiert, um ein Zusatzgeschäft mit dem teuren Super-Plus-Kraft­stoff einzufahren. Dass Shell nun wegen drohender Strafen um Mitleid buhlt, ist in Anbetracht des Jahresgewinns von über 20 Milliarden US-Dollar 2010 nicht nachvollziehbar.

Alle Informationen zu E10 gibt es im VCD-Faktencheck unter http://www.vcd.org/faktencheck-e10.html

E10-Trauerspiel zu Karneval

Freitag, 04. März 2011

VCD-Pressemitteilung 22/11 – Berlin, 04.03.11
VCD: Benzingipfel muss zukunftsfähige Entscheidung bringen

Angesichts der chaotischen Entwicklungen rund um den neuen Agro­sprit E10 warnt der ökologische Verkehrsclub VCD vor weiteren Schnell­schüssen zulasten von Umwelt und Verbrauchern. Der von Bundes­wirtschafts­minister Rainer Brüderle geplante Benzingipfel müsse zu einer zukunftsfähigen Entscheidung führen, die nicht bei irgendwelchen selbst­verschuldeten Lieferengpässen wieder zum Chaos führe oder von der Informations­politik der Autoindustrie abhänge.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass nur solcher Sprit aus Biomasse bei­gemischt wird, der ökologisch und sozial verträglich produ-ziert wird. Er sollte nachweislich zu einem deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß führen und darf nicht auf Flächen angebaut werden, die bisher der Produktion von Futter- und Lebensmitteln dienen, weil diese sonst in sensible Ökosysteme wie Wälder oder Moore vorrückt. Dann muss eine entsprechende Quote für die Nutzung von Kraftstoffen aus Biomasse neu verhandelt und festgelegt werden, die nach dem derzeitigen Stand wahrscheinlich zunächst unter zehn Prozent liegen wird. Diese Vorgabe muss allerdings auch durchgesetzt werden. Die Politik darf sich nicht länger von der Ölindustrie über den Tisch ziehen lassen.
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Agrosprit: E10 bringt vor allem Sonderprofite für Ölkonzerne

Donnerstag, 24. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 17/11 – Berlin, 24.02.11
VCD: E10 bringt vor allem Sonderprofite für Ölkonzerne

An immer mehr Tankstellen wird derzeit Kraftstoff mit einem Etha­nol­anteil von bis zu zehn Prozent – das sogenannte E10 – ein­geführt. Nach Vorgaben der EU müssen alle Mitgliedsstaaten bis 2020 zehn Prozent des Energiebedarfs im Verkehrsbereich aus erneuer­baren Energien decken und dies in nationalen Aktionsplänen fest­schreiben. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert in diesem Zusammen­hang, dass statt der Umwelt die Ölkonzerne profitieren würden; die Zeche zahlten die Autofahrer.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Agrokraftstoffe sind nicht per se klimaschonend. Autos stoßen damit zwar nur die Men­ge CO2 aus, die die Pflanzen zuvor gebunden haben, zusätz­liche Emissionen entstehen aber durch den Anbau und insbesondere durch die indirekte Landnutzungsänderung. Dabei werden Ener­gie­pflanzen auf Flächen angebaut, die bisher dem Anbau von Futter- und Lebensmitteln dienen. Zur Nahrungs- und Futter­mittel­produktion werden dann andere Gebiete in Agrarland umgewandelt – darunter sensible Ökosysteme. Eine aktuelle Studie im Auftrag eines breiten Bündnisses von europäischen Umwelt- und Entwicklungs­organisationen, dem mit T&E auch der europäische Dachverband des VCD angehört, belegt ganz klar: Die meisten Agrokraftstoffe haben unter Einbeziehung der indirekten Land­nutzungs­änderungen sogar eine deutlich schlechtere Klimabilanz als der herkömmlichen fossile Sprit, den sie ersetzen sollen.
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Weg vom Öl – Konsequenzen aus Ölkatastrophe ziehen!

Montag, 21. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 55/10 – Berlin, 21.06.10
VCD startet Online-Protest

Anlässlich der Ölkatastrophe auf der Bohrinsel »Deepwater Horizon« im Golf von Mexico hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unter dem Motto »Jetzt umlenken! Weg vom Öl!« einen Online-Protest gestartet. Der ökologische Verkehrsclub ruft dazu auf, über seine Website www.vcd.org/umlenken.html eine E-Mail an den deut­schen Mineralölwirtschaftsverband zu senden. Weg vom ÖlMit dieser Aktion gibt der VCD all jenen eine Platt­form, die das verant­wortungs­lose Treiben der Öl­kon­zerne nicht tatenlos mit ansehen wollen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundes­vorsitzender: “In aller Härte führt uns die Havarie der Ölplattform vor Augen, mit welchen unmittelbaren, un­vorher­sehbaren Risiken das fossile Zeitalter ver­bun­den ist. Auch wir in Deutschland und Europa müssen aus der Katastrophe Konsequenzen ziehen! Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass die letzten Erdölreserven unter Inkauf­nahme von unkalkulierbaren Risiken ausgebeutet werden. Auf Kosten unserer Lebensgrundlagen fahren die Mineralölkonzerne Milliarden­gewinne ein. Die Umweltfolgen und die Kosten für die Beseitigung von Schäden im schlimmsten Fall hat jedoch die Allgemeinheit zu tragen.
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Keine Subventionierung von Ölfirmen durch Entwicklungshilfe

Samstag, 20. Oktober 2007

Dass in Deutschland der Straßenverkehr subventioniert wird und dass nur eine einseitige Betrachtung der Kosten des Verkehrs gibt, war mir bekannt. Das die Ölförderung in den Förderländern nicht nur die Umwelt direkt belastet, sondern das es auch negative Effekte auf die Entwicklung und demokratische Entwicklung hat, war mir ebenfalls bekannt (siehe z.B. die Artikel in der Fairkehr 1/2006 oder der Zeit 8/2003).

Aber das auch Entwicklungshilfe eingesetzt wird, um die Ölförderung zu subventionieren war mir neu. So hat seit 1992 allein die Weltbank mehr als 5 Mrd. US-$ für Ölprojekte bereitgestellt.

Die Aktion End of Oil Aid fordert jetzt, das die Ölkonzerne ihre Kosten zur Ölförderung nicht mehr durch Entwicklungshilfe subventioniert bekommen (englisch Original). Ich hoffe die Aktion hat Erfolg und die Entwicklungshilfe wird sinnvoller und zukunftsweisend verwendet.