Mit ‘Neubaustrecke’ getaggte Artikel

Stuttgart 21: Prellbockverschiebung ist un­an­ständige Politshow auf Kosten der Steuer­zahler

Dienstag, 02. Februar 2010

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 5/10 – Stuttgart, 2. Februar 2010
VCD zum symbolischen Baustart für Stuttgart 21: Prell­bock­verschiebung ist unanständige Politshow auf Kosten der Steuerzahler

Mit massiver Kritik hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf den symbolischen Baustart für Stuttgart 21 mit der Prell­bock­verschiebung am Gleis 49 des Stuttgarter Hauptbahnhofes reagiert. Der VCD empfiehlt den Projekt-Befürwortern, endlich auf dem Boden der Realität anzukommen und sich vom Wolken­kuckucks­heim Stuttgart 21 zu verabschieden. So lange die Finanzierung der Neu­bau­strecke nach Ulm nicht feststehe, sei es unanständig und ver­antwortungs­los den Bau des Tunnelbahnhofes zu beginnen.

Stuttgart 21 sei in keiner Hinsicht nachhaltig. VCD-Landes­vor­sitzender Matthias Lieb sagte: „Stuttgart 21 ist nach wie vor das verkehrlich, ökologisch und ökonomisch unsinnigste Projekt der deutschen Bahngeschichte. Was wir brauchen ist keine symbolische Prellbockverschiebung, sondern eine Projekt­ver­schiebung, bis geklärt ist, ob die Neubaustrecke nach Ulm über­haupt gebaut und finanziert werden kann. Wer jetzt anfängt, in Stuttgart zu graben, ohne zu wissen, wie es auf den Fildern weiter­geht, schafft unnötige Sachzwänge und schadet auf Kosten der Steuerzahler dem Schienenverkehr im ganzen Land.“
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Erhalt der Landesstraßen muss Vorrang vor Neu­bau haben

Mittwoch, 16. Dezember 2009

VCD Baden-Württemberg, Pressemitteilung Nr. 39/09 – Stuttgart, 16. Dezember 2009
Ehrliche Investitionsplanung dringend erforderlich

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. schließt sich der heute geäußerten SPD-Kritik an der Landes­straßen­bau­politik nur teilweise an. Zwar sei es richtig, dass die bisherige Landes­straßen­baupolitik einem unrealistischen Wunsch­zettel von Regional­politikern entspreche. Dem könne aber nur begegnet werden, indem konsequent auf Landstraßenneubau zugunsten des Erhaltes der bestehenden Landstraßen verzichtet werde.

VCD-Vorsitzender Matthias Lieb sagte: „Das Landesstraßennetz ist dicht genug. Für Neubau gibt es in den allerwenigsten Fällen einen Bedarf, denn wer Straßen neu baut, der erzeugt nur zusätzlichen Verkehr. Bedauerlicherweise setzt die Landesregierung auch im aktuell vorliegenden Doppelhaushalt mit den Investitionsvorhaben in den Landesstraßenneubau völlig falsche Signale. Die geplante Verwendung von Nahverkehrsmitteln für den Straßenbau ist so­wohl finanzpolitisch unvernünftig als auch umwelt- und klima­schädlich.

Weitere Informationen
Zur VCD-Kritik am Doppelhaushalt der Landesregierung vgl. auch VCD-Pressemitteilung 30/09 vom 11. November 2009.

Stuttgart 21-Beschluss ist unverantwortlich

Donnerstag, 10. Dezember 2009

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 36/2009, Stuttgart, 09. Dezember 2009
Verkehrsclub fordert Klarheit über Absicherung des Kostenrisikos

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. kritisiert den Beschluss des DB-Aufsichtsrates, Stuttgart 21 trotz eines erheblichen Kosten­risikos weiterzuverfolgen, als unverantwortlich. Der am Donners­tag tagende Lenkungskreis müsse sich die neue Kalkulation der DB sehr kritisch betrachten, um nicht die Katze im Sack zu kaufen oder auf Milliarden Mehrkosten sitzen zu bleiben.

VCD-Vorsitzender Matthias Lieb sagte: „Jeder weiß, dass die jetzt vorgelegten 4,1 Milliarden Euro nicht ausreichen werden. Einziges Ziel der Kalkulation ist es gewesen, nicht die Sollbruchstelle von 4,5 Milliarden Euro zu erreichen. Am Ende wird Stuttgart 21 bei mindestens 6 Milliarden Euro landen. Eine Beschlussfassung aller Pro­jekt­partner darf nur erfolgen, wenn völlig klar ist, wer an­fal­len­de Mehrkosten übernimmt – alles andere wäre ein ungedeckter Scheck zu Lasten der Steuerzahler.

Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist nach Einschätzung des VCD die zu erwartende Kostenexplosion bei der Neubaustrecke von Wend­lingen nach Ulm. „Ein Beschluss zu Stuttgart 21 ist eine unzulässige Vorfestlegung in Bezug auf die Neubewertung des Bundes­verkehrs­wegeplans. Kommt Stuttgart 21, dann muss auch die fehlgeplante Neubaustrecke kommen, koste es was es wolle“, kritisierte Matthias Lieb. Ein Ausbau der Rheintalschiene und andere Investitionen in den Schienenverkehr in Baden-Württemberg würden damit auf den Sanktnimmerleinstag verschoben.

VCD wirft Stuttgart 21-Sprecher Drexler Ignoranz vor

Montag, 30. November 2009

Pressemitteilung Nr. 34/09 VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 30. November 2009
Realitätsferne Einschätzungen zu Stuttgart 21 und Neu­bau­strecke Wendlingen – Ulm

Der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. beklagt die Ignoranz von Stuttgart 21-Sprecher Wolfgang Drexler ge­gen­über fundierter Kritik von Bahnexperten. Die bundesweit von Michael Holzhey diskutierten Forderungen, Stuttgart 21 zu stoppen und zwischen Stuttgart und Ulm güterverkehrstauglich auszubauen, sind nach Ansicht des VCD völlig richtig. Wolfgang Drexler hingegen missachte die Fakten und träume sich sein Stuttgart 21-Luft­schloss zurecht.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: “Alle Bahnexperten, die nicht direkt am Stuttgart 21-Tropf hängen, sind sich einig, dass der Tunnelbahnhof falsch und die Neubaustrecke fehlgeplant sind. Nicht nur im Hinblick auf die garantierte Kostenexplosion müs­sen die Planungen sofort eingestellt werden.
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Transitgüterverkehr muss auf die Schiene

Donnerstag, 19. November 2009

Pressemitteilung Nr. 32/09, VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 19. November 2009
Zur Verkehrsministerkonferenz in Heidelberg: Verkehrsclub kritisiert geplanten Autobahnausbau

Anlässlich der in Heidelberg stattfindenden Verkehrs­minister­konferenz kritisiert der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) den von Innenminister Rech geforderten Ausbau der Auto­bahnen A 6 und A 8. Die erwarteten Verkehrszuwächse können nach Ansicht des VCD nur mit einer konsequenten Verlagerung von der Straße auf die Schiene bewältigt werden. Deshalb fordert der VCD einen güterverkehrstauglichen Ausbau des Schienennetzes, sowohl im Rheintal als auch in Ost-West-Richtung zwischen Stuttgart und Ulm.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: “Ein weiterer Ausbau der Auto­bahnen in Baden-Württemberg erzeugt nur zusätzlichen Ver­kehr und widerspricht den Klimaschutzzielen des Landes. Um der Zukunft ökonomisch und ökologisch gerecht zu werden, muss die Landesregierung Verkehre auf umweltfreundliche Verkehrs­träger wie die Bahn verlagern. Das gilt insbesondere für den Transit­güter­verkehr, bei dem die größten Zuwächse prognostiziert werden.

Leider fehlt es im Südwesten nach Einschätzung des VCD an einem leistungsfähigen, güterverkehrstauglichen Schienennetz. VCD-Landes­vorsitzender Matthias Lieb: “Beim Ausbau der Rheintalbahn geht wegen mangelhafter Trassenplanung kaum etwas voran. Und die geplante Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm kann von Güterzügen nicht befahren werden. Dabei müssen gerade in der Ost-West-Richtung wegen der Geislinger Steige viele Unternehmen auf die Schiene verzichten und ihre Lkws in den Stau auf der A 8 schicken.

Der VCD fordert von der Landesregierung ein Umdenken in der Verkehrspolitik. “Wer versucht, prognostizierten Verkehrs­zu­wäch­sen mit Straßenbau hinterher zu hecheln, setzt die falschen Prioritäten und ist zum Scheitern verurteilt. Wer Klima­schutz Ernst nimmt und Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern will, muss auch die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb.

Verkehrsclub begrüßt offene Worte des Bahnchefs zu Stuttgart 21

Mittwoch, 11. November 2009

Pressemitteilung Nr. 29/09, VCD Baden-Württemberg – Stuttgart, 10. November 2009
Auch bei Neubaustrecke Wendlingen — Ulm auf Kosten achten

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Baden-Würt­tem­berg e.V. zeigt sich erfreut über die klaren Worte von Bahnchef Rüdiger Grube zur Kostenentwicklung beim Projekt Stuttgart 21. Der VCD hatte die offiziellen Kosten von rund 3 Mrd. Euro immer wieder als geschönt kritisiert und eine ehrliche Debatte über Nutzen und Kosten des Projektes verlangt. Neben der Neubewertung von Stuttgart 21 fordert der VCD auch eine Neubewertung der Kosten für die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm.

Bei einer Kostenerhöhung um rund 50 Prozent ergibt sich kein volks­wirtschaftlicher Nutzen für Stuttgart 21 mehr, der den Einsatz so hoher Steuermittel rechtfertigt“, gab der VCD-Landes­vorsitzende Matthias Lieb zu bedenken. Der Einsatz der Mittel aus dem Gemeinde­verkehrs­finanzierungs­gesetz basiere auf Be­rech­nun­gen, die bei unterstellten Baukosten einen volks­wirt­schaftlichen Nutzen der Maßnahme nachwiesen. Bei deutlich höheren Baukosten sei dieser Nutzen nicht mehr gegeben, so dass die Mittel für andere, volkswirtschaftlich sinnvollere Projekte zu verwenden seien.
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Stuttgart 21 bleibt unkalkulierbares Finanz­abenteuer

Freitag, 06. März 2009

Pressemitteilung Nr. 8/09 VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 6. März 2009
Bundesrechnungshof bestätigt erneut Kostenrisiko

In seinem aktuellen Prüfbericht zum Bahnprojekt Stuttgart 21 hält der Bundesrechnungshof an seiner Kritik fest, das Bahnprojekt sei un­solide finanziert. Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrs­club Deutschland (VCD) e.V. sieht sich damit bestätigt, dass Stutt­gart 21 nicht nur viel teurer als offiziell zugegeben werde. Auf­grund der Mehrkosten ergäbe sich aus VCD-Sicht auch kein volks­wirt­schaftlicher Nutzen für das Projekt, das den Einsatz von Steuer­mitteln rechtfertigen würde.

Deshalb wäre die Landesregierung gut beraten, nach Al­ter­na­tiv­kon­zepten Ausschau zu halten“, erklärt VCD-Landes­vorsitzender Matthias Lieb, “der VCD hat mit Kopfbahnhof 21 eine preiswerte und deutlich risikoärmere Alternative entwickelt, die nunmehr von Land und DB umgesetzt werden sollte, anstelle Milliarden aus Steuer­mitteln in den Stuttgarter Untergrund zu versenken.

Vielmehr solle sich die Landesregierung auf ihre Pflichtaufgaben be­schrän­ken, gibt der VCD zu bedenken. “Viele Regionalzüge in Ba­den-Württemberg sind überfüllt, die Verantwortung für Mehr­bestel­lungen von Zügen und Wagen im Interesse der Fahrgäste liegt beim Land, wird aber von der Landesregierung ignoriert“, beklagt Lieb. Gleichzeitig sei man bereit, in die Bundes­schienen­wege Stuttgart 21 und Neubaustrecke Stuttgart — Ulm zu investieren, obwohl dies Aufgabe von Bund und Bahn sei, so der VCD abschließend.

Entscheidung zur Rheintalbahn vertagen

Montag, 02. März 2009

Pressemitteilung Nr. 6/09, VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 02. März 2009
Politische Spielchen bei der Rheintalbahn gehen auf Kosten der Anwohner/Bundestag soll sich für lärmschutzgerechte “Konsenstrasse” von Land und Kommunen aussprechen

Diesen Donnerstag soll im Deutschen Bundestag endlich über einen Antrag abgestimmt werden, der eine so genannte “Konsenstrasse” der Rheintalbahn entlang der Bundesautobahn A5 zum Ziel hatte, berichtet der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) e.V. Das Problem sei, so der VCD weiter, dass der Verkehrsausschuss im Februar 2008 dem Bundestag vor­geschlagen hatte, den Antrag abzulehnen — eine Empfehlung die immer noch im Raum stehe trotz der aktuellen Entwicklungen.

Denn im vergangenen Jahr haben das Land Baden-Württemberg und die Region einen Konsens über die seit rund 20 Jahren um­strittene Trassenführung gefunden“, erklärt Matthias Lieb, VCD-Vor­sitzender, “eine Einigung, die den berechtigten Belangen der Anwohner besonders beim Lärmschutz Rechnung trägt.” Dennoch versuche die große Koalition in Berlin und das Bundes­verkehrs­ministerium weiterhin, eine veraltete und nicht akzeptierte Planung durchzusetzen und Alternativen zu ignorieren, kritisiert Lieb den Beschlussvorschlag des Verkehrsausschusses, der die gegenwärtige Entwicklung völlig ausblende.
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Rückbaupläne der DB Netz AG in Jena-Göschwitz

Donnerstag, 06. November 2008

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, Jena-Göschwitz, 6.11.2008
Der Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclubs Deutsch­land (VCD) kritisiert die Rückbaupläne der DB Netz AG in Jena-Göschwitz

Der VCD kritisiert die Pläne der DB Netz AG das letzte Überhol- und Ausweichgleis zwischen Weimar und Gera in Jena Göschwitz zurückzubauen. Durch den Rückbau des Ausweichgleises droht sich das Angebot im Falle nicht ausbleibender technischer Störungen massiv zu verschlechtern. Ver­spätungen und Zugausfälle im dicht frequentierten Pendel­verkehr zwischen Weimar und Göschwitz drohen. Die Pläne der DB Netz AG wirken der Aufwertung des Bahnhofes Jena-Göschwitz durch die Stadt Jena entgegen, die eine Straßenbahnlinie zwischen Burgau und Lobeda eingeführt hat. Der Bund und die Städte Jena, Weimar und Gera engagieren sich für den zweigleisigen Ausbau zwischen Jena und Weimar.

Diese für die Fahrgäste positive Entwicklung wird weiterhin mit der Fertigstellung der ICE- Neubaustrecke Erfurt-Nürnberg aus­ge­bremst, denn dann ist Jena vom Schienenfernverkehr abgehängt. Uwe Kappell, Leiter der VCD Ortsgruppe in Jena kritisiert, die Deutsche Bahn ziehe sich schleichend, aber systematisch aus dem Schienen-Regionalverkehr zurück. Die Fahrgäste, die die Bahn regelmäßig als klimaschonendes und kosten­günstiges Verkehrsmittel nutzen, gehörten nicht mehr zum Kerngeschäft der Bahn, so Uwe Kappell.

Bis zum 24.11.2008 kann die Stadt Jena beim Eisenbahn-Bundesamt Stellung zu den geplanten Rückbauplänen der DB Netz AG beziehen. Der VCD hofft, dass die Stadt Jena von diesem Recht Gebrauch macht und die Fehlentscheidung der DB Netz AG rechtzeitig korrigiert wird.

Kopfbahnhof 21 ist machbar

Dienstag, 15. Juli 2008

Pressemitteilung Nr. 12/08, VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 15. Juli 2008
Verkehrsclub kritisiert mangelnden politischen Willen zur Prüfung der Stuttgart 21-Alternativplanung

Mit Unverständnis hat der Umweltverband Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) auf die gestern von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster wiederholte Kritik am Konzept “Kopf­bahnhof 21” reagiert. Sowohl für die Stadt Stuttgart als auch für die Bahn­fahrer sei die Alternativplanung zu “Stuttgart 21” die bessere Variante. Kopfbahnhof 21 sei nicht nur machbar, sondern auch deutlich schneller und günstiger realisierbar als Stuttgart 21.
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