Pressemitteilung 5/09, VCD-Landesverband Niedersachsen, 22.01.09, Hannover
„Wirtschaftsminister Hirche soll statt Monstertrucks besser Güterverkehre auf der Schiene fördern!“/Nicht mehr, sondern weniger Lkw als verkehrspolitisches Ziel
Enttäuscht reagiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf das neuerliche Engagement von Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP), den Schwerlastverkehr auf Niedersachsens Straße durch sogenannte „Gigagliner“ zu forcieren. Verlierer diese Initiativen sind eindeutig sowohl die Lärm- und Abgas geplagten Bürger als auch die umweltfreundliche Schiene. Hirche hatte heute eine Studie der EU begrüßt, die sich mit dem Thema Gigaliner befasst.
„Die fatalen Auswirkungen der künftig bis zu 60 Tonnen schweren und überlangen Monstertrucks auf die Verkehrssicherheit blendet die Studie aus, ebenso die Auswirkungen auf den umweltfreundlichen Bahnverkehr!“, so Frömming. „Die Verbilligung der Straßentransporte durch größere Volumen graben der Eisenbahn das Wasser ab. Jeder, der mit offenen Augen die Situation auf unseren Straßen betrachtet sieht doch, dass wir weniger statt immer mehr Lkw auf unseren Straßen benötigen.“
Der VCD bemängelt an der EU-Studie, dass höhere Infrastrukturkosten als auch Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer zwar genannt werden, dies aber bemerkenswerterweise in der Konsequenz nicht zu einer Ablehnung der Monstertruck-Pläne geführt hat. „Minister Hirche kann sich noch so stark machen für mehr Schwerlastverkehr auf der Straße. Die immensen Belastungen für Mensch, Umwelt und die niedersächsische Straßeninfrastruktur kann auch die Landesregierung nicht ignorieren“, so Frömming.
Zusammen mit 125 europäischen Verbänden wird sich der VCD weiter gegen die Zulassung von Monstertrucks auf den Straßen einsetzen und vehement die Umkehr zu einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik einfordern.