Mit ‘Luftreinhaltung’ getaggte Artikel

Ein Jahr Abgasskandal

Freitag, 16. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 09 2016
Aufklärung erfolgte weder »schonungslos« noch »lückenlos«. Stattdessen werden Lücken gepflegt und Hersteller geschont.

Am 18. September des letzten Jahres wurde der VW-Abgasskandal in den USA bekannt und trotz Versuchen der Hersteller und der Politik, dies als einzelnes Fehlverhalten darzustellen, ist klar, es handelt sich um einen Skandal der gesamten Autobranche. Fakt ist: Nachtests, ob in Deutschland oder im europäischen Ausland, haben gezeigt, dass fast alle Hersteller bei der Abgasreinigung und bei den CO2-Angaben tricksen und betrügen. Und auch nach einem Jahr Dieselgate drängt sich das Urteil auf: Die Hersteller haben nichts dazugelernt.
(weiterlesen…)

Luftreinhaltung in Städten zur Chefsache machen – Umweltministerkonferenz muss Druck auf Bundesregierung ausüben

Mittwoch, 06. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 06. 04 2016

Auch 2016 wird der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) in Deutschland vielerorts überschritten. Schadstoffquelle Nummer eins ist der motorisierte Straßenverkehr. Da die Bundesregierung auch nach dem Abgasskandal in Sachen Luftreinhaltung weiter auf der Bremse steht, fordern Umweltverbände nun die Umweltminister der Länder auf, sich für ambitionierte Maßnahmen im Verkehrssektor einzusetzen. Die Weiterentwicklung der Umweltzonenregelung durch eine Blaue Plakette ist dringend erforderlich.

Die Umwelt- und Verkehrsverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der ökologische Verkehrsclub VCD fordern im Vorfeld der morgen stattfindenden Sondersitzung der Umweltministerkonferenz ein Umdenken in Sachen Luftreinhaltung in Städten ein. Insbesondere die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) liege aufgrund des hohen Anteils von Dieselmotoren in der Pkw-Flotte weiterhin deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten und schädige so Tag für Tag die Gesundheit hunderttausender Menschen. Nach Angaben der Europäischen Umweltbehörde (EEA) gehen allein in Deutschland jährlich mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle auf die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zurück. (weiterlesen…)

VG-Urteil zu Dieselabgasen – VCD erwartet ver­gleichbares für Stuttgart

Freitag, 15. Januar 2016

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 1/2016, Stuttgart, 14. Januar 2016
DUH-Klage wegen Diesel-Abgasen
VCD erwartet vergleichbares Szenario für Stuttgart

Verwaltungsgericht Wiesbaden droht mit Zwangsgeld und empfiehlt Fahr­verbote und Citymaut zur Einhaltung der Grenzwerte für Luft­schad­stoffe

Der VCD sieht in den aktuell vom Verwaltungsgericht Wiesbaden getroffenen Zwangs­geldandrohungen gegen das Land Hessen – auf Antrag der Deutschen Umwelt­hilfe (DUH) – wegen der Luftqualität in Wiesbaden und Darmstadt ein durchaus realistisches Szenario, das alsbald in ähnlicher Form auf das Land Baden-Württemberg wegen schlechter Luft in Stuttgart zukommen könnte. Denn auch für die Landeshauptstadt werde gemäß dem Zeitplan des im letzten Jahr vorgestellten Luftreinhaltekonzeptes eine zuverlässige Ein­haltung der Schadstoffgrenzwerte frühestens im Jahr 2020 erwartet.

Dieser Verzögerungstaktik hat das Verwaltungsgericht in Wiesbaden nun eine klare Absage erteilt, und mit ihrer kurzen Fristsetzung zur Umsetzung von neun bzw. zwölf Monaten klargestellt, dass die Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung nicht der Beliebigkeit der ver­ant­wortlichen Entscheider obliegt“, erklärt der VCD-Landes­vorsitzende Matthias Lieb.
(weiterlesen…)

VCD Auto-Umweltliste 2015/2016

Mittwoch, 12. August 2015

Pressemitteilung, Berlin, 12. 08 2015

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat heute zum 26. Mal in Berlin die VCD Auto-Umweltliste präsentiert. Auf Platz eins des Gesamt-Rankings zunächst ein alter Bekannter, der Lexus CT 200h, mit 8,08 Punkten. Bereits im vergangenen Jahr kam der Hybrid nach einem »Facelifting« auf Platz eins. Auf Platz zwei, mit insgesamt 8,05 von zehn erreichbaren Punkten ein Diesel, der neu aufgelegte Peugeot 208 Active BlueHDi 100 Stop & Start. Er ist der Newcomer auf dem Siegertreppchen und in der Klasse der sogenannten Kleinwagen, in der auch VW Polo oder Opel Corsa zu Hause sind, der Beste. Die technisch gleichen Erdgas-Drillinge Volkswagen eco up!, Seat Mii Ecofuel und Škoda Citigo CNG Green tec kommen mit 8,03 Punkten auf Platz drei des umfangreichen Ökorankings.

Allein die Bestplatzierten der VCD Auto-Umweltliste verdeutlichen, eine dominierende Technologie gibt es derzeit nicht. Die Pkw der TOP TEN werden im Durchschnitt betrachtet bei Kraft­stoff­verbrauch, CO2-Ausstoß, Schadstoffemissionen sowie Lärm etwas besser, während revolutionäre Konzepte fehlen. Den Prozess der systematischen Verbesserung begrüßt der VCD, sieht jedoch die Gefahr, dass die Fortschritte im Bereich Umwelttechnik immer mehr abflachen, wenn neue politische Impulse ausbleiben. Das gilt auch für die E-Autos, die aus methodischen Gründen in einer ge­son­derten Liste vollständig aufgeführt werden. (weiterlesen…)

Fortschreibung des Luftreinhalteplans Stuttgart

Donnerstag, 23. Juli 2015

Pressemitteilung VCD Stuttgart und Klimabündnis Stuttgart, 21. Juli 2015

VCD und Klimabündnis Stuttgart begrüßen es, dass die Landes­regierung zur Einhaltung der Grenzwerte bei Feinstaub und Stick­oxiden den Zeithorizont nach vorne verschoben hat und sich um konsequentere Maßnahmen bemüht. Der Schutz der Bevölkerung vor den schädlichen Luftbelastungen muss endlich ernst genommen werden. Und der Gesetzgeber fordert Maßnahmen “so schnell wie möglich“.

Nach wie vor werden die Grenzwerte für Feinstaub an etwa 8 km und bei Stickstoffdioxid an ca. 100 km der Hauptverkehrsstraßen in Stuttgart überschritten. Die Gutachter sind sich einig: Allein mit Appellen und Abwarten werden die Grenzwerte auch bis 2021 nicht erreicht. Selbst der Ausschluss der Dieselfahrzeuge Euro 4 und 5 sowie insgesamt 20 % weniger Kfz-Verkehr würde nicht überall die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen, wie die LUBW in ihrem aktuellen Gutachten festgestellt hat. Um die Grenzwerte für Stick­stoffdioxide einzuhalten, wären an den “hot spots” aktuell Verkehrsreduzierungen auf 50 % erforderlich. (weiterlesen…)

Saubere Luft braucht konkretes Handeln

Montag, 06. Juli 2015

Pressemitteilung, Berlin, 06. 07 2015

Nach dem im Juni von der EU-Kommission eingeleiteten Vertrags­ver­letzungs­verfahren gegen Deutschland aufgrund anhaltender Über­schreitungen der Luftreinhalte­grenzwerte fordern die deutschen Umwelt- und Verkehrsverbände von der Bundesregierung ein konkretes Aktionsprogramm zur Verbesserung der Luftqualität. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisieren, dass der Über­schreitung der geltenden Grenzwerte für die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden in zahlreichen Städten nach wie vor nicht entschlossen genug begegnet wird. Und dies, obwohl bekannt ist, dass in Folge schlechter Luft schwerwiegende Erkrankungen und bis zu 70.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr zu beklagen sind. Mit dem Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik wird nun folgerichtig der Druck auf die Bundesregierung erhöht. (weiterlesen…)

Luftreinhaltung: VCD fordert von Landes­regierung mehr Engagement

Freitag, 24. April 2015

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 13/2015, Stuttgart, 24. April 2015
Verantwortliche der betroffenen Kommunen müssen an einen Tisch/auch unliebsame Maßnahmen sollten kein Tabu mehr sein

Wenig rühmlich sind die Spitzenpositionen, die Kommunen in Baden-Württemberg beim bundesweiten Ranking zur Schad­stoffbelastung bei Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) einnehmen. Deshalb ist jetzt das Land gefordert, sich mit den Vertretern aus den betroffenen Städten und Gemeinden zusammen zu setzen und sich möglichst zügig auf zeitnah wirksame Maßnahmen zu einigen, mahnt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb.

Es kann nicht sein, dass Baden-Württemberg bei der Schad­stoff­belastung immer wieder im negativen Sinne von sich Reden macht“, kritisiert Matthias Lieb. „Einerseits muss in Umwelt­zonen konsequenter kontrolliert werden, andererseits muss das Land alles dafür tun, die Anreize zur Nutzung umwelt­freundlicher Angebote deutlich zu stei­gern. Dazu zählt ein gut ausgebauter, gut vertakteter und preisgünstiger öffentlichen Nah­verkehr, der eine wirkliche Alternative zum Auto auch für den täglichen Weg zur Arbeit darstellt.(weiterlesen…)

Förderprogramm zur Partikelfilternachrüstung ist wichtig und richtig − Politische Ausgestaltung bleibt jedoch halbherzig

Mittwoch, 28. Januar 2015

Pressemitteilung, Berlin, 28. 01 2015

In letzter Minute wurde im November letzten Jahres die Neuauflage des Förderprogramms zur Nachrüstung älterer Diesel-Pkw und leichter Nutzfahrzeuge beschlossen. Ab dem 1. Februar 2015 können nun Besitzer älterer Diesel-Pkw und Transporter wieder einen Zuschuss von 260 Euro für den nachträglichen Einbau eines Partikelfilters erhalten, sofern sie einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Heiko Balsmeyer, Referent für Luftreinhaltung beim VCD: „Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern politisch zu fördern ist vom Ansatz her richtig und der Haushaltsbeschluss für 2015 ein wichtiges Signal für die Fahrzeughalter. Doch um die europäischen Luftqualitätsstandards langfristig einzuhalten, die Gesundheit der Bürger nachhaltig zu schützen sowie die Ziele im Klimaschutz zu erreichen, braucht es deutlich mehr als diese halbherzige Einzelmaßnahme.(weiterlesen…)

Zuviel gesundheitsschädliches NO2 in deutschen Städten − wirksame Maßnahmen müssen schnellstens ergriffen werden

Montag, 01. Dezember 2014

Pressemitteilung, Berlin, 01. 12 2014

Die deutschen Umweltverbände BUND, DUH, NABU und VCD  haben heute eine Stellungnahme an die EU-Kommission übermittelt, in der sie kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu NO2-Minderung aufzeigen. Anlass ist die Aufforderung der Kommission an die Bundesregierung, angesichts der dauerhaft stattfindenden Grenzwert­über­schreitun­gen nun deutlich zu machen, mit welchen Mitteln der hohen Belastung vor allem in den Innenstädten wirksam begegnet werden soll. Dass die bislang in Deutschland umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichen, zeigt nicht nur die Vielzahl an Überschreitungen, auch die 2011 gestellten Anträge auf Frist­verlängerung von deutschen Städten wurden von der Kommission überwiegend abgelehnt, da sie nicht aufzeigen konnten, wie die Einhaltung der Grenzwerte zeitnah sichergestellt werden kann. In der Stellungnahme der Bundesregierung werden u.a. Antworten auf die Frage erwartet, welche neuen und zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden sollen, um den Zeitraum der Nichteinhaltung der Grenzwerte ‘so kurz wie möglich‘ zu halten.

Der europaweit geltende Grenzwert von 40µg/m³ NO2 im Jahres­durchschnitt ist seit 1999 bekannt und muss seit 2010 eingehalten werden. Mitgliedstaaten und EU-Parlament hatten ihn zum Schutz von Bürgern und Umwelt eingeführt. (weiterlesen…)

Stuttgart droht Ungemach bei Luftreinhaltung

Freitag, 21. November 2014

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 25/2014, Stuttgart, 20. November 2014

­Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sollte Weckruf für Landeshauptstadt sein

Maßnahmen zur Luftreinhaltung greifen zu kurz/ Stuttgart könnte Ungemach von ‚oben’ drohen

Der ökologische Verkehrsclub (VCD) begrüßt die aktuelle Ent­scheidung des Euro­päischen Gerichtshofs, der bestätigt, dass die Luftreinhalterichtlinie und somit auch die Erstellung von Luft­reinhalteplänen zur zeitnahen Einhaltung der Grenzwerte ver­pflichtend in ganz Europa gelten. Viele Städte hatten bislang die Einhaltung von Grenzwerten eher als eine langfristig umzusetzende Aufgabe angesehen. Ins­besondere für die Stadt Stuttgart sollte dieses Urteil ein Weckruf sein, die bisherige Maßnahmenpraxis zu über­denken, erklärt Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender.
(weiterlesen…)