Mit ‘Lärm’ getaggte Artikel

Deutschland torpediert ambitionierte Lärm­grenz­werte der EU-Kommission

Montag, 19. September 2011

Pressemitteilung, Berlin, 19. September 2011
Aktueller Gegenvorschlag der Bundesregierung stellt Interessen der Autoindustrie vor Lärmschutz der Bevölkerung

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert den heute im Rahmen des Treffens der Lärmarbeitsgruppe der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) präsentierten Vorschlag der Bundes­regierung, für zukünftige Lärmgrenzwerte für Pkw und Nutz­fahr­zeuge. Neben langen Übergangszeiten sollen vor allem Lkw und hoch­motorisierte Pkw von ambitionierten Lärmgrenzwerten aus­genom­men werden. Damit versucht die Bundesregierung auf den in diesem Monat erwarteten EU-Vorschlag Einfluss zu nehmen. Würde die deutsche Position in dieser Form übernommen, wäre dies eine Bankrott­erklärung an die von der Bundesregierung formulierten Ziele zur Verkehrs­lärmreduzierung.
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VCD begrüßt Einführung eines lärmabhängigen Trassenpreissystems

Donnerstag, 07. Juli 2011

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 16/2011, Stuttgart, 06. Juli 2011
Regelung von Bund und Bahn begünstigt Ausbau des bundesweiten Schienennetzes

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. begrüßt die Ankündigung von Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadt­entwicklung und Deutscher Bahn (DB) AG, mit dem Fahrplan 2012/13 lärmabhängige Trassenpreise sowie einen Bonus für lärmarme Güterwagen einführen zu wollen. Dies sei ein richtiger und wichtiger Schritt, um bei den Bürgern in vom Schienenlärm besonders betroffenen Regionen mehr Akzeptanz zu erreichen, freut sich der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb.

Diese schon seit langem vom VCD geforderte Regelung des Ver­ursacherprinzips bietet gerade für den Ausbau der Rheintalbahn die Chance, die berechtigten Lärmschutz­interessen der dortigen Anwohner sowie den dringend notwendigen Ausbau unter einen Hut zu bekommen“, erklärt Matthias Lieb.

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Zwei Jahre Bahnchef Rüdiger Grube

Freitag, 29. April 2011

VCD-Pressemitteilung 44/11 – Berlin, 29.04.2011
VCD: Es bleibt viel zu tun

Am 1. Mai 2009 übernahm Rüdiger Grube das Amt des Vor­stands­vorsitzenden der Deutschen Bahn AG (DB AG) von seinem Vorgänger Hartmut Mehdorn. Anlässlich seines zweijährigen Dienst­jubiläums weist der ökologische Verkehrsclub VCD auf die ungelösten Probleme der DB AG hin und fordert Grube auf, seine Aktivitäten auf den innerdeutschen Schienenverkehr zu konzentrieren – und nicht auf den Ausbau des Unternehmens zum weltweit agierenden Mobilitäts- und Logistikkonzern.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnreferentin: “Fahrgäste in Fern- und Nah­verkehr müssen nach wie vor Einschränkungen im Bahnverkehr hin­nehmen. Vom Wachstumskurs der DB AG profitieren sie bisher nicht. Ob fehlende Züge, mangelhafte Schieneninfrastruktur oder falsche Prioritätensetzung: Noch immer harren viele Probleme der DB AG ihrer Lösung. Eine ausreichende Anzahl an Personenzügen im Fernverkehr wird es frühestens 2013 geben, auf einen regulären Betrieb bei der S-Bahn in Berlin ist noch lange zu warten. Durch die Qualitätsmängel kommt es immer wieder zu erheblichen Störungen im Personenverkehr. Weil Bund und Bahn jahrzehntelang die falschen Prioritäten gesetzt haben, fehlt es zudem an Kapazitäten, den wachsenden Schienengüterverkehr aufzunehmen.
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Der ökologische Verkehrsclub (VCD) fordert Förderung umweltfreundlicher Mobilität

Donnerstag, 28. April 2011

VCD Rheinland-Pfalz, Pressemitteilung / offener Brief zu den Koalitionsverhandlungen, Mainz, 28.4.2011

Der VCD begrüßt die aktuellen Verlautbarungen zum angestrebten verkehrspolitischen Kurs der zukünftigen Landesregierung. „Wenn die Koalitionsparteien es schaffen, trotz der schon massiven Störfeuer von Lobbyisten und Bundespolitikern den angedeuteten Kurs einzuschlagen, ist dies wirklich ein großer Schritt zu einer nachhaltig-zukunftsfähigen Verkehrswende“, so die Landesvorsitzende Dr. Helga Schmadel. „Bus- und Bahnnutzer werden es besonders begrüßen, wenn ihre seit Jahren vorgebrachten Verbesserungsvorschläge endlich eine reelle Chance auf Verwirklichung bekommen. Nur so kann der ÖPNV eine echte umweltfreundliche Alternative zum Pkw werden.

Der VCD sieht einen Planungs- und Baustopp aller anstehenden Straßeninfrastrukturmaßnahmen und der Flughafenausbauten als dringend erforderlich an, um den Nutzwert vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung neu zu überprüfen. Sind doch die verkehrsplanerischen Alternativen oftmals günstiger, risikoärmer und auf lange Sicht kostengünstiger. Dies gilt nach Ansicht des VCD besonders für den Hochmoselübergang und die Rheinbrücken (Mittel­rhein, Kornsand und Karlsruhe).
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Zum morgigen Tag gegen Lärm (27.April 2011)

Dienstag, 26. April 2011

Gemeinsame Pressemitteilung VCD, Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD), BG BAU, Initiative Hören – 26.4.2011
Lärm trennt

Verkehrslärm, Nachbarschaftslärm, Freizeitlärm, Lärm in der Schule, Baulärm, Kinderlärm, Maschinenlärm – die Liste verschiedener Geräuschquellen ist sehr lang und zeigt, dass Lärm im alltäglichen Leben überall auftreten kann. Doch Lärm ist nicht nur allgegenwärtig, sondern auch schädlich für Gesundheit und Wohlbefinden und trägt somit nachhaltig zu einer Reduzierung der Lebensqualität bei. Er hat zudem negative soziale Folgen. Der diesjährige Tag gegen Lärm stellt mit seinem Motto “Lärm trennt“ diese gesellschaftlichen Auswirkungen in den Fokus. Lärm am Arbeitsplatz und zunehmend im Freizeitbereich trägt zum Verlust der Hörfähigkeit bei. Nach dem Diktum von Immanuel Kant “Nicht Sehen trennt von den Dingen, nicht Hören trennt von den Menschen“ kann dies zu Unsicherheit in Gruppensituationen, zur Ver­meidung von sozialen Kontakten, zu Misstrauen und Minder­wertigkeits­gefühlen und schließlich zur Gefahr der Vereinsamung führen. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang der sorglose Musikkonsum (MP3-Player, Konzerte, Diskotheken usw.) vieler junger Menschen: Die Nutzung von MP3-Playern mit durchschnittlicher Lautstärke an nur 4 Stunden in der Woche entspricht der wöchentlichen Lärmbelastung an einem Arbeitsplatz, an dem Hörschutz vorgeschrieben ist. Studien belegen, dass inzwischen relevante Teile der Jugendlichen bereits hörgeschädigt sind. Die Trennwirkung des Lärms wird auch bei vielen gesellschaftlichen Konflikten deutlich, vor allem zwischen Nachbarn: Der Lärm der Nachbarn ist inzwischen nach dem Straßenverkehrslärm die störendste Lärmart in Deutschland: 37% der Wohnbevölkerung fühlen sich von ihm belästigt. Die Lösung dieser Konflikte ist mitunter besonders schwierig, weil die Einen Geräusche als lästig empfinden, die für Andere Ausdruck von Lebensfreude und notwendiges Medium lebendiger Kommunikation sind. Verkehrslärm schließlich führt zur unerwünschten städtebaulichen Trennung: Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass sich die unteren Einkommensklassen im Vergleich zu den Besserverdienenden doppelt so stark von Straßenverkehrslärm gestört fühlen (siehe auch die Beiträge des UBA und des VCD). Aktuell erleben wir, dass der Streit um Flugrouten in Frankfurt und Berlin die Umlandgemeinden der Flughäfen in der Frage entzweit, wie die Belastungen zu verteilen sind.
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WHO legt neue Lärmstudie vor

Mittwoch, 30. März 2011

VCD-Pressemitteilung 28/11 – Berlin, 30.03.11
VCD fordert strengere Lärmrichtlinie für Straßenverkehr

Angesichts der Ergebnisse einer heute von der Welt­gesund­heits­organisation (WHO) vorgestellten Studie zu den Auswirkungen von Lärm auf die menschliche Gesundheit fordert der ökologische Ver­kehrsclub VCD strengere europaweite Lärmgrenz­werte. Der Bericht bestätigt erneut, dass Verkehrslärm nach der Luft­verschmutzung das zweitgrößte gesundheits­schädliche Umwelt­problem sei. Die neuen Berechnungen beziehen sich auf den Verkehrs­lärm und seine Auswirkungen auf die Gesundheit im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Störungen bei Kindern, Schlafstörungen, Tinnitus und Stress.

Der WHO-Bericht zeigt deutlich, wie gesundheitsschädlich Ver­kehrs­lärm ist“, sagt VCD-Verkehrsreferent Michael Müller-Görnert. “Was wir nun endlich brauchen, sind strengerer Lärm­standards für Fahrzeuge. Die EU-Kommission wird voraussichtlich im Juni einen Vorschlag für neue Lärmgrenzwerte veröffentlichen. Sie darf die Chance, den Straßenverkehrslärm mindestens zu halbieren und Millionen von Europäern vor diesem Gesundheits­risiko zu schützen, nicht verstreichen lassen. Die neue Richtlinie muss wirksame Lärm­grenzwerte für Autos, Lieferwagen, Lastwagen und Busse setzen. Das Ziel muss sein, die Gesundheit zu schützen, die Lebens­qualität zu verbessern und die Ausgaben im Ge­sund­heits­wesen zu senken.
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Verkehrsclub warnt vor Rückzug aus der Fläche

Dienstag, 08. Februar 2011

Pressemitteilung Landesverband Elbe-Saale, 8.2.2011

Mit großer Besorgnis hat der ökologische Verkehrsclub VCD Landes­verband Elbe-Saale auf Aussagen von Verkehrsminister Carius reagiert, die Zahl der sogenannten Grundzentren bei der Fort­schreibung des Landesentwicklungsplans „erheblich“ reduzieren zu wollen.

Momentan gibt es 129 thüringische Grundzentren in denen ein Min­dest­angebot an zentralen Einrichtungen vorgehalten werden soll. Dazu zählen beispielsweise eine bestimmte Art und Anzahl von Schulen, Arztpraxen, Sportanlagen und Verwaltungseinrichtungen.

Wenn diese Einrichtungen nach und nach aus der Fläche ver­schwinden, dann bringt das für sehr viele Menschen Probleme mit sich. Insbesondere ältere Einwohner, die in ihrer Mobilität ein­geschränkt sind, aber auch Familien mit Kindern, haben hier das große Nachsehen“, so VCD-Vorstandssprecher Andreas Grimm. „Die weitere Konzentration von Versorgungseinrichtungen führt zu mehr Verkehr. Das Land sollte jedoch auf sinnvolle Verkehrs­vermeidungs­strategien setzen, damit nicht noch mehr Menschen unter Lärm und Luftverschmutzung durch Verkehr zu leiden haben und Mobilität nicht noch teurer wird.“ Die Vorschläge des Verkehrsministers scheinen jedoch in die genaue Gegenrichtung zu führen, hin zu mehr Verkehr.
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Erratum zur VCD Auto-Umweltliste

Freitag, 29. Oktober 2010

VCD-Pressemitteilung 94/10 – Berlin, 29.10.10
Falscher Lärmwert von Toyota: Auris rutscht auf Rang drei

Der ökologische Verkehrsclub VCD weist darauf hin, dass sich durch ein Ver­säumnis seitens des Autoherstellers Toyota die Platzie­run­gen in der VCD Auto-Umweltliste 2010/2011 nachträglich ändern. Der Toyota Auris Hybrid rutscht aufgrund einer falschen Lärm­wert­angabe vom ersten Platz, den er sich mit dem Toyota Prius Hybrid teilte, auf den dritten Rang ab. Der bisherige Dritte, der Toyota iQ 1.0 VVT-i, liegt nun auf Platz zwei.

In der VCD Auto-Umweltliste werden alljährlich aktuelle, zum Teil noch nicht im Handel erhält­liche Pkw-Modelle anhand der Klima­belastung durch CO2 sowie der Belastung durch Lärm und Schad­stoffe bewertet. Die nötigen Angaben fragt der VCD im Vorfeld von den Herstellern ab und gleicht sie mit denen des Kraftfahrt­bundes­amtes (KBA) sowie weiteren Quellen ab. Für solche Pkw, die erst nach Veröffentlichung der VCD Auto-Umweltliste in den Handel gelangen, liegen dem KBA teilweise noch keine Daten vor. In solchen Fällen ist der VCD auf die Richtigkeit der Hersteller­angaben angewiesen und hat damit bislang gute Erfahrung gemacht. Im Fall Toyota erreichte den VCD erst nach Veröffentlichung der VCD Auto-Umweltliste die Information durch das KBA, dass die Herstellerangabe von 69 dB (A) für den Fahr­geräusch­wert des Auris nicht bestätigt werden könne. Toyota hatte versäumt, den VCD unmittelbar zu informieren.
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fairkehr-Titelthema »Lärm tut weh«

Freitag, 08. Oktober 2010

VCD-Pressemitteilung 84/10 – Berlin, 08.10.10
Das unerhörte Umweltproblem

Schlafstörungen, Bluthochdruck, erhöhtes Herzinfarktrisiko – dauer­hafter Lärm macht krank. Fast 60 Prozent der Bundesbürger leiden unter Straßenlärm, etwa 30 Prozent fühlen sich von Schienenlärm belästigt, knapp 25 Prozent von Fluglärm. Was gegen Verkehrslärm unternommen werden kann und muss und warum Lärmschutz oft noch an wirtschaftlichen Interessen scheitert, zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr.

Fairkehr 5/2010

Fairkehr 5/2010


Lärm ist das am meisten unter­schätzte Umweltproblem unserer Zeit. Dabei ist der Lärmpegel an Autobahnen und Bundesstraßen heute lauter als je zuvor. Seit den 1970er Jahren hat sich der Krach, den die einzelnen Fahrzeuge erzeugen, zwar halbiert. Das enorme Verkehrswachstum hat diese Ingenieursleistungen jedoch längst zunichte gemacht. Lärmschutzwände und sogenannter Flüsterasphalt können etwas Abhilfe schaffen, verursachen jedoch hohe Kosten. Tempolimits, die gegen Straßenlärm helfen, brauchen politischen Druck, um durchgesetzt zu werden.
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VCD Landesverband Baden-Württemberg zum Tag gegen den Lärm

Dienstag, 27. April 2010

Presseinformation Nr. 15/2010, Stuttgart, 27. April 2010

Verkehrslärm macht krank

VCD fordert zeitgemäße Mobilitätskonzepte

Lärm gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen in erheblichem Maße. Darauf weist der Landesverband Baden-Württemberg des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des Tages gegen Lärm am 28. April hin. BürgerInnen sollten vor Ort aktiv werden.

Die meiste Lärmbelastung vor Ort kommt vom Verkehr: Wer an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Bahntrasse oder in der Einflugschneise eines Flughafens lebt, hat statistisch ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Um diese Gesundheitsbelastung zu verringern, sind nach VCD-Ansicht Politik und BürgerInnen gleichermaßen gefordert.
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