VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 40/2009, 10.12.09, Hannover
VCD: „Haarsträubende Subventionen für unnötige Straßenprojekte!“/Niedersachsen sollte Planungsmittel besser für zukunftsweisende Verkehrskonzepte investieren
Mit großem Unverständnis reagiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die Ankündigung des niedersächsischen Verkehrsministers Jörg Bode (FDP), dass rund 6,5 Millionen Euro Steuergelder für die Planung des „völlig überflüssigen“ Ith-Straßentunnel ausgegeben werden sollen. „Es geht mit 6,5 Millionen Euro erst mal nur um die Planung der betroffenen B 240, der Tunnelbau selbst schlägt mit rund 50 Millionen Euro zu Buche. Geld, das wir für innovative Konzepte viel besser verwenden könnten“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming.
Auch der Bund der Steuerzahler hatte im Mai dieses Jahres darauf verwiesen, dass es sich beim Ith-Tunnel um ein „besonders fragwürdiges Projekt“ handelt und bemerkte, ob nicht vornehmlich die Minister Schünemann und Sander der CDU/FDP-Landesregierung von der Maßnahme profitieren würden. „Es ist schon traurig, wie Niedersachsen die Verkehrsprobleme der Zukunft aussitzt! Immer mehr Menschen sind mit Bahnen und Bussen umweltfreundlich unterwegs, aber im Landtag werden die notwendigen Gelder nach wie vor in sinnlos in merkwürdige Straßenprojekte versenkt. Die aktuelle Klimadiskussion in Kopenhagen ist in Hannover offensichtlich noch gar nicht angekommen!“, so Frömming.
Der VCD engagiert sich weiterhin dafür, dass auch in Niedersachsen zukunftsfähige Verkehrsprojekte umgesetzt werden können. Dazu zählen insbesondere der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs sowie Investitionen in innovative Schienenprojekte. Vor allem die ländliche Region ist in Niedersachsen in vielen Bereichen noch „unterversorgt“, so der VCD.