Mit ‘Hochgeschwindigkeitsschienennetz’ getaggte Artikel

“Geheimpapier“ zur Unterfinanzierung des Schienenverkehrs

Montag, 18. Januar 2010

VCD-Pressemitteilung 03/10 – Berlin, 18.01.10
VCD: Mobilitätsplan und Deutschland-Takt statt Prestige

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert angesichts der heute öffentlich gewordenen Geheimpapiere der Deutschen Bahn AG zur Unterfinanzierung von Bahnprojekten die Chance für eine generelle Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans zu nutzen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Es zeigt sich, dass viele Projekte des Bundesverkehrswegeplans schlichtweg nicht finanzierbar sind. Das betrifft auch zweifelhafte Prestigeprojekte wie die Y-Trasse in Niedersachsen oder die feste Fehmarnbelt-Querung von Schleswig-Holstein nach Dänemark. Bei solchen finanziell und verkehrspolitisch fragwürdigen Vorhaben ist es zu begrüßen, wenn diese nun wegfallen sollten.“ Leider fehle das Geld aber auch für dringend notwendige Ausbaumaßnahmen wie etwa die Rhein-Schiene.

Zu befürchten sei nun, dass der Bahn wieder mehr Geld für teure Prestigeprojekte zur Verfügung gestellt werde. Angesichts des Festhaltens am Milliardenprojekt Stuttgart 21 oder der Hoch­geschwindigkeitsstrecke Nürnberg-Erfurt sei jedoch zu bezweifeln, ob die Prioritäten im Konzern richtig gesetzt würden. Der VCD fordert daher, Investitionen in den sinnvollen Erhalt und Ausbau der Bahninfrastruktur zu stecken.
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Ausbau der Rheintalbahn etappenweise realisieren

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Pressemitteilung Nr. 28/09 VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 29. Oktober 2009
Verkehrsclub unterbreitet Projektbeirat Vorschläge, wie der Ausbau zügig fortgeführt und die Interessen der Anlieger berücksichtigt werden können

Würde der Ausbau der Rheintalbahn im gleichen Tempo fortgesetzt werden wie in den vergangenen 20 Jahren, könnte die dann vier­gleisige Rheintalbahn ihre verkehrliche Wirkung erst im Jahr 2056 entfalten, kritisiert der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD), die seither nur schleppend umgesetzten Baumaßnahmen in Deutschland. Deshalb sei es — auch aufgrund der massiven Bürgerproteste — dringend geraten, die bisherigen Planungen einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zu hinterfragen, fordert Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender.

Deutschland habe sich gegenüber der Schweiz verpflichtet, bis zum Ab­schluss des Gotthard-Basistunnels im Jahr 2017 auch die Ka­pa­zi­tät der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel für den Güter­verkehr zu steigern, erläutert der VCD die Vereinbarungen mit der Schweiz. Das Nachbarland möchte mit dem Tunnelbau mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern, ein Vorhaben das nur gelingt, wenn der Ausbau auch der Rheintalbahn in Deutschland zeitnah mit dem Ende des Tunnelbaus in der Schweiz abgeschlossen werde, so der VCD weiter.

Bisher solle mit dem Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke für den ICE nur nebenbei auch mehr Güterverkehr auf der alten Rhein­talstrecke möglich werden, erläutert der VCD die offiziellen Planungen. “Durch diese Prioritätensetzung für den ICE-Verkehr würden weiterhin die meisten Güterzüge durch die Ortslagen der Gemeinden fahren und die Anwohner dem Lärm ausgesetzt sein“, moniert der VCD-Vorsitzende.
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Kopfbahnhof 21 bietet überlegene Einbindung in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz

Donnerstag, 29. November 2007

Presseinformation Nr. 39/2007 des VCD Baden-Württemberg, Stuttgart, 29. November 2007
Stellungnahme zum Antrag 794/2007 von Prof. Dr. Rainer Kußmaul an die Stadtverwaltung
Verkehrsclub erwartet EU-Zuschüsse auch für Alternativkonzept

Ein modernisierter Kopfbahnhof ist nach einer Stellungnahme des Umwelt- und Verbraucherverbandes Verkehrsclub Deutschland (VCD) besser geeignet, den Bahnknoten Stuttgart in das europäische Hochgeschwindigkeits­schienennetz einzubinden. Der nur achtgleisige Tunnel­bahnhof nach dem Konzept Stuttgart 21 böte hierfür nicht die notwendigen Kapazitäten. Die VCD-Stellungnahme erfolgte in Reaktion auf einen Antrag des Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion, Prof. Dr. Rainer Kußmaul, an die Stadtverwaltung, deren Stellungnahme noch aussteht.
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