Mit ‘Greenwashing’ getaggte Artikel

Nachhaltig mobil à la sächsischem Innovations­beirat

Mittwoch, 29. April 2009

Gemeinsame Pressemitteilung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale und des Fahrgastverbandes Pro Bahn Landesverband Mitteldeutschland, Dresden, 29.04.2009
VCD und Pro Bahn: Zukunftsfähige Mobilität ist sehr viel mehr

Am Dienstag stellte der sächsische Innovationsbeirat gemeinsam mit Wirtschaftsminister Jurk und Wissenschaftsministerin Dr. Eva Maria Stange sein Positionspapier zu „Nachhaltiger Mobilität vor. Nach Ansicht der Fahrgastverbände bietet diese Papier einige gute An­sätze für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität: Erfreut zeigte sich Lutz Dressler vom Landesverband Elbe-Saale des ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD) so unter anderem darüber, dass die VCD-Forderung nach einem flä­chen­deckendem Tempolimit auf den Autobahnen Beachtung findet. Der VCD forderte seit 2007 mehrfach die Einführung eines generellen Tempolimits von 120km/h.: „Das hilft dem Klima, es senkt den Spritverbrauch und es erhöht die Verkehrssicherheit.“, so Lutz Dressler.

Allerdings gibt es aus Sicht der Fahrgastverbände deutliche Kri­tik­punkte am vorgelegten Papier: (weiterlesen…)

Zur neuen Umweltoffensive der DB AG

Montag, 06. April 2009

VCD-Pressemitteilung 29/09 – Berlin, 6. April 2009
VCD: Deutsche Bahn hat noch viel zu tun

Die Deutsche Bahn AG hat heute eine Umweltinitiative gestartet, in deren Rahmen sie 10 000 Bäume pflanzen und den Anteil er­neu­er­barer Energien an ihrem Strommix erhöhen will. Der Verkehrs­club Deutsch­land e.V. (VCD) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Bahn, umweltfreundlicher zu werden. Allerdings warnt der VCD vor einem Greenwashing und forderte von der Bahn weitreichendere Maß­nahmen. Die DB AG bezöge als größter Strom­abnehmer Deutsch­lands zu 56 Prozent Strom aus fossilen Energie­trägern und zu 26 Prozent Atomstrom.

Kurt Bayer vom VCD-Bundesvorstand: “Bäume zu pflanzen ist eine schö­ne Sache, reicht aber bei weitem nicht aus, die Bahn um­welt­freund­licher zu machen. Statt solcher werbeträchtiger Aktionen muss die Bahn schlichtweg schnell mehr Geld in die Hand nehmen und ihre Nachfrage vor allem nach Wind- und Solarstrom viel schnel­ler und stärker erhöhen als angekündigt. Nur so wird sie ihren Status als umweltfreundliches Verkehrsmittel behalten können. Denn Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken zu beziehen, hat mit Umweltschutz nichts zu tun.

Zudem trage die Bahn durch ihre Dieselloks in erheblichem Ausmaß zum Feinstaubproblem bei. Deshalb müsse sie dringend die bisher ver­säumte Nachrüstung mit Dieselpartikelfiltern angehen und neue Loks ausschließlich mit geregelten Filtern kaufen. Dazu gehörten auch die bereits bestellten 130 neuen Dieselloks. Zudem dürfe die Bahn nicht immer noch schnellere Züge bauen. Durch die erhöhte Fahr­geschwindigkeit würde auch der Stromverbrauch immer weiter ansteigen. Statt einzelne Strecken schneller zu machen, müsse das gesamte Schienennetz besser vertaktet und auf diese Weise alle Ziele zügiger erreichbar gemacht werden.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: “Um die Bahn um­welt­freund­licher zu machen, muss auch die Politik handeln. So muss sie die Trassenpreise neu gestalten und auch Schadstoff- und Lärm­komponenten mit­ein­beziehen. Nur durch emissions­abhängige Trassen­preise erhalten die Bahnunternehmen einen Anreiz, den Lärm­pegel und den Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge zu reduzieren.

Greenwashing für Fortgeschrittene

Mittwoch, 02. Juli 2008

VCD-Pressemitteilung 46/08 – Berlin, 2. Juli 2008
Zur Halbjahresbilanz des VDA

Bei der heute in Berlin vorgelegten Halbjahresbilanz des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) gibt sich die Branche nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes VCD völlig zu Unrecht einen grünen Anstrich. VDA-Präsident Matthias Wissmann habe die großen Versäumnisse und Widerstände der Autokonzerne beim Thema Klimaschutz völlig ausgeklammert und stattdessen eine Werbe­offensive für sparsame Modelle unter dem Motto »Umwelt-Auto­sommer« als Beleg für das Öko-Engagement der Autoindustrie angeführt. “Doch eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, erklärt dazu Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand. “Bisher sind spritsparende und damit klimaschonende Fahrzeuge bei den meisten Herstellern lediglich Nischenmodelle. Die Masse der ver­kauften Autos verbraucht dagegen nach wie vor viel zu viel Sprit.
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