Pressemitteilung 19/2008, VCD Hessen, 15. April 2008
VCD zum „Tag gegen Lärm“
Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zum Tag gegen Lärm am Mittwoch (16. April) hin. Wesentlichen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort habe der Verkehr: Wer etwa an einer viel befahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebe, habe ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung, so der VCD. Diesen Zusammenhang hätten medizinische Studien wiederholt nachgewiesen. Zuletzt habe eine internationale Studie unter Beteiligung des Umweltbundesamtes vom Januar 2008 belegt, dass der Blutdruck mit zunehmender Flug- und Straßenverkehrslärmbelastung steigt.
„Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität neu zu organisieren. Auch gegen die Gesundheitsgefahren des Verkehrslärms müssen wir aktiv vorgehen”, mahnt Werner Geiß, Vorsitzender des VCD Hessen. Noch immer werde die negative Wirkung von Verkehrslärm stark unterschätzt. Dabei seien in Deutschland rund 15 Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen. Sie müssten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko rechnen. Daneben träten häufig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens auf. Das Transit- und Flughafenland Hessen sei besonders stark mit Verkehrslärm belastet. Als Beispiel nennt der VCD den Ausbau der A661 im Frankfurter Stadtgebiet. Ein Gutachten habe ergeben, dass nach der Fertigstellung die Lärmgrenzwerte in den angrenzenden Wohngebieten zum Teil deutlich überschritten werden.
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