Pressemitteilung 13/2008, VCD Hessen, 12.3.2008
Gericht ebnet falscher Verkehrspolitik den Weg
Auf Kritik stößt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Autobahn 44 beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Das Bundesverwaltungsgericht ebnet damit einer falschen Verkehrspolitik den Weg“, meint Udo Messer, Vorsitzender des VCD Hessen. Im Gegensatz zu den Richtern ist der VCD nicht der Ansicht, dass wirtschaftliche Gründe die erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft rechtfertigen. „Die ökonomische Bedeutung von Autobahnen wird erheblich überschätzt“, so Messer. Durch die neue Fernstraße werde die Verkehrsbelastung in Nordhessen insgesamt erheblich steigen, prophezeit der VCD. „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“, sagte Messer.
Nach Angaben des VCD ist der Einfluss von Autobahnen auf die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich geringer als allgemein angenommen. Wissenschaftliche Untersuchungen in Thüringen hätten ergeben, dass Autobahnen zwar kleinräumig Einfluss auf die Standortwahl von Betrieben hätten, aber bereits auf regionaler Ebene nur einen vernachlässigbaren Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung zeigten.
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