Mit ‘Flugverkehr’ getaggte Artikel

VCD kritisiert einseitige und kurzsichtige Unter­stützung der Luftfahrtindustrie

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Presseinformation, Berlin, 20. Oktober 2011
So kann die Bundeskanzlerin wirklich nicht landen

Am morgigen Freitag, den 21. Oktober wird Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Landung ihrer Regierungsmaschine auf der Nordwest-Bahn des Flughafens in Frankfurt/Main die neue und vierte Bahn des Rhein-Main-Flughafens eröffnen.

Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist dieser Tag kein Tag zum Feiern. Die Eröffnung in Gegenwart der Bundeskanzlerin ist vielmehr ein Showakt der Industrie, die versucht, alle Umweltfolgen des Flugverkehrs zu ignorieren, insbesondere die extreme Zunahme von Lärm im Alltag von Hundertausenden. Die Schmerzgrenze ist erreicht, das bringen die Proteste an verschiedenen Flughäfen in Deutschland zum Ausdruck.

Auch die Auswirkungen des Klimawandels werden den Flugverkehr nicht unberührt lassen. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes ist die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs mit 356 g CO2 pro Per­sonen­kilometer fast achtmal höher als bei der Bahn, wo nur 46 g CO2 freigesetzt werden.
(weiterlesen…)

Deutscher Flugverkehr wird weiterhin massiv bevorteilt

Dienstag, 23. August 2011

Presseinformation, Berlin, 23. August 2011
Luftverkehrssteuer ist lediglich ein Kompensationsinstrument

Krise in der deutschen Luftverkehrsbranche aufgrund zu hoher Be­lastun­gen für die Airlines? Davon kann nach Ansicht des öko­lo­gi­schen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nicht die Rede sein. Der Flugverkehr wird als einziger Verkehrsträger in hohem Maße subventioniert. Der Treibstoff, das Kerosin, ist steuerfrei und auf Flüge ins Ausland wird keine Mehrwertsteuer erhoben. Damit genießt ausgerechnet der besonders klimaschädliche Flugverkehr ein enormes Steuer­privileg.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes erfreut sich der Luft­verkehr an einem Steuerprivileg von jährlich rund 11,5 Milliarden Euro. Die Luft­verkehrssteuer, die aktuell von den Airlines so harsch kritisiert wird, vermindert die Begünstigung lediglich um eine Milliarde Euro. Das heißt, der Flugverkehr in Deutschland wird weiterhin mit 10,5 Milliarden Euro subventioniert“, betont Heiko Balsmeyer, Luftverkehrsexperte des ökologischen Verkehrsclub VCD.
(weiterlesen…)

Flugticketsteuer in Kraft

Dienstag, 04. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 01/11 – Berlin, 04.01.11
Abgabe bringt mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die seit dem 1. Januar 2011 erhobene Steuer auf Flugtickets als einen Schritt in die rich­tige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flug­verkehr. Für Flüge bis 2.500 Kilometer beträgt der Aufschlag 8 Euro, bis 6.000 Kilometer 25 Euro und für Langstreckenflüge 45 Euro. Als weiterführende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, die Mineral­öl­steuerbefreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben und Kerosin endlich zu besteuern. Bei der anstehenden Novellierung der europäischen Richtlinie zur Energiebesteuerung muss dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden.
(weiterlesen…)

Kabinett beschließt Flugticketsteuer

Mittwoch, 01. September 2010

VCD-Pressemitteilung 70/10 – Berlin, 01.09.10
VCD: Schritt für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Beschluss des Bundes­kabinetts, eine Steuer auf Flugtickets zum 1. Januar 2011 einzuführen. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flugverkehr. Als weiter­führende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, endlich die Mineral­öl­steuer­befreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Aus Gründen des Klima­schutzes ist eine Steuer auf Flugtickets absolut gerecht­fertigt: Der Anteil des Flugverkehrs am globalen Treibhaus­effekt liegt bereits jetzt bei mindestens neun Prozent. Eine nach öko­logischen Kriterien gestaffelte Ticket­abgabe kann zudem dazu beitragen, den längst überfälligen Innovationsschub in der Luft­verkehrs­branche auszulösen, um das klimaschädliche Fliegen umwelt­verträglicher zu gestalten. Sie führt vor allem dazu, die steuerliche Bevorzugung des Flugverkehrs abzumildern und mehr Kosten­gerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern herzustellen.
(weiterlesen…)

Luftverkehrsabgabe – VCD begrüßt Schritt für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Freitag, 16. Juli 2010

VCD-Pressemitteilung 61/10 – Berlin, 16.07.10

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Einführung einer Luft­verkehrsabgabe auf Flüge, die von einem deutschen Flughafen starten. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flugverkehr. Als weiter­führende Maßnahmen fordert der VCD jedoch, endlich die Mineral­öl­steuerbefreiung für die gewerbliche Luftfahrt aufzuheben. Die Flug­ticketabgabe soll zum Jahreswechsel eingeführt werden.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Das Flugzeug ist das klimaschädlichste Verkehrsmittel. Bereits jetzt trägt der Flug­verkehr mit mindestens neun Prozent zum globalen Treib­haus­effekt bei. Maßnahmen, welche die Klimafolgen des Flugverkehrs eindämmen und vor allem seine steuerliche Bevorzugung beenden, sind dringend erforderlich. Insbesondere im Bereich der Billigflieger erwarten wir eine Lenkungswirkung. Über das Wochenende auf einen Espresso nach Mailand oder zum Raven nach Ibiza – damit muss angesichts der verheerenden Klimafolgen Schluss sein.“ Eine nach ökologischen Kriterien gestaffelte Ticket­abgabe könne zudem dazu beitragen, den längst überfälligen Innovations­schub in der Luftverkehrsbranche auszulösen, um das klimaschädliche Fliegen um­welt­verträglicher zu gestalten. Sie führe zudem zu mehr Kosten­gerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern.
(weiterlesen…)

Mitgliederversammlung: VCD Hessen fordert neue Prioritäten bei Verkehrsinvestitionen

Montag, 14. Juni 2010

VCD-Hessen Pressemitteilung 16/2010, Frankfurt, 14.06.2010

Für einen effizienteren Einsatz öffentlicher Gelder bei Ver­kehrs­investitionen in Hessen hat sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ausgesprochen. Angesichts knapper Mittel müsse die Landes­regierung die Prioritäten beim Ausbau umwelt­verträglicher Verkehrsmittel setzen, forderte der VCD Hessen bei der Landes­mitglieder­versammlung am Wochenende in Frankfurt.

Dringend nötig sind nach Ansicht des Umwelt- und Ver­brau­cher­verbandes zum Beispiel die Regionaltangente West zur Erweiterung des Schienennetzes im Rhein-Main-Gebiet und die Erweiterung der Regiotram im Raum Kassel nach Lohfelden und Ihringshausen. Auch die vorhandene Bahnstrecke Frankenberg–Korbach müsse renoviert und wieder in Betrieb genommen werden. Auf den mehr als 200 Millionen Euro teuren Ausbau des Flugplatzes Kassel-Calden, für den es keinen Bedarf gebe, könne dagegen verzichtet werden. Auch müsse der auf 200 Millionen Euro pro Jahr verdoppelte Straßen­bauetat des Landes auf ein vernünftiges Maß zurück­gefahren werden. Es sei Geldverschwendung, parallel zu Bahn­trassen das Angebot für Autofahrer weiter zu verbessern.
(weiterlesen…)

Luftverkehrsabgabe

Montag, 07. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 48/10 – Berlin, 07.06.10
VCD: Schritt für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, eine Luftverkehrsabgabe auf Flüge zu er­heben, die von einem deutschen Flughafen starten, als Schritt in die richtige Richtung für mehr Klima- und Kostengerechtigkeit beim Flug­verkehr. Als weiterführende Maßnahme fordert der VCD jedoch die Einführung der Kerosinsteuer.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Ticketabgabe ist ein Schritt in die richtige Richtung und aus Umweltsicht zu be­grüßen. Eine nach ökologischen Kriterien gestaffelte Gebühr kann dazu beitragen, den klimaschädlichen Flugverkehr in umwelt­verträglichere Bahnen zu lenken. Die Abgabe kann zudem zu mehr Kostengerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern beitragen. Sie muss jedoch auch nach der Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel bestehen bleiben – also über 2012 hinaus.“ Der VCD fordert zudem, endlich eine Kerosinsteuer einzuführen. Gehrmann: “Es ist nicht vermittelbar, warum die Bahn, aber zum Beispiel auch Autofahrer die Mineralölsteuer zahlen müssen, während der klimaschädlichere Flugverkehr von der Steuer auf Flugbenzin befreit ist. Dieser Zustand ist klimapolitisch völlig irrsinnig und aus wirtschaftlicher Sicht überholt. Eine Kerosinsteuer auf nationaler Ebene würde dem Bundeshaushalt hingegen mehrere Milliarden Euro Mehreinnahmen pro Jahr bescheren.

VCD Landesverband Baden-Württemberg zum Tag gegen den Lärm

Dienstag, 27. April 2010

Presseinformation Nr. 15/2010, Stuttgart, 27. April 2010

Verkehrslärm macht krank

VCD fordert zeitgemäße Mobilitätskonzepte

Lärm gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen in erheblichem Maße. Darauf weist der Landesverband Baden-Württemberg des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des Tages gegen Lärm am 28. April hin. BürgerInnen sollten vor Ort aktiv werden.

Die meiste Lärmbelastung vor Ort kommt vom Verkehr: Wer an einer vielbefahrenen Straße, einer lauten Bahntrasse oder in der Einflugschneise eines Flughafens lebt, hat statistisch ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung. Um diese Gesundheitsbelastung zu verringern, sind nach VCD-Ansicht Politik und BürgerInnen gleichermaßen gefordert.
(weiterlesen…)

Vorübergehende Aufhebung der Nachtflugverbote in Deutschland

Donnerstag, 22. April 2010

VCD-Pressemitteilung 30/10 – Berlin, 22.04.10
VCD warnt vor langfristiger Aufweichung bestehender Regelungen

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) warnt davor, die in vielen Städten erteilten Sondergenehmigungen für Nachtflüge als Ein­falls­tor für eine Aufweichung der sonst zu Recht geltenden Verbote zu nutzen. Gestrandete Fluggäste, Medikamente und Organe dürften hingegen in dieser Ausnahmesituation auch nachts an ihren Zielort gebracht werden.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Die Aufhebung der Nacht­flugverbote ist auf möglichst wenige Tage zu beschränken. Zudem müssen für derartige Sonder­genehmigungen enge Grenzen gelten: Allenfalls um gestrandete Urlauber nach Hause zu holen und die medizi­nische Versorgung zu gewährleisten, sollte aus­nahms­weise auch nachts geflogen werden. Die Folgen einer Natur­katastrophe dürfen jedoch keinesfalls dafür genutzt werden, die Erzeugung von extrem gesundheits­schädlichem Fluglärm in der Nacht längerfristig auszudehnen.
(weiterlesen…)

Weniger und leisere Flieger wären ein guter Kompromiss zwischen himmlischer Ruhe und Dauergedröhn

Montag, 19. April 2010

Pressemitteilung 7/2010, VCD Landesverband Hessen, 19.4.2010

Angesichts der Flugausfälle in Europa fordert der Ver­kehrsclub Deutsch­land (VCD), Alternativen zum Luftverkehr zu stärken. Werner Geiß, Vorstandsmitglied VCD Hessen: “Die auch von der hessi­schen Landesregierung forcierte einseitige Ausrichtung auf den Luftverkehr ist wie jede Monostruktur störanfällig und wohl­stands­mindernd.” Der VCD ist für den Ausbau der Eisenbahn-Fern­strecken als Alternative zum Kurz- und Mittel­strecken­flug­verkehr. Technisch müsse zudem geprüft werden, ob es sinnvoll ist, beim Luftverkehr fast ausschließlich auf Turbinen zu setzen.

Trotz Wehklagen der Luftfahrtwirtschaft bietet eine Verlagerung der Wertschöpfung vom ausufernden Flugverkehr zu anderen Bran­chen Chancen für mehr Wohlstand und Lebensqualität. Bezogen auf den inländischen Arbeitsmarkt bindet die Luftfahrt weit weniger Arbeitskraft als andere Branchen. Andere Konsum­gewohnheiten jenseits von Flugtourismus und eingeflogener Luxus­ware würden unseren Wohlstand durchaus steigern. Dies auch zu Gunsten unseres klammen Staatshaushalts, der aufgrund der Steuer­befreiung (Mineral­öl- und Mehrwertsteuer entfallen im internationalen kommerziellen Flugverkehr) und der hohen Sub­ventionen für die Luftfahrtinfrastruktur jährlich rund 10 Mrd. Euro einbüßt.
(weiterlesen…)