Mit ‘Fluglärm’ getaggte Artikel

Nachtflugverbot muss Dauereinrichtung werden

Dienstag, 11. Oktober 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 20/2011, Wiesbaden/Kassel, 11. Oktober 2011.

Der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen freut sich über die vorläufige gerichtliche Durchsetzung des Nachtflugverbotes am Flughafen Frank­furt. Dieses muss jedoch auf die ganze Nacht von 22 bis 6 Uhr aus­geweitet und dauerhaft etabliert werden.

Es gab ein Mediationsergebnis und es gab bereits ein VGH-Urteil zum Nachtflugverbot. Wer sich darauf verlassen hat, dass Lobby und Landes­regierung das Recht schon brechen werden, hat dieses Mal Pech gehabt. Und das ist gut so.” freut sich VCD-Landesvorsitzender Udo Messer. Der VCD fordert Landesregierung, Fraport und die Flug­gesell­schaften auf, das Verbot zu akzeptieren und auf den Boden des Mediations­ergebnisses zurück zu kehren.

Nach Ansicht des VCD ist ein Flughafen mit Nachtflugbetrieb inmitten eines dicht besiedelten Ballungsraumes nicht zu halten. Unabhängig von Flugrouten, Landeanflügen und Startverfahren gibt es keine Bereiche mehr, die unempfindlich gegen Fluglärm sind.

Nachtflugverbot notwendig – „Lärmmindernde Flug­verfahren“ nicht ausreichend

Freitag, 14. Januar 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 1/2011, Frankfurt, 14. Januar 2011

Der ökologische Verkehrsclub VCD hält auch nach der teilweisen Ein­führung der „lärmmindernden Flugverfahren“ an der Forderung nach einem vollständigem Nachtflugverbot von 22–6 Uhr auf dem Rhein-Main-Flughafen fest. „Ausreichende Nachtruhe kann es nur geben, wenn kein Lärm produziert wird. Die Verschiebung um wenige Kilometer bringt kaum Entlastung“ so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel.

Nach VCD-Ansicht gibt es im Umfeld des Flughafens keine Bereiche mehr, die unempfindlich gegen Lärm sind. „Jede Diskussion um Flug­routen basiert auf dem St.-Florians-Prinzip. Der Lärm muss nicht verschoben, sondern vermieden werden.“ so Mützel.
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fairkehr-Titelthema »Lärm tut weh«

Freitag, 08. Oktober 2010

VCD-Pressemitteilung 84/10 – Berlin, 08.10.10
Das unerhörte Umweltproblem

Schlafstörungen, Bluthochdruck, erhöhtes Herzinfarktrisiko – dauer­hafter Lärm macht krank. Fast 60 Prozent der Bundesbürger leiden unter Straßenlärm, etwa 30 Prozent fühlen sich von Schienenlärm belästigt, knapp 25 Prozent von Fluglärm. Was gegen Verkehrslärm unternommen werden kann und muss und warum Lärmschutz oft noch an wirtschaftlichen Interessen scheitert, zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr.

Fairkehr 5/2010

Fairkehr 5/2010


Lärm ist das am meisten unter­schätzte Umweltproblem unserer Zeit. Dabei ist der Lärmpegel an Autobahnen und Bundesstraßen heute lauter als je zuvor. Seit den 1970er Jahren hat sich der Krach, den die einzelnen Fahrzeuge erzeugen, zwar halbiert. Das enorme Verkehrswachstum hat diese Ingenieursleistungen jedoch längst zunichte gemacht. Lärmschutzwände und sogenannter Flüsterasphalt können etwas Abhilfe schaffen, verursachen jedoch hohe Kosten. Tempolimits, die gegen Straßenlärm helfen, brauchen politischen Druck, um durchgesetzt zu werden.
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Jumbo-Jets von Frankfurt nach Hamburg und Berlin

Dienstag, 21. September 2010

VCD Hessen, Pressemitteilung 21/2010, Frankfurt, 21. September 2010
„Dicke Fehlentwicklung im innerdeutschen Flugverkehr“

Als „ganz dicke Fehlentwicklung“ kritisiert der ökologisch aus­gerich­tete Verkehrsclub Deutschland (VCD) Hessen den Einsatz von Jum­bo-Jets im innerdeutschen Flugverkehr. Die als Lang­strecken­jets gebauten Flieger sind bei Start und Landung besonders laut und ineffizient. Die Angebotsausweitung der Lufthansa ist zudem Fol­ge des „jahr­zehnte­lang verschlafenen“ Bahn­ausbaus ins­be­son­dere zwischen Fulda und Frankfurt.
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Weniger und leisere Flieger wären ein guter Kompromiss zwischen himmlischer Ruhe und Dauergedröhn

Montag, 19. April 2010

Pressemitteilung 7/2010, VCD Landesverband Hessen, 19.4.2010

Angesichts der Flugausfälle in Europa fordert der Ver­kehrsclub Deutsch­land (VCD), Alternativen zum Luftverkehr zu stärken. Werner Geiß, Vorstandsmitglied VCD Hessen: “Die auch von der hessi­schen Landesregierung forcierte einseitige Ausrichtung auf den Luftverkehr ist wie jede Monostruktur störanfällig und wohl­stands­mindernd.” Der VCD ist für den Ausbau der Eisenbahn-Fern­strecken als Alternative zum Kurz- und Mittel­strecken­flug­verkehr. Technisch müsse zudem geprüft werden, ob es sinnvoll ist, beim Luftverkehr fast ausschließlich auf Turbinen zu setzen.

Trotz Wehklagen der Luftfahrtwirtschaft bietet eine Verlagerung der Wertschöpfung vom ausufernden Flugverkehr zu anderen Bran­chen Chancen für mehr Wohlstand und Lebensqualität. Bezogen auf den inländischen Arbeitsmarkt bindet die Luftfahrt weit weniger Arbeitskraft als andere Branchen. Andere Konsum­gewohnheiten jenseits von Flugtourismus und eingeflogener Luxus­ware würden unseren Wohlstand durchaus steigern. Dies auch zu Gunsten unseres klammen Staatshaushalts, der aufgrund der Steuer­befreiung (Mineral­öl- und Mehrwertsteuer entfallen im internationalen kommerziellen Flugverkehr) und der hohen Sub­ventionen für die Luftfahrtinfrastruktur jährlich rund 10 Mrd. Euro einbüßt.
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Fraport kippt den Planfeststellungsbeschluss

Montag, 07. September 2009

Pressemitteiluing 25/2009, VCD Hessen, 7.September 2009
VCD zu Billigfliegern: Fraport kippt den Plan­fest­stel­lungs­beschluss

Zu den Ankündigungen der Fraport, für die neue Landebahn auch um Billigflieger zu werben, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Wer­ner Geiß:

Der prognostizierte, stetig steigende Bedarf an Flugverkehr blieb bis zum Schluss des Planungsprozesses das einzige, alle öffentlichen Interessen überragende Argument für den Flughafenausbau. Diesen Bedarf durch eine weitere Landebahn zu befriedigen, diente nach Auffassung von Landesregierung und Verwaltungsrichtern mehr dem Gemeinwohl als Lärm-, Umwelt- und Klimaschutz zusammen. Selbst der wirtschaftliche Niedergang vieler Anrainerkommunen, deren Ent­wicklung durch ein riesiges Siedlungsbeschränkungsgebiet unter­bun­den wird, sei im Hinblick auf den vermeintlichen Bedarf an Flug­verkehr hinzunehmen.

Angesichts der nun sogar rückläufigen Nachfrage sucht Fraport jetzt händeringend neue Kundschaft unter den Airlines, um die künftigen Überkapazitäten auszuschöpfen. Und seien es die kürzlich noch verschmähten Billigflieger. Dies ist das Eingeständnis von Fra­port, dass es jenen sagenhaften Bedarf – Grundlage für den Plan­fest­stellungsbeschluss – gar nicht mehr gibt, nie gegeben hat.

Darf also nun der ebenso rechtsstaatgläubige wie fluglärmgeplagte Bürger folgern, dass der Bau der neuen Landebahn gestoppt wird? Den steigenden Bedarf gibt’s ja nicht mehr. Nach dem Verzicht auf das dritte Terminal ist es also nicht nur logisch, sondern juristisch geboten, den Bau der Nordbahn zu unterbinden. Nur so können die verantwortliche Politik und die zuständigen Gerichte ihre Glaub­würdigkeit und ihr Ansehen erhalten, indem sie die Region mitten in der Wirtschaftskrise vor einer gigantischen Fehlinvestition be­wah­ren.”

Dem Flughafenausbau fehlt die Grundlage

Freitag, 16. Januar 2009

Presseerklärung 4/2009, VCD Hessen, Kassel 16. Januar 2009

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezieht kritisch Stellung zum vor­liegenden Votum des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zum Flughafenausbau. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die vor­liegenden Eilanträge gegen Ausbau und Planfeststellung ab­ge­wiesen wurden. Durch den erheblichen Einbruch bei den Passagier- und Fracht­flugzahlen sei das Hauptargument für den Ausbau er­wiesener­maßen nicht mehr gegeben. „Damit ist dem derzeit gültigen Plan­fest­stellungs­beschluss die eigentliche Grund­lage entzogen“, so Holger Greiner, Rhein-Main-Sprecher des VCD-Landes­verbandes Hessen. Dass die Grenzen der Belastungen durch den Flugverkehr für die Menschen längst erreicht sind, hätten aber auch die Richter erkannt, da sie die von der Landes­regierung vorgesehenen Nacht­flüge nicht für zulässig halten. Damit hätten sie, zumindest indirekt, auch eine Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens – mit Nacht­flug­betrieb – abgewiesen. „Da wäre es eigentlich nur kon­se­quent gewesen, den gesamten Ausbau zu kippen“, so Greiner.
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Tillich sind die Flughafenanwohner scheinbar egal

Donnerstag, 03. Juli 2008

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, Leipzig, 3. Juli 2008
Leipzig wird zum Lärmmüllplatz Europas, wenn sich die Politik nicht um 180° dreht

Wenn Ministerpräsident Tillich wiedermal lauthals den Flug­hafen­ausbau Leipzigs zur Förderung des Logistikstandortes fordert und diesen als “Jobmotor” feiert, ohne dabei aber ein Wort zur Flug­lärm­problematik zu verlieren, dann ist das ein Hohn für zehn­tausende Leipziger, die darunter leiden.” Matthias Reichmuth, stell­ver­tretender Vorsitzender im ökologisch orientierten Verkehrs­club Deutschland LV Elbe-Saale, setzt fort: “Werden monatelang bzw. jahrelang Forderungen seitens Bürgerinitiativen und der Interessen­gemeinschaft nach einem Nachtflugverbot bei der sächsischen Regierung nicht wahrgenommen, dann erzeugt das tiefen Frust bei der Bevölkerung und führt zu Politik­ver­drossen­heit.
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Tiefensees Flughafenkonzept

Montag, 23. Juni 2008

VCD-Pressemitteilung 43/08 – Berlin, 23. Juni 2008
VCD: Umweltbelastung durchs Fliegen senken statt Flughäfen ausbauen

Angesichts neuerlicher Äußerungen von Bundesverkehrsminister Wolf­gang Tiefensee zum Ausbau der Großflughäfen München und Frankfurt am Main kritisiert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) den Entwurf des Ministers für ein neues Flughafenkonzept. An­statt die steigenden Umweltbelastungen durch den Flugverkehr ernstzunehmen und ihnen effektiv entgegenzuwirken, setzt er vor­rangig auf weiteres ungebremstes Wachstum der Branche.
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Straßen und Flughäfen gefährden die Gesundheit

Dienstag, 15. April 2008

Pressemitteilung 19/2008, VCD Hessen, 15. April 2008
VCD zum „Tag gegen Lärm“

Lärm gefährdet die Gesundheit in erheblichem Maße. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zum Tag gegen Lärm am Mittwoch (16. April) hin. Wesentlichen Anteil an der Lärmbelastung vor Ort habe der Verkehr: Wer etwa an einer viel befahrenen Straße, einer lauten Eisenbahntrasse oder im Einzugsbereich eines Flughafens lebe, habe ein höheres Herzinfarktrisiko als Menschen in ruhiger Umgebung, so der VCD. Diesen Zusammenhang hätten medizinische Studien wieder­holt nachgewiesen. Zuletzt habe eine internationale Studie unter Beteiligung des Umweltbundesamtes vom Januar 2008 belegt, dass der Blutdruck mit zunehmender Flug- und Straßen­verkehrs­lärm­belastung steigt.

Nicht nur die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sollten uns dazu veranlassen, unsere Mobilität neu zu organisieren. Auch gegen die Ge­sund­heits­gefahren des Verkehrslärms müssen wir aktiv vorgehen”, mahnt Werner Geiß, Vorsitzender des VCD Hessen. Noch immer werde die negative Wirkung von Verkehrslärm stark unterschätzt. Dabei seien in Deutschland rund 15 Millionen Menschen massiv und dauerhaft davon betroffen. Sie müssten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko rechnen. Daneben träten häufig Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens auf. Das Transit- und Flughafenland Hessen sei besonders stark mit Verkehrslärm belastet. Als Beispiel nennt der VCD den Ausbau der A661 im Frankfurter Stadtgebiet. Ein Gutachten habe ergeben, dass nach der Fertigstellung die Lärmgrenzwerte in den angrenzenden Wohn­gebieten zum Teil deutlich überschritten werden.
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