Mit ‘Fernverkehr’ getaggte Artikel

Thüringer „Bahngipfel“ am Donnerstag

Mittwoch, 04. Juli 2012

Pressemitteilung, VCD Elbe-Saale, 4. Juli 2012.
ICE-Neubaustrecke: VCD erwartet von Bahn eindeutiges Betriebskonzept

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erwartet von dem Besuch des Bahnchefs Grube in Erfurt handfeste Ergebnisse: Feste Zusagen für den Erhalt der Bahn in der Fläche, mehr Mitspracherechte für Kommunen und Fahrgäste und endlich Transparenz bei der Fahrplan­gestaltung im Zuge der ICE-Neubaustrecke durch Thüringen.

Im Vorfeld des großen „Bahngipfel“ in Erfurt mit Bahnchef Grube, Ministerpräsidentin Lieberknecht und Verkehrsminister Carius wünscht sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale als mitgliederstärkster Fahrgastverband in Mittel­deutschland, dass die Signale für den Bahnverkehr in Thüringen endlich auf Grün gestellt werden.
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VCD legt Fernverkehrskonzept für Mittel­deutschland vor

Sonntag, 27. Mai 2012

Pressemitteilung VCD Elbe-Saale, 27.5.2012
„Netzausbau muss auch der Region zu Gute kommen – Deutsche Bahn hält sich bisher mit konkreten Planungen zurück“

Die Erreichbarkeit der mitteldeutschen Städte im Fernverkehr hat sich nach Einschätzung von unabhängigen Fernverkehrsexperten in den letzten Jahren rapide verschlechtert. Seit geraumer Zeit sind Oberzentren wie Chemnitz komplett vom Fernverkehr der Bahn abgehängt. Mittlerweile wird sogar darüber gesprochen, die Deutsche Bahn plane, den bisher nur mit Nahverkehrsfahrzeugen betriebenen Sachsen-Franken-Express von Dresden nach Nürnberg komplett einzustellen. Zwar investiert der Bund derzeit sehr viel Geld in die Eisenbahnknoten Erfurt, Magdeburg, Leipzig und Dresden, jedoch steht nach wie vor zu befürchten, dass mit der vollständigen Inbetriebnahme der Neubaustrecke Leipzig/Halle – Erfurt – Nürnberg, die für 2017 vorgesehen ist, weitere Städte in Mitteldeutschland vom Fernverkehr abgeschnitten werden. Nach Planungen der Deutschen Bahn werden dann Züge von Berlin nach München nur noch mit wenigen Halten in Mitteldeutschland durchfahren.
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VCD begrüßt rot-grünen Gegenentwurf zur PBefG Novelle

Dienstag, 06. September 2011

Pressemitteilung 71/2011, Berlin, 6. September 2011
Der VCD begrüßt Gegenentwurf der rot-grün regierten Länder zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetz (PBefG)

Die rot-grün geführten Bundesländer haben einen Gegenentwurf zur “Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften“ vorgelegt. Am 7. September soll dieser, als Gegenantrag zum Kabinettsentwurf vom 3. August 2011, im Verkehrsausschuss des Bundesrates beraten werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD unterstützt diesen Entwurf und empfiehlt, den rot-grünen Änderungsvorschlägen Mitte September im Bundesratsplenum zuzustimmen.

Die Anpassung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) an die euro­pa­rechtlichen Vorgaben der seit 2009 geltenden EG-VO 1370/2007 ist vor allem nötig, um für alle Akteure im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Rechtsunsicherheiten zu vermeiden, mehr Planungssicherheit zu erlangen und zügig einen attraktiven Nahverkehr anbieten zu können.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) beurteilt den alternativen Ge­setzes­entwurf als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. “Wir unterstützen den rot-grünen Gegenentwurf zur Novellierung des PBefG, da dieser ernsthaft die Ausgestaltung eines attraktiven und fahr­gast­orientierten öffentlichen Verkehr ermöglicht“, so Sandro Battistini, ÖPNV-Referent beim VCD.
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Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs

Mittwoch, 03. August 2011

Presseinformation, Berlin, 3. August 2011.
VCD begrüßt Beschluss der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat heute den Regierungsentwurf zur No­vellierung des PBefG verabschiedet, mit der die Öffnung des Fern­bus­linien­marktes erfolgen soll. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Beschluss. Jedoch gibt es Nachbesserungsbedarf bei den Themen Maut und Fahrgastrechte.

Fernbusse können Lücken schließen, sie können Fahrgäste dahin fahren, wo die Bahn nicht hinkommt. Zudem sind die Fahrpreise günstig. Mit der Aufhebung der Genehmigungspflicht kann der Fernbus somit zu einer echten Alternative zum Auto werden“, so Michael Ziesak, Bundes­vorsitzender des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Wichtig sei allerdings, dass der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) vor einer möglichen Kannibalisierung geschützt wird.

Das Rückgrat für einen leistungsfähigen Öffentlichen Verkehr ist ein gut ausgebautes Nahverkehrsangebot auf Schiene und Straße, das mit dem Fernverkehr und durch den Integralen Taktfahrplan, optimal ver­knüpft muss. Der Fernbus ist an dieser Stelle eine gute Ergänzung.
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Deutsche Bahn AG bestellt 300 ICx-Züge

Montag, 09. Mai 2011

VCD-Pressemitteilung 48/11 – Berlin, 09.05.2011
VCD: Auftrag ist längst überfällig

In Potsdam unterzeichnen die Deutsche Bahn AG und die Siemens AG heute einen Rahmenabrufvertrag über 300 ICx-Züge bis 2030. 130 Fern­züge werden sofort bestellt, die ersten davon sollen zum Fahr­plan­wechsel im Dezember 2016 eingesetzt werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die Anschaffung der neuen Züge, kritisiert den Zeitpunkt der Auftragserteilung aber als viel zu spät.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnreferentin: “Dieser Auftrag ist längst über­fällig. Die DB AG verfügt seit Jahren über zu wenige Fernverkehrs­züge und die vorhandenen sind zum Teil völlig veraltet. Ausbaden müssen das die Fahrgäste: Zugausfälle, zu kurze Züge, falsche Wagenreihungen oder defekte Klimaanlagen. Da die Bestellung der ICx-Züge so zögerlich erfolgt ist, werden die Fernverkehrs­kunden der DB AG auch in Zukunft Ein­schränkungen hinnehmen müssen.“ Grundsätzlich bewerte der VCD den neuen Zug jedoch positiv. Dieser solle nach Angaben der DB AG robuster sein als seine Vorgänger. Zudem werde beim ICx die Fahrrad­mit­nahme ermöglicht.

Fernlinienbus-Gesetz auf dem Weg

Mittwoch, 09. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 10/11 – Berlin, 09.02.11
VCD: Fernlinienbusse sind sinnvolle Ergänzung zur Bahn

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass Fernlinien­bus­ver­kehre künftig nicht mehr der Genehmigungspflicht unter­liegen. Die bereits 2009 im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP an­gekündigte Abschaffung der Genehmigungs­pflicht für Fernlinien­busse nehme nun in einem Gesetzesentwurf des Bundes­verkehrs­ministeriums Formen an. Demnach sollen Fahrten mit Fernbussen künftig bundesweit fast ohne Einschränkungen angeboten werden.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Der liniengebundene Fern­bus­verkehr ist eine sinnvolle Ergänzung zum Bahnangebot und bietet Menschen, die heute mit ihrem eigenen Auto, mit der Mit­fahrer­zentrale oder dem Flugzeug unterwegs sind, eine umwelt­freundliche Alternative. Mit dem Eisenbahn­fernverkehr konkurriert der Fernlinienbusverkehr hingegen nur sehr begrenzt.“ Für beide Verkehrsanbieter gebe es eine Nachfrage: Die Bahn werde wegen ihrer Sicherheit, der Bequemlichkeit, der Bewegungs­möglichkeiten im Fahrzeug und der meist kürzeren Fahrtzeit bevorzugt. Der Fernbus sei hingegen ein Verkehrsmittel für preis­sensible und gesellige Menschen, für Ältere, die mit wenig Stress an ihr Ziel gelangen wollen, und immer häufiger auch für Klein­gruppen. Im Umweltvergleich sei der Fernbus ähnlich umwelt­schonend wie die Bahn.
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Verkehrsausschuss berät winterliches Verkehrs­chaos

Mittwoch, 19. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 04/11 -Berlin, 19.01.11
VCD: Winterchaos betraf alle Verkehrsträger

Anlässlich der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages zu den Auswirkungen der winterlichen Ver­hältnisse auf die Verkehrsträger kritisiert der ökologische Verkehrs­club VCD die mangelhafte Vorbereitung der Deutschen Bahn AG (DB AG) auf den Winter. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass auch Auto- und Flugverkehr mit massiven Problemen zu kämpfen hatten, und betont, dass sich die Bahn trotz allem als das sicherste und zuverlässigste Verkehrsmittel im Winter erwiesen habe.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Chaos herrschte in diesem Winter bei allen Verkehrsmitteln, geredet und geschrieben wurde und wird aber nur über die Bahn. Zweifellos sind infolge der Bahnreform weder Bahninfrastruktur noch die Fernverkehrszüge winter­tauglich: Die Schieneninfrastruktur wurde kontinuierlich zurück­gebaut, Personal und Räumfahrzeuge eingespart, Zug­kapazi­täten abgebaut. Doch nichtsdestotrotz – wer mit der Bahn unterwegs war, kam zwar möglicherweise zu spät an und reiste in einem überfüllten Zug, gelangte aber an sein Ziel.

Als Konsequenz aus den Winterproblemen fordert der VCD den Bund und die DB AG auf, die Ursachen zu analysieren und ein konkretes Programm aufzulegen, um die Wintertauglichkeit von Netz und Bahnhöfen zu verbessern. Zudem müssten konkrete Quali­täts­vereinbarungen zwischen der Bundesregierung und der DB Netz festgeschrieben und die Einnahmen aus Netz- und Stations­entgelten in die Infrastruktur reinvestiert werden. Auch die von der DB AG jährlich zu zahlende Dividende von 500 Millionen Euro müsse zusätzlich in den Erhalt der Schieneninfrastruktur investiert werden und dürfe nicht in die Sanierung des Bundeshaushalts fließen.
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DB plant Ausbau ihrer Fernbuslinien

Montag, 15. November 2010

VCD-Pressemitteilung 103/10 – Berlin, 15.11.10
VCD warnt vor doppeltem Monopol im Fernverkehr

Anlässlich der Ankündigungen der Deutschen Bahn AG (DB AG), ihr Fern­bus­liniennetz ab 2011 massiv auszubauen, fordert der öko­logische Verkehrsclub VCD die Bundesregierung auf, die Ge­neh­mi­gungs­pflicht für den Busfernverkehr wie angekündigt ab­zu­schaffen. Die Öffnung des Fernbuslinienmarktes müsse per Gesetz geregelt werden, statt von Fall zu Fall gerichtlich zu entscheiden.

Bisher müssen neue Angebote im Fernlinienbusverkehr genehmigt werden, wenn sie auf Strecken stattfinden sollen, auf denen pa­ral­lel Fernverkehrszüge verkehren. Hierzu müssen potentielle An­bieter den zuständigen Genehmigungsbehörden Nachweise erbringen, dass sie mit ihrem neuen Angebot das schon bestehende Verkehrs­angebot deutlich verbessern. Zudem werden die betroffenen Ver­kehrs­unternehmen angehört – in allen Fällen die DB AG als faktisch ausschließliche Anbieterin von Schienenfernverkehr.
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Fahrradmitnahme im Fernverkehr

Donnerstag, 04. November 2010

VCD-Pressemitteilung 97/10 – Berlin 4.11.2010
VCD kritisiert Pilotprojekt-Stopp durch die Bundesregierung

Wie die Bundesregierung heute bekannt gab, wird sie auf die 2007 vom damaligen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee initiierte Ein­richtung einer Pilotstrecke zur Fahrradmitnahme im ICE ver­zich­ten. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert Schwarz-Gelb für diese Verhinderung des Tests, die Verbindung von Rad und Bahn im innerdeutschen Fernverkehr zu erleichtern. Statt sich der Verant­wortung zu entziehen, müsse der Bund für ein attraktives Angebot sorgen – dazu gehöre auch die Fahrradmitnahme.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Mit dem heute ver­kündeten Stopp der von der Vorgängerregierung geplanten Ein­richtung einer Pilotstrecke zur Fahrradmitnahme im ICE wird die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber Radfahrern erneut verdeutlicht. Der VCD fordert schon seit Langem, die Kombination der beiden umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn und Rad auch auf längeren Strecken zu vereinfachen. Die Attraktivität beider Verkehrsmittel kann weiter gesteigert werden, wenn die Fahrräder auch im Fernverkehr mitgenommen werden dürfen.“ Durch den Fahr­plan­wechsel der Deutschen Bahn AG im Dezember werde dagegen zunehmend das Gegenteil der Fall sein: “Es werden IC-Verbindungen gestrichen oder durch ICEs ersetzt, so dass die Fahr­rad­mitnahme in der Bahn auf vielen Strecken unmöglich wird“, so Ziesak weiter.

20 Jahre Grenzöffnung der Bahnstrecke Eichenberg–Arenshausen

Freitag, 21. Mai 2010

VCD Hessen, Pressemitteilung12/2010, Kassel, 21. Mai 2010
VCD: Symbol halbherziger Bahnpolitik

Am 26. Mai 1990 wurde die „Halle-Kasseler Eisenbahn“ zwischen Eichen­berg (Hessen) und Arenshausen (Thüringen) wieder in Be­trieb genommen. Neben der renovierten ehemaligen DDR-Transit­strecke Bebra–Eisenach ist dies bis heute die einzige Bahn­ver­bindung, die von Hessen aus über die ehemalige inner­deutsche Grenze führt. Wiederaufbau und Ist-Zustand dieser Bahn­strecke sind nach Ansicht des VCD Hessen „ein Symbol für zwei Jahr­zehnte halbherzige Bahnpolitik“.

War im Taumel der Wiedervereinigung noch von einer schnellen Fern­verkehrsstrecke die Rede, so wurde der Ausbau in den Folge­jahren immer weiter reduziert. Bis heute wird die ansonsten durchgehend zweigleisige Strecke nur mit einem Gleis in den hessischen Bahnhof Eichenberg geführt. Auf längeren Abschnitten in Thüringen beschränkt DDR-Signaltechnik die Geschwindigkeit weiter­hin auf 100 km/h. „Das mag für die meisten Güterzüge gerade reichen, schon ein aktueller Nahverkehrstriebwagen wird damit unnötig ausgebremst“, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. Der durch Niedersachsen und Hessen führende Abschnitt Eichen­berg–Kassel wurde nicht ausgebaut, die Gleisanlagen in Witzen­hausen, Hann. Münden und Speele wurden weiter reduziert. Dort ist keine Güterverladung mehr möglich. Wurde in den 1990er Jahren noch darum gestritten, ob man Kassel über eine neue Ver­bindungs­kurve bei Mönchehof oder den Ausbau der vorhandenen Strecke über Bad Karlshafen umfahren solle, so sind beide Varianten derzeit chancenlos. Züge von Halle in Richtung Ruhrgebiet müssen in Kassel die Fahrtrichtung wechseln, was im Güterverkehr zu Mehrkosten und Zeitverlusten führt.
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