Mit ‘EU-Kommission’ getaggte Artikel
Dienstag, 26. Juli 2011
Pressemitteilung, Berlin, 26. Juli 2011
Autohersteller können mit Solarkollektoren die CO2-Bilanz neuer Pkw schönen/VCD kritisiert die Bonusregeln für Öko-Innovationen
Die EU-Kommission hat gestern Kriterien für die Anrechnung von neuen Technologien beschlossen, die es Autoherstellern ermöglichen, die CO2-Bilanz ihrer Neufahrzeuge zu verringern. Diese Technologien müssen nachweislich den Energiebedarf senken und dürfen nicht Bestandteil der Verbrauchsmessung sein. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert diesen Extra-Bonus als Schönfärberei. Zu den von der EU genehmigten sogenannten “Öko-Innovationen“ zählen beispielsweise auch Sonnenkollektoren auf dem Autodach. Verbrauchssteigernde Komponenten wie Klimaanlagen bleiben hingegen unberücksichtigt.
Die vereinbarten Kriterien ergänzen die 2008 beschlossene EU-Richtlinie zur Verringerung des CO2-Ausstoßes von neuen Pkw. Danach müssen in der EU neu zugelassene Fahrzeuge bis 2015 den Durchschnittsgrenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen. 2012 müssen 65 Prozent der Neuwagen den Grenzwert einhalten, 2013 dann 75 und im Folgejahr 80 Prozent. Autobauer, die den Grenzwert überschreiten, müssen ab 2012 Geldbußen zahlen.
Im Jahr 2010 lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Neuwagen nach vorläufigen Angaben der Europäischen Umweltagentur bei rund 140 g/km. Michael Müller-Görnert, VCD-Referent für Verkehrspolitik: “Obwohl die Hersteller auf gutem Weg sind, die CO2-Vorgaben bereits vor 2015 zu erfüllen, bekommen sie nun für Technologien, deren Minderungseffekt fragwürdig ist, einen zusätzlichen Bonus. Die Autoindustrie sollte stattdessen leichtere Fahrzeuge und sparsamere Motoren entwickeln, die wirklich zur Verringerung des Verbrauchs und damit der CO2-Emissionen beitragen“.
Tags:CO2, CO2-Grenzwerte, EU-Kommission, Schadstoffausstoss
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Dienstag, 21. Dezember 2010
VCD-Pressemitteilung 115/10 – Berlin, 21.12.10
VCD: Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Autoindustrie
Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die gestrige Einigung zwischen EU-Umweltministerrat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission über einen CO2-Grenzwert für leichte Nutzfahrzeuge. Bis 2017 dürfen neue Transporter im Schnitt maximal 175 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, das entspricht einem Verbrauch von rund 6,7 Liter Diesel, bis 2020 wird der Wert auf 147 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt, rund 5,6 Liter Diesel. Damit bleiben die Vorgaben deutlich unter dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission, die für 2020 noch einen Emissionsgrenzwert von 135 Gramm angesetzt hatte.
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsexperte: “Getrieben von der Automobillobby und der deutschen Bundesregierung haben die europäischen Parlamentarier und Umweltminister auch die Frist für das Zwischenziel von 175 Gramm um ein Jahr nach hinten verschoben und so die europaweiten CO2-Grenzwerte für Transporter weiter ausgehöhlt. Nach der Einigung haben die Hersteller nun neun Jahre Zeit, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß neuer Transporter von heute rund 200 Gramm pro Kilometer um 27 Prozent zu verringern. Diese Abschwächungen schaden zum einen dem Klima und zum anderen auch der heimischen Wirtschaft. Dies bestätigt auch eine Studie von TNO/CE Delft im Auftrag des VCD-Dachverbandes »Transport & Environment«. Diese widerlegt das Argument der Hersteller, dass Transporter durch strenge Grenzwerte teurer werden würden. Ganz im Gegenteil: Motor-Downsizing und Maßnahmen wie etwa Start-Stopp lassen sich leicht und kostengünstig umsetzen und durch die Verbrauchsminderungen profitieren Gewerbetreibende sogar. Außerdem haben Daimler und VW erst jüngst gezeigt, dass Verbrauchsreduzierungen innerhalb eines bestehenden Modells von bis zu 20 Prozent ohne Kostensteigerung möglich sind. Die Chance für ambitionierte Grenzwerte wurde allerdings vertan. Einzig positiv ist, dass sich die Bundesregierung mit ihren Bestrebungen nach noch schwächeren Grenzwerten – Schwarz-Gelb hatte zuletzt für 2020 sogar nur 155 Gramm CO2 pro Kilometer gefordert – nicht durchsetzen konnte. Dennoch sind die nun beschlossenen Werte ein Weihnachtsgeschenk für die Autoindustrie.“
Ein Hintergrundpapier zur aktuellen Entwicklung der CO2-Regulierung für leichte Nutzfahrzeuge und Hinweise zur T&E-Studie bietet der VCD unter www.vcd.org/co2-grenzwert.html.
Tags:CO2, CO2-Grenzwerte, EU, EU-Kommission, EU-Umweltministerrat, Europäische Parlament, Nutzfahrzeugen
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Freitag, 01. Oktober 2010
VCD-Pressemitteilung 82/10 – Berlin, 1. 10.2010
VCD: Filter-Förderung verlängern, Umweltzonen und Euro VI forcieren
Wie die EU-Kommission gestern in einem zweiten Mahnschreiben mitteilte, gehen Deutschland und vier andere EU-Staaten nach wie vor nicht wirksam genug gegen den übermäßigen Ausstoß von Feinstaubpartikeln in die Luft vor. Der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD fordert die Bundesregierung dazu auf, daraus die Konsequenzen zu ziehen und endlich die Gesundheit seiner Bürger und den Klimaschutz vor die Interessen der Autolobby zu stellen.
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Tags:EU-Kommission, Euro VI, Feinstaub, Luftqualität, Partikelfilter
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Freitag, 15. Mai 2009
VCD-Pressemitteilung 40/09 – Berlin, 15. Mai 2009
Unabhängige Schlichtung muss erhalten bleiben
Die Arbeit der Schlichtungsstelle Mobilität beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) wird zum 30. November 2009 enden. In einem entsprechenden Schreiben hat das Bundesverbraucherschutzministerium dem VCD mitgeteilt, dass es die Schlichtungsstelle nicht über das Ende der Projektlaufzeit hinaus fördern wird. Das Ministerium stehe allerdings “mit der Deutschen Bahn AG über die Fortsetzung der Arbeit der Schlichtungsstelle in einer anderen rechtlichen Konstruktion im Gespräch“. Der VCD bedauert die Entscheidung, begrüßt aber, dass es auch künftig eine außergerichtliche Schlichtung im Öffentlichen Verkehr geben soll. Dies wird voraussichtlich mit dem heutigen Bundesratsbeschluss zum Fahrgastrechtegesetz besiegelt.
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Tags:EU-Kommission, Fahrgastrechte, Schlichtungsstelle, Schlichtungsstelle Mobilität, VCD, Verkehrsclub
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Dienstag, 10. Februar 2009
VCD-Pressemitteilung 13/09 – Brüssel / Berlin, 10.02.2009
VCD: Externe Kosten des LKW-Verkehrs einbeziehen
Laut Vorschlag der EU-Kommission soll die Einführung der Lkw-Maut im Laufe der nächsten Jahre für alle EU-Mitgliedsstaaten verbindlich werden. Außerdem will sie die Möglichkeit eröffnen, neben den Infrastrukturkosten auch die externen Kosten, also die Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden, sowie die Staukosten in die Mauthöhe mit einzurechnen. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt diese Vorhaben, fordert die EU-Abgeordneten des Verkehrsausschusses aber auf, morgen in der ersten Lesung des entsprechenden Novellierungsvorschlags zur “Eurovignette III” für verbindliche Regelungen zu stimmen.
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Tags:Autobahn, EU-Kommission, EU-Parlament, Eurovignette, Infrastruktur, LKW, LKW-Maut, Maut
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Dienstag, 02. Dezember 2008
VCD-Pressemitteilung 84/08 – Berlin, 02.12.08
Schwarzer Tag für Klimaschutz im Verkehr
Als Armutszeugnis für die europäische Klima-und Verkehrspolitik bezeichnet der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) die gestern von den EU-Regierungen und dem europäischen Parlament getroffene Entscheidung zum CO2-Grenzwert für Pkw. Danach soll ein Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer stufenweise bis 2015 für alle Neuwagen eingeführt werden. Von der EU-Kommission war ursprünglich ein Grenzwert von 130 Gramm ab 2012 vorgesehen. Mit dem nun getroffenen Kompromiss werde die jahrelange klimaschädliche Modellpolitik der europäischen Autoindustrie belohnt.
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Tags:Ölpreis, CO2, EU-Kommission, Grenzwert, Klimaschutz, Klimawandel
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Freitag, 21. November 2008
VCD-Pressemitteilung 81/08 – Berlin, 21.11.08
VCD setzt beim Klimaschutz im Verkehr auf das Europäische Parlament und zukunftsorientierte EU-Länder
Nach letzten Meldungen aus Brüssel haben sich wichtige EU-Staaten in einem informellen Treffen darauf geeinigt, einen durchschnittlichen CO2-Grenzwert von 130 Gramm pro Kilometer für Neuwagen auf 2015 zu verschieben. Damit wollen Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien dem Drängen der Autoindustrie nachkommen und Anstrengungen für mehr Klimaschutz im Verkehr weiter auf die lange Bank schieben.
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Tags:Autohersteller, EU-Kommission, Grenzwert, Klimaschutz, Klimawandel
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Dienstag, 07. Oktober 2008
VCD-Pressemitteilung 70/08, Berlin, 07.10.08
VCD warnt EU-Ministerrat vor Rückschritt beim CO2-Grenzwert / Deutsche Autoindustrie nach eigenen Angaben bei Sparmodellen gut aufgestellt
Morgen treffen sich die zuständigen Regierungsvertreter der EU-Staaten in Brüssel, um die Position des EU-Ministerrates in Sachen CO2-Grenzwert vorzubereiten. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) warnt das Gremium eindringlich davor, das Votum des EU-Parlaments zu missachten und sich auf den sogenannten Kompromissvorschlag der französischen Ratspräsidentschaft einzuschießen. Dieser falle fast eins zu eins auf die Position der Autolobby zurück und ignoriere damit die Entscheidung des federführenden Umweltausschusses im Europäischen Parlament. “Wenn der Ministerrat der EU den französischen Vorschlag aufnimmt, heißt dass: Im europäischen Automarkt passiert in den kommenden vier Jahren rein gar nichts für den Klima- und Verbraucherschutz. Es wird deshalb höchste Zeit für den Rat, sich inhaltlich zu bewegen und dem Beschluss des Umweltausschusses zu folgen“, erklärt Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand.
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Tags:CO2, EU-Kommission, EU-Parlament, Grenzwert
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Donnerstag, 18. September 2008
Gemeinsame Pressemitteilung von VCD, DUH und Greenpeace, Berlin 18. September 2008
VCD, DUH und Greenpeace warnen vor Desaster beim Klima- und Verbraucherschutz/Politiker müssen wirksamen CO2-Grenzwert gegen Autolobby durchsetzen
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace befürchten ein Desaster für den Klima- und Verbraucherschutz der EU. Bei den aktuellen Verhandlungen über einen europaweiten CO2-Grenzwert für Pkw zeichne sich ein vollständiges Einknicken der Politik vor den Interessen der Autolobby ab. Damit würde eine erhebliche Verbrauchsminderung bei Neuwagen um weitere Jahre verzögert und die Entlastung des Klimas von Treibhausgasen aus dem Straßenverkehr verhindert. Auch die Autofahrer hätten das Nachsehen, da hoher Verbrauch bei steigenden Spritpreisen automatisch hohe Kosten an der Tankstelle zur Folge hätte.
“Das wäre ein Skandal. Die Autoindustrie hat bis heute eine gesetzliche Begrenzung des Treibhausgasausstoßes von Neuwagen mit aller Macht verhindert. Sie senkt den Verbrauch viel zu langsam und ignoriert ihre Verantwortung für den Klimaschutz“, kritisiert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. (weiterlesen…)
Tags:CO2, EU-Kommission, Klimaschutz, Treibhausgas
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Montag, 25. August 2008
VCD-Pressemitteilung 56/08 – Berlin, 25. August 2008
Schlichtungsstelle Mobilität hilft 10000 mal weiter / VCD begrüßt gesetzliche Festschreibung von Schlichtung
Über 10000 Anfragen haben die Schlichtungsstelle Mobilität beim Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) seit ihrer Einrichtung im Dezember 2004 bis heute erreicht. Die Gründe für die Kontaktaufnahme sind vielfältig: Im Schienenverkehr sind Verspätungen, Fahrpreisnacherhebungen und Probleme mit der Bahncard die häufigsten Anlässe für Anfragen von Reisenden. Im Flugverkehr sind es Verspätungen, Annullierungen und verschwundenes oder beschädigtes Gepäck. Die unparteiische Schlichtungsstelle Mobilität informiert zu allen Fragen und vermittelt im Streitfall kostenlos zwischen Betroffenen und Verkehrsunternehmen, wenn es rund um Fernverkehrsreisen mit Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug zu Problemen kommt. Finanziert wird die Einrichtung vom Bundesverbraucherministerium.
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Tags:EU-Kommission, Fahrgastrechte, Schienenverkehr, Schlichtungsstelle, Schlichtungsstelle Mobilität, Verspätungen
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