VCD-Pressemitteilung 62/10 – Berlin, 23.07.10
VCD: Röttgen zieht richtige Konsequenzen aus Ölkatastrophe
Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt, dass sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen angesichts der Ölkatastrophe auf der Bohrinsel »Deepwater Horizon« im Golf von Mexico gegen neuen Ölbohrungen in der Nordsee ausgesprochen hat. Er fordert jedoch weitergehende Schritte.
Mit ‘Erdöl’ getaggte Artikel
Moratorium für Nordsee-Ölbohrungen
Freitag, 23. Juli 2010Rücktritt des Bundespräsidenten
Dienstag, 01. Juni 2010VCD-Pressemitteilung 45/10 – Berlin, 01.06.10
VCD würdigt Köhlers Eintreten für zukunftsfähige Mobilität
Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) bedauert den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler. Er habe sich wiederholt – etwa bei Veranstaltungen des ADAC – öffentlich für eine neue, nachhaltigere Mobilitätskultur ausgesprochen und zuletzt auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig mehr Kostenwahrheit im Verkehr eingefordert.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Mit Horst Köhler geht ein Bundespräsident, der über den Tellerrand hinausblicken konnte. Er hat mehr als einmal deutlich gemacht, dass wir eine neue Mobilitätskultur brauchen, die nicht ausschließlich auf das Auto setzt. Auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig forderte er, unnötige Transporte im Güterverkehr zu vermeiden und Flugbenzin endlich zu besteuern, um somit mehr Kostenwahrheit im Verkehr zu schaffen. Damit machte er deutlich, dass die umweltpolitischen Erfordernisse des Klimawandels im politischen Mainstream angekommen sind. Angesichts von Klimakrise und begrenzter Erdölvorräte müssen wir den Verbrauch fossiler Energieträger einschränken und den Ausstoß des Treibhausgases CO2 reduzieren. Auch Alternativen wie das Elektroauto haben nur dann eine Chance, wenn die fossilen Kraftstoffe entsprechend ihrer schädlichen Wirkung auf das Klima und ihrer Knappheit teuer werden. Wir bedauern Köhlers Rücktritt als Bundespräsident und wünschen uns von seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger ein ebenso eindeutiges Eintreten für nachhaltige, zukunftsfähige Mobilität.“
fairkehr-Titelthema »Das Ende des Erdöls«
Montag, 07. Dezember 2009VCD Pressemitteilung 93/09 – Berlin, 07.12.09
Elektrisch in die Zukunft?
Der Vorteil von Agrokraftstoffen, die aus Biomasse wie Raps oder Mais hergestellt werden, liegt darin, dass sie immer wieder nachwachsen und beim Verbrennen nur so viel CO2 freisetzen, wie die Pflanzen beim Wachsen aufgenommen haben. Laut Biokraftstoffverband liegt die durchschnittliche Netto-Klimagasreduktion bei 50 Prozent gegenüber Erdöl. Doch Agrosprit ist nicht per se ökologisch: Die Produktion verschlingt viel Energie. Hinzu kommen die Konkurrenz zur Nahrungsmittel-produktion und die Frage der Nachhaltigkeit: Wenn für Energiepflanzen Regenwaldflächen gerodet oder für den Naturschutz relevante Freiflächen in Felder umgewandelt werden, kann die CO2-Bilanz schnell negativ werden. Daher fordern Umweltverbände wie der VCD, Agrokraftstoffe umwelt- und sozialverträglich zu produzieren und ein international geltendes Zertifizierungssystem zu schaffen. Bundesweit darf ab Mitte 2010 kein Agrosprit mehr verkauft werden, der nicht nachhaltig produziert wurde. Die entsprechende EU-Nachhaltigkeitsverordnung geht dem Präsidenten des Umweltbundesamtes und Mitbegründer des VCD, Jochen Flasbarth, im fairkehr-Interview jedoch noch nicht weit genug: “Am Ende brauchen wir das, was wir mit dem MSC- und dem FSC-Siegel für Fischerei- und Forstwirtschaft haben, auch für den Biospritanbau.“
(weiterlesen…)
Keine Subventionierung von Ölfirmen durch Entwicklungshilfe
Samstag, 20. Oktober 2007Dass in Deutschland der Straßenverkehr subventioniert wird und dass nur eine einseitige Betrachtung der Kosten des Verkehrs gibt, war mir bekannt. Das die Ölförderung in den Förderländern nicht nur die Umwelt direkt belastet, sondern das es auch negative Effekte auf die Entwicklung und demokratische Entwicklung hat, war mir ebenfalls bekannt (siehe z.B. die Artikel in der Fairkehr 1/2006 oder der Zeit 8/2003).
Aber das auch Entwicklungshilfe eingesetzt wird, um die Ölförderung zu subventionieren war mir neu. So hat seit 1992 allein die Weltbank mehr als 5 Mrd. US-$ für Ölprojekte bereitgestellt.
Die Aktion End of Oil Aid fordert jetzt, das die Ölkonzerne ihre Kosten zur Ölförderung nicht mehr durch Entwicklungshilfe subventioniert bekommen (englisch Original). Ich hoffe die Aktion hat Erfolg und die Entwicklungshilfe wird sinnvoller und zukunftsweisend verwendet.

