Pressemitteilung VCD Landesverband Elbe-Saale, 3.2.2010
Der minimale Anstieg des Umsatzes um 100 000 Euro auf 12,5 Millionen Euro bei den Binnenhäfen Oberelbe im letzten Jahr ist für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale nicht geeignet, um einen weiteren Ausbau der Elbe zu rechtfertigen. “Entgegen der Eigendarstellung sind die Häfen der Oberelbe wahrlich keine Meister der Wirtschaftskrise. Wenn man weiß, dass die Elbeschifffahrt 2008 aufgrund lang anhaltender Niedrigwasserstände schon auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen war, dann wird deren Krise jetzt umso deutlicher, da der Güterumschlag von 2009 noch unter dem des Vorjahres lag,” so VCD-Sprecher Lutz Dressler.
Erst vor wenigen Tagen hatte der zum Bundesverkehrsministerium gehörende Staatssekretär Ernak Ferlemann eine durchgängige Fahrrinnentiefe von 1,60m gefordert, was bei Umweltschützern prompt eine Flutwelle der Empörung auslöste. Auch der ökologisch orientierte VCD hat große Befürchtungen, dass unter dem Vorwand der Hochwasserschadensbeseitigung weitere Steinschüttungen vorgenommen werden und der Fluss weiter kanalartig verengt werde. Zu erwarten sei, dass durch derartige Maßnahmen unter anderem die Auenlandschaft des Biosphärenreservates Mittelelbe weiter stark bedroht wird und womöglich dessen UNESCO-Titel aberkannt werden muss. Die Elbefreunde und Umweltschützer sind der Ansicht, dass der Dresdner Titelverlust für Deutschland schon blamabel genug ist.
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