Mit ‘CO2-Grenzwerte’ getaggte Artikel

CO2-Grenzwerte für Lkw dürfen nicht weiter außen vor bleiben – Schwere Nutzfahrzeuge müssen sparsamer werden

Dienstag, 20. September 2016

Pressemitteilung, Berlin/Hannover, 20. 09 2016

Bei der morgen startenden IAA Nutzfahrzeuge 2016,  handelt es sich laut Veranstalter VDA, um die weltweit wichtigste Leitmesse rund um Lkw, Busse und Lieferwagen. Unter dem Motto „Ideen sind unser Antrieb“ wird wieder eine schöne neue Welt präsentiert, die Realitäten ausklammert und Zukunftsvisionen im Bereich des vernetzten und autonomen Fahrens in den Vordergrund stellt. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lenken die hier präsentierten Technikspielereien, wie beispielsweise der „Vision Van“ von Daimler, der als Showcar mit Landeplätzen für Drohnen ausgestattet ist, oder das „Platooning“, bei dem mehrere Lkw vernetzt hintereinanderfahren, von dringend notwendigen Neuerungen bei den Antrieben in punkto Effizienz und Verminderung des Treibhausgasausstoßes ab.  (weiterlesen…)

VCD kritisiert anlässlich VW-Hauptversammlung: Vermögen spielt größere Rolle als Gesundheit der Menschen

Mittwoch, 22. Juni 2016

Pressemitteilung, Berlin, 22. 06 2016

Mit Bedauern nimmt der ökologische Verkehrsclub VCD zur Kenntnis, dass der Vermögensverlust von VW-Aktionären in der öffentlichen Debatte die Hauptrolle einnimmt, während die Gesundheit der Menschen und die Umwelt, die durch die betrügerischen Machenschaften des VW-Konzerns geschädigt wurde, lediglich am Rande erwähnt werden.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Sicher ist es richtig, dass die Aktionäre den früheren Vorstand um den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn durch die Mangel drehen und verlangen, dass sich die Herren für Verstöße gegen das Aktienrecht vor Gericht verantworten müssen. Aber dabei darf es nicht bleiben. Die Politik sitzt an einem entscheidenden Hebel. Sie muss durch wirksame Kontrolle Abgasmanipulationen unmöglich machen. Autohersteller, die Abgaswerte manipulieren, müssen für die Gesundheitsschäden aufkommen.“ (weiterlesen…)

Erhebliche Abweichungen zwischen Hersteller­angaben und Realität beim CO2-Ausstoß von Pkw – belasten das Klima und nehmen Vertrauen der Verbraucher

Montag, 28. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 28. 09 2015

Mind-the-gapNach der ICCT-Ana­ly­se zu Ver­brauchs­ab­weichungen bei Neu­wagen hat heu­te der Euro­päi­sche Dach­verband der Um­welt- und Ver­kehrs­verbände Trans­port & Environ­ment (T&E) weitere Details vor­gelegt und die Ergeb­nisse vom ICCT unter­mauert. Laut T&E hat sich vor allem seit 2008 mit Inkraft­treten der CO2-Gesetz­gebung die Lücke zwischen Her­steller­angaben und Real­verbrauch immer stärker vergrößert, mit der Folge, dass nur ein Drittel der von den Herstellern zwischen 2008 und 2014 proklamierten Ver­brauchs­minderungen auch auf der Straße stattgefunden haben.

Die größten Abweichungen stellte T&E bei Mercedes-Benz fest. Im Schnitt betrugen die Unterschiede knapp 50 Prozent. Über­durch­schnittliche Abweichungen wurden zudem bei den Autokonzernen Citroën/Peugeot, General Motors und BMW festgestellt. Beim Hersteller Opel haben sich die durchschnittlichen Real­emissionen seit 2008 sogar erhöht. (weiterlesen…)

Autohersteller betrügen bei Abgastests – VW ist nur Spitze des Eisbergs

Montag, 21. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 21. 09 2015

Was Experten seit langem vermuten und Umweltverbände wie DUH und VCD immer wieder öffentlich kritisieren, ist nun Gewissheit: Autohersteller betrügen bei Abgastests. Die amerikanische Umwelt­behörde Environment Protectional Agency (EPA) hat zunächst den Volkswagen-Konzern überführt, bei Diesel-Fahrzeugen eine Soft­ware zu integrieren, die erkennt, wann der offizielle Abgastest erfolgt und dafür sorgt, dass in diesem Moment sauber gefahren wird. Im Realverkehr hingegen sind die Emissionen bis zu einem 25-fachen pro Kilometer höher.

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat diesen Verdacht schon in den VCD Auto-Umweltlisten seit 2013 geäußert und in den Folge­jahren immer wieder gefordert, dass neben den Labortests Nachprüfungen im Realverkehr erfolgen müssen. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Es ist mit Sicherheit an­zu­nehmen, dass neben Volkswagen auch andere Konzerne die Abgas­werte manipulieren und das nicht nur in den USA. Die EU muss jetzt ebenfalls reagieren. Die  Einführung der Realmessungen von Luftschadstoffen ist zwar schon beschlossen, aber die Hersteller versuchen sich bereits Schlupflöcher zu sichern. Die EU muss ehrliche Tests ohne Wenn und Aber beschließen, damit Be­trü­gereien ein Ende haben.“
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Wie die deutsche Autoindustrie den Klimaschutz ignoriert

Mittwoch, 09. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 09. 09 2015
Eine Woche vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung (IAA) haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine Ana­lyse der Modellentwicklung der deutschen Autoindustrie vor­gelegt. Das Gutachten mit dem Titel „Die Modellentwicklung in der deutschen Autoindustrie: Gewicht contra Effizienz“ weist nach, dass der Trend zur Leistungs- und Gewichtszunahme bei neuen Pkw weitergeht und deutsche Hersteller zugleich nur wenig Interesse an der Entwicklung wirklich sparsamerer Fahrzeuge haben. So würden zwar einzelne effiziente Modelle angeboten, dies jedoch mit über­zogenen Aufpreisen. Das Versprechen der deutschen Auto­industrie, alles zu tun, damit Fahrzeuge insgesamt effizienter und sparsamer werden, werde in der Realität verfehlt, kritisierten Experten von BUND und VCD.

Auch wenn bei Automessen anderes behauptet wird, die deutschen Hersteller setzen nach wie vor auf leistungsstarke Premiumfahrzeuge mit hohem Verbrauch, oft ergänzt um teure Extras, die hohe Gewinnmargen bringen“, sagte der BUND-Verkehrs­experte Jens Hilgenberg. Beim Einsatz spritsparender Effizienz­technologien hielten sich die deutschen Autofirmen hingegen auffallend zurück. Dies sei eine gewollte Strategie, der auch ein politischer Veränderungsdruck fehle. 
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Automobilindustrie kommt am Klimaschutz nicht vorbei

Freitag, 03. Juli 2015

Pressemitteilung, Berlin, 02. 07 2015

Jährlich bringen die Autohersteller mehr als eine halbe Million neue spritsaufende, hochmotorisierte Geländewagen auf den Markt, mit denen vor allem in Deutschland hohe Gewinne eingefahren werden. Parallel dazu ist das Jammern groß, wenn es um die Erreichung der europäischen CO2-Grenzwerte geht. Technisch, so die wieder­kehrenden Beteuerungen, sei die Erreichung ambitionierter Emissions­grenzwerte kaum machbar und wenn, dann nur mit hohen Kosten.

Andreas Hagenkötter, Mitglied im VCD-Bundesvorstand: „SUV und Klimaschutz: Der Widerspruch kann nicht größer sein. Die Autoindustrie muss endlich begreifen, dass sich mit Spritfressern keine Klimaschutzziele erreichen lassen. Und Fakt ist, bis 2030 müssen die nicht vom Emissionshandel umfassten Sektoren EU-weit ihre Treibhausgas­emissionen um 30 Prozent gegenüber 2005 ver­rin­gern. In der Pflicht ist vor allem der Verkehr, der mit einem Drittel den größten Anteil daran hat.“ (weiterlesen…)

Auf dem Weg zum emissionsfreien Verkehr: Debatte über Fahrplan beginnt heute in Brüssel

Donnerstag, 18. Juni 2015

Pressemitteilung, Berlin, 18. 06 2015

Ende letzten Jahres beschloss die EU im Rahmen ihres Klima- und Energie­pakets die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen in 2030. Diese sehen unter anderem vor, die Treibhaus­gasemissionen der nicht im Emissionshandel integrierten Sektoren − im Wesentlichen Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft − um 30 Prozent gegenüber 2005 zu verringern. Für Deutschland bedeutet das im Rahmen der Lastenteilung eine Minderung von knapp 40 Prozent. Jetzt stellt die EU-Kommission die Aktivitäten vor, mit denen die Ziele im Verkehrsbereich erreicht werden sollen.

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt den Start der Debatte und weist gleich zu Beginn ausdrücklich darauf hin, dass die Fortschreibung der CO2-Grenzwerte wesentlich zur Er­reichung der Minderungsziele beitragen kann. Daher muss sie zum Maßnahmenpaket der EU gehören. (weiterlesen…)

Autohersteller erreichen auch ohne Supercredits für E-Autos CO2-Vorgaben der EU für 2015

Dienstag, 16. Juni 2015

Pressemitteilung, Berlin, 16. 06 2015

Alle großen Fahrzeughersteller haben vorzeitig ihre CO2-Ziele für 2015 erreicht, so das Ergebnis der aktuellen Analyse des Euro­päischen Dachverbandes der Umwelt- und Verkehrsverbände Transport & Environment (T&E). Das Bemerkenswerte daran, die von den Herstellern zuvor hart erstrittenen Flexibilitäten, wie das schrittweise In-Kraft-Treten des Grenzwertes von 2012 bis 2015 sowie die Mehrfachanrechnung von Elektroautos, mit den so­genannten Supercredits, mussten so gut wie gar nicht in An­spruch genommen werden.

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD:Entgegen allen Beteuerungen der Autoindustrie, die Grenz­werte von 130g CO2 pro km seien technisch nicht oder nur mit hohen Kosten zu erreichen, hat sich das Gegenteil gezeigt. Die CO2-Grenzwerte sind ein effektiver Treiber, die CO2-Emissionen von Pkw zu verringern und sie sind machbar, ohne wenn und aber. Ver­glichen zur freiwilligen Vereinbarung der Autoindustrie in der Periode vor 2008, hat sich die Minderungsrate bis heute verdreifacht.

Laut T&E-Analyse sind die meisten Hersteller bereits auf gutem Weg, auch den 95-Gramm-Grenzwert für 2021 zu erreichen. Und dies − ganz entgegen der gestrigen Darstellung von Daimler-Boss Dieter Zetsche auf der Elektro­mobilitäts­konferenz − ohne wesent­lich auf die Mehrfachanrechnung von Elektroautos als Null-Emmissions­fahrzeuge zurückgreifen zu müssen. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD muss damit  klar sein: Die Fortschreibung der CO2-Grenzwerte ist unabdingbar. Die EU-Kommission sollte jetzt ein neues Ziel für 2025 vorschlagen, damit das Reduktions­tempo gehalten wird. Die Bundesregierung wiederum, muss anspruchsvolle Vorgaben unterstützen, wenn sie wirklich den Klimaschutz und die Elektromobilität voranbringen will. (weiterlesen…)

Bundesregierung sendet falsches Signal zur zukünftigen CO2-Regulierung für Pkw

Montag, 02. Februar 2015

Pressemitteilung, Berlin, 02. 02 2015

Noch hat die Debatte um eine Fortschreibung der CO2-Gesetz­gebung auf EU-Ebene nach 2020 gar nicht richtig begonnen, schon stellt sich die Bundesregierung erneut hinter die heimische Autoindustrie. So versucht sie in vorauseilendem Gehorsam neue ambitionierte Schritte zu Gunsten des Klimas zu verhindern. In einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundeswirtschafts­ministeriums zur CO2-Reduktion bei Pkw nach 2020 wird argumentiert, dass ambitionierte Grenzwerte zu hohen Kosten bei den Herstellern führen. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Ergebnisse der IKA-Studie als völlig unrealistisch, zumal sich die Analyse in erster Linie auf Daten der Auto­mobilindustrie stützt.

Bereits in der Vergangenheit hat das Institut für Kraftfahrzeuge (IKA) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, welches sich wesentlich über Aufträge aus der Auto­industrie finanziert, völlig übertriebene Kostenschätzungen vor­gelegt. (weiterlesen…)

Keine Energiewende ohne Verkehrswende

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Pressemitteilung, Berlin, 23. 10 2014

Anlässlich des zweitägigen Gipfels des Europäischen Rates in Brüssel, bei dem die langfristige Energie- und Klimapolitik der EU fest­gelegt werden soll, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD auch für den Verkehrsbereich ambitionierte Ziele. Das Energie- und Klimapaket 2030 muss vor allem verbindliche Formulierungen enthalten. Dafür muss sich Bundeskanzlerin Angela Merkel stark machen.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender:Der vorliegende Ab­stimmungs­entwurf ist bislang viel zu schwach. Auch wenn die Bundes­regierung erreicht, dass das aus Sicht des VCD zu schwache Emissionsreduktionsziel von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 am Freitag beschlossen wird, muss mindestens die Mög­lichkeit offen gehalten werden, es in den nächsten Jahren nach­zu­bessern. Allen Staaten muss zudem klar sein, dass die Klimaziele der EU nur erreicht werden können, wenn endlich ernstliche Maß­nahmen im Verkehrsbereich angegangen werden.(weiterlesen…)