Pressemitteilung, VCD Elbe-Saale, 31. 3. 2010
VCD: “Vorrang für den ÖPNV hilft der Umwelt mehr als fließender Autoverkehr. In Dresden findet sich bisher eine unzureichende Bevorrechtigung für ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr und eine veraltete Ampeltechnik.”
Lutz Dressler, Landesvorstandssprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD) zeigte sich am Mittwoch sehr besorgt über die Forderung des ADAC-Sprechers Markus Löffler, die Vorrangschaltung für Bus und Bahn generell in Frage zu stellen: “Natürlich muss es ein Anliegen der Verkehrsplanung sein, unnötige Wartezeiten bei allen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Da sich aber in Dresden der durchschnittliche Straßenbahnnutzer mit 19 km/h bereits jetzt deutlich langsamer als ein Autofahrer (28 km/h) bewegt, ist es absurd eine (bisher kaum ausgebaute) Bevorzugung von Bus und Bahn zu hinterfragen. Während der motorisierte Individualverkehr in Dresden immer schneller voran kommt und europaweit spitze ist, werden die umweltfreundlichen Verkehrsträger systematisch ausgebremst. Allein die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben in der Innenstadt mit den schlechtesten Verkehrszuständen zu kämpfen, während der Autoverkehr zu über zwei Dritteln in Dresden in guten bis sehr guten Verkehrszuständen voran kommt. So sieht die Realität aus!” Auch Radfahrer und Fußgänger werden mit sogenannten Bettelampeln immer mehr behindert. Das sei eine Verkehrspolitik gegen die gesundheitsfreundlichen Verkehrsträger dieser Stadt, so der VCD.
(weiterlesen…)