Gemeinsame Pressemitteilung von VCD, Heinrich-Böll-Stiftung und BiWAK, Berlin, 26.05.10
Die Straße als gemeinsamer Raum für alle, ob sie nun verweilen, sich treffen, spielen, hindurchfahren oder – gehen wollen – und das im Autoland Deutschland? Das Zauberwort heißt »Shared Space«: Stadt- und Verkehrsplaner haben ein gleichberechtigtes Miteinander von Motor und Mensch zum Ziel, vereinbaren Mobilität und Aufenthalt. Straßenraum wird Lebensraum – was utopisch klingt, kann funktionieren. Das ist eine Kernaussage des Buches »Shared Space – Beispiele und Argumente für lebendige öffentliche Räume«, die die grüne Heinrich-Böll-Stiftung und der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) heute in Berlin vorstellten. Die erste umfassende deutschsprachige Publikation zum Thema erläutert das Prinzip Shared Space, stellt realisierte Projekte vor und gibt konkrete Hinweise und Tipps für die Umsetzung vor Ort.
“Shared Space ist mehr als ein Verkehrskonzept“, erklärt Wolfgang Pohl, Referent für Kommunalpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung. “In vielerlei Hinsicht erfordert dieses Modell ein Umdenken. Schließlich versucht Shared Space in einem der am stärksten geregelten Bereiche, dem Verkehr, Restriktionen und Vorrechte durch Kommunikation und Gestaltung abzubauen. Die Grundprinzipien dafür: gemeinsame Nutzung des Raumes als Verkehrs- und Aufenthaltsraum und die Verständigung auf ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf Grundlage von § 1 der Straßenverkehrsordnung. All das führt zu lebendigeren Orten.“
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