Mit ‘Börsengang’ getaggte Artikel

Ramsauer legt Bahnbörsengang vorerst auf Eis

Donnerstag, 11. Februar 2010

VCD-Pressemitteilung 09/10 – Berlin, 11.02.10
VCD: Staat muss Gemeinwohlverantwortung ernstnehmen / Kundenfreundlichkeit eingefordert

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt die Aussagen von Bun­des­verkehrsminister Peter Ramsauer, angesichts der Tur­bu­len­zen auf den Finanzmärkten infolge der Finanz- und Wirtschafts­krise den Börsengang der Deutschen Bahn AG (DB AG) vorerst ruhen zu lassen. Ähnlich hatte sich auch der Vorstandsvorsitzende der DB AG, Rüdiger Grube, geäußert.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Verkehrsminister Ram­sauer und Bahnchef Grube sind sich mit Blick auf die Aus­wirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise offenbar einig, derzeit keinen Börsengang des Unternehmens zu riskieren. Im Gegenzug wollen beide mehr Wert auf Service und Kunden­freund­lich­keit legen. Es freut uns, dass Bahnchef und Minister hier VCD-Positionen teilen. Bevor jedoch erneut über die Kapital­privatisierung nachgedacht wird, muss nun die Zeit genutzt werden, um festzulegen, welche Rolle die Schiene im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrspolitik in Zukunft spielen soll. Der Bund wird auch weiterhin seiner im Grundgesetz verankerten Gemein­wohl­verantwortung für den Schienenverkehr und die zugehörige Infra­struktur verpflichtet bleiben. Um das zu gewährleisten, müssen Schienennetz, Bahnhöfe, Fahrpläne und Vertrieb im Falle einer Privatisierung aus dem Konzern herausgelöst und ein flächen­decken­des Fernverkehrsangebot garantiert werden.
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Zum S-Bahn Chaos in Berlin

Freitag, 17. Juli 2009

VCD Pressemitteilung 56/09 – Berlin, 17.07.2009
VCD: Inakzeptabler Zustand – Rationalisierungsdruck beenden

Wir sind entsetzt darüber, was derzeit bei der Berliner S-Bahn ge­schieht. Dass in einer Millionenstadt wie Berlin der Öffentliche Ver­kehr derart zusammenbricht, ist inakzeptabel“, so Michael Gehr­mann, Bundes­vorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) zur kompletten Stilllegung zentraler S-Bahnlinien in der Haupt­stadt ab kommenden Montag. Hauptverantwortlich für dieses Chaos sei die Deutsche Bahn AG, die mit ihrem übertriebenen Rendite­druck aufgrund ihres geplanten Börsengangs zu den unverant­wortlichen Einsparungen im Sicherheitsbereich der S-Bahn beigetragen habe. Es sei ein Unding, dass die vom Management und der Politik begangenen fatalen Fehler nun von den Bürgern und Besuchern Berlins ausgebadet werden müssen.
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Mehdorn dankt ab

Montag, 30. März 2009

VCD-Pressemitteilung 25/09 – Berlin, 30.03.09
VCD fordert neue Weichenstellung in Bahnpolitik

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) sieht im Rücktritt von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn die Chance für einen Neuanfang in der Bahn­politik. Mehdorn und die Bundesregierung hätten in den ver­gan­genen Jahren mit dem geplanten Börsengang, der weltweiten Ex­pansion des Konzerns in bahnfremde Sparten, mit regelmäßigen Fahr­preis­erhöhungen und gleichzeitigen Angebotskürzungen dem Ver­kehrs­träger Schiene in Deutschland geschadet. Der Personal­wechsel an der Spitze müsse nun dazu genutzt werden, das Augen­merk der Deutsche Bahn AG wieder auf ihr Kerngeschäft zu lenken. Es müsse alles daran gesetzt werden, in Deutschland ein attraktives Bahnangebot für den Personen- und den Güterverkehr zu schaffen und die Infrastruktur dementsprechend auszubauen.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Hartmut Mehdorns Bahn­politik war seit 1999 davon geprägt, aus der DB AG einen international ausgerichteten Konzern zu entwickeln, die Deutsche Bahn ohne Rücksicht auf Verluste zu privatisieren und das Un­ter­nehmen auf Kosten der Fahrgäste in die Gewinnzone zu bringen. Bezahlen durften das die Verbraucher mit gravierenden An­gebots­einschnitten – darunter mit der Einstellung des Interregio. Insgesamt ist das Verkehrsaufkommen im Fernverkehr seit Meh­dorns Amtsantritt um 13 Prozent gesunken.” Im Jahr 2002 sei Mehdorn mit der Einführung des neuen Preissystems »PEP« gescheitert. Gehrmann: “Die Fahrgäste liefen der DB AG in Scharen davon. Vor allem Mehdorns Versuch, im Rahmen von “PEP” die Bahn­card50 abzuschaffen, erwies sich für ihn als Bumerang. Nach massiven Protesten von Umwelt- und Verbraucherverbänden musste er nachgeben und die Bahncard ein halbes Jahr nach ihrer Ab­schaffung wieder einführen.” Zuletzt habe der Bahnchef im vergangenen Jahr mit der versuchten Einführung des sogenannten Bedien­zuschlages Schiffbruch erlitten.
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Deutsche Bahn AG streicht Nachtzug Hamburg – Paris

Dienstag, 28. Oktober 2008

Pressemitteilung 30/2008 (VCD-Nds) VCD-Landesverbände Niedersachsen und Nord, Hamburg/Hannover, 29. Oktober 2008
VCD: „Umweltfreundliche Bahn forciert weiteren Flug­verkehr!“/Politik und Bahn zum Einlenken aufgefordert

Mit großem Unverständnis reagiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die Einstellung der direkten Nachtzugverbindung von Hamburg über Bremen nach Brüssel und Paris. Zum Fahrplanwechsel im Dezember müssen Fahrgäste nach Paris einen weiten Umweg nehmen; die Nachtanbindung nach Brüssel geht verloren. Es han­delt sich hierbei um die einzige noch verbliebene umsteigefreie Ver­bindung zwischen der Hansestadt und Brüssel sowie Paris.
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Geplante Bonuszahlungen für Bahn-Vorstände bei der Bahnprivatisierung

Sonntag, 26. Oktober 2008

Kein Wunder das Bahn-Chef Hartmut Mehdorn an dem Pri­va­ti­sie­rungs­zeit­plan der Bahn festhalten wollte, obwohl absehbar war, dass der erwartete Preis bei weitem nicht erzielt werden konnte. Wie der Spiegel berichtet war nach einem erfolgreichen Börsen­gang für die Bahnvorstände eine dicke Bonuszahlung ver­einbart. Sicher­heits­halber wurde die Politik darüber nicht informiert. Der Per­so­nal­ausschuss des Bahn-Aufsichtsrats hat die Zahlungen bereits im Juni verabschiedet – darüber jedoch strengstes Stillschweigen vereinbart.

Ein kleines Zitat aus dem Spiegelartikel:

“Es kann doch nicht sein, dass wir bei Bankmanagern hart durchgreifen, aber die Chefs unserer eigenen Unternehmen dafür belohnen, wenn sie Bundesvermögen verschleudern”, kritisiert auch der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestags, Otto Fricke (FDP).

Mal schauen ob die versprochenen Bonuszahlungen weiter gültig bleiben. Und hoffen wir vor allem, das zukünftig die Politik endlich ihre Verantwortung für den öffentlichen Verkehr wahrnimmt und realisiert, das sie -noch- Besitzer der Bahn ist und nicht Bittsteller bei einer AG auf die sie keinen Einfluss nehmen kann.

Bahn verschiebt Börsengang

Donnerstag, 09. Oktober 2008

Aktueller Hinweis: Laut Financial Times wird der Börsengang der Bahn verschoben:

Die Bundesregierung zieht die Reißleine: Der Börsengang der Bahn wird nach FTD-Informationen angesichts der Finanzmarktturbulenzen verschoben. Ein neuer Termin wird aber schon angepeilt.

Quelle: Financial Times

Hoffen wir mal, das noch eine zweite Reißleine gefunden wird ;)

Zeichnungsfrist für Bahnaktien beginnt in einer Woche

Montag, 06. Oktober 2008

VCD-Pressemitteilung 69/2008 – Berlin, 06.10.08
VCD fordert: Bahnbörsengang stoppen! Holdingmodell und Finanzmarktlage gefährden Zukunft des Schienenverkehrs

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert die Bundes­regierung auf, den bevorstehenden Börsengang der Deutschen Bahn AG zu stoppen. Zu den grundsätzlichen Argumenten gegen das Holdingmodell seien schwerwiegende aktuelle wegen der Krise der Weltfinanzmärkte hinzugekommen. Damit gebe es keinen plausiblen Grund mehr, an den Börsenplänen festzuhalten. “Wenn die Bundesregierung jetzt nicht die Notbremse zieht, gefährdet sie die Zukunft des umweltverträglichen Schienenverkehrs“, warnt VCD-Bundesvorsitzender Michael Gehrmann.

Aus Sicht des VCD ist das jetzige Holdingmodell der Deutschen Bahn AG für einen Börsengang nicht geeignet, da es keine tatsächliche Entflechtung des Konzerns beinhaltet. Die Trennung der teilprivatisierten Tochtergesellschaft DB Mobility Logistics vom Mutterkonzern stehe lediglich auf dem Papier. (weiterlesen…)

VCD kritisiert erneute Erhöhung von Bahn-Fahrpreisen

Montag, 01. September 2008

Pressemitteilung VCD Baden-Württemberg Nr. 17/08, Stuttgart, 01. September 2008
Börsengang wichtiger als attraktives Preissystem und Kundenservice

Der Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg e.V. (VCD) hält die Begründungen für die angekündigte Erhöhung der Fahrpreise der Deutschen Bahn AG (DB) für nicht nach­vollziehbar. VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: “Es besteht über­haupt kein Grund für weitere Preiserhöhungen. Trotz Energie­preis­schub und höheren Löhnen konnte der DB-Personenverkehr seine Gewinne zuletzt um sieben Prozent steigern. Einziger Grund ist somit eine weitere Steigerung der Rendite für den bevor­stehenden Börsengang. Und dies zu Lasten von Steuerzahlern und Fahrgästen.

Lieb kritisiert das Preissystem der DB grundsätzlich: “Dass über 80 Pro­zent der Fahrgäste Sonderpreise für ihre Fahr­scheine in An­spruch nehmen, zeigt wie unattraktiv das bestehende, undurch­schau­bare Preissystem überhaupt ist. Kein Kaufmann kann es sich leisten, nur von Sonderangeboten zu leben.
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