Mit ‘Bauarbeiten’ getaggte Artikel

Stuttgart 21 – VCD sieht keine Bewegung bei Landesregierung

Mittwoch, 06. Oktober 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 39/10, Stuttgart, 6. Oktober 2010
Zur heutigen Regierungserklärung von Ministerpräsident Mappus

Mit deutlicher Kritik hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die Regierungserklärung von Ministerpräsident Mappus zu Stuttgart 21 reagiert. Die Angebote des Ministerpräsidenten seien nicht dazu geeignet, die Diskussion um den Bahnknoten Stuttgart einen Schritt weiter zu bringen. Der VCD fordert die Landesregierung auf, endlich auf die sachliche Kritik an dem Prestigeprojekt einzugehen. Bevor nicht alle Fakten, Gutachten und Wirtschaft­lichkeits­berechnungen auf dem Tisch lägen und ein Bau- und Vergabestopp erklärt würde, könnten auch keine ernst zu nehmenden Gespräche oder Verhandlungen stattfinden.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Wir vermissen eine Aufarbeitung der letzte Woche bekannt gewordenen Planungsmängel bei der Deutschen Bahn AG. Wo bleibt der ‚Stresstest’ zur Leistungsfähigkeit und zu Kapazitätsreserven des Tunnelbahnhofs? Dazu hat Ministerpräsident Mappus nichts gesagt. Die Zehntausende, die jede Woche gegen Stuttgart 21 auf die Straße gehen, wollen nicht über die Farbe der Fahrradständer auf den frei werdenden Flächen diskutieren um die Akzeptanz des Prestigeprojekts zu erhöhen. Sie wollen einen zukunftsfähigen Bahnknoten für die Landeshauptstadt. Die Menschen haben berechtigte Zweifel an Stuttgart 21. Und die Landesregierung weigert sich beharrlich auf diese Zweifel einzugehen. So kann kein Dialog geführt werden.“

Stuttgart 21 – Planungschaos übertrifft alle Erwartungen

Mittwoch, 29. September 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 38/10, Stuttgart, 30. September 2010
VCD fordert Neustart für Bahnknoten Stuttgart

Jüngste Medienberichte, wonach bei Stuttgart 21 ein Planungschaos herrscht, bestätigen den ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) in der Einschätzung, dass es sich beim geplanten Tiefbahnhof sowohl bahnbetrieblich als auch rein handwerklich um die größte Fehlplanung der deutschen Bahngeschichte handelt. Der VCD fordert einen sofortigen Abrissstopp und einen Verzicht auf die geplanten Baumfällarbeiten im Schlossgarten. Der Planungsrückstand bei der Deutschen Bahn AG erlaube eine Pause und ermögliche einen völligen Neustart in der Diskussion um die Gestaltung des Bahnknotens Stuttgart.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: „Die DB ist sowohl mit den Planungen als auch der Umsetzung von Stuttgart 21 sichtlich überfordert. Es gibt also weder eine Notwendigkeit noch besondere Eile, die begonnen Abrissarbeiten fortzusetzen. Man könnte sich ohne Zeitdruck zusammensetzen und über die bestmögliche Gestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofes sprechen. Stattdessen verrennen sich die Stuttgart 21-Befürworter in einem trotzigen ‚Weiter so!’ und wollen bis zur Landtagswahl unumkehrbare Fakten schaffen. Das ist nicht nur unvernünftig, sondern vor allem unverantwortlich gegenüber den Menschen im Lande und den öffentlichen Haushalten.“
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Stuttgart 21: Bahn kann auf Abriss des Nordflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof verzichten

Dienstag, 31. August 2010

VCD Baden-Württemberg e.V., Pressemitteilung Nr. 34/10, Stuttgart, 31. August 2010
Stuttgart 21: Bauarbeiten für kommendes Wochenende abgesagt

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. weist darauf hin, dass die Deutsche Bahn AG (DB) wichtige Bauarbeiten im Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes für das erste September-Wochenende abgesagt hat. Da die DB mit ihren Bauarbeiten deutlich in Verzug sei, gebe es für den derzeit erfolgenden Abriss des Nordflügels weder eine Notwendigkeit noch Grund zur Eile. Die Abrissarbeiten könnten problemlos gestoppt werden und müssten das geplante Spitzengespräch zwischen Ministerpräsident Mappus, Bahnchef Grube und den Stuttgart 21-Kritikern nicht unnötig belasten.

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb erklärte: „Eigentlich wollte die DB das letzte verkehrsarme Wochenende in den Ferien dazu nutzen, wichtige Bauarbeiten im Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes vorzunehmen. Die Baustellenfahrpläne hierzu wurden schon im Juli veröffentlicht und hatten vorgesehen, dass zahlreiche Züge den Stuttgarter Hauptbahnhof umfahren. Da die DB mit ihren Planungen massiv in Verzug ist, wurden die Bauarbeiten abgesagt und die Baustellenfahrpläne wieder aus der elektronischen Fahrplanauskunft entfernt.“
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Politik verhindert zukunftsfähigen Verkehr in Braunschweig

Freitag, 27. August 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 16/2010, 27.08.2010, Braunschweig.
Ein Drittel des Straßenbahnnetzes gesperrt, VCD: „Braun­schweig verkehrspolitisch auf Abwegen“

Die ab kommenden Montag geltende Sperrung von fast einem Drittel des Braunschweiger Straßenbahnnetzes aufgrund von Bau­arbeiten stellt einen erneuten Rückschlag für die Zukunfts­fähigkeit Braunschweigs im Verkehrsbereich dar“, erklärt Harald Walsberg, stellvertretender Landesvorsitzender des Verkehrs­clubs Deutsch­land (VCD).

Seitdem bereits ein Jahr lang die Oststrecke nach Volkmarode gesperrt ist, sollen ab Montag zusätzlich die Nordstrecke ab Ge­sund­heits­amt nach Wenden und die Hauptverbindung zum Haupt­bahnhof ab Kennedy-Platz gesperrt werden. Damit wären fast 23 km von insgesamt ca. 78 km für mehrere Monate nicht mehr befahrbar. „Sperrungen eines derartigen prozentualen Ausmaßes sind nur aus der ehemaligen DDR bekannt, und auch dort nur aus kleinen Städten mit entsprechend kleinem Straßenbahnnetz. In Braunschweig scheut man sich also nicht, den Bürgern Zu­mutun­gen aufzuerlegen, die seit dem Ende der DDR in Deutschland Zeugnisse der Vergangenheit zu sein schienen“, so Wals­berg. Ersatzverkehrsmittel brauchen in der Regel mehr Fahrt­zeit, und deren Benutzung ist in der Regel mit mehr Organi­sations­aufwand verbunden. Deshalb sind sie bei Fahrgästen weniger beliebt. Ein Imageverlust des Öffentlichen Verkehrs ist also zu befürchten.

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