Mit ‘Automobilindustrie’ getaggte Artikel

EU-Regelung zum Reifendruck von Autos soll aufgeweicht werden

Montag, 19. Oktober 2009

Berlin, 19.10.09
VCD: Vorhaben belastet Klima und gefährdet Ver­kehrssicherheit

Die EU riskiert, die Ver­kehrs­sicherheit auf den Straßen zu ver­schlechtern und die Klimabelastung durch den Straßenverkehr zu erhöhen. Davor warnen der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und seine europäische Dachorganisation Transport and Environment (T&E) anlässlich der morgen anstehenden Entscheidung zur Regelung des Reifendrucks von Pkw. Vor allem aufgrund der Einfluss­nahme von Deutschland und Schweden sollen niedrigere Standards zur Kontrolle des Reifendrucks innerhalb von Pkw durchgesetzt werden.

Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: „Reifenprobleme sind für rund neun Prozent aller tödlichen Unfälle auf europäischen Autobahnen verantwortlich. Zu schwacher Reifendruck führt dazu, dass die Reifen schneller verschleißen. Zudem verbrauchen diese Autos mehr Sprit. Europaweit werden aufgrund des zu geringen Reifendrucks von Pkw jährlich 12 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich ausgestoßen. Deswegen benötigen wir dringend eine Regelung, die einen optimalen Reifendruck sicherstellt.
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Nachhaltige Verkehrspolitik blinder Fleck im Wahlkampf

Mittwoch, 23. September 2009

VCD-Pressemitteilung 73/09 – Berlin, 23.09.2009
VCD zur Bundestagswahl

Kurz vor der Bundestagswahl kritisiert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), dass keine Partei die nachhaltige Mobilität im Wahl­kampf ernsthaft angegangen sei. Die große Koalition sei mit der Ab­wrack­prämie und der Förderung von Elektroautos auf Stimmen­fang gegangen. Konkrete Klimaschutzpolitik habe es in den letzten Wochen und Monaten aber nicht gegeben. Dabei gebe es hier dringenden Handlungsbedarf. Der CO2-Ausstoß aus dem Verkehr trage mit einem Anteil von 20 Prozent an den Gesamt­emissionen Deutsch­lands wesentlich zum Klimawandel bei.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Wirtschaftskrise hat zu einer fatalen Pause im Klimaschutz geführt. Ob der massive Aus- und Neubau von Straßen, die Kfz-Steuerbefreiung oder die an keinerlei Umweltkriterien geknüpfte Abwrackprämie – im Rahmen der Konjunkturpakete hat die Bundesregierung im Verkehrsbereich viel Geld in veraltete Strukturen gesteckt. Im Wahlkampf ver­suchte sich dann Schwarz-Rot mit der Diskussion um die Elek­tro­mobilität ein grünes Mäntelchen zu verpassen. Das hat alles nichts mit einem Wandel in der Verkehrspolitik zu tun. Die kom­men­de Bundesregierung muss das Lenkrad dringend herum­reißen und endlich die Weichen für eine zukunftsfähige Mobilität stellen.
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Aktuelle Ergebnisse zum CO2-Ausstoß von Neu­wagen in Europa

Dienstag, 15. September 2009

Gemeinsame Pressemitteilung 70/09 – Berlin/Brüssel/Frankfurt am Main, 15.09.09
Umweltverbände: Deutsche Hersteller hinken nach wie vor hinter­her

Die deutschen Autohersteller liegen mit dem CO2-Ausstoß ihrer Flot­ten noch immer deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Untersuchung, die der Euro­päische Verband für Verkehr und Umwelt »Transport & Environment« (T&E) heute in Brüssel veröffentlicht hat. Während die im Jahr 2008 EU-weit verkauften Pkw im Schnitt 153 Gramm CO2 pro Kilometer ausstießen, lag dieser Wert bei den Autoflotten deutscher Hersteller um zehn Gramm höher. Daimler schneidet mit 175 Gramm CO2 pro Kilometer als schlechtester von 14 aus­gewerteten Herstellern in Europa ab, Volkswagen liegt mit 159 Gramm auf Platz 12 und BMW mit 154 Gramm auf Platz neun. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der WWF forderten angesichts der Zahlen ihres europäischen Dachverbandes die deutschen Hersteller dazu auf, ihre Anstrengungen für spritsparende Fahrzeuge zu erhöhen.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Unsere Zahlen widerlegen die Aussagen von VDA-Chef Matthias Wissmann. Im Rahmen der IAA preist er immer wieder die deutsche Auto­industrie als Vorreiter im Klimaschutz an. Im Vergleich zu anderen Herstellern haben die deutschen zwar hohe Effizienz­gewinne zu verzeichnen, allerdings kommen sie von ganz weit hinten und dümpeln nach wie vor am Tabellenende vor sich hin. VDA-Präsident Matthias Wissmann setzt aufs falsche Pferd, wenn er stolz verkündet, dass 80 Prozent aller Premiumautos aus Deutsch­land kommen. Diese Autos sind nicht mehr zeitgemäß und nicht zukunftsfähig.
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Koalition will Steuervergünstigung für Jahres­wagen

Montag, 24. August 2009

VCD-Pressemitteilung 65/09 – Berlin, 24.08.09
Durchsichtiges Wahlkampfgeschenk – Bundesregierung lernt nicht aus Fehlern

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert das Vorhaben der großen Koalition, als Ersatz für die auslaufende Abwrackprämie den Absatz von Jahreswagen für Werksangehörige durch Steuer­ver­günstigungen zu fördern. Eine solche Förderung wäre – wie auch schon bei der Abwrackprämie – an keinerlei Um­welt­kriterien ge­knüpft und stelle damit eine Subventionierung der veralteten Technik deutscher Autohersteller dar. Das aus Sicht des VCD durch­sichtige Wahlkampfgeschenk an die deutsche Autoindustrie helfe nicht, sondern richte mittelfristig Schaden an der Umwelt und der Wirtschaft an. Denn künftig könnten nur die Hersteller auf den Märkten bestehen, die auf kleinere und umweltverträgliche Pkw setzten. Dafür müsse die Politik entsprechende Rahmenbedingungen setzen. Zudem werde der Absatz von Autos weiter künstlich aufrecht erhalten und der Umsatzeinbruch nach Auslaufen der Förder­programme nur später, aber dafür umso heftiger erfolgen.
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