Mit ‘Autohersteller’ getaggte Artikel

Bundesregierung darf nicht weiter vor den Autoherstellern einknicken

Mittwoch, 10. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 10. 08 2016

Berlin,10. August 2016. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Verschiebung der Einführung der Blauen Plakette als wiederholtes Einknicken der Bundesregierung vor der Autoindustrie.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Wenn VDA-Chef Matthias Wissmann jammert, dass 13 Millionen Diesel-Pkw wegen der Blauen Plakette Fahrverbote drohen, dann muss ihm entgegenhalten werden, dass die Plakette nur notwendig wird, weil die Autohersteller die Grenzwerte, die zum Schutz der Gesundheit festgelegt wurden, über viele Jahre unterlaufen haben. Und das bewusst, teilweise in betrügerischer Absicht. Hätten die Autohersteller die gesetzlichen Regeln befolgt und hätten sie dafür gesorgt, dass die Autos auch auf der Straße und nicht nur im Labor sauber sind, dann wäre die Blaue Plakette überflüssig.“ (weiterlesen…)

Frankreich veröffentlicht Untersuchungsbericht zum Abgasskandal und geht hart mit heimischen Herstellern ins Gericht

Mittwoch, 03. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 04. 08 2016

Im Zuge des Abgasskandals hat sich das französische Umweltministerium nicht davor gescheut neben ausländischen Autoherstellern auch heimische Hersteller, in Bezug auf die Abgasreinigung, zu untersuchen und die Ergebnisse umfassend und transparent zu veröffentlichen. Vorbildhaft oder einzig eine verantwortungsbewusste Haltung? Beides, so der ökologische Verkehrsclub VCD.
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Desaster für Klimaschutz und Steuerzahler

Mittwoch, 27. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 27. 04 2016

Nach schier endlosen Debatten um eine finanzielle Förderung von E-Autos erscheint der Kompromiss von Bundesregierung und Autobossen alles andere als überzeugend. Mit der langen Diskussion, immer neuen Vorschlägen und dem blamablen Ergebnis des gestrigen »Gipfels« haben sie dem Elektroauto einen Bärendienst erwiesen. Das Ziel war groß, die Absicht gut, das Ergebnis ist nicht erfolgsversprechend.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Der Kompromiss auf kleinstem gemeinsamen Nenner wird dem E-Auto nicht zum Durchbruch helfen und erst recht keinen Anstoß für eine Verkehrswende geben.“
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Förderung von E-Autos braucht mehr als eine Kaufprämie

Dienstag, 02. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 01. 02 2016

Elektromobilitätsgipfel oder Treffen mit der Kanzlerin – erneut steht ein Spitzengespräch bevor, um dem 2013 gesteckten Ziel von einer Million E-Autos bis 2020 ein Stück näher zu kommen. Dabei geht es vor allem um die finanzielle Förderung von Elektroautos.

Der ökologische Verkehrsclub VCD zweifelt an dem Erfolg dieser Pläne und kritisiert die Mentalität des Handaufhaltens der Autoindustrie. Um eine deutliche Steigerung der Anzahl von Elektroautos zu erreichen, braucht es von der Politik ein schlüssiges Gesamtkonzept, das auf eine Verkehrswende setzt und damit auch die Elektromobilität durch geänderte Rahmenbedingungen fördert.
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Erhöhte Schadstoff- und Verbrauchswerte bei Pkw

Freitag, 15. Januar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 15. 01 2016

Erneut weist das Internationale Forschungsinstitut ICCT in einer Kurz­studie nach, dass die in Europa meistverkauften Pkw-Modelle mehr verbrauchen als von den Herstellern angegeben. Die zwanzig beliebtesten Pkw weisen in der Realität einen im Schnitt um 40 Prozent höheren Verbrauch und CO2-Ausstoß auf. Doch dass es die Abweichungen zwischen Realität und Angaben der Autohersteller gibt, ist nicht neu, auch nicht, dass die Abweichungen zum CO2-Ausstoß und dem Kraftstoffverbrauch zunehmen. Umso mehr erstaunt die überraschte Haltung der deutschen Politiker.

Der ökologische Verkehrsclub kritisiert seit Jahren diese Ver­brau­cher­täuschung, verbunden mit der Forderung, dass die Kum­pa­nei zwischen Autoindustrie und Politik ein Ende haben muss.
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Lehren aus dem Abgasskandal: Typzulassung von Pkw reformieren und reale Emissionen messen

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Pressemitteilung, Berlin, 17. 12 2015

Als Reaktion auf die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellten Maßnahmen zur Reformierung des Typ­zulassungs­verfahrens für Pkw haben führende Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherschutzverbände heute ein gemeinsames Konzept zur Modernisierung der Genehmigungs­praxis vorgestellt. Die Vertreter von BUND, Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, NABU und VCD betonten, dass der gegenwärtige Abgasskandal nicht nur Ausdruck mutwilliger Täuschungs­absichten auf Seiten der Hersteller sei. Der Skandal zeige auch, dass das bisherige Typ­zulassungs­verfahren seiner Aufgabe nicht gerecht werde und die behördlichen Kontroll­instanzen insgesamt versagt hätten. Das Konzept der Verbände zur Zulassung von neuen Fahrzeugmodellen sieht in Anlehnung an das US-amerikanische Modell eine Kombination aus Herstellererklärung, unabhängigen Kontroll­messungen im realen Fahrbetrieb und empfindlichen Sanktionen bei Verstößen vor. Dieses Modell der Typzulassung sollte die Voraussetzung dafür sein, dass Auto­mobil­hersteller neue Fahrzeugmodelle in Serie produzieren und auf den europäischen Markt bringen können. (weiterlesen…)

Autohersteller betrügen bei Abgastests – VW ist nur Spitze des Eisbergs

Montag, 21. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 21. 09 2015

Was Experten seit langem vermuten und Umweltverbände wie DUH und VCD immer wieder öffentlich kritisieren, ist nun Gewissheit: Autohersteller betrügen bei Abgastests. Die amerikanische Umwelt­behörde Environment Protectional Agency (EPA) hat zunächst den Volkswagen-Konzern überführt, bei Diesel-Fahrzeugen eine Soft­ware zu integrieren, die erkennt, wann der offizielle Abgastest erfolgt und dafür sorgt, dass in diesem Moment sauber gefahren wird. Im Realverkehr hingegen sind die Emissionen bis zu einem 25-fachen pro Kilometer höher.

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat diesen Verdacht schon in den VCD Auto-Umweltlisten seit 2013 geäußert und in den Folge­jahren immer wieder gefordert, dass neben den Labortests Nachprüfungen im Realverkehr erfolgen müssen. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Es ist mit Sicherheit an­zu­nehmen, dass neben Volkswagen auch andere Konzerne die Abgas­werte manipulieren und das nicht nur in den USA. Die EU muss jetzt ebenfalls reagieren. Die  Einführung der Realmessungen von Luftschadstoffen ist zwar schon beschlossen, aber die Hersteller versuchen sich bereits Schlupflöcher zu sichern. Die EU muss ehrliche Tests ohne Wenn und Aber beschließen, damit Be­trü­gereien ein Ende haben.“
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Dobrindt träumt mit Autoherstellern um die Wette

Donnerstag, 17. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 17. 09 2015

Digitalisierung ist das neue goldene Wort von Autoindustrie und Bundesverkehrsminister Dobrindt. Doch während schönste Zukunftsformulierungen durch die Medienkanäle stürmen, stehen aktuelle Ziele vor einem desaströsen Misserfolg, kritisiert der ökologische Verkehrsclub VCD.

Deutschland ist weit davon entfernt eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu verringern, geschweige denn eine erfolgreichen Strategie einer gerechten und zukunftsfähigen Infrastrukturfinanzierung auf die Beine zu stellen. Und was bietet die IAA? Noch mehr unreale PS-Träume und Computertechnik, die weit über das hinaus geht, was Autofahrer und Autofahrerinnen brauchen.
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IAA 2015: Autonomes Fahren und neue SUV-Modelle

Montag, 14. September 2015

Pressemitteilung, Berlin, 14. 09 2015

»Mobilität verbindet« so das Motto der diesjährigen Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), mit dem klaren Fokus auf neueste Technologien und Lösungen rund um das vernetzte Auto, das autonome Fahren sowie ein wenig mehr Raum für Konzepte, die neuen Mobilitätsbedürfnissen Rechnung tragen. Mit ersterem scheinen die deutschen Autohersteller ein neues Innovationsfeld besetzen zu können, um Autos wertiger und moderner darzustellen. Doch was bringt die Digitalisierung für das eigentliche Autofahren?

„Wenn es mehr ist als Infotainment und darüber ein entscheidender Beitrag für mehr Sicherheit geleistet werden kann, dann sehen wir eine positive Entwicklung“, so Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD. „Doch gleichzeitig steht der SUV-Boom im Widerspruch zum Leitbild Sicherheit. Es besteht die Gefahr, dass die Digitalisierung mehr dazu genutzt wird, lediglich den Komfort zu erhöhen, statt konsequent auf mehr Sicherheit zu setzen. Wir werden genau hinschauen müssen, ob die Hersteller den Spagat zwischen Sicherheit und der Lust am Rasen meistern.“
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Autohersteller erreichen auch ohne Supercredits für E-Autos CO2-Vorgaben der EU für 2015

Dienstag, 16. Juni 2015

Pressemitteilung, Berlin, 16. 06 2015

Alle großen Fahrzeughersteller haben vorzeitig ihre CO2-Ziele für 2015 erreicht, so das Ergebnis der aktuellen Analyse des Euro­päischen Dachverbandes der Umwelt- und Verkehrsverbände Transport & Environment (T&E). Das Bemerkenswerte daran, die von den Herstellern zuvor hart erstrittenen Flexibilitäten, wie das schrittweise In-Kraft-Treten des Grenzwertes von 2012 bis 2015 sowie die Mehrfachanrechnung von Elektroautos, mit den so­genannten Supercredits, mussten so gut wie gar nicht in An­spruch genommen werden.

Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD:Entgegen allen Beteuerungen der Autoindustrie, die Grenz­werte von 130g CO2 pro km seien technisch nicht oder nur mit hohen Kosten zu erreichen, hat sich das Gegenteil gezeigt. Die CO2-Grenzwerte sind ein effektiver Treiber, die CO2-Emissionen von Pkw zu verringern und sie sind machbar, ohne wenn und aber. Ver­glichen zur freiwilligen Vereinbarung der Autoindustrie in der Periode vor 2008, hat sich die Minderungsrate bis heute verdreifacht.

Laut T&E-Analyse sind die meisten Hersteller bereits auf gutem Weg, auch den 95-Gramm-Grenzwert für 2021 zu erreichen. Und dies − ganz entgegen der gestrigen Darstellung von Daimler-Boss Dieter Zetsche auf der Elektro­mobilitäts­konferenz − ohne wesent­lich auf die Mehrfachanrechnung von Elektroautos als Null-Emmissions­fahrzeuge zurückgreifen zu müssen. Aus Sicht des ökologischen Verkehrsclubs VCD muss damit  klar sein: Die Fortschreibung der CO2-Grenzwerte ist unabdingbar. Die EU-Kommission sollte jetzt ein neues Ziel für 2025 vorschlagen, damit das Reduktions­tempo gehalten wird. Die Bundesregierung wiederum, muss anspruchsvolle Vorgaben unterstützen, wenn sie wirklich den Klimaschutz und die Elektromobilität voranbringen will. (weiterlesen…)