VCD-Pressemitteilung 57/10 – Berlin, 22.06.10
VCD: Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr sind keine Strafe!
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert den Vorstoß des niedersächsischen Justizministers Bernd Busemann (CDU), den Entzug des Führerscheins als Hauptstrafe nicht nur bei Verkehrsdelikten, sondern auch bei Verbrechen wie Diebstahl oder Körperverletzung zu nutzen. Der entsprechende Vorschlag soll auf der am Donnerstag in Hamburg beginnenden Justizministerkonferenz der Länder diskutiert werden.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Wer wie Herr Busemann meint, ohne Führerschein in seiner Bewegungsfreiheit einschränkt und einer Art Freiheitsentzug unterworfen zu sein, offenbart ein völlig rückwärtsgewandtes Bild von Mobilität: Er verhöhnt all jene, die sich bewusst für kostengünstigere und umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel entscheiden und es keineswegs als Strafe ansehen, sich ohne eigenes Auto – also mit Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß – fortzubewegen. Und er fügt dem Image des Öffentlichen Personenverkehrs immensen Schaden zu.“
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