Mit ‘Arriva’ getaggte Artikel

Zur Halbjahresbilanz der DB AG

Mittwoch, 28. Juli 2010

VCD-Pressemitteilung 63/10 – Berlin, 28.07.10
VCD fordert: Infrastruktur und Fahrzeuge verbessern / Fahrpreise senken

Der ökologische Verkehrsclub VCD zeigt sich erfreut über die guten Bilanzzahlen der Deutschen Bahn AG (DB AG) für das erste Halbjahr 2010, die Bahnchef Rüdiger Grube heute in Berlin vorstellte. Trotz massiver Einschränkungen im Zugverkehr aufgrund des harten Winters und technischer Mängel bei Bahninfrastruktur und Fern­verkehrs­zügen mache der Konzern Gewinne.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Ein gutes Ergebnis des Bahnkonzerns nützt den Bahnkunden und der Umwelt auf Dauer nur, wenn die Infrastruktur gut gepflegt, Engpässe beseitigt und die Angebote für Reisende verbessert werden. Die DB AG ist nach eigenen Abgaben auf dem Weg zum weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen, aber noch nicht einmal in der Lage, einen reibungslosen Schienenpersonenverkehr in Deutschland basierend auf ihrem selbsterstellten Fahrplan zu gewährleisten. Das fängt bei miserablen Pünktlichkeitsquoten der Züge an. Hinzu kommen derzeit häufig defekte Fahrzeuge und Zugausfälle, die durch nicht gleichwertige Ersatzzüge oder gar nicht kompensiert werden können, da es zu wenige Reservezüge gibt. Auch die Infra­struktur ist sehr störungsempfindlich.
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Bahn-Wettbewerb in Niedersachsen

Dienstag, 22. Juni 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 13/2010, 22.06.10, Hannover.
VCD: „metronom soll wieder zu hundert Prozent in öffentlichen Besitz!“/Steigende Kosten als Alternative befürchtet

Die metronom Eisenbahngesellschaft mbH soll wieder zu ein­hundert Prozent in den öffentlichen Besitz übergehen!“, fordert Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender Landesvorsitzender des Ver­kehrs­club Deutschland (VCD). Sollte eine von vielen Fachleuten befürchtete Konzentration im Wettbewerb der Verkehrs­unter­nehmen stattfinden, so stehen den Bundesländern und letztlich auch den Fahrgästen höhere Kosten bevor.

Der metronom war in enger Abstimmung mit der Landespolitik zu einem bedeutenden Wettbewerber im Nahverkehrsmarkt aufgebaut worden. Mit einem eigenen Fahrzeugpool hatte das Land Neuland beschritten und in Folge im Rahmen von Ausschreibungsverfahren erhebliche Einsparungen für die öffentliche Hand erzielen können. Doch erst vor wenigen Jahren hatte die CDU/FDP-Mehrheit im Landtag trotz erheblicher Bedenken des VCD die landeseigene Ost­hannoversche Eisenbahn (OHE) AG im Metronom-Verbund an Arriva verkauft. Derzeit ist ungewiss, wie sich die privaten Anteile der Arriva und benex-Gesellschaften künftig entwickeln werden, vor allem mit Blick auf die geplante Arriva-Übernahme durch die Deutsche Bahn AG.
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fairkehr-Titelthema »Masterplan Bahn«

Freitag, 11. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 51/10 – Berlin, 11.06.10
Weichen stellen für den Bahnverkehr der Zukunft

Mangelnder Lärmschutz, verfallene Bahnhöfe und ein verkürztes Schienen­netz: Während die Deutsche Bahn AG (DB AG) in Groß­projekte investiert, lässt sie besonders im ländlichen Raum ihre Infrastruktur verkommen. Konkurrenz im Fernverkehr ist noch immer Mangelware, und die Bundesregierung verdeutlicht mit ihren Plänen zum Güterverkehrs-Masterplan, dass ihre Priorität auf der Straße liegt. In der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr berichtet der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) über Be­schleu­niger und Bremser des Wettbewerbs im Fernverkehr, die Chancen des verschobenen Bahn-Börsengangs und wie auch die DB mehr Fahrgäste gewinnen könnte.


2025 werden 70 Prozent mehr Waren in Deutschland transportiert werden als noch 2004. Da ist es für die Umwelt verheerend, dass sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag von den klimaorien-tierten Ansätzen des Verkehrs-Masterplans der Großen Koalition verabschiedet hat. Schwarz-Gelb möchte hingegen die Lkw-Maut nicht erhöhen, startete Testversuche mit Gigalinern und lehnt es ab, die Kosten, die Verkehr durch Lärm, Staus und Um­welt­ver­schmutzung ver­ur­sacht, realistisch anzurechnen. All diese Beschlüsse sollen mit dem neuen Masterplan Güterverkehr im September verabschiedet werden. “Es weist alles darauf hin, dass Umwelt­aspekte beim Güterverkehr künftig keine große Rolle mehr spielen“, resümiert VCD-Bahnexpertin Heidi Tischmann in der fairkehr.
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Metronom-Geschäftsführer gekündigt

Montag, 26. April 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 10/2010, 26.04.10 Hannover
VCD: „Wohin steuert der Nahverkehr in Niedersachsen?“/Landesregierung trifft Mitschuld an unübersichtlicher Situation

Sowohl die Kündigung zweier verdienter Geschäftsführer der metronom Eisenbahngesellschaft mbH als auch die geplante Übernahme der englischen Verkehrsgesellschaft Arriva stellen für Niedersachsens Bahnpolitik eine erhebliche Herausforderung dar“, erklärt Michael Frömming, Landesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Kurz nach der Vergabe des gewichtigen neuen Verkehrsauftrages „Hanse­netz“ im nordöstlichen Niedersachsen an die Metronom-Bahn­gesellschaft hatte der Metronom-Aufsichtsrat die Geschäfts­führer Carsten Hein und Henning Weize überraschend gekündigt. Beide Geschäftsführer hatten in der Vergangenheit das Unternehmen in enger Abstimmung mit der Landespolitik zu einem bedeutenden Konkurrenten gegenüber der Deutschen Bahn AG aufgebaut. Kritiker des Metronom hatten sogar wiederholt moniert, das Land be­vor­zuge bei den Vergabeverfahren im Nahverkehr Metronom gegen­über der DB.
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Kaufpläne der Deutschen Bahn AG

Mittwoch, 21. April 2010

VCD-Pressemitteilung 29/10 – Berlin, 21.04.10
VCD kritisiert die Übernahmeabsicht des Bahn-Konkurrenten Arriva durch die DB AG

Heute wird der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG (DB AG) da­rüber entscheiden, ob der Konzern rund 2,7 Milliarden Euro für den Kauf des britischen Verkehrsunternehmens Arriva ausgeben soll. Dieses Geld hat die DB nicht in der Portokasse – ganz im Gegen­teil: Sie muss es sich am Kapitalmarkt leihen, wodurch ihr ohnehin schon gewaltiger Schuldenberg von über 15 Milliarden weiter anwächst. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. fordert die Deutsche Bahn auf, sich stärker auf die heimischen Strecken zu konzentrieren, anstatt ver­schuldete ausländische Unternehmen zu übernehmen. Qua­li­täts­sicherung, die Sanierung der Güter­verkehrs­sparte und die Schulden­reduzierung müssten an erster Stelle stehen.
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