Mit ‘ADAC’ getaggte Artikel

Rücktritt des Bundespräsidenten

Dienstag, 01. Juni 2010

VCD-Pressemitteilung 45/10 – Berlin, 01.06.10
VCD würdigt Köhlers Eintreten für zukunftsfähige Mobilität

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) bedauert den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler. Er habe sich wiederholt – etwa bei Veranstaltungen des ADAC – öffentlich für eine neue, nach­haltigere Mobilitätskultur ausgesprochen und zuletzt auf dem Welt­ver­kehrs­forum in Leipzig mehr Kostenwahrheit im Verkehr ein­gefordert.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Mit Horst Köhler geht ein Bundespräsident, der über den Tellerrand hinausblicken konnte. Er hat mehr als einmal deutlich gemacht, dass wir eine neue Mobilitätskultur brauchen, die nicht ausschließlich auf das Auto setzt. Auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig forderte er, unnötige Transporte im Güterverkehr zu vermeiden und Flugbenzin endlich zu besteuern, um somit mehr Kostenwahrheit im Verkehr zu schaffen. Damit machte er deutlich, dass die umweltpolitischen Erfordernisse des Klimawandels im politischen Mainstream angekommen sind. Angesichts von Klimakrise und begrenzter Erd­öl­vorräte müssen wir den Verbrauch fossiler Energieträger ein­schränken und den Ausstoß des Treibhausgases CO2 reduzieren. Auch Alternativen wie das Elektroauto haben nur dann eine Chance, wenn die fossilen Kraftstoffe entsprechend ihrer schäd­li­chen Wirkung auf das Klima und ihrer Knappheit teuer werden. Wir bedauern Köhlers Rücktritt als Bundespräsident und wünschen uns von seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger ein ebenso eindeutiges Eintreten für nachhaltige, zukunftsfähige Mobilität.“

Ampelschaltungen in Dresden – Bus und Bahn werden ausgebremst

Mittwoch, 31. März 2010

Pressemitteilung, VCD Elbe-Saale, 31. 3. 2010

VCD: “Vorrang für den ÖPNV hilft der Umwelt mehr als fließender Auto­verkehr. In Dresden findet sich bisher eine unzureichende Bevor­rechtigung für ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr und eine veraltete Ampeltechnik.

Lutz Dressler, Landesvorstandssprecher des Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) zeigte sich am Mittwoch sehr besorgt über die For­derung des ADAC-Sprechers Markus Löffler, die Vorrang­schaltung für Bus und Bahn generell in Frage zu stellen: “Natürlich muss es ein Anliegen der Verkehrsplanung sein, unnötige Warte­zeiten bei allen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Da sich aber in Dresden der durchschnittliche Straßenbahnnutzer mit 19 km/h bereits jetzt deutlich langsamer als ein Autofahrer (28 km/h) bewegt, ist es absurd eine (bisher kaum ausgebaute) Bevorzugung von Bus und Bahn zu hinterfragen. Während der motorisierte Individual­verkehr in Dresden immer schneller voran kommt und europaweit spitze ist, werden die umweltfreundlichen Verkehrs­träger systematisch ausgebremst. Allein die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben in der Innenstadt mit den schlechtesten Verkehrszuständen zu kämpfen, während der Autoverkehr zu über zwei Dritteln in Dresden in guten bis sehr guten Verkehrszuständen voran kommt. So sieht die Realität aus!” Auch Radfahrer und Fußgänger werden mit sogenannten Bettel­ampeln immer mehr behindert. Das sei eine Verkehrspolitik gegen die gesundheits­freundlichen Verkehrsträger dieser Stadt, so der VCD.
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Dresdner VCD kritisiert den ADAC-Test zu Fußgängerüberwegen

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Pressemitteilung VCD Dresden/Elbe Saale, Dresden, 16/12/2009

Die Ortsgruppe Dresden des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) stellt die Ergebnisse des aktuellen ADAC-Tests zu den Fuß­gänger­überwegen in Frage. VCD-Sprecher Lutz Dressler nahm speziell zum Pirnaischen Platz Stellung, den der ADAC mit “gut” bewertet: “Wenn man beim Testen durch die Windschutzscheibe schaut, ist das Ergebnis nicht verwunderlich. Aus Fußgängersicht verdienen die Überwege hier aber eher ein “befriedigend”.

So kritisiert der VCD unter anderem die Ampelschaltung am Über­weg vom Stadtmuseum zur Straßenbahnhaltestelle der Linien 1, 2 und 4: “Wer da nicht kräftig genug auf den nahezu un­empfindlichen Drücker haut, kann lange warten, dass es Grün wird.” An dieser Stelle gehen daher laut Dressler nicht Wenige bei Rot über die Straße. “Und selbst wenn man dann mal das nette gehende Ampelmännchen zu Gesicht bekommt, ist bereits wenige Sekunden später wieder rot zu sehen. Für gehbehinderte Men­schen ist es hier nahezu unmöglich, die Straße innerhalb der Grün­phase zu überqueren.” Für VCD-Sprecher Dressler sind sogenannte “Bettelampeln” generell keine gute Lösung: “Wie würde man es als Autofahrer empfinden, wenn man vor Ampeln aussteigen müsste, um dann per Knopfdruck seine Grünanforderung mitzuteilen?” Bei Kreuzungsampeln fordert der VCD deshalb mit jedem Ampelumlauf eine Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer.
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ADAC klagt gegen Umweltzone

Dienstag, 08. Dezember 2009

VCD-Pressemitteilung 94/09 – Berlin, 08.12.09
VCD kritisiert gesundheits- und verkehrspolitische Geister­fahrt des Autoclubs gegen wirksame Umweltzonen

Am morgigen Mittwoch verhandelt das Verwaltungsgericht Berlin eine Klage gegen die innerstädtische Umweltzone. Die elf Kläger, die den Einfluss der Umweltzone auf die Feinstaubbelastung be­streiten, werden vom ADAC unterstützt. Der Verkehrsclub Deutsch­land e.V. (VCD) kritisiert diese Aktion des Automobilclubs als ver­kehrs­politisch vollkommen verfehlt. Der Beitrag von Umwelt­zonen für den Gesundheits- und Klimaschutz sei mehrfach wissen­schaft­lich bestätigt worden. Ihre positive Wirkung auf die Modernisierung der Fahrzeugflotten sei erwiesen.

Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand: “Der ADAC ist heute wieder als Geisterfahrer der Verkehrspolitik in den deutschen Innen­städten unterwegs. Bundesweit unterstützt er – bisher vergeblich – Klagen gegen Umweltzonen: Ob in Köln, Hannover, München oder jetzt in Berlin, er rammt immer wieder die Barrieren der Justiz. Die verkehrspolitisch Verantwortlichen beim auto­fixierten Club sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass die europäische Luft­reinhaltepolitik aus guten Gesundheits- und Klima­schutz­gründen richtig ist und fortgeführt wird. Dies war die deutliche Nachricht des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 25. Juli 2008. Die Bürger haben demnach Anspruch auf wirkungs­volle Maßnahmen der Kommunen, um ihre Gesundheit zu schützen. Gerade die aktuell vom ADAC beklagte Umweltzone Berlin hat dazu geführt, dass Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern nachgerüstet be­ziehungs­weise neue Fahrzeuge mit sauberer Abgastechnik an­ge­schafft wurden. Bereits im ersten Jahr der Umweltzone gingen die Emissionen von besonders giftigem Dieselruß um ein Viertel und von Stickoxiden um 14 Prozent zurück.
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Versteckspiel der Asphaltlobby muss beendet werden

Dienstag, 28. April 2009

Gemeinsame Pressemitteilung von LobbyControl, dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale und der Aktions­gemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN)
28.04.2009

Die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Ver­kehrsplanung soll Finanzierung und Vorstandsstrukturen offen legen Still und unauffällig trifft sich einer der wichtigsten Asphalt­lobbyvereine am Mittwoch im niedersächsischen Duderstadt: die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV). Aus diesem Anlass fordern die Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen (AVN), LobbyControl und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale die GSV auf, ihr Versteckspiel zu beenden und ihre Finanzierung und Vorstandsstrukturen offen zu legen.
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Gabriel stellt Beimischungsquote von Ethanol in Frage

Mittwoch, 02. April 2008

VCD-Pressemitteilung 20/08 – Berlin, 2. April 2008
Täuschungsmanöver von Industrie und Regierung fliegt auf / VCD: Keine Anrechnung von Agrosprit beim CO2-Grenzwert!

Angesichts der anhaltenden Unklarheiten über die Verträglichkeit von Ethanol aus Agrarprodukten im Pkw-Treibstoff bekräftigt der Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD) seine Forderung, Agrokraftstoffe beim künftigen CO2-Grenzwert für Neufahrzeuge auf keinen Fall anzu­rech­nen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte gestern in einem Zeitungsinterview angekündigt, die Verordnung zur Beimischung von zehn Prozent Agrokraftstoffen zum herkömmlichen Sprit auszusetzen, falls mehr als eine Million Altautos dieses Gemisch nicht ver­trügen.

Es sind viel zu viele Minus- und Fragezeichen, die sich um den Treibstoff vom Acker sammeln: ökologische und soziale Folgeprobleme bei der Pro­duktion, meist nur geringe Vorteile in der Klimabilanz gegenüber her­kömm­lichem Kraftstoff und keine klaren Aussagen der Autoindustrie über die Verträglichkeit von Ethanol in älteren Fahrzeugen. Das sind ausreichend Gründe für die Bundesregierung, sich jetzt von der so­genann­ten Bio­kraft­stoff­strategie zu verabschieden. Zudem muss auch die EU bei der Ausgestaltung ihrer Verordnung über den CO2-Grenzwert entsprechende Konsequenzen ziehen“, erklärt Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundes­vorstand.
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VCD fordert rasche und konsequente Umsetzung der Umweltzone in Hannover

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Pressemitteilung 31/2007, Hannover 19.12.07, VCD-Landesverband Niedersachsen
Diskussion um Feinstaubbelastung in Hannover
Verband bemängelt durchsichtige ADAC-Kampagne zulasten des Gesundheitsschutzes

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die rasche und konsequente Umsetzung der Umweltzone in Hannover. Nach Auffassung des VCD stellt die Umweltzone ein wichtiges Element dar, die Bevölkerung von den Auswirkungen des Straßenverkehrs zu schützen. „Wenn die Umweltzone ein Baustein zur Verringerung der gefährlichen Feinstaubbelastungen ist, dann gehört sie so rasch wie möglich umgesetzt!“, erklärt VCD-Landesvorstandsmitglied Hans-Christian Friedrichs. Scharfe Kritik übt der VCD am ADAC, der sogar Musterklagen gegen die Umweltzone unterstützen will.
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Reformpläne für Kfz-Steuer: zu spät und zu schlecht

Dienstag, 13. November 2007

VCD-Pressemitteilung 67/07 – Berlin, 13.11.2007
Regierung weiter untätig beim Klimaschutz im Verkehr

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die Hinhaltetaktik der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz im Verkehr. Nach der ablehnenden Haltung zum Tempolimit bleibe sie auch bei der Neufassung der Kfz-Steuer weit hinter dem Notwendigen zurück. Obwohl im Koalitionsvertrag eine Änderung der Kfz-Steuer auf Basis des CO2-Ausstoßes festgelegt sei, solle diese nach einem gestern bekannt gewordenen Eckpunktepapier erst 2009 kommen. Auch die konkrete Ausgestaltung reicht nach Ansicht des VCD keinesfalls aus, um den Ausstoß der Treibhausgase im Straßenverkehr merklich zu reduzieren.
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