Mit ‘Abwrackprämie’ getaggte Artikel

fairkehr-Titelthema »Subventionen«

Freitag, 19. Februar 2010

VCD-Pressemitteilung 11/10 – Berlin, 19.02.10
Staatshilfen für Umweltsünden

Fairkehr 1/2010

Fairkehr 1/2010

Pendlerpauschale, Dienst­wagen­be­steu­erung, Kerosin­steuer­befreiung – jähr­lich gibt die Bundesregierung im Bereich Verkehr Mil­liar­den­summen für direkte und indirekte Subventionen aus, die Umwelt und Gesundheit belasten. Auch die Gelder der milliar­den­schweren Kon­junk­tur­pakete I und II flossen zum größten Teil in öko­logisch, aber auch ökonomisch frag­würdige Projekte. Der Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD) geht in der aktuellen Ausgabe seiner Mit­glie­der­zeitschrift fairkehr der Frage nach, wie der Staat Verkehr finan­ziell fördert und wer offen oder versteckt davon profitiert.

Für das »Verkehrswesen« weist der aktuell erschienene Sub­ven­tions­bericht der Bundesregierung 2,6 Milliarden Euro staatlicher Hilfen aus. Fördern sollen sie insbesondere Klimaschutz und Umweltverträglichkeit – theoretisch. Entsprechend liest man, dass Verkehrs­gesellschaften 67 Millionen Euro pro Jahr sparen, da für den Kraftstoff von Bussen und Bahnen der ermäßigte Mineral­öl­steuer­satz gilt. Dass dem Fiskus jährlich Milliarden dadurch entgehen, dass Kerosin gänzlich von der Mineralölsteuer befreit ist, erfahren Interessierte hingegen erst im Anhang des Berichtes. Die Mehr­wert­steuer­befreiung für Tickets auf internationalen Flügen reißt laut Umweltbundesamt ein zusätzliches Loch von 1,8 Milliarden Euro in die Staatskasse. Für Fahrkarten der umwelt­freundlicheren Bahn wird dagegen für Entfernungen ab 50 Kilometern die volle Mehrwert­steuer von 19 Prozent fällig. Diese klimapolitisch fatale Rechnung lässt sich fortsetzen. Bezahlen muss sie am Ende der Steuerzahler.
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»Abwrackprämie« ist Wort des Jahres 2009

Freitag, 18. Dezember 2009

VCD-Pressemitteilung 97/09, Berlin, 18.12.09
VCD begrüßt Jury-Entscheidung

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat den Begriff »Ab­wrack­prämie« zum Wort des Jahres 2009 gekürt. Der Verkehrs­club Deutschland e.V. (VCD) begrüßt die Entscheidung.

Dazu erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Wir gratulieren der Jury, die diese Entscheidung getroffen hat. Kein anderes Wort hat 2009 für so viel Diskussionsstoff gesorgt, wie die Abwrackprämie. Schon früh setzte sich dieser Begriff gegen den erbitterten Widerstand der Autoindustrie und von Teilen der Politik durch, die lieber beschönigend von Umwelt­prämie sprachen. Dabei war die Abwrackprämie von vorn­herein an keinerlei Umweltkriterien geknüpft – der Staat sub­ven­tionierte auch der Kauf von Spritschluckern oder Diesel­stinkern ohne Ruß­partikel­filter.“
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Nachhaltige Verkehrspolitik blinder Fleck im Wahlkampf

Mittwoch, 23. September 2009

VCD-Pressemitteilung 73/09 – Berlin, 23.09.2009
VCD zur Bundestagswahl

Kurz vor der Bundestagswahl kritisiert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), dass keine Partei die nachhaltige Mobilität im Wahl­kampf ernsthaft angegangen sei. Die große Koalition sei mit der Ab­wrack­prämie und der Förderung von Elektroautos auf Stimmen­fang gegangen. Konkrete Klimaschutzpolitik habe es in den letzten Wochen und Monaten aber nicht gegeben. Dabei gebe es hier dringenden Handlungsbedarf. Der CO2-Ausstoß aus dem Verkehr trage mit einem Anteil von 20 Prozent an den Gesamt­emissionen Deutsch­lands wesentlich zum Klimawandel bei.

Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Wirtschaftskrise hat zu einer fatalen Pause im Klimaschutz geführt. Ob der massive Aus- und Neubau von Straßen, die Kfz-Steuerbefreiung oder die an keinerlei Umweltkriterien geknüpfte Abwrackprämie – im Rahmen der Konjunkturpakete hat die Bundesregierung im Verkehrsbereich viel Geld in veraltete Strukturen gesteckt. Im Wahlkampf ver­suchte sich dann Schwarz-Rot mit der Diskussion um die Elek­tro­mobilität ein grünes Mäntelchen zu verpassen. Das hat alles nichts mit einem Wandel in der Verkehrspolitik zu tun. Die kom­men­de Bundesregierung muss das Lenkrad dringend herum­reißen und endlich die Weichen für eine zukunftsfähige Mobilität stellen.
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Institut bescheinigt Abwrackprämie Um­welt­nutzen

Samstag, 05. September 2009

VCD Pressemitteilung 68/09 – Berlin, 05.09.09
Ökologischer Effekt hätte größer sein müssen

Laut einer Untersuchung des Instituts für Energie- und Um­welt­forschung (ifeu) hat die Abwrackprämie der Umwelt eher genutzt als geschadet. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) zweifelt die Ergebnisse des ifeus nicht an, diese seien auch nicht wirklich überraschend. Schließlich habe die Umweltbewegung in den letzten Jahren und Jahrzehnten Umweltstandards gegen die Auto­industrie durchgesetzt, wodurch neue Autos im Durschnitt schadstoffärmer seien als alte. Die positiven Umwelteffekte erklärten sich auch daraus, dass die abgewrackten Autos laut ifeu mit 14,4 Jahren älter seien, als vorher angenommen. Es bleibe allerdings ein Skandal, dass die Abwrackprämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft wor­den sei und beispielsweise 2 500 Euro auch für einen Billigdiesel ohne Rußpartikelfilter zu haben waren. Zudem sei zwar der CO2-Aus­stoß von Neuwagen gesunken, weil viele kleine Autos gekauft wurden. Es sei jedoch zu früh, den CO2-Rückgang zu bejubeln, denn die Nachfrage nach kleinen Autos sei nun erschöpft, womit der Anteil großer Dienstwagen wieder ansteigen werde. Insgesamt hätte beim Einsatz von fünf Milliarden Euro für die Umwelt und für die Konjunktur viel mehr erreicht werden müssen.
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VCD-Bilanz der Abwrackprämie: Chance für ökologischen Wandel vertan

Mittwoch, 02. September 2009

VCD Pressemitteilung 67/09 – Berlin, 02.09.09
Topf für Abwrackprämie ausgeschöpft/Chance für ökologischen Wandel vertan

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt das Ende der staat­lichen Abwrackprämie und fordert die Bundesregierung auf, an ihrem Versprechen, kein Nachfolgemodell einzuführen, festzuhalten. Seit heute sind die für die Prämie bereitgestellten Gelder komplett aus­geschöpft. Fünf Milliarden Euro an Steuergeldern für den Neu­kauf von Pkw seien auch mehr als genug, so der VCD. Der öko­lo­gisch orientierte Verkehrsclub kritisiert nach wie vor, dass die Förderung an keinerlei ökologische Kriterien geknüpft und damit eine große Chance zur Verbesserung der Umweltbilanz von Pkw vertan worden sei. Zwar hätte der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Neu­wagen auch bedingt durch die Abwrackprämie im Vergleich zum letzten Jahr von 165 auf 155 Gramm pro Kilometer abgenommen. Wäre die Vergabe an Umweltkriterien geknüpft worden, wäre dieser Effekt jedoch deutlich höher ausgefallen. Das Geld hätte zudem ökonomisch und ökologisch sinnvoller investiert werden können, beispielsweise in die Förderung des Nahverkehrs oder in die Nachrüstung von Lieferfahrzeugen mit Partikelfiltern.
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Koalition will Steuervergünstigung für Jahres­wagen

Montag, 24. August 2009

VCD-Pressemitteilung 65/09 – Berlin, 24.08.09
Durchsichtiges Wahlkampfgeschenk – Bundesregierung lernt nicht aus Fehlern

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert das Vorhaben der großen Koalition, als Ersatz für die auslaufende Abwrackprämie den Absatz von Jahreswagen für Werksangehörige durch Steuer­ver­günstigungen zu fördern. Eine solche Förderung wäre – wie auch schon bei der Abwrackprämie – an keinerlei Um­welt­kriterien ge­knüpft und stelle damit eine Subventionierung der veralteten Technik deutscher Autohersteller dar. Das aus Sicht des VCD durch­sichtige Wahlkampfgeschenk an die deutsche Autoindustrie helfe nicht, sondern richte mittelfristig Schaden an der Umwelt und der Wirtschaft an. Denn künftig könnten nur die Hersteller auf den Märkten bestehen, die auf kleinere und umweltverträgliche Pkw setzten. Dafür müsse die Politik entsprechende Rahmenbedingungen setzen. Zudem werde der Absatz von Autos weiter künstlich aufrecht erhalten und der Umsatzeinbruch nach Auslaufen der Förder­programme nur später, aber dafür umso heftiger erfolgen.
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Konjunkturpaket des Bundes: Hessens Schienen kommen zu kurz

Donnerstag, 30. Juli 2009

Pressemitteilung 21/2009, VCD Hessen, Kassel, 30. Juli 2009
Nur 5 von 517 Million für Hessen/Hessens Schienen kommen zu kurz

Der VCD Hessen kritisiert , dass aus dem Konjunkturpaket des Bun­des nur fünf Millionen Euro für Schienenprojekte in Hessen ver­wen­det werden. „Wenn der Bund nach fünf Milliarden allein für die Ab­wrack­prämie nur 517 Millionen für den Schienenverkehr ausgibt, ist das bereits ein Ungleichgewicht. Das Hessen davon nur ein Pro­zent erhält, ist für Bund und Land beschämend“, so VCD-Geschäfts­führer Martin Mützel.

Der Umwelt- und Verbraucherverband vermutet, dass die hessische Landesregierung hier die Interessen des Landes nicht ausreichend in Berlin vertreten hat. Bereits in seinem eigenem Kon­junk­tur­pro­gramm hatte das Land die Schiene nicht bedacht.

Nach Ansicht des VCD könnte zum Beispiel die Bahnstrecke Hanau–Gelnhausen–Fulda ausgebaut werden. „Bei Gelnhausen droht das be­stehende Baurecht zu verfallen“, so Mützel.
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Ab August 330 Euro in bar für Partikelfilter-Nachrüstung

Donnerstag, 30. Juli 2009

VCD Pressemitteilung 59/09 – Berlin, 30.07.2009
VCD: Bundesregierung muss Förderung ausweiten

Der Verkehrsclub Deutschland begrüßt, dass die Bundesregierung ab dem 1. August die Partikelfilter-Nachrüstung von Diesel-Pkw mit 330 Euro in bar fördert. Mit der Barauszahlung bestehe für Auto­fahrer endlich ein größerer Anreiz, ihre Pkw mit Filtern nach­zu­rüsten. Bisher gab es die 330 Euro lediglich als Steuerbonus, was für einen Großteil der Dieselfahrer unattraktiv war. Der VCD kritisiert allerdings, dass die Förderung auf 200.000 Nachrüstungen be­schränkt ist und Ende des Jahres auslaufen soll. Insgesamt sei Geld für insgesamt 1,5 Millionen Nachrüstungen in den Haushalt ein­ge­stellt worden. Da erst 350.000 Pkw mit Filtern nachgerüstet wurden, wäre noch eine Förderung von 1,15 Millionen Nach­rüstungen möglich.

Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: “Die Bundesregierung macht ohne mit der Wimper zu zucken fünf Milliarden Euro für die Ab­wrackprämie locker, ohne diese an Umweltkriterien zu knüpfen. Bei der Förderung von Dieselrußpartikelfiltern, die nachweislich die Umwelt erheblich entlasten und auch der Wirtschaft helfen, zeigt sie sich jedoch knauserig. Das ist nicht hinnehmbar. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, die Beschränkung für die Bar­förderung auf mindestens die noch nicht abgerufenen 1,15 Millio­nen Nachrüstungen zu erweitern und den Förderzeitraum zu verlängern.
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Abwrackprämie nicht aufstocken!

Dienstag, 07. Juli 2009

VCD-Pressemitteilung 51/09 – Berlin, 07.07.09
VCD: Milliardenhohe Steuerverschwendung stoppen

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) übt scharfe Kritik an der For­derung aus der SPD, die Abwrackprämie für Pkw weiter auf­zu­stocken. Laut Medienberichten soll der Topf von fünf Milliarden Euro für die Abwrackprämie vor der Bundestagswahl im September 2009 ausgeschöpft sein. Der saarländische SPD-Vorsitzende und SPD-Bundesvorstandsmitglied Heiko Maas brachte nun eine Aufstockung der Mittel ins Gespräch. Doch je eher die Zahlung der Abwrack­prämie beendet werde, desto besser, so der VCD. Die fälsch­licher­weise als “Umweltprämie” propagierte Förderung des Auto­ab­satzes sei von Anfang an eine Fehl­konstruktion gewesen. Die Prämie käme weder der Umwelt noch der Wirtschaft in einem Maße zugute, das die Ausgabe von Steuergeldern in Milliardenhöhe in irgendeiner Weise rechtfertigen würde.
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VCD begrüßt Elektrorad-Vorstoß der Pforzheimer Verwaltung

Sonntag, 05. Juli 2009

Pressemitteilung 13/2009, VCD-Pforzheim-Enz, 4. Juli 2009
Bundesweites Zeichen für zukunfts­weisendes Verkehrs­konzept

Am kommenden Mittwoch wird im Planungs- und Umwelt-Ausschuss des Pforzheimer Gemeinderates über eine Abwrackprämie für Fahr­räder debattiert werden. Die Verwaltung schlägt vor, an­ge­sichts der derzeit geringen Radnutzung und der schwierigen Topographie in Pforzheim, die Anschaffung von Fahrrädern mit Elektro­antrieb mit einem städtischen Zuschuss von 100 EUR fördern zu wollen. Diesen Verwaltungsvorschlag unterstützt der Umwelt- und Ver­braucher­verband Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Pforz­heim/Enzkreis e.V. (VCD).: „Die Förderung des Radverkehrs in Pforzheim ist dringend notwendig – in keiner anderen Großstadt in Baden-Württemberg ist der Radverkehrsanteil so gering wie in Pforzheim und gleichzeitig die Verkehrsprobleme so groß“, erklärt VCD-Landes- und Kreisvorsitzender Matthias Lieb. „Offensichtlich gibt es hier einen Zusammenhang: Da Radfahren in Pforzheim derzeit nicht attraktiv ist, wird der PKW überproportional genutzt, was dann zu den bekannten Verkehrsproblemen führt“.

Der VCD begrüßt deshalb den neuen Ansatz des Ver­kehrs­ent­wicklungsplanes, die Verkehrsmittel des sog. Umwelt­verbundes, d.h. Fußgänger, Radverkehr und Bus und Bahn fördern zu wollen.

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