Mit ‘Abgaswerte’ getaggte Artikel

Ein Jahr Abgasskandal

Freitag, 16. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 09 2016
Aufklärung erfolgte weder »schonungslos« noch »lückenlos«. Stattdessen werden Lücken gepflegt und Hersteller geschont.

Am 18. September des letzten Jahres wurde der VW-Abgasskandal in den USA bekannt und trotz Versuchen der Hersteller und der Politik, dies als einzelnes Fehlverhalten darzustellen, ist klar, es handelt sich um einen Skandal der gesamten Autobranche. Fakt ist: Nachtests, ob in Deutschland oder im europäischen Ausland, haben gezeigt, dass fast alle Hersteller bei der Abgasreinigung und bei den CO2-Angaben tricksen und betrügen. Und auch nach einem Jahr Dieselgate drängt sich das Urteil auf: Die Hersteller haben nichts dazugelernt.
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Abgasmessungen der DUH an Diesel der Euronorm 6 belegen dringenden politischen Handlungsbedarf. NOx-Ausstoß und Spritverbräuche liegen weit über den Normen.

Mittwoch, 07. September 2016

Pressemitteilung, Berlin, 07. 09 2016

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt die heute vorgestellten Abgasmessungen der Deutschen Umweltlilfe (DUH) an Pkw mit der aktuellen Abgasstufe Euro 6. Diese zeigen, dass die Autohersteller auch jetzt ein Jahr nach Beginn des Abgasskandals immer noch Pkw mit gefährlich hohen NOx-Werten auf den Markt bringen. 33 von 36 gemessenen Dieselfahrzeugen überschreiten die Stickoxid-Grenzwerte um das bis zu 9,2-fache.

Dieses erschreckende Ergebnis offenbart, dass die Autohersteller immer noch nicht verstanden haben, dass die Einhaltung der Schadstoffwerte dem Schutz der Bevölkerung dient. Stattdessen wird weiter getrickst und geschwindelt, um Kosten zu sparen und Profite zu erhöhen. Aber auch die deutlichen Abweichungen des Kraftstoffverbrauches und des CO2-Ausstoßes bei vielen der getesteten Fahrzeuge ist alarmierend. (weiterlesen…)

Frankreich veröffentlicht Untersuchungsbericht zum Abgasskandal und geht hart mit heimischen Herstellern ins Gericht

Mittwoch, 03. August 2016

Pressemitteilung, Berlin, 04. 08 2016

Im Zuge des Abgasskandals hat sich das französische Umweltministerium nicht davor gescheut neben ausländischen Autoherstellern auch heimische Hersteller, in Bezug auf die Abgasreinigung, zu untersuchen und die Ergebnisse umfassend und transparent zu veröffentlichen. Vorbildhaft oder einzig eine verantwortungsbewusste Haltung? Beides, so der ökologische Verkehrsclub VCD.
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Abgasmessungen: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Montag, 02. Mai 2016

Pressemitteilung, Berlin, 26. 04 2016

Mit den Untersuchungsergebnissen von 53 in Deutschland besonders beliebten Dieselfahrzeugen steht seit vergangenen Freitag offiziell fest, nicht nur VW-Fahrzeuge sondern Pkw verschiedenster anderer Hersteller überschreiten die Stickoxidgrenzwerte im Realbetrieb um ein Mehrfaches. Was bedeutet das für die Halter von Dieselfahrzeugen? Der ökologische Verkehrsclub VCD bringt Licht ins Dunkel und erläutert die möglichen Konsequenzen aus Verbrauchersicht.
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Veröffentlichung der KBA-Nachmessungen: Dobrindt bittet Autohersteller höflich, Abschalttechniken einzuschränken

Freitag, 22. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 22. 04 2016

Bereits drei Tage nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei VW, im September 2015, hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angewiesen, strenge Nachprüfungen durch unabhängige Gutachter zu veranlassen. Nach sieben Monaten werden endlich die Ergebnisse präsentiert und diese überraschen auch niemanden mehr: Nicht nur VW-Diesel-Modelle weisen überhöhte Stickoxidwerte auf, sondern auch Pkw von Audi, Porsche, Mercedes und Opel sowie ausländischen Herstellern. Erklärt wird dies vor allem mit dem sogenannten „Thermofenster“, bei dem die Abgasreinigung zum angeblichen Bauteilschutz bereits bei europäischen Durchschnittstemperaturen abgeschaltet wird. Die Autobauer halten das für legal, der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hingegen kommt zu dem Ergebnis, dass es illegal ist.

„Wie armselig geben sich hier die Autohersteller? Immer schneller, immer luxuriöser, aber unfähig, Umweltgesetze einzuhalten, wo sie doch selbst die Verabschiedung mitgestaltet haben. Und nun bittet der Bundesverkehrsminister die Autohersteller lediglich, die Abschalttechnik zu beschränken. Das hieße: ihr könnt weiter abschalten, aber bitte nicht so oft. Das ist skandalös und stellt weiterhin die Einhaltung der Abgaswerte in der Realität in Frage“, kommentiert Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclub VCD.
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VCD fordert: VW-Strafzahlung in das Gesundheitssystem!

Donnerstag, 21. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 21. 04 2016

Die Volkswagen AG zahlt laut Medienberichten an jeden Käufer eines Pkw mit illegaler Abschaltsoftware in den USA 5.000 US Dollar, um weiteren juristischen Auseinandersetzungen zu entgehen. Währenddessen taucht die Bundesregierung ab und es gibt in Deutschland immer noch kaum politische und verbraucherrechtliche Konsequenzen aus dem Abgasskandal. Morgen, am 22. April, tagt die deutsche Verbraucherschutzministerkonferenz und sie sollte die Bundesregierung nachhaltig drängen, endlich zu handeln.
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Luftreinhaltung in Städten zur Chefsache machen – Umweltministerkonferenz muss Druck auf Bundesregierung ausüben

Mittwoch, 06. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 06. 04 2016

Auch 2016 wird der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) in Deutschland vielerorts überschritten. Schadstoffquelle Nummer eins ist der motorisierte Straßenverkehr. Da die Bundesregierung auch nach dem Abgasskandal in Sachen Luftreinhaltung weiter auf der Bremse steht, fordern Umweltverbände nun die Umweltminister der Länder auf, sich für ambitionierte Maßnahmen im Verkehrssektor einzusetzen. Die Weiterentwicklung der Umweltzonenregelung durch eine Blaue Plakette ist dringend erforderlich.

Die Umwelt- und Verkehrsverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der ökologische Verkehrsclub VCD fordern im Vorfeld der morgen stattfindenden Sondersitzung der Umweltministerkonferenz ein Umdenken in Sachen Luftreinhaltung in Städten ein. Insbesondere die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) liege aufgrund des hohen Anteils von Dieselmotoren in der Pkw-Flotte weiterhin deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten und schädige so Tag für Tag die Gesundheit hunderttausender Menschen. Nach Angaben der Europäischen Umweltbehörde (EEA) gehen allein in Deutschland jährlich mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle auf die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zurück. (weiterlesen…)

Spitze des Eisbergs wird immer explosiver: Wie lang will deutsche Politik zuschauen?

Freitag, 11. März 2016

Pressemitteilung, Berlin, 11. 03 2016

Nach der Gewissheit über den Betrug bei den Abgastests kommen Woche für Woche, seit einem halben Jahr, neue Informationen über Manipulationen an das Licht der Öffentlichkeit. Immer wieder aus den USA. Und was tun unser Bundesverkehrsminister, die Bundesregierung, die zuständigen deutschen Behörden für die Kontrolle der Emissionen? Nachdem sie eine vollständige Aufklärung angekündigt hatten, schweigen sie, als wenn der Skandal rein gar nichts mit ihnen zu tun hätte.

Der ökologische Verkehrsclub VCD klagt das Schweigen und Nichthandeln der Bundesregierung auf das Schärfste an. Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: „Es wird gemessen und gemessen statt endlich darüber zu informieren, was die Nachtests in Deutschland zeigen und wie man gedenkt die daraus notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen mauschelt die Bundesregierung weiter mit den Autoherstellern.“ (weiterlesen…)

Auto-Dopingkontrolle: Interviews mit Sonntags­zeitungen ersetzen keine Verkehrs­politik

Montag, 15. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 15. 02 2016

Wieder einmal nutzt  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Sonntagszeitung für Ankündigungen. Dieses Mal lautet die Durchsage: Pkw sollen nach dem Zufallsprinzip von der Straße weggenommen und analog zu Dopingkontrollen im Sport auf ihre Abgaswerte geprüft werden. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt diesen Ansatz, entspricht es doch einer seit Monaten aufgestellten Forderung. Nur leider ist zu befürchten, dass es sich auch in diesem Fall um ein leeres Sonntags-Versprechen handelt.

Im Herbst letzten Jahres hatte Alexander Dobrindt schonungslose Aufklärung im Abgasskandal versprochen. Bis heute ist nichts von dem geschehen. Zwar wurden Nachmessungen bei über 50 verschiedenen Pkw-Modellen angeordnet, die Ergebnisse dieser Messungen, die unter der Regie des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vorgenommen wurden, sind aber nicht bekannt. Lediglich mit den Autoherstellern wird beraten – hinter verschlossenen Türen. (weiterlesen…)

Lehren aus dem Abgasskandal: Typzulassung von Pkw reformieren und reale Emissionen messen

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Pressemitteilung, Berlin, 17. 12 2015

Als Reaktion auf die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellten Maßnahmen zur Reformierung des Typ­zulassungs­verfahrens für Pkw haben führende Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherschutzverbände heute ein gemeinsames Konzept zur Modernisierung der Genehmigungs­praxis vorgestellt. Die Vertreter von BUND, Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, NABU und VCD betonten, dass der gegenwärtige Abgasskandal nicht nur Ausdruck mutwilliger Täuschungs­absichten auf Seiten der Hersteller sei. Der Skandal zeige auch, dass das bisherige Typ­zulassungs­verfahren seiner Aufgabe nicht gerecht werde und die behördlichen Kontroll­instanzen insgesamt versagt hätten. Das Konzept der Verbände zur Zulassung von neuen Fahrzeugmodellen sieht in Anlehnung an das US-amerikanische Modell eine Kombination aus Herstellererklärung, unabhängigen Kontroll­messungen im realen Fahrbetrieb und empfindlichen Sanktionen bei Verstößen vor. Dieses Modell der Typzulassung sollte die Voraussetzung dafür sein, dass Auto­mobil­hersteller neue Fahrzeugmodelle in Serie produzieren und auf den europäischen Markt bringen können. (weiterlesen…)