Mit ‘A44’ getaggte Artikel

Bahnbetrieb Korbach–Frankenberg wäre deutlich preisgünstiger als bislang angenommen

Dienstag, 08. November 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 26/2011, Kassel, 8. November 2011.
VCD: Bei Schnäppchen zugreifen!

Mit Freude reagiert der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen auf neue Schätzungen, dass der Betrieb der derzeit ungenutzten Bahnstrecke Korbach–Frankenberg nur etwa 400 000 € Zuschuss im Jahr benötigen würde. Dies hatte der Landrat Dr. Reinhard Kubat im Kreistag von Waldeck-Frankenberg erklärt. Bislang waren jährliche Kosten im Millionenbereich genannt worden. Der Verkehrsclub fordert Land, Kreis und NVV auf, nun die Betriebsaufnahme durchzusetzen.

Für ein über 30 km langes Verkehrsprojekt ist das fast gar nichts“ freut sich der VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Auch die vor­gesehenen Baumaßnahmen sind mit knapp 14 Millionen Euro sehr günstig. Für den Flughafen Calden, der nach den Prognosen der Befür­worter etwa so viele Nutzer haben soll wie die Bahnlinie, wird mit 271 Millionen soviel gezahlt, dass davon die Bahn zwanzigmal erneuert oder siebenhundert Jahre betrieben werden könnte. Für die um­strittene A 44, die nur etwa doppelt so lang ist wie die Bahnstrecke im Eder­tal, wird mit mindestens 1,6 Milliarden das Viertausendfache dieses Jahresdefizites aufgewendet. Insgesamt stehen über 600 Mio. Euro im Jahr für den Nahverkehr in Hessen zur Verfügung. Mützel: „Wo jetzt ein Wille ist, ist auch ein Weg. Am Geld kann es nicht scheitern.

Planfeststellung A 44

Freitag, 28. Oktober 2011

VCD Hessen, Oressemitteilung 24/2011, Kassel, 28. Oktober 2011.
VCD Hessen: Straßenbauwahn gefährdet Staatsfinanzen – Neue Wirtschaftlichkeitsberechnung gefordert

Angesichts der erneuten Kostensteigerung bei der geplanten Bundes­autobahn 44 von Kassel nach Eisenach fordert der ökologische Verkehrs­club VCD Hessen eine erneute Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Projekt.

VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel: „Vor zwanzig Jahren hat man die Straße im Einheitstaumel für sinnvoll erklärt. Zuerst war von weniger als einer Milliarde Mark die Rede, heute sind wir bei 1,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank die Verkehrsprognose von 50.000 auf abschnittsweise nur 25.800 Fahrten am Tag. Zeit zur Neubesinnung!“ Allein die jetzt bekannten Steigerungen von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro übertreffen die Gesamtkosten der Kasseler Regiotram einschließlich Fahrzeuge, die insgesamt 180 Mio. Euro kostete. Der heute unterzeichnete Abschnitt ist seit der vorigen Kostenschätzung von 183 auf 224 Mio. Euro gestiegen.
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Spatenstich zur A 44

Dienstag, 25. Mai 2010

VCD Hessen, Pressemitteilung 13/2010, Kassel, 25. Mai 2010
VCD: „Sparkommissar Koch, Ihr Einsatz!“

Falsche Prioritäten in der Finanzpolitik wirft der Verkehrsclub Deutschland (VCD) der hessischen Landesregierung vor. Das Festhalten an extrem teuren Verkehrsprojekten mit geringem Bedarf steht im deutlichen Widerspruch zu der Behauptung, Kürzungen bei der Familien- und Bildungspolitik seien ohne Alternativen.

Während sich Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) für einen einzigen 240-Millionen-Tunnel an der überdimensionierten A 44 in Nordhessen feiern lässt, erklärt Ministerpräsident Koch 170 Millionen Euro für das Bafög für unzumutbar. Der VCD kritisiert ebenfalls die Landespolitik, die gleichzeitig Kürzungen an den Universitäten beschließt und Mehrkosten beim Flugplatz Kassel-Calden in gleicher Größenordnung absegnet.
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Urteil zur A 44 Kassel–Eisenach

Mittwoch, 14. April 2010

Pressemitteilung 6/2010, VCD Hessen, Kassel, 14. April 2010
VCD: Schäden sicher, Bedarf weiterhin unbelegt

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Hessen bedauert, dass die Pla­nun­gen zur ge­planten A 44 bei Waldkappel und Küchen bestätigt wurden. „Das Bundesverwaltungsgericht billigt Regierung und Straßen­bau­verwaltung einen weiten Spielraum zu. Damit sind Bedarf und Nutzen der Autobahn jedoch keinesfalls bestätigt“, so VCD-Landes­geschäftsführer Martin Mützel. Die intensive Beratung der Klagen hat jedoch nach Ansicht des VCD gezeigt, dass die Bedenken von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen berechtigt und begründet sind.
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Planfestellung A 44 Hessisch Lichtenau–Helsa

Mittwoch, 11. November 2009

VCD-Hessen-PM34/2009 – Kasel, 11. November 2009
VCD: „Nutzloser Vier-Kilometer-Tunnel als Haushaltsloch“

Am Donnerstag, 12. November, will Landesverkehrsminister Posch einen Planfestellungsbeschluss für die umstrittene Autobahn 44 Kassel–Eisenach feiern lassen. Es geht um einen fünf Kilometer langen Abschnitt bei Hessisch Lichtenau, von dem vier Kilometer in einem Tunnel verlaufen. Der VCD Hessen hält dieses Bauwerk für „nutzlos“.

Selbst wenn man die Autobahn als Ganzes nicht in Frage stellen würde, müsste man nicht zuerst einen isoliert sinnlosen Tunnel bauen“, so Landesgeschäftsführer Mützel. Die parallele Bun­des­straße 7 ist in diesem Abschnitt gut ausgebaut und hat keine Orts­durch­fahrten. Im Gegensatz dazu geht der VCD davon aus, dass der Tunnel auf 80 km/h beschränkt und für Gefahr­gut­transporte gesperrt werden wird.
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Planfeststellungsbeschluss für A 44 ist „Aktionis­mus im Wahlkampf“

Donnerstag, 15. Januar 2009

Pressemitteilung 3/2009, VCD Hessen, Kassel / Frankfurt, 14. Januar 2009
VCD: „Neue Transitautobahnen sind altes Denken“

Als „Aktionismus im Wahlkampf“ bezeichnet der Verkehrsclub Deutsch­land (VCD) die Unterzeichnung des Plan­fest­stellungs­beschlusses für einen Abschnitt der A 44 (Kassel–Eisenach) bei Waldkappel (Werra-Meißner-Kreis). „Da will sich Verkehrsminister Alois Rhiel mit Beton profilieren, den der Bund bezahlen soll“, so Martin Mützel, Sprecher des VCD-Landesverbandes Hessen. Die Autobahn ist nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes vorrangig eine Transitachse, die der Region keine Vorteile bringt. Ähnlich bewertet der VCD die umstrittene A 4 Hattenbach–Olpe, für die sich Rhiel ebenfalls einsetzt.
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VCD begrüßt rot-grüne Vereinbarung zu Flughäfen – Kritik an Autobahn-Beschlüssen

Montag, 27. Oktober 2008

Pressemitteilung 41/2008, VCD Hessen, 27. Oktober 2008

Auf ein geteiltes Echo stoßen die rot-grünen Koalitions­verein­barungen beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). Zu begrüßen sei vor allem der angekündigte Kurswechsel beim Flug­hafen Kassel-Calden, erklärte der Landesverband Hessen des Umwelt- und Ver­braucher­verbands. „Der Ausbau wird nicht kommen, denn die geforderte Wirtschaftlichkeit wird sich nie erreichen lassen“, ist der VCD-Landesvorsitzende Werner Geiß überzeugt. Sämtliche Regional­flughäfen seien Subventionsgräber. Gerade wegen der angespannten Haushaltslage dürften keine Landesmittel nach Calden fließen. Die neue Landesregierung müsse jetzt den Mut haben, dies auch deutlich zu sagen. Nordhessen brauche andere, nachhaltige Perspektiven in der Verkehrspolitik, vor allem durch einen Ausbau der Schienenwege.

Positiv bewertet der VCD auch die Verzögerung beim Ausbau des Frank­furter Flug­hafens. „Jetzt haben alle Beteiligten Zeit, das fragwürdige Projekt noch einmal in Ruhe zu überdenken“, sagte Geiß. Viele Voraussetzungen stimmten nicht mehr. So müssten zum Beispiel die Prognosen, die dem Ausbau zu Grunde liegen, korrigiert werden. „Dann wird sich herausstellen, dass eine neue Landebahn wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist“, zeigte sich Geiß überzeugt.

Bedauerlich ist für den VCD dagegen die Zustimmung von SPD und Grünen zum Weiterbau der Autobahnen A44 und A49. „Von einer Koalition, die Umwelt- und Klima­schutz zum Schwerpunktthema erklärt hat, hätten wir uns mehr Einsicht erhofft“, sagte Geiß. „Längst ist erwiesen, dass Straßenbau nicht die erhofften positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft hat.“ Immerhin werde auf das unsinnige Projekt der A4 zwischen Olpe und Hattenbach verzichtet. Der VCD hofft, dass auch die B87n in der Rhön gestoppt wird.

Von der künftigen Landesregierung erwartet der VCD deutliche Signale für eine neue Verkehrspolitik. Erforderlich sei ein Klima­schutzplan, in dem aufgezeigt wird, wie auch im Verkehr der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 reduziert werden kann. Der Straßenbau-Etat des Landes, der in den vergangenen zehn Jahren um 250 Prozent auf fast 100 Millionen Euro gestiegen sei, müsse auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden. Stattdessen soll der Schienenverkehr bei den Investitionen Vorrang erhalten.

Der designierte Verkehrsminister Günter Rudolph (SPD) sollte sich nach Ansicht des VCD das ehrgeizige Ziel setzen, die Zahl der Ver­kehrs­toten in Hessen auf Null zu reduzieren. Dazu müssten unter anderem mehr Tempolimits auf Autobahnen und Bundesstraßen verhängt werden. Weitere Forderungen des VCD sind eine stärkere Förderung des Rad- und Fußverkehrs, die Umsetzung fort­schritt­licher Planungs­konzepte wie „Shared Space“, klare Qua­li­täts­kriterien bei der Ausschreibung von Verkehrsleistungen, eine weitere Reduzierung von Schadstoffen wie Feinstaub sowie die Förderung des sanften Tourismus in Hessen. Schließlich regt der VCD an, in einem Forschungsprojekt aufzuzeigen, wie ein Mehr an Lebens­qualität auch mit weniger umweltbelastenden Verkehr mög­lich ist.

Kleiner Fahrplanwechsel in Hessen

Freitag, 13. Juni 2008

Pressemitteilung 27/2008, VCD-Hessen, 13. Juni 2008

Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist ab dem „kleinen Fahr­plan­wechsel“ am Sonntag (15. Juni) an Wochenenden nicht mehr an die Schnellfahrstrecke Frankfurt – Köln angebunden. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hin. „Die von der hessischen Landes­regierung durchgesetzte und mit Millionen­auf­wand gebaute Ver­bindungs­strecke erweist sich als gigantische Fehlinvestition“, meint Andreas Henning, Vorstands­mitglied des VCD-Landes­verbandes Hessen. Montags bis freitags gebe es nur drei direkte ICE-Verbindungen zwischen Wiesbaden und Köln. Die letzten bisher am Samstag verkehrenden Züge entfallen künftig. Das Beispiel zeige, dass die Fixierung auf den Hoch­geschwindig­keits­verkehr nicht der richtige Weg sei.
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Urlaubsregionen nicht mit Straßen belasten

Donnerstag, 20. März 2008

Pressemitteilung VCD Hessen, 20.3.2008

Hessen bietet nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hervorragende Voraussetzungen für einen sanften Tourismus ohne Auto. Der Umwelt- und Verbraucherverband begrüßt es deshalb, dass Wirtschaftsminister Alois Rhiel dem Wander- und Fahrradtourismus große Bedeutung zumisst. Nachholbedarf sieht der VCD allerdings bei der Erreichbarkeit der hessischen Urlaubsgebiete mit öffentlichen Verkehrs­mitteln. Statt Bus- und Bahnverbindungen auszubauen, würden Tourismusregionen mit neuen Straßen belastet, kritisierte der Verkehrsclub. Abzulehnen sei insbesondere der Bau der geplanten B87n durch das Biosphärenreservat Rhön. Rhiel stellt heute (20. März) in Fulda anlässlich des Deutschen Wandertages die Grundlagen der hessischen Tourismuspolitik vor.
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Landtagswahl: VCD fordert Kehrtwende in der hessischen Verkehrspolitik

Mittwoch, 16. Januar 2008

Pressemitteilung 1/2008 VCD-Hessen, 16.1.2008

Eine Kehrtwende in der hessischen Verkehrspolitik hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gefordert. „Nach der Land­tags­wahl müssen die Weichen gestellt werden für mehr Klimaschutz, weniger Lärm und Abgase sowie eine umwelt- und menschengerechte Planung“, sagte Jan Stielike, Sprecher des VCD-Landesverbandes Hessen. Der Umwelt- und Verbraucherverband hat deshalb zehn Forderungen zur hessischen Verkehrspolitik veröffentlicht.
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