Pressemitteilung 22/2009, VCD-Landesverband Niedersachsen, 17.08.09 Hannover.
VCD-Sonderzüge zwischen Rinteln und Stadthagen am kommenden Sonntag/Weiterer Abbau von Bahnstrecken muss gestoppt werden
Am kommenden Sonntag, den 23. August 2009, verkehren zwischen
Rinteln und Stadthagen je Richtung drei Sonderzüge. Hintergrund der Fahrten mit einem modernen Triebwagen der Deutschen Bahn AG ist die aktuelle Planung, die Strecke im Landkreis Schaumburg zum 31.12.2009 stillzulegen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) als Veranstalter der Touren möchte mit diesen Fahrten beispielhaft darauf aufmerksam machen, dass die Landesregierung in Hannover offensichtlich untätig dem Abbau von wichtiger Schieneninfrastruktur zuschaut.
„Wir haben viele Brennpunkte in Niedersachen, an denen derzeit heftig um den Erhalt von Bahngleisen für die Zukunft gerungen wird“, so VCD-Landesvorsitzender Michael Frömming. Neben Rinteln – Stadthagen wird in den Regionen Niedersachsens unter anderem um den Erhalt der Bahnlinien Esens – Norden, Bassum – Rahden und Dannenberg – Uelzen gerungen. Einige weitere Bahnlinien, darunter Bremen – Stade (Moorexpress) oder Bad Bentheim – Nordhorn, hätten bei entsprechendem politischen Willen längst für den regelmäßigen Personenverkehr reaktiviert sein können. „Die Landesregierung hat aber leider nur unnötige und sehr viel teurere Straßenbauprojekte, wie Autobahnen A 20 und A 39 sowie den Ith-Tunnel an der B 240 auf der Agenda. Mit zukunftsfähiger Verkehrs- und Wirtschafspolitik hat das wenig zu tun.“
Mit den Fahrten zwischen Rinteln und Stadthagen will der VCD ein Zeichen setzen, dass der Bedarf an modernen Bahnkonzepten auch in Niedersachsen vorhanden ist. Andere Flächenländer haben nach Ansicht des Umwelt- und Verbraucherverbandes sich bereits viel stärker für den Nahverkehr engagiert. Während Niedersachsen gerade einmal eine einzige Bahnlinie in den letzten zehn Jahren reaktiviert hat, kann Rheinland-Pfalz im selben Zeitraum auf zwölf erfolgreiche Projekte verweisen. „Und das im Übrigen mit FDP-Beteiligung in früheren Landesregierungen. Wieso geht das eigentlich nicht auch bei uns?“, fragt Frömming.
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