Archiv für die Kategorie ‘Verkehrssicherheit’

Statistisches Bundesamt legt vorläufige Ver­kehrs­unfallstatistik 2010 vor

Mittwoch, 23. Februar 2011

VCD-Pressemitteilung 16/11 – Berlin, 23.02.11
VCD: Geringeres Tempo senkt Unfallzahlen

Erfreulicherweise ist die Zahl der im vergangenen Jahr bei Ver­kehrs­unfällen Getöteten und Verletzten erneut gesunken. Doch noch immer sterben täglich zehn Menschen auf bundesdeutschen Straßen. Mehr als 1000 werden verletzt. Das geht aus den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten vorläufigen Unfall­zahlen für 2010 hervor. Der ökologische Verkehrsclub VCD warnt daher vor allzu euphorischen Reaktionen und fordert von der Bundes­regierung mehr Engagement in der Verkehrssicherheitspolitik.

Doris Neuschäfer vom VCD-Bundesvorstand: “Es ist sehr erfreulich, dass die Verunglücktenzahlen 2010 erneut zurückgegangen sind. Doch die Bundesregierung darf sich jetzt nicht auf den Statistiken ausruhen. Der Straßenverkehr forderte im vergangenen Jahr 3657 Menschenleben. Mehr als 370000 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Das zeigt, dass der Verkehr nach wie vor einen viel zu hohen Blutzoll verlangt. Ein Großteil der Rückgänge in den letzten Jahren ist auf die erhöhte passive Sicherheit in den Autos – wie ESP, ABS oder Airbags – zurückzuführen. Radfahrer und Fuß­gänger haben hingegen keinen Airbag. Deshalb müssen sie das Maß aller Dinge in der Verkehrssicherheit sein.
(weiterlesen…)

Verkehrsgerichtstag in Goslar endet

Freitag, 28. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 05/11 – Berlin/Goslar, 28.01.11
VCD fordert null Promille für mehr Verkehrssicherheit

Heute endet in Goslar der 49. Deutsche Verkehrsgerichtstag, der sich unter anderem mit dem Thema Null-Promille-Grenze im Straßen­verkehr befasste. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der Bundesregierung mehr Engagement in der Verkehrs­sicher­heit und ruft Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf, null Promille für den gesamten motorisierten Straßenverkehr festzuschreiben.

Doris Neuschäfer vom VCD-Bundesvorstand: “Alkohol im Straßen­verkehr ist kein Kavaliersdelikt. Bereits in geringen Mengen beein­träch­tigt er die Fahrtüchtigkeit und bedeutet damit immer ein erhöhtes Unfallrisiko. Trotz eines rückläufigen Trends verunglücken bundesweit noch immer alljährlich zehntausende bei Unfällen unter Alkoholeinfluss. Jeder Unfall ist mit persönlichem Leid verbunden, daher gibt es keinen Grund zur Entwarnung.
(weiterlesen…)

Verkehrsgerichtstag 2011 in Goslar

Mittwoch, 26. Januar 2011

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 3/2011, Hannover 26.01.11
VCD: „Lkw sind nicht nur ein Verkehrs-Sicherheitsrisiko, sondern auch eine unnötige Umweltbelastung“/Verlagerung von Transporten auf die Schiene muss vorrangiges Ziel sein

Angesichts des heute beginnenden Verkehrsgerichtstages in Goslar fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) von der Politik eine Kehrt­wende in der Logistik-Politik. In einer der Arbeitsgruppen, „Lkw-Verkehr: Motor der Wirtschaft oder ‚rollende Bombe’“, diskutieren Verkehrsexperten über die erheblichen Unfallfolgen des zunehmenden Lkw-Verkehrs.

(weiterlesen…)

VCD fordert Investitionen ins Bahnnetz

Montag, 10. Januar 2011

VCD-Pressemitteilung 03/11 – Berlin, 10.01.11
Massive Benachteiligung des Verkehrsträgers Schiene

Trotz der Erfahrungen des letzten Winters gab es auch mit dem er­neuten Kälteeinbruch ab Anfang Dezember Schwierigkeiten im Bahn­verkehr. Damit zeigte sich: Der Schienenverkehr ist und bleibt stör­anfällig. Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert daher die Bundes­regierung auf, die jährliche Dividende, die der Bund von der Deutschen Bahn AG (DB AG) erhält, nicht zur Sanierung des Bundes­haushalts zu verwenden. Die 500 Millionen Euro sollten stattdessen in den Erhalt und die Modernisierung der Eisenbahn­infra­struktur investiert werden.

Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: “Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag für geschlossene Finanzierungs­kreis­läufe ausgesprochen. So werden unter anderem die Einnahmen aus der Lkw-Maut ab 2011 nur noch in die Straßen­infra­struktur fließen und nicht wie zuvor anteilig auch in Schiene und Wasserstraßen investiert. Andererseits fordert der Bund von der DB AG eine jährliche Dividende von 500 Millionen Euro, mit der er nicht etwa den Schienenverkehr, sondern den Bundeshaushalt sanieren will. Hier wird deutlich, dass die Bundesregierung den Verkehrsträger Schiene massiv benachteiligt. So wurde heute bekannt, dass der Bund die Mittel für den Erhalt der Bundes­fern­straßen in Deutschland in diesem Jahr auf rund 2,2 Milliarden Euro erhöht, um die Leistungsfähigkeit der Straßen zu erhalten. Argumentiert wird damit, dass eine gute Substanz der beste Schutz vor Winterschäden sei. Dies muss auch für die Schiene gelten.
(weiterlesen…)

Verkehrssicherheitslage in Niedersachsen gefährdet

Donnerstag, 23. Dezember 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 29/2010, Hannover, 23.12.10
VCD: „Herr Minister Bode, stoppen Sie den Lkw-Verkehr angesichts der Wetterlage!“

Ein sofortiges flächendeckendes Lkw-Fahrverbot für Niedersachsen fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) angesichts der aktuellen Wetterlage. „Schon wieder stehen unzählige Lkw auf Fernstraßen quer, sind in Unfälle verwickelt und blockieren den Vorweihnachtsverkehr. Verkehrsminister Jörg Bode soll sofort ein Lkw-Fahrverbot auf den Straßen in Niedersachsen verhängen, um Schlimmeres zu verhindern“, fordert Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender.
(weiterlesen…)

Schnee und Minusgrade sorgen für Flugausfälle und lange Staus auf den Straßen

Montag, 20. Dezember 2010

VCD-Pressemitteilung 114/10 – Berlin, 20.12.10
VCD: Bahn meistert das Winterwetter am Besten

Minustemperaturen, Schnee und überfrierende Nässe sorgen auch zu Wochenbeginn für hunderte Flugausfälle in Europa sowie Unfälle und kilometerlange Staus auf den Autobahnen. Der ökologische Ver­kehrsclub VCD betont, dass sich die Bahn derzeit trotz verein­zel­ter Einschränkungen in ihrem Betrieb als das sicherste und zuverlässigste Verkehrsmittel erweist.

Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: “Wer bei diesem Wetter mit der Bahn unterwegs ist, kommt zwar möglicherweise zu spät an und verbringt die Reisezeit in einem überfüllten Zug, aber die Bahn fährt. Am heutigen Vormittag blieben die Verzögerungen der Deutschen Bahn AG fast überall unter 30 Minuten – das ist deutlich besser als die Situation bei allen anderen Verkehrsträgern. Ob Frankfurt am Main, London oder Brüssel: Wer zurzeit in Europa mit dem Flugzeug reisen möchte, wartet teilweise tagelang auf den Abflug, weil Flughäfen und Flugzeuge wegen Schnee und Eis nicht betriebsbereit sind. Auch im Autoverkehr sieht es nicht besser aus. Staus und Unfälle sind an der Tagesordnung, teilweise wurde berechtigterweise ein Lkw-Fahrverbot verhängt und das Benzin wird knapp, da Tankstellen nicht beliefert werden können.
(weiterlesen…)

VCD fordert Lkw-Fahrverbot bei extremen Wetterlagen

Montag, 20. Dezember 2010

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 28/2010, Hannover, 20.12.10
Landesregierung in Hannover soll Beispiel aus Nordrhein-Westfalen folgen

Ein flächendeckendes Lkw-Fahrverbot in Niedersachsen fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) angesichts der aktuellen Wetter­lage. „Ebenso wie Nordrhein-Westfalen sollte die Landes­regierung in Niedersachsen bei extremen Wetterlagen aktiv werden, um weitere Unfälle und Stauungen auf den Fernstraßen zu verhindern“, fordert Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender.

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen hatten in der vergangenen Nacht alle Lkw über 7,5 Tonnen von den Autobahnen verbannt, bis sich die Wetterlage entspannt. „Wer die Verkehrsmeldungen verfolgt kommt zu dem Schluss, dass ein Großteil der Störungen im Straßenverkehr durch liegengebliebene Lkw verursacht wird. Da gibt es Handlungsbedarf!“, so Friedrichs. Der VCD fordert über das kurzfristige Fahrverbot hinaus mittelfristige Maßnahmen, wie eine Erhöhung der Lkw-Maut auf allen Fernstraßen, um den Schwer­lastverkehr auf die umweltfreundliche Schiene umzulenken, beziehungs­weise unnötige Transporte ganz zu vermeiden.

fairkehr-Titelthema »Immer in Bewegung bleiben«

Freitag, 03. Dezember 2010

VCD-Pressemitteilung 109/10 – Berlin, 03.12.10
Mobil bis ins hohe Alter

Titelbild Fairkeh 6/2010r

Titelbild Fairkeh 6/2010r

Nicht nur der demographische Wan­del, auch die alltäglichen Ge­wohn­heiten führen dazu, dass heutzu­tage so viele Senioren wie nie zuvor mobil sind. Welche Bedürfnisse ältere Ver­kehrs­teil­nehmer haben, welche Nach­teile die Ausrichtung der Infra­struktur auf die auto­mobile Gesell­schaft hat und dass man im Alter trotzdem nicht unbedingt das eigene Auto braucht, um in Bewegung zu bleiben, zeigt der öko­logische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mit­glieder­zeit­schrift fairkehr.

Nie zuvor waren Senioren so mobil wie heute. Sie joggen regel­mäßig, sind reiselustig und fahren immer häufiger Auto. War es Anfang der 1990er Jahre noch weniger als die Hälfte der Rentner, die un­mittel­baren Zugriff auf einen Pkw hatten, so sind es inzwischen 80 Prozent. Mit dem Auto als Sinnbild für Freiheit und Unab­hängig­keit aufgewachsen, setzen sie sich auch im höheren Alter noch hinter das Steuer. Doch je älter die Fahrer werden, umso häufiger sind sie bei einem Unfall auch die Hauptverursacher – auch wenn es überdurchschnittlich oft bei Sachschäden bleibt. Aller­spätestens dann, wenn sie sich hinter dem Lenkrad nicht mehr sicher fühlen, sind die Senioren gefordert, ihre automobilen Gewohn­heiten zu hinterfragen.
(weiterlesen…)

Bundesrat entscheidet über Winterreifenpflicht

Freitag, 26. November 2010

VCD-Pressemitteilung 107/10 – Berlin, 26.11.10
VCD fordert eindeutige Reifenkennzeichnung

Der ökologische Verkehrsclub VCD unterstützt den heutigen Bundes­ratsbeschluss zur Winterreifenpflicht. Er fordert jedoch die ver­lässliche Prüfung und eindeutige Kennzeichnung von Winter­reifen. Die neue Regelung wurde durch ein Urteil des Oberlandes­gerichts Oldenburg notwendig, das feststellte, dass die alte Regelung zu Winterreifen gegen das Bestimmtheitsgebot verstoße.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: “Die Neu­regelung ist zu begrüßen, da sie mehr Klarheit schafft, indem sie die Bedingungen ausdrücklich nennt, bei denen Winterreifen Pflicht sind: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reif­glätte. Sie schreibt jedoch lediglich fest, was für jeden ver­ant­wortungs­bewussten Autofahrer schon bisher selbst­verständlich war – nämlich sein Fahrzeug den Witterungs­bedingungen anzupassen.“ Wer im Flachland wohne und die Möglichkeit habe, bei widrigen Witterungs­bedingungen jederzeit auf sein Auto zu verzichten, könne jedoch auch mit Sommerreifen durch den Winter kommen.
(weiterlesen…)

Zeitumstellung am 31. Oktober

Freitag, 29. Oktober 2010

VCD-Service-Pressemitteilung 16/10 – 29.10.2010
VCD: Umweltfreundlich und sicher durch die dunkle Jahreszeit

Der Herbst ist da, der Winter naht: Nachdem die ersten Frost­nächte bereits für Raureif sorgen, erhöht mit der Zeit­umstellung am Sonntag auch die noch früher am Abend einsetzende Dunkelheit die Unfallgefahr. Der ökologische Verkehrs­club VCD gibt Radfahrern Tipps zu mehr Verkehrs­sicherheit in der dunklen Jahreszeit und fordert Autofahrer zu mehr Rücksicht­nahme gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern auf.

Tagtäglich zeigen zahlreiche Alltagsradler ungemütlichen Witterungs­bedingungen zum Trotz, dass umweltfreundliche Mobilität auch im Herbst und im Winter möglich ist. Der VCD weist darauf hin, dass Autofahrer daher auch in den kalten Monaten jederzeit und überall mit Radfahrern rechnen müssen. Für ein sichereres Miteinander sei es sinnvoll, nicht nur als Radler, sondern auch als Auto­fahrer die aktuellen Radfahr-Regelungen der StVO zu kennen: Laut dieser gehört der Radverkehr auf die Fahrbahn und Radler müssen nur dann zwingend auf Radwegen fahren, wenn diese benutzungs­pflichtig sind. Das ist der Fall, wenn sie durch das blaue Schild mit weißem Fahrradsymbol gekennzeichnet und nicht durch Schnee oder andere Hindernisse unpassierbar sind. Ansonsten kann der Radler frei wählen, ob er den Radweg oder die Fahrbahn nutzt. Immer wieder komme es zu lebensgefährlichen Situationen, wenn Auto­fahrer in einem Akt der Selbstjustiz versuchen, den Radler auf den häufig zu schmalen und nicht anordnungsfähigen Nebenweg abzudrängen, so der VCD.
(weiterlesen…)