Archiv für die Kategorie ‘Verkehrspolitik’

Subventionierung des Luftverkehrs abschaffen

Dienstag, 15. November 2011

Pressemitteilung VCD Rheinland-Pfalz, Mainz, 15.11.2011
Verkehrsclub für Kerosinsteuer

Der VCD Rheinland-Pfalz (Verkehrsclub Deutschland e.V.) nimmt die Absenkung der Luftverkehrs­steuer zum Anlass, auf die nach wie vor fehlende Besteuerung von Kerosin hinzuweisen. Die jüngst von Innen­minister Roger Lewentz geäußerten Bedenken, die Luft­verkehrs­abgabe sei wettbewerbs­verzerrend, ist für den ökologisch orientierten Verkehrsclub in keiner Weise nachvollziehbar.

Während das Umweltbundesamt die Subventionen jährlich auf 11,5 Mrd. EUR (2010) beziffert hat, bringe die Luftverkehr­steuer lediglich rund eine Milliarde Euro an Einnahmen. Die Subventionen für den Flug­verkehr als umwelt­schädlichsten Verkehrsträger würden somit immer noch mehr als 10 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Durch die nicht erhobene Mineralölsteuer auf Kerosin komme es nicht nur zu massiven Umweltschäden, sondern auch zu erheblichen Wett­be­werbs­verzerrungen. Umwelt­freundlichere Verkehrsträger wie die Bahn und Reisebusse würden demgegenüber durch ent­sprechende Steuern belegt und dadurch im Wettbewerb der Verkehrsträger erheblich benachteiligt. Der VCD fordert daher die Landesregierung auf, sich aus Gründen des Klimaschutzes und für gleiche Wettbewerbs­bedingungen beim Bund für eine Besteuerung von Kerosin ein­zu­setzen.

Petition zur kritischen Prüfung aller Straßenbauprojekte des Bundes

Montag, 14. November 2011

Mitmachen! Bis zum 20.12.2011 kann diese unterstützenswerte Petition noch mitgezeichnet werden:

Alle Straßenprojekte des Bundes sind kritisch und ergebnisoffen auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Dazu ist zunächst ein sofortiges Ausbau-Moratorium erforderlich, soweit nicht im Einzelfall rechtliche Gründe entgegenstehen. Freiwerdende Mittel werden in den Straßenunterhalt umgeschichtet. Es sind konkrete Vorschläge zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße zu erarbeiten und dazu, wie die Mittel für die Unterhaltung des Fernstraßennetzes zukünftig effizienter eingesetzt werden können.

Die Begründung zur Petition findet sich auf dieser Bundestagsseite zu ePetitionen.
Das Anmeldeverfahren ist auch nicht aufwändig. Sehr viel einfacher kann man Petitionen kaum unterstützen.

Bahnbetrieb Korbach–Frankenberg wäre deutlich preisgünstiger als bislang angenommen

Dienstag, 08. November 2011

VCD Hessen, Pressemitteilung 26/2011, Kassel, 8. November 2011.
VCD: Bei Schnäppchen zugreifen!

Mit Freude reagiert der ökologische Verkehrsclub VCD Hessen auf neue Schätzungen, dass der Betrieb der derzeit ungenutzten Bahnstrecke Korbach–Frankenberg nur etwa 400 000 € Zuschuss im Jahr benötigen würde. Dies hatte der Landrat Dr. Reinhard Kubat im Kreistag von Waldeck-Frankenberg erklärt. Bislang waren jährliche Kosten im Millionenbereich genannt worden. Der Verkehrsclub fordert Land, Kreis und NVV auf, nun die Betriebsaufnahme durchzusetzen.

Für ein über 30 km langes Verkehrsprojekt ist das fast gar nichts“ freut sich der VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Auch die vor­gesehenen Baumaßnahmen sind mit knapp 14 Millionen Euro sehr günstig. Für den Flughafen Calden, der nach den Prognosen der Befür­worter etwa so viele Nutzer haben soll wie die Bahnlinie, wird mit 271 Millionen soviel gezahlt, dass davon die Bahn zwanzigmal erneuert oder siebenhundert Jahre betrieben werden könnte. Für die um­strittene A 44, die nur etwa doppelt so lang ist wie die Bahnstrecke im Eder­tal, wird mit mindestens 1,6 Milliarden das Viertausendfache dieses Jahresdefizites aufgewendet. Insgesamt stehen über 600 Mio. Euro im Jahr für den Nahverkehr in Hessen zur Verfügung. Mützel: „Wo jetzt ein Wille ist, ist auch ein Weg. Am Geld kann es nicht scheitern.

Feldversuch Gigaliner

Montag, 07. November 2011

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung 24/2011, 07.11.11 Hannover/Bremen.
VCD: „Bremen soll bloß nicht gegenüber der Lkw-Lobby ein­knicken!“/Niedersachsen als schlechtes Beispiel für Logistik­politik kritisiert

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hofft angesichts des erheblichen aktuellen Drucks der Lkw-Lobby auf den Bremer Senat, dass die dortige rot-grüne Landesregierung an der Ablehnung des Gigaliner-Feldversuchs festhält.

Diese Monstertrucks sind für den Straßenverkehr zu gefährlich und verschärfen die Wettbewerbsnachteile gegenüber der umweltfreundlichen Schiene! Wir als Niedersachsen sind sehr dankbar, dass Bremen sich nicht an dem Gigaliner-Unsinn beteiligt, das gibt Raum für eine bessere Verkehrspolitik“, so Michael Frömming, VCD-Landesvorsitzender.

Niedersachsens Landespolitik orientiert sich nach VCD-Auffassung seit Jahren zu einseitig auf die Straße und vernachlässigt die Schiene. In vielen Regionen droht angesichts der falschen Güterverkehrspolitik der Anschluss an die Bahn für immer verloren zu gehen. „Eine zukunfts­orientierte Verkehrspolitik sollte zum Ziel haben, die Lkw-Verkehre durch eine Erhöhung der Lkw-Maut auf 45 Cent auf allen Straßen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Gefährdung der anderen Verkehrs­teilnehmer zu reduzieren“, so Frömming.

Zwei Jahre schwarz-gelbe Verkehrspolitik: Altes Denken – statt kluge Konzepte für Umwelt und Menschen

Freitag, 28. Oktober 2011

Presseinformation, Berlin, 28. Oktober 2011

Während die Bundesregierung mit dem Atomausstieg die notwendige Abkehr von der Kernenergie – zwar langsam aber unumkehrbar – vor­genommen und damit Handlungsfähigkeit gezeigt hat, brachte sie in den vergangenen zwei Jahren in der Verkehrspolitik nur unsorgfältig bearbeitete Entwürfe zustande. Zur Halbzeit der Legislaturperiode wurden noch nicht einmal die im Koalitionsvertrag vereinbarten Auf­gaben angegangen, wie zum Beispiel die nachhaltige Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehr.

Bei der Infrastrukturfinanzierung fiel Verkehrsminister Ramsauer nichts Besseres ein, als immer wieder die Pkw-Autobahnmaut in Form einer allgemeinen Gebühr (Vignette) aus der Mottenkiste zu holen. Eine solche Maut wäre jedoch extrem unsozial und ohne positive Umwelt­wirkung, denn alle Autofahrer würden mit einer Gebühr – gleichgültig wie viel sie fahren – belasten.
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Erfolgsmodell Regionalisierung in Gefahr

Mittwoch, 26. Oktober 2011

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 31/2011, Stuttgart, 26. Oktober 2011
VCD fordert Erfolgsmodell ‚Regionalisierung’ auszudehnen
Preisgebaren der Bahn bei Trassen- und Stationsgebühren nicht akzeptabel/ An­reize für Kostensenkungen und Mehrverkehr auf der Schiene fehlen

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. hält das bisherige Erfolgs­modell ‚Regionalisierung’ angesichts stetig steigender Preise durch die Deutsche Bahn (DB) AG für die Gleis- und Bahn­steig­nutzung für den S-Bahn- und Regional­verkehr für gefährdet. Dass dieses Preisgebaren der DB AG so nicht länger hin­nehm­bar sei, zeige auch der derzeitige Disput um die Übernahme von zusätz­lichen Mehr­kosten im S-Bahn-Betrieb, die die Bahn vom Verband Region Stuttgart (VRS) als Aufgabenträger einfordere, dieser aber wiederum das Land für die zusätzlichen Kosten in die Pflicht nehmen wolle, erklärt VCD-Landes­vor­sitzender Matthias Lieb.
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Wählen GEHEN: Für eine nachhaltige Mobilität!

Donnerstag, 15. September 2011

Presseinformation VCD Nordost, Berlin, 14.09.2011

Der Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclubs VCD (VCD Nordost) ruft anlässlich der am kommenden Sonntag stattfindenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordneten­versammlungen alle Wählerinnen und Wähler auf, an diesem Tag Auto und Motorrad stehen zu lassen und stattdessen zu Fuß zum Wahllokal zu gehen. So könne jeder schon auf dem Weg zur Wahlurne ein Zeichen für aktiven Klimaschutz setzen. Gerade auf kurzen Strecken sei Zu-Fuß-Gehen oder Radfahren die alltagstaugliche Alternative zum Auto. Sie bedeute weniger Spritverbrauch und damit weniger Treib­hausgas CO2, weniger Schadstoffe und weniger Lärm für Berlin.
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VCD kritisiert falsche Eisenbahnpolitik des Bundes für Baden-Württemberg

Donnerstag, 15. September 2011

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 25/2011, Stuttgart, 10. September 2011
Investitionsruine Rheintalbahn?

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die Eisen­bahn­politik der Bundesregierung für Baden-Württemberg: Der Entwurf des Bundeshaushaltes 2012 sieht für den weiteren Ausbau der Rheintalbahn nur 19 Millionen Euro vor gegen­über 48,4 Mio. Euro im Jahr 2011, hingegen 58,6 Mio. Euro für Stuttgart 21 (Vor­jahr 20,3 Mio. Euro).
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VCD begrüßt Überprüfung nichtfinanzierter Verkehrsprojekte aus dem Fünfjahresplan

Donnerstag, 15. September 2011

Presseinformation, Berlin, 9. September 2011
Erhalt und Ausbau der Infrastruktur muss vor Neubau stehen

Zu den Plänen des Bundesverkehrsministeriums, Investitionsprojekte aus dem aktuellen Fünfjahresplan zu streichen, erklärt Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des ökologische Verkehrsclub VCD: “Endlich merkt die Bundesregierung, dass eine Bundesverkehrs­wegeplanung ohne seriöse Finanzierung keinen Sinn macht. Viele Verkehrsprojekte stehen nur auf dem Papier. So ist es nur konsequent, alle Projekte erneut auf den Prüf­stand zu stellen.

Ziesak sieht in der Streichung von nichtfinanzierten Bauvorhaben aus dem Fünfjahresplan die große Chance für einen Neuanfang in der Bundes­verkehrswegeplanung. Er betont aber: “Grundsätzlich muss es um den Erhalt und den Ausbau gehen, bevor an einen Neubau gedacht wird“.
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Gegenentwurf der rot-grün regierten Länder zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetz bringt besseren Nahverkehr

Donnerstag, 15. September 2011

Pressemitteilung 16/2011, VCD Hessen, Kassel, 7. September 2011.

Einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr verspricht sich der öko­logische Verkehrsclub VCD von der geplanten Änderung des Per­sonen­beförderungs­gesetzes. Verbesserungen für die Fahrgäste seien insbesondere von dem Entwurf der rot-grün geführten Bundes­länder zur „Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften“ zu er­war­ten. Heute soll dieser, als Gegenantrag zum Entwurf des Bundes­kabinettes vom 3. August 2011, im Verkehrsausschuss des Bundes­rates beraten werden. Der VCD Hessen empfiehlt der Landes­regierung, den Änderungsvorschlägen der Länder Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bremen Mitte September im Bundesratsplenum zuzustimmen.
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