Archiv für die Kategorie ‘Verkehrspolitik’

Hessenweites Schülerticket

Mittwoch, 20. Juli 2016

Pressemitteilung VCD Hessen, Wiesbaden, 20.07.2016
VCD fordert Offenheit von Verkehrsverbünden, Städten und Landkreisen

Der alternative Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Hessen, begrüßt in einer ersten Stellungnahme, dass die Landes­regierung ins landesweite Schülerticket Bewegung bringt. „Unser Ideal war ein Solidarmodell wie beim Semesterticket, weil dadurch ein noch niedrigerer Preis möglich gewesen wäre. Aber auch der 365-Euro-Vorschlag von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir ist ein klarer Fortschritt zum heutigen Tarifdschungel“, so VCD-Sprecher Daniel Sidiani. Dass das Land bereit sei, hierfür 20 Millionen Euro im Jahr in die Hand zu nehmen, unterstreiche die Ernsthaftigkeit des Projekts. (weiterlesen…)

VCD begrüßt Vorschläge zum Ausbau der Stuttgarter Eisenbahninfrastruktur

Samstag, 04. Juni 2016

Pressemitteilung VCD-Baden-Württemberg, Stuttgart, 01. 06 2016

Viele sinnvolle Vorschläge zum Ausbau der Stuttgarter Eisenbahninfrastruktur sieht der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland in der vom Verband Region Stuttgart (VRS) vorgelegten Studie, die heute im Verkehrsausschuss der Region behandelt wird.

„Damit werden mehrere VCD-Vorschläge, wie die Realisierung eines Regionalbahnhaltes in Stuttgart-Feuerbach oder der dreigleisige Ausbau der geplanten S-Bahn-Station Mittnachtstraße aufgegriffen“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Dennoch beklagt der VCD weiterhin bestehende Denkverbote beim Verband, die wichtige Lösungsansätze blockierten: „Das kategorische Ausschließen von weiteren Gleisverbindungen zum Hauptbahnhof führt zu absurden Vorschlägen wie einer Express-S-Bahn Calw – Feuerbach anstelle von Calw – Stuttgart Hbf, wie es die Fahrgastströme erfordern würden“, kritisiert Matthias Lieb. „Solche Linien können nur erfolgreich sein, wenn sie direkt zum Hauptbahnhof geführt werden – und wenn die Infrastruktur dazu derzeit nicht in  der Lage ist, muss man sich Gedanken über den Ausbau machen und darf dieses Denken und Planen nicht verbieten“, so Lieb.
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Klimaschutzabkommen: Bundesregierung muss Verkehrswende einleiten

Mittwoch, 20. April 2016

Pressemitteilung, Berlin, 20. 04 2016

Anlässlich der Unterzeichnung des in Paris verabschiedeten Klimaschutzabkommens, am Freitag bei den Vereinten Nationen, hat der ökologische Verkehrsclub VCD gemeinsam mit vierzig zivilgesellschaftlichen Organisationen einen eigenen Klimaschutzplan in Berlin vorgelegt. Mit diesem fordern die Verbände die Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen festzuschreiben, damit Deutschland seinen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten kann. Welche Maßnahmen die Bundesregierung explizit im Verkehrsbereich treffen muss, verdeutlicht der VCD in folgenden vier Punkten. (weiterlesen…)

VCD kritisiert Methodik des BVWP 2030

Dienstag, 19. April 2016

Pressemitteilung Nr. 11/16, Stuttgart, 19. April 2016
Klimaschutz wird ausgeblendet, VCD kritisiert Methodik des Bundesverkehrswegeplans 2030/ÖPNV stärken statt mehr Straßenbau

Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die Methodik des Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030), die einseitig auf Straßenbau setze und dabei die Klimaschutzverpflichtungen aus den Verträgen von Paris ausblende: „Der BVWP 2030 löst keine Verkehrsprobleme in den Ballungsräumen, da er letztendlich mit weiteren Straßen nur noch mehr Verkehr in die Städte zieht“, konstatiert VCD-Landes­vorsitzender Matthias Lieb. Hauptgrund für dieses Ergebnis sei die fehlende Einbeziehung des Nahverkehrs bei der BVWP-Aufstellung.

Der Bund sieht sich für den Nahverkehr nicht verantwortlich, deshalb wird die Problemlösungsfunktion des öffentlichen Personen­nah­verkehrs (ÖPNV) für den Stau auf der Straße aus Sicht des Bundes nicht betrachtet“, kritisiert Lieb den falschen Kurs des Bundes­verkehrsministeriums.
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Bitte wenden: Klima- und Verkehrspolitik nach dem Pariser Klimaabkommen

Dienstag, 16. Februar 2016

Pressemitteilung, Berlin, 16. 02 2016

Der Jubel über das Pariser Klimaabkommen im Dezember 2015 war gewaltig. 195 Nationen und die EU vereinbarten einstimmig die Treib­haus­gas­emissionen deutlich zu reduzieren, um die Erd­erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Was ist seitdem passiert? Welche Maßnahmen hat die deutsche Politik in die Hand genommen? Besonders im Blickfeld: der Verkehr. Denn klar ist, ohne einen deutlichen Beitrag des Verkehrs werden die Klimaziele auf keinen Fall erreichbar sein. Klimaschutz muss auch in die Verkehrspolitik integriert werden. Gibt es Ansätze für ein Umdenken? Das VCD-Magazin fairkehr geht diesen Fragen in seiner ersten Ausgabe 2016 auf den Grund.
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Podiumsgespräch 18. Januar 2016: 5 Jahre da­nach: Die Schlichtung zu S21

Freitag, 15. Januar 2016

5 Jahre nach der Schlichtung zum um­strittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 diskutiert Verkehrsminister Winfried Her­mann mit dem Schlichter Heiner Geißler sowie Walter Sittler, Peter Conradi und Klaus Arnoldi am Montag, 18. Januar um 19 Uhr im Hospitalhof über die Ergebnisse der Schlichtung und die weiteren Perspektiven. Moderation: Johanna Henkel-Waidhofer.

Die “Schlichtung” zu S21 mit dem Schlichterspruch vom 30.11.2010 im Stuttgarter Rathaus wurde deutschlandweit beachtet und live im Fernsehen übertragen – in dieser Form ein Novum, ein Feldversuch eines neuen Formats zur Konfliktaustragung in einer demokratischen Gesellschaft. (weiterlesen…)

Das Döbelner Tarifwirrwarr weitet sich aus

Mittwoch, 09. Dezember 2015

Pressemitteilung, Döbeln, 9. Dezember 2015

VCD-Grafik zum Döbelner Nahverkehr

VCD-Grafik zum Döbelner Nahverkehr

Nicht nur die Bahn nach Meißen wird zum Fahrplan­wechsel ab Sonn­tag abbestellt. Mit Start des neuen Busnetzes Nossen wird der VVO-Tarif auch in Döbeln anerkannt und verschlimmert das hiesige Tarif­wirrwarr, dessen Ende der VCD-Landes­verband Elbe-Saale als Interessen­vertreter der Fahrgäste schon mehrfach forderte. Der Verband glaubt trotz einer beim Ministerium angesiedelten ÖPNV-Strategie­kommission nicht daran, dass es in naher Zukunft einfacher wird.

Lutz Dressler, Sprecher im VCD-Landesverband: „So wird man kaum mehr Menschen für Bus und Bahn gewinnen und so zum Teil das Auto ersetzen – statt die Tarife zu vereinheitlichen, passiert genau das Gegenteil. Das Nahverkehrssystem muss endlich verständlicher werden!“ Aus dem Döbelner Tarifdschungel ließe sich bestimmt ein Quiz-Spiel entwickeln, so Dressler. „Es gewinnt derjenige, der die günstigste Fahrkarte findet.(weiterlesen…)

VCD begrüßt Start der ersten Regiobuslinien im Land

Montag, 19. Oktober 2015

VCD Baden-Württemberg, Presseinformation Nr. 29/2015, Stutt­gart, 19. Oktober 2015

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt den offizi­el­len Start der ersten fünf Regiobuslinien mit der Übergabe der Förderbescheide durch das Ver­kehrs­ministerium als einen weiteren guten Schritt des Landes hin zur Pionier­region für nachhaltige Mo­bilität. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum erfährt damit eine weitere wichtige Aufwertung, um als attrak­tive Alternative zur individuellen Mobilität bestehen zu kön­nen, freut sich VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Für eine gute Wahl hält der VCD den nun realisierten Lückenschluss zwischen den Mittelzentren Sigmaringen und Überlingen über Pfullen­dorf. Auf diese Weise erhält gleichzeitig die Region Tübingen als bedeutendes Oberzentrum mit der Neckar-Alb-Bahn und der neuen Regiobuslinie eine stündliche schnelle Verbindung an den Boden­seeraum.
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Dialogforum beschließt Alpha, Niedersachsen ignoriert Hamburger Interessen

Samstag, 10. Oktober 2015

Pressemitteilung VCD-Landesverband Niedersachsen, 10.10.2015 Hannover/Celle.

7. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 11. September in Celle
Bündnis für zukunftsfähige Lösung wird eigenes Positions­papier vorlegen

Neuigkeiten brachte bei der vorletzten Sitzung des Dialogforums nur das umfangreiche Gutachten des Hauses BVU zur sogenannten Alpha-Variante. Danach haben sämtliche Ausprägungen erhebliche Schwächen für den Nord-Süd-Verkehr, sie würden sogar zu mehr Lkw-Verkehr auf unseren Straßen führen. „Das ist für den VCD kein zukunftsfähiges Ergebnis, das neue Kapazitäten schafft, um spürbar Güterverkehr von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene zu verlagern“, so Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen. (weiterlesen…)

Die Straße gehört dem Auto!?

Mittwoch, 19. August 2015

Doch wohin mit unseren Kindern? Ernst nehmen und Platz schaffen – so das Plädoyer des VCD.
Pressemitteilung, Berlin, 19. 08 2015

Auf 1.000 Einwohner kommen in Deutsch­land fast 550 Autos, aber nur 8,2 Kinder. Das bedeutet gleichzeitig einen Spitzen­platz beim Autobesitz und letzten Platz bei der Geburten­rate – weltweit. Allzu oft zeigt sich diese Diskrepanz auch im Straßen­bild deutscher Städte und Ge­mein­den. Von Kindern wird verlangt, sich ver­kehrs­ordnungs­konform zu ver­halten, statt unbeschwert und rebellisch, während Erwachsene freie Fahrt und im besten Falle ein Park­platz vor der eigenen Haus­türe genießen.

Wenn Deutschland wieder kinder­freundlich werden will, darf der öffentliche Raum nicht für Autos reserviert bleiben. Kinder müssen die Straße erobern dürfen. Hier treffen sie Freunde, entwickeln soziale und motorische Fähigkeiten und können sich austoben. Heute finden Abenteuer und Action viel zu oft online im Kinder­zimmer statt, da es die Orte zum draußen spielen einfach nicht mehr gibt. Es fehlt schlichtweg der Raum oder das Verständnis der Nachbarn. Die einzige Lösung: Kinder, Eltern und Nachbarn müssen gemeinsam im Interesse aller die Straßen vom Auto zurückerobern.
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