Archiv für die Kategorie ‘Niedersachsen’

Güterverkehr lässt Kosten im Straßenbau weiter wachsen

Freitag, 04. März 2016

Pressemitteilung, VCD-Landesverband Niedersachsen, 04.03.2016, Hannover/Lüneburg.
Alpha drängt Güter auf die Straße – A 39 durch Lüneburg sechsspurig/Wirtschaftlichkeit A 39: Nutzen-Kosten-Verhältnis unter 1

Der erste Bauabschnitt der A 39 durch Lüneburg soll nun von Anfang an sechsspurig gebaut werden. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr begründet den Vorstoß mit einer neuen Prognose für das Jahr 2030. „Danach steigt der Verkehr von 2025 auf 2030 in einem Maß, das einen sechsstreifigen Querschnitt aus Sicht der Planer knapp rechtfertigen lässt. Interessant ist, dass die Zunahme ziemlich genau der Anzahl Lkw entspricht, die notwendig sind, um die Güter zu transportieren, die aufgrund der unzureichenden Kapazität des Alphas nicht auf der Schiene abgefahren werden können“, erklärt Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen. Die aufwändigen Planungen führen zudem zu einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit der A 39. Nach Überzeugung des VCD ist mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von unter 1 zu rechnen. (weiterlesen…)

Brückenschaden in Weener: Fahrgäste und Rad­fahrer sind die Leidtragenden

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Pressemitteilung, VCD-Landesverband Niedersachsen, 13.12.2015
Hannover.

VCD appelliert an Verantwortliche, schnell und umfassend zu handeln

Die Brückenhavarie in Weener über die Ems verursacht für die Eisen­bahnstrecke Leer – Groningen einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen – wahrscheinlich für Jahre. Ist damit alles ausreichend geregelt? Mitnichten, meint der Landes­verband Niedersachsen des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

Durch den SEV verlängert sich z. B. die Fahrzeit zwischen Oldenburg und Groningen um eine Stunde, weil der Anschluss in Leer um wenige Minuten verpasst wird. Organisierte man den SEV statt zwischen Bad Nieuweschans und Leer zwischen Weener und Leer, würden sich die Fahrzeiten so verändern, dass ab bzw. bis Weener die planmäßigen Züge genutzt werden könnten und in Leer der Anschluss in und aus Richtung Oldenburg erreicht würde“, erklärt Wilfried Jankowski, stellvertretender Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen.

Gelöst ist damit jedoch nicht das Problem, dass die Busse des SEV keine Fahrräder mitnehmen. Hierfür muss nach Ansicht des VCD eine Lösung gefunden werden. Es ist nicht einzusehen, dass hier über Jahre keine Fahrrad­mitnahmemöglichkeit besteht. Bei kurz­fristigen Streckensperrungen ist dies gerade noch hinzunehmen, aber nicht bei einem lang­fristigen Ersatz­verkehr.

Handlungsbedarf besteht auch, weil die kombinierte Eisen­bahn­brücke nicht mehr für den Radverkehr zur Verfügung steht. Die Rad-Verbindung über die Eisenbahn­brücke ist Teil von diversen radtouristischen Radrouten, ganz zu schweigen vom Zwischenortsverkehr z. B. zwischen Weener und Ihrhove. Umwege von 16 Kilometern sind die Folge. „Es sollte ernsthaft geprüft werden, ob zur nächsten Saison hier eine Personen- und Fahrrad-Fähre eingerichtet werden kann. Zwischen den Ortschaften Kamp und Karnin auf Usedom beispielsweise, funktioniert das seit Jahren ausgezeichnet“, so Jankowski.

Kurzfristig gelöst werden muss auch das Informationsdefizit für die Bahnfahrgäste. Die Deutsche Bahn macht auf ihrer elektronischen Fahrplan­auskunft nur einen kleinen Hinweis auf die Internetseite des niederländischen Bahnunternehmens ARRIVA – eine DB-Tochter! Folgt man diesem Hinweis gibt es Informationen zum SEV nur in niederländischer Sprache. Eine zusätzliche Ansage auf deutsch wäre hier sehr wünschenswert.

Der VCD appelliert daher an alle Verantwortlichen, bei Ihren Planungen die Interessen der Fahrgäste und Radfahrer nicht aus dem Blick zu verlieren und kurzfristig das Informationsdefizit zu beseitigen.

Schutzgemeinschaft ländlicher Raum und VCD legen A 20-Kompendium vor

Montag, 23. November 2015

Pressemitteilung Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West & VCD-Landesverband Niedersachsen, 23.11.2015 Hannover
Diskussion über geplante „Küstenautobahn“ in Nieder­sachsen/Neue Broschüre an Bundestagsabgeordnete verschickt

Die Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West und der Landes­verband Niedersachsen des ökologischen Verkehrsclubs VCD haben ihr umfassendes Kompendium zur in Niedersachsen geplanten Autobahn 20 herausgegeben. Die 28-seitige Broschüre vermittelt grundlegende Fakten und Hintergründe zur A 20 und zeigt zudem auch Alternativen zur leistungsfähigen Bewältigung des See­hafen­hinter­land­verkehrs auf. Anlässlich der bevorstehenden Ver­öffent­lichung des Bundesverkehrswegeplans 2015 haben die Bundes­tags­abgeordneten das druckfrische Werk erhalten. (weiterlesen…)

Zugverspätungen durch desolate Infrastruktur

Sonntag, 08. November 2015

Pressemitteilung VCD Niedersachsen, 8.11.2015, Hannover.

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Nieder­sachsen, beobachtet mit zunehmender Sorge die drastische Anzahl von Zugverspätungen und verpassten Anschlüssen, beispiels­weise im Großraum Braunschweig, aber auch im übrigen Nieder­sachsen. Im Fokus befindet sich dabei besonders die Erixx Eisen­bahn­gesellschaft. Leo Demuth, Mitglied im VCD Landes­vorstand Nieder­sachsen, vermutet, dass in zunehmenden Maße die nicht ausreichend unterhaltene Infrastruktur – zuständig ist die Deutsche Bahn – Auslöser sein könnte. Bewuchs am Bahndamm, der “Lang­sam­fahrstellen” erzeugt, die wiederum zu Verspätungen und dem Verlust von Anschlüssen führen, sind nicht zu akzeptieren. Noch auf keiner Autobahn wurde die Höchst­geschwindigkeit gesenkt, weil sie bewachsen wäre.
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8. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 5. November in Celle

Donnerstag, 05. November 2015

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung, 05.11.2015 Hannover/Celle.

Glückwunsch zum Dialogforum, Alpha blockiert jedoch Entwicklung
VCD fordert Bürgerbeteiligung auch für Straßenbauprojekte

Das Dialogforum Schiene Nord ging heute mit einem mehrheitlichen Ergebnis von knapp 64 Prozent – 60 von 94 – für die Alpha-Variante als alleinige Lösung für den Seehafenhinterlandverkehr zu Ende. Der VCD stimmte der Empfehlung an den Bund nicht zu, weil er die bedarfsgerechte Entwicklung einer zukunftsfähigen Eisen­bahn­infrastruktur auf viele Jahre blockiert sieht. Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen dazu: „Ein Konzept, das absehbar zu überlasteten Strecken führt, Bahnkunden im Personen- und im Güterverkehr, wie Anwohner der Bestandsstrecken massiv belasten wird, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein“. (weiterlesen…)

Dialogforum beschließt Alpha, Niedersachsen ignoriert Hamburger Interessen

Samstag, 10. Oktober 2015

Pressemitteilung VCD-Landesverband Niedersachsen, 10.10.2015 Hannover/Celle.

7. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 11. September in Celle
Bündnis für zukunftsfähige Lösung wird eigenes Positions­papier vorlegen

Neuigkeiten brachte bei der vorletzten Sitzung des Dialogforums nur das umfangreiche Gutachten des Hauses BVU zur sogenannten Alpha-Variante. Danach haben sämtliche Ausprägungen erhebliche Schwächen für den Nord-Süd-Verkehr, sie würden sogar zu mehr Lkw-Verkehr auf unseren Straßen führen. „Das ist für den VCD kein zukunftsfähiges Ergebnis, das neue Kapazitäten schafft, um spürbar Güterverkehr von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene zu verlagern“, so Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen. (weiterlesen…)

6. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 11. September in Celle

Donnerstag, 10. September 2015

Pressemitteilung VCD-Landesverband Niedersachsen, 09.09.2015, Hannover.
Unstrittige Maßnahmen beschließen, Dialogforum handlungsfähig machen!
VCD will Beschluss über Amerikalinie und Anwendung der Nutzwertanalyse

Zur 6. Sitzung des Dialogforums Schiene Nord am 11. September schlägt der ökologische Verkehrsclub VCD einen Strategiewechsel vor. „Statt Debatten über längst akzeptierte Maßnahmen zu führen und schwerfällig nach Ausschlusskandidaten zu suchen, sollte nun zügig über den Ausbau der Amerikalinie und der Bahnstrecke Rotenburg – Verden entschieden werden, damit mehr Raum für strittige Themen bleibt“, so Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD-Niedersachsen.

Die Ertüchtigung der Amerikalinie und der zweigleisige Ausbau der Verbindung von Rotenburg nach Verden steht seit Jahren im Bundesverkehrswegeplan und ist Bestandteil des Koalitionsvertrages der Landesregierung. Auch im Dialogforum besteht ein breiter Konsens über den Ausbau der beiden Strecken. „Neben kleinteiligen Maßnahmen, wie der Prüfung von möglichen Blockverdichtungen und dem Bau von Überwerfungsbauwerken, setzt sich der VCD seit Jahren für die Amerikalinie und Rotenburg – Verden ein. Wir schlagen vor, Debatten über komplizierte Maßnahmenkombinationen zu überwinden, die Gemeinsamkeiten endlich in den Vordergrund zu stellen und die beiden Projekte als erstes in den niedersächsischen Warenkorb für den Bundesverkehrswegeplan zu legen. So bleibt mehr Raum, die strittigen Punkte hinreichend zu erörtern“, schlägt Friedrichs vor. (weiterlesen…)

Alpha-Variante für Seehafenhinterlandverkehr unzureichend

Freitag, 24. Juli 2015

Pressemitteilung, VCD-Landesverband Niedersachsen, Hannover, 24.07.2015.
Dialogforum Schiene Nord: Neubewertung der Lühmann-Variante

Nach Beschluss des Dialogforums Schiene Nord vom 17. Juli arbeitet nun eine Gruppe an der Optimierung der sogenannte „Alpha-Va­riante“, um ihr Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von derzeit 0,7 auf mindestens 1,0 zu verbessern. „Wir halten die Maßnahme so für wenig zielführend, da die Leistungsfähigkeit des Lühmann-Vor­schlags durch die Optimierung eher verschlechtert als verbessert wird und die Anwendung der BVU-Methodik nichts am Ranking der Varianten ändern wird. Viel wichtiger wäre, bei der Bewertung durch das Bundesverkehrsministerium auch die Berücksichtigung von Schienenpersonennahverkehr (SPNV) durchzusetzen“, kritisiert Hans-Christian Friedrichs, Landes­vorsitzender des VCD-Nieder­sachsen.

Der VCD hat nun in einem Schreiben an das Dialogforum Schiene Nord deutlich gemacht, dass selbst der Vollausbau nach Lühmann mit drei Gleisen zwischen Lüneburg und Uelzen bei weitem nicht den Bedarf für den Seehafenhinterlandverkehr decken kann. Bahn­experten gehen davon aus, dass der dreigleisige Ausbau maximal 400 Züge pro Tag, keinesfalls aber die von der BVU genannten 516 Züge bewältigen kann. „Die Alpha-Variante bliebe damit weit hinter den Erwartungen zurück oder würde bei einem notwendigen viergleisigen Ausbau von Ashausen über Lüneburg nach Uelzen wesentlich aufwendiger und teurer werden, von den zusätzlichen Belastungen der Anwohner und Fahrgäste ganz zu schweigen“, so Friedrichs. (weiterlesen…)

Dialogforum Schiene Nord – VCD beantragt Bewertung des Optimierungspotentials der VCD-Trasse

Mittwoch, 24. Juni 2015

Pressemitteilung, VCD-Landesverband Niedersachsen, 24.06.2015, Hannover.
Nach Neubewertungsbeschluss über Lühmann-Variante
Fernverkehr soll für die Relation Bremen – Lüneburg – Berlin berechnet werden

Am vergangenen Freitag wurde beim Dialogforum Schiene Nord von einer Initiative gegen Trassenneubau die Neubewertung der so­genannten „Alpha-Variante“ gefordert. Vom Bundes­verkehrs­ministerium wurde die Neukalkulation zugesagt. Der VCD-Landes­verband Niedersachsen sieht in diesem Vorgang den Beginn einer „zweiten Berechnungsrunde“, für den vermutlich weitere Akteure ihre Vorschläge einreichen werden. „Das erste Gutachten des Bahn-Beraters BVU wird bekanntlich von nahezu allen Seiten abgelehnt, da es entscheidende Mängel enthält. So sind bei­spiels­weise die Bewertungen des schnellen Personen­fern­verkehrs nur für die Neubautrassen und die Nichtbeachtung des Schienenpersonen­nahverkehrs (SPNV) und der regionalen Interessen nicht akzeptabel. Der VCD fordert daher für seinen Vorschlag ebenso eine Neubewertung und zwar unter Berücksichtigung des SPNV und neu, des Fernverkehrs“, so Hans-Christian Friedrichs, Landes­vor­sitzen­der des VCD-Nieder­sachsen. (weiterlesen…)

Tag der Verkehrssicherheit 2015

Sonntag, 21. Juni 2015

VCD-Landesverband Niedersachsen, Pressemitteilung, 20.06.2015, Hannover/Celle.

VCD kritisiert Landesregierung wegen Illusionismus bei der Verkehrssicherheit
VCD: „Landesregierung muss Geld in die Hand nehmen, um Menschenleben zu retten
Notstand: Statt Personalzuwächse immer mehr Personal­kürzungen

Der niedersächsische Landesverband des Verkehrsclub Deutschland VCD fordert von der Landesregierung, ihren Versprechungen nun auch endlich Taten folgen zu lassen, um die Unfallzahlen zu senken. „Der rot-grüne Koalitionsvertrag sieht ausdrücklich die Senkung der Unfallopferzahlen mittels besserer Kontrollen vor. Getan hat sich bislang allerdings nichts“, bemängelt Harald Walsberg, stellv. Landes­vorsitzender des VCD und Verkehrssicherheitsfachmann. (weiterlesen…)